Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 20 (1889)
- Issue
- 20. Jahrgang Nᵒ 5.
- Date
- 1889-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
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ffenittf'djtt und neueste Wuchrichlen. veri'M Dst von Herra M. Halle 1846 gearüadete .Gesell- Schaft jüdischer -aiidwerstr und Kü,stier zur llmerstützung tu Krönst ^itssällr," hielt om Stomas den 81 b- St. ihre ordentliche General- Versammlung ab. in welcher der frühere Vorstand «instimmia wieder, «wühlt ward«. — Der zwrist Lheil der Lagesordnung umfaßte den Beritt über dir Wirksamkeit t» verflossenen Jahre, wonach rin Umsatz von IttSO «I in Einnahme und Audgabe und rin Bestand von 8S 800 Äk »u verzeichne» ist. bei 887 ordentlichen »ad 848 Ehren. Mitglieder». Außerdem «xistirt fett 1886 rin besonderer Jubrlsonds mit eine« Bestand« von 8968 Sil. Die de« Verein zugehörig« Wittwenkaffe hat 417 Mitglieder, einen Bestand von 69 400 Mk. und 8066 Mt. tu Einnahme und Anögabe I« dritten Lheil« wurde di« Fassung des Jaragraphea 1, der von de« Zweck der Gesellschaft handelt, dahin erweitert, daß auch in besonderen Rothfälle» Unterstützungen verabreicht werden sollen. Für de» letzteren Zweck wurde» vom Vorsitzenden Herrn Hermann Land», cherger verschiedener Gescheute Erwähnung gethan, di« einen namhaften vetrag ausmachen und di« da» große Intereffe dart'un, welche« der -Gesellschaft überall entgegengebrocht wird. Brasla«. 87. Januar. Es ist coiftatirt, daß dt« .Kastellbrüder' d«« Lorialdemokraren bei der Stckwahl di« Majoiiüt ver. schasste». Da» nennt sich .reich«, und kSnigstreu'! Dessau. 83. Januar. Die Mendelssohu-Denkmal-Angelegenhei« ist einen Schritt weiter gerückt, von Sr. Hoheit de« Herzoge ist jür da» Denkmal Mose« Mendelssohn'» der Platz vor dem «ahnhose bestimmt worden. Wegen Herstellung de« Denkmal« hat «in« Soaeurreaz stattgesunden, vier Modell« sind eingrgangen Die au» den Herren Generaldirektor der kdniglichen Mnseen zu Berlin Schöne und Professor Schätzer bestehend« Znrh hat in erster Reihe den Entwrrs de» Bild» t« JanrnschtznrAÄführnagemtzfohlen. DemEntwnrs de»Bild» r» Hoffmeister ist gleichst,«» besondere« Lob gespendet, doch ist der -re an di« »weit« Stelle gesetzt. Di« vier «ingegangenen Stodell«, _«ondrrr di« beiden, welch« den veisall der Jury gesunden haben. find zur Ansicht de» Publikum» ösfewtlich «»«gestellt. Opstrl». 80. Januar, (Vr.-Eor.) Die Leser Ihre» aesch. vl. »erdeu e« sicherlicktzmtt freudiger Genngthnnng vernehmen, daß unser güsistr ktabbiner Dr. Wiener von der gegen ihn wegen einer Rote in seinen »um 18. Oktober veröffrntlichte» zwri Lrauerreden auf Kaiser Wilhelm L und Friedrich lll. — wie z Z. in diese« Blatte berichtet — erhobenen Anklage der Majestätsbeleidignag, wie gar nicht 4Mbn» ju erwarte» war, gestern frei gesprochen worden ist. Die »nter dem Titel .Saul und Jonathan" erschienenen nad beschlag. «hinten zwei ktedt, sind insolgedeffe» wieder sreigegebea. Vase», 84. Januar. (Or.-Cor.) Bei der heul« stattgehabten Wahl da» Vorstand«» der hies. jüdische» Gemeind« sind dt« beiden Vorstand». Mitglieder, deren Amtspertod« abgelaustn war. »iedergewählt. der bi«, kttfat erste Stellvertteter wurde zum zwetlen und al» erster Herr Dr. ■ Ra dmrr aewildl wordent. »tri«. Baron Moritz b. Hirsch hat 60060 Franken dem Direktor - dar Schul« der t»r. Allianz in Pari« zur Verfügung gestellt, um mt» schiene wohlthviste Zwecke zu erfülle». stautzon. Herr Murratz kündigt an: .Gelegentlich« Gedanken ^tne» Astronomen über LagGsragen" do» Ars- Prostffor Prttchard tu Ogford. Unter den behandelte» Geoenstünden btsinde» sich »Da» " Stzunder in Jofua" und »Gin« Lösung der Schwierigkeiten in E*. __ Bereit» vor Ulnger al» eine» Jahr« kam der Vorschlag zur Abhaltung einer Confrreuz in Stadrtd wegen Starokk» ans» Latze». Die Verhandlungen wüsten leider wegen dr« Jndifferrntt»««» der bmhriligten Sküchi« «usgehobea werden. Aeuerding» wurd« der Vorschlag noch einmal erwogen »nd man sagt, daß der spanische Minister da» Autwünigea de» Wunsch de« Sultan» »ur Abbaltnug »er Tonst. 0*1 energisch unwrstütze» will, um endlich dst Skißdrönch» zu besei. tim», welch« dW System der Lousnlartzrowetio» hervorgerus«» hat und um rnechzrttig rin« Arvtsio» der Madrider «omentlon vor,». mH»»«. Wenn, »u benutztet wird, Sir Willtam Kirdy Sn,,, nnstr Wütstir in La»^ da» bestehende System verwirft, so wird bei welche da« Schicksal Großbritannien aus unserer Set,«, isnahme der verhandlungeu, dntigeu Brüder so tnuig berühre», SstMuen» stehe«. BnfcM. Der am 1» ganm, in Lew» College" von Herr» B»hr«ud geholte« Vortrag über »Da» erste Ehrtsteuthum" ckt» «ine» Gegenstand, welchen weder Jude» miA Christen gc »d bauchte». E» tan» nicht ur »ft daraus hlamwiest, werde», da« Christleuth»» I, seiner stützest«, Smeu» wtrvich »nr rine j ü. dische verte war, »aß Ich»« und sei« Jün^r »setzMren, Juden manu, NIMM Höupter der christliche» «irche «ehre« Jahmahaw »uMuderlich Jude» durch die Sebnr« Atebe». Erst al» bst «irche dst -erchchcht Aom« kam, wurde si, khnr Verwandtschaft »nt. & Der mw 8 Stunde» dauern»« vorrrag nud dst «ngo- Ansuuchstwbett der Zuh»«r zeigte» klar und dauttjch, daß »er r sttn Lhrma wtt der Mwesuke» Ikeistnschaft zu dehandel» Nutzlnnd. Der Minister de» Innern hei befohlen, daß vom veainne diese» Jahre« an die Anfführuag von Schauspiele» im jüdische» Jargon zn unterbleiben habe. Diejenigen, welch« sich für dst Vesser» gestaltung der Lage der russischen Juden interchfinn, sind schon seit lang« zu de« Schluffe gekommen, daß di« Beziehungen der Juden sowohl zum Staate al» zu den christlichen Mitbürgern nnr durch eine erweitert« Kenntniß der Muttersprache eine materiell« vefferoestal. tung erfahren würden. Nichtsdestoweniger ist jüdisch" »oq dst Muttersprache von Millionen unserer Glaubensgenoffr«. Wenn daher der Befehl de» Minister» auch um der Zukunft wtlle« nicht zu d«. dauern ist, so ist e» doch einstweilen zu beklagen, daß dem gegenwärtigen Geschlecht di« einzige Quelle seiner Erholung verstopft und sein beliebte» Drama unmvglich geworden ist Prter»durg. 88. Januar. Ja den baltischen Provinzen soll «UN. mehr da» Gesetz gegen ausländisch« Juden, welch« bitzher dort al» auslöndisch« Kausleur« lebten, durchaesührt werde». E» verlautet. Allen, welch« nicht bi» zum 1. Mai 1889 in vorschriftsmäßiger Weise di« Erlaubniß nachgesucht haben, innerhalb der russischen Grenzen § anbei zu tre-ben, sei befohlen, ihr« Geschäft« aufzugeben «ad in« »slaud zu gehen. Constautinvpel. Nach dem hiesigen griechischen Journal.Neologo»". hat der verftorbene, in Janina Choren«, Abraham Gani, 70 000 Fr. für ein« jüdisch« Schule seiner Vaterstadt vermacht. Prrsie». Da» Loo» brr Juden im Orient ist in der Regel nicht da» gtücklichst«; dstjenigen Juten aber, welch« in J»pahan »ad anderen Gegenden Persien» wvhnea, «nd »nter der Herrschaft de» General-Gouverneur» Prinzen Ztl-u» Sultan stehen, haben sicherlich stinea Grund, ihr« Lage »u beklagen. Dieser hohe Herr scheint di« Jude» unter seine» besonderen Schutz genommen zu habe» und sie vorzugsweise zu begünstigen. Sein Interesse für die Juden geht so «eit, daß er ost au» seiner eigenen Lasche kür die ärmeren Juden, welch« sewst nicht zahlen können, die kaiserliche» Steuern bezahlt. Der Werth diese» Wohlwollen» ist um so höher zu schätzen, al» der hohe Herr der Sohn de» Schah ist. vor mehreren Jahren haben dst Juden England» an Seine Kaiserliche Hoheit ein besondere« Dank, schreiben für dst wohlwollend« Behandlung ihrer Glaubensgenossen unter seiner .holdscligen" llstgstrung gerichtet. Plduenh (Amerika) (Gladftoue über di« jüdischst Lehre.) Rev. Herr Flueärl (Rabbiner) tzat folgenden Brief, dal ln Lawarden den 8. Die. 1888" erhalten - .Ich banst Ihnen für dst Abhandlung, welche Sie dst Güte hatten, mst zu schicken. Vst schenk von sehr bedeutendem Jntereffr zu sein. Ich untersuch« allerding», so »eit e» mein« Fähigkeit«» gestatten, den moralischen Charakter der Mosaische« Lehr« i» vergleich zu de» übrige» zettaenössischen Sstligionssvstemea und begrüße herzlich Alle», wa» «ine Ansklärung über dstse» Gegenstand verschaffen kann. Vst dürfe» versichert sein, daß ich kein Antisimi» bi» und «tt großer Lheilnahme und Bewunderung den jüngst veröffentlichten Vortrag meine» hochgmhrten Freunde» Dr. von Lölltnger gestse» Hab«. Ich verbstib«. Hochgeehrter Herr, Ihr er» gedenftrr Diener Gladsioue." Synagogcu-Heizuugen liesest votziiglichsi m» »tM^ J. H. I« WkeHbvr«. Partie t I Fttr «io« jung», sahr •oh&a* Wittw«, 81 J. eit, mit oioom vewreoriovsoo vor» 6—6000 Mk. (aw«i vmwoegt» Aovdoo) wird Mal« Porti — Ooltn** io tiehmr Stc lhuf dovotmft — Mraoht Oflkrten «ub. j. fTttnron di« Exp«d <L BL St» jhuiN» mUhm I» WeHburgr «u L«aa lim Nt MNrt« Schwto» de» swche« sokl^ftwdet »«sietdst »»> Oster» d I «1 io «tue» w UgtffM (Narilts gut» Vif< ■IM» «w» Gousto». [808 Oftttm m M« Cn«l. ». P». «et»» Gtzisfe» ». I. SM. «etitrws»« tw» M«»«^til»».' C. ta O. Rieht eine Zeile vmmnm 'US 9. Ihr oorwöchenU ieder Artist! kmu sehr k piopoa, ortt murtn sttzoch ökanmmaugeiö weqen i» dieser Ar. nur de» erste» (kleinern) Ltzil dringe». I A» mehrere Lesgr. Sst sich woge, «ustrdrmhnaer »g tat »st «rpek k. Vl. »ahrschriulich ist der ubo» ueweutdderrag »!^t recht» zeitig eiugegaugen. Wir körnen an dem Grundsatz der Voran«, bezahluug nicht» ändern »nd leisiea nach gemachten Erfahrungen kettle *5? >L"in K. Jhr Gedtcht.Da, Duell" in nächster Rr. ldrtoftzajte» der SUuetzttie«. GWb'Auf «,d err Reelamatst ne« wegen de» frhstndea JnhaltGwrzeich» «'sie» in vor. Rr. »heile« »st mtt, daß daffelde an« de« Streistaudseaduage» «egen Uebergeuicht» wieder herau»geaomm»» wrrdeu m»ßte.te»tz- «rhalstn dafield« mtt hnstiger Ar. V f. t» M Gst drsindmesiezi» Jrstdum. dst best, vargünstiguug galt nicht sllr ir d e»Jahr, sie trat «r i, dem Jahr« ei», für welch«« sie >«- »»dst wurde. Berichtigung«». Jü der Katstrgedurt»iag»r«»« (vor. Rr ) ist rm»» u. wichtig L wächtig). 8. SP. Z. 18 A m. «L bet» tt (st.1). S.8« Sp.8Z.81 Fremd« (st. Freud«) u. Z. 86