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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1889-01-01 · 20. Jahrgang Nᵒ 2. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
20 (1889)
Issue
20. Jahrgang Nᵒ 2.
Date
1889-01-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Kürzung kr Gehälter kr katholisch» Geistlich« •cftuc* Mt, »ert«*te Mc ttrtovg fflr k» Misch« h&M. fkal kS OKr|i|4« t*ftrete»t kt Berichterstatters, kt «tautia« «isistat Gomoi. kr kt Seminar anfe setm Sdwichttmg» ast eigener Aufchuuuug Ina« «elend, k er ct o« 2.1.19. adt seisem Besuche kehrte, «ud In Juterveusto» bet stbgemrduet» Uerrasülast arark der Lredtt ku 22,000 Ar. für kt Mische Seminar. kr 1888 g-strich« Mrk, sttl |ti(er Majorität geuehmigt. Emglmed «Fasks.^ Die Aualo-Jewish-Affociatio« hat in emer Sitzung vom 2. d. M. chre Aufmerksomkii asf die Maßnahme kr Rabbiner io Jerusalem be» Eolonisten Palästinas gegenüber gelenkt. Diese Rabbiner droh« nämlich k» Colo» »isten, welche kt Eebemitahjahr nichst feiern werde», -mit km Banne, vor welchem die Jnku Palästina'« eine besondere Furcht haben, so willkürlich auch diejenigen verfahren, welche ihn schleudern. Ja, die geistliche Gewalt führt dort wahre Vchrett« mit sich und ist sehr erfinderisch, durch materiellen Druck ihre Opfa zu beugen. Die Folge davon ist, kß die eischreckt« Lolonistm, welche bisher merkliche Schritte zur tälaognaa chrrr Unabhängigkeit gethan habe«, genöthigt vurtien, an die Wohlthätigkeit ihrer Blaubmäbrüder z» appellirm, damit sie nun kt Schemitahjahr feiern Wan«, wie die Rabbiner et verlangen. Auf diese Weise find sie in eine eigenthümliche Situation gerathm. Durch rabbinische Härte in Schranken gehalten, wird eine große Mensche«»enge gezwungen, u« Almosen zu betteln, nur um sich des 8n> dttußes wikdi,; zu »ach«, ei» Gesetz beobachtet zn hako, best« Erfüllung ganz gewiß zu keiner Zeit <mf Losten des Bettelus verlangt wurde. Et ist deiher nutzlot auf dm gesund« Mmschenverstoud der jerusalemisih« Rabbi»« eiuwirkea und chirm zeigen zu wollm, wie sehr sie durch solches Verfahr« die Macht ihrer Banustrahlen schwächen. Männer, welche davor nicht zorückschreckte», ihr» Abgott Moses Mouttfiore in dm B rnu zn thnn, weil der revolutionäre Gedanke in ihm anfstieg, ku Lorschlaß zu mach«, kß in k» Schul« Jemsalemt die lekukn Sprachen eknsogut wie die hebräische gelehrt werk» sollt«, verdicht« nicht so leicht ans die Handhabung ihrer verderblich« Vorrechte zu Gunst« auch noch so überzeugender Vernunftarünk. Eokld aber die Argununte eine greifbare Gestalt »ud zwar in Form kr Geldentziehuug annehme«, ist es möglich, durch sie eia» ükrrascheuku Eindruck auf diese Würdenträger zu machen. Wir halt« kthold dafür, daß kr Appell der Eolonifi» abgewiesen werk» müsse, nicht «eil wir kuselk» nicht volliuhaltlich berechtigt finden, sondern um ein« schwach» Druck aus die Willkür- Herrschaft der jerusalemisch« Getsllichm zu üdm. Wma Lctzttre scheu, daß die europäisch» Inka nicht gewillt find, durch ihre Baku ei» absolut künstlich erzeugtes Elmd zu lindern, welches einzig «ud allein ihrer geisag« Beschränktheit und ihrer Willkür zuzuschreikn ist, so werk» sie schon gelittkre Saiten auszieh« »ud ihre» übermäßig« Eifer Schrank» sch«. Der heutig« Landwirchschast ist es gestattet, andere Hülfsmittel alt in früher» Zeiten, wo man dos Land ganz brach lieg« last« mußte, in Anweudung zu dring«, anch ist Palästina jetzt nicht mehr kt ertragfähige Land, daß die Laadkdaner in 6 Jahren die Bedürfnisse für 7 Jahre erziel« könnt«. Unsere heilig« Schriften lchr« «»t anch, daß et besser ist, sogar am Sabbath z« arbeiten, als »ou uusern Freund« abhängig zu werde».— (Jewish ChrouicK.) (D« vrbbiutsche Smttnz: Tn TTCÄP TWf rvrdbyvoatn (M«he dein« Sabbach zu» Wochentage, damit du die Menschen nicht aüchig hast) erlaubt durchaus nicht das Arbeite» am heilig« Sabbathtuge» soude» ist dahin zu versteh«, kß wir uns am Snbbnlß, kn wir auch durch bessere Speis« und Kleider auszuzetchn» verpflichtet find, lieber ci »schränk» uud wie tu d« Wochentag« leb» qm soll«, als daß wir zur Beschaffung dieser rein äußerlich« m Sabbachverherrlichungsmittel Sitkra zur Last fallt». Auf^» kt Schemitahjahr bezog«, dürste kgeg« allerdings wk'-m Rücksicht auf bi» heutigen Verhältnisse die odige Sentenz iu 'D ihrem natürlich« Wortstune gmomm« we«m: »Mache dein Sabkthjahr zu eine« gewöhnlich«, Arbeit« juh^ Z damit du kn Mensch» nicht zur Sich fällst." j Wir komm» übrigens auf diese sehr richtig» BarMcht i noch zurück, coustcttir» zuaächst, daß die -ngl. russische u. deutsche \ Orthodoxie in dieser Frage d« Staudpuuk» der »e form eiunimmt, »ud et» rttigidses Sekt, deff« Nicht rrfülluug Mose uud Z die Prophet» «tust sehr getaklt hak», mit «ückstcht auf die J verändert« Zeitverhältnifie aufhebe,, ja noch »ehe,; daß sie die rabbtuisch» Autorität« in Jerusalem mit d»;j stärkst« Drohung« und Geldeutziehnug« einschüchte», weil diese sich für die Beobachtung des Gebotes -erklär« und -cj nicht gewillt find, de» Neformgruudsatz kc .Zeitaemäßheit" sich zu beug«. Der verstorbene Samson Raphaet Hirsch war krta conseqaent, und stard auf Seit« kr Rabbiner von Jeiusastm, sein Sohn sammelte in dm litztt» - Nummern des »Jeschurna" für die ischemitah-friemv» , - Koloni« Grdara, Ekron u. a. freiwillige Sp-nk». (Red.) > Terbte» Hkkgrad, 3. Januar. (Or.-Eorr.) Beste« hat die 1 große .Sknpstina* k» verfaflnugseatwuef on dloo au- - genommen, mithin auch die bisher nur iu der Praxis de» -j stcheak Gleichberechtigung ber Juden lezaliflrt. > Diese Gleichberechtigung ist außer ku polnisch«, ich »ächte sag» ideal» Ruht», auch in materieller Beziehung wichtig, 3 indem kt Aufenthalt kr Juden ans de« Tande, welch« früher nicht loyal war, von um» ab uuanfechtkr ist. Die V Krta« Landgemeinden, die seit einig« 5sahr« existir« st» Altserbie» extstir» Gemeind«: 1. srozorevatz ca. 200 \ Seel«; 2. Schaktz ca. 260 Seel»; 3. Smeukrta ca. 100-; Seel«; 4. Leskowatz ca. 100 Seel«; ferner in Neu»! serbten: 6. Nisch ca. 1200 Seel«; 4. Pirk ca. 1000 -i Seel«), gedenk» nu» sich der Mutttrgemrtuk tu Belgrad j (die etwa 3000 Seel« zählt) anzufchlttße» und eine Lmefiftortal-Berfaffung etuzuführ«. Nur auf diese »eise ist i ein« geistige Entwicklung teuer Gemeinde, zu erwarttu. - — Das vor etwa einem Jahre hier tut 8ek» gerufene Lehrer-Seminar mttht immer Fartschrttte »ud gewtuut mede , uud »uhr btt Sympachtt kr spaguvllsch« Jude». Bis ■ jetzt verfügt kt «uratorium über ca. 2)00 Fr. jähest chm! Beitrag und 6000 Fr. als Fond, welcher »och »ermchrt werk» soll. ßfeteraßnrg^ Am Donnerstag» d« 20. Dezember, war kr 25. Jahrestag der Gründung des »Berems für Bolksanftlärnug unter dm Juden in Rußland". Die Absicht des Gründers uud erst« Leiters, Ba:«o Josef Güuzdurg und seines ihm i« Amtt nachfolgend« Sohnes, Baron Horaz Günzburg, de« Verein eine große Mit» glttderschaft zu sichern, wurde nur zu« D>eil erreicht. Trotzdem darf nicht geleugnet werk«, daß kr Verein fest seine» Bestehe» durch tluttrstützuog unbemittelte c Studirmder und Subveutioairuug litterarischer Eczeugnifle sehr scgeusroich gewirst hat. Hasfeutstch werdm unsere Blaubmtgenofs». durch zahlreich« Beitritt ku Verein iu d» Stand setz«, seine segensreiche Wirksamkeit auf immer veittre Kreise austq«. — Wmu auch bk Zahl der jüd. Studirmkn au d» llaiversttät» unseres Laubes eine sehr be chräuktt ist, murk : j auf Berweukug eiuflußreicher Autorität« tu diese» Fuhne 3 Gloukusgeuofs» die Ausnahme in das Eonservu- H

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