Mannheim
Compact Memory

Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1889-01-01 · 20. Jahrgang Nᵒ 2. · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
20 (1889)
Issue
20. Jahrgang Nᵒ 2.
Date
1889-01-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
86% known words query
IRI
…/5369809-5935066-5956561--6966-5373036
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Zivftt« Der türkisch« Gkfaabte h«t bm Minister de» U«L»ärrigea uogezriat, daß der Sultan da« Sesetz, »odnrch die Mnfenthaltsfrist russischer Judm in Palästina auf 3 Monate Beschränkt fein stillte, aufgrhobeu und e« den Jodm vou nua «n ««stattet sei. ohne Beschränkung der Frist ihren Lufrui- ÄÄt iu Palästina nehmen zu dürfen. Nur darf eine Massen ein»-oder nng nicht staftfinden. Kermischtr «»d raufte Itechrichte«. Wkagdrbnr^ Der Unterricht I» der Blbelkund« ist nach einer nor einiger Zeit ergangenen Entscheidung des Kulturministers als de» tonderrr Lehrg«a«as:and au« dem Lehr- und Lektianlplan auszuschließcn Di« Kinder muffen allerdings, sa heißt es in de» betreffende» Entscheide, lernen, auii welchen einzelnen Büchern di« heilige Schrift besteh», und w'.e sie aufeinander folgen, aber kurz« Inhaltsangaben der «inzelneu biblischen Bücher auswendig lernen zu lasten, ist fruchr- »nd darum werthlo». Es kommt vielmehr daraus an, die Kinder durch Btbellesen in den Reichthum der heiligen Schrift «inzuführen Aas hibelkundlich etwa kemerkenswerth ist, das laßt sich hierbei ohne weitere Znrüstung leicht anführen. Maadebarg. Der in vor. Rr. iu dem Bericht« au» Berlin erwähnte Reäiernuasrath Dr. L., ein geborener Posener, heißt nicht Löwen be rg sondern Löwe »her». Hannover. Der seit 6 Jahren hier Von Herrn Jsaac Hirsch, de« Sohn de« jüngst verstorbenen Frankfurter Rabbiners S. R. Hirsch, gusgegebeae .Leschurun hat mit dem abgelaufenen Iahte zu eine, aufgehört. Das Blatt war im Geiste der ehrlichen ton» ucntcn Orthodozi« redigirl, man verspürte einen Hauch vom it des Baters in dem Werke de» Sohnes. Daß dieses Blatt sich nicht halten konnte, und merkwürdiger Weise mit de« Hauptvcrtreter dieser Richtung an einem Tag« entschlief, beweist, daß diese starr« . »»beugsame Orthodoxie doch nur sehr wenig Boden im heutigen Indern Ham hat; um zu ezisiiren, muh sie uoloa» voloo» mit den and-rn Parteien paftiren, vw es ihrem Jntereffe entspricht, wie die beiden andern Blätter der orlhodoren Farbe, schon längst thun. Leobschütz ’f. Januar. (Or.-Sorr.) Herr Rabbiner Dr. Krakauer z Z in Lauenburg t. Pom. wurde einstimmig von den Repräsentanten zum hiesigeil Rabbin'r gewählt. Wittmnn». In unserem Flecken, der ca. 15 Familie» Juden |ttü, leben in einer Familie R. 4 Geschwister, die zusammen das respektable Alter vca 806 Jahren erreicht haben Der älteste Bruder ist 06 Jabre, der jüngste 70 Jahr«. Gewiß ein« große Seltenheit, daß 4 Geschwister noch In diesem Älter zusammenleben. Ferner sind unter diesen «enigrn Familien der Gemeind« 18 Personen, die 70 Jahre «Q sind oder dieses Lebensjahr weit überschritten haben. Ford«» bei Bromverg. Der hiesige jüdische Friedhof ist in der Shlvesternacht arg verwüstet worden. Am Reujahrsmorgen bemerkt« mau, daß das Thor des Friedhose», das sonst sorgfältig ge. ersten wird, offen stand. Besucher des Friedhofes fanden bald, daß elbt au »gehoben und zerbrochen war. Ferner fand «an gegen 80 Sechsteln« umgeworfen und total zertrümmert. Gleichfalls zerschlagen »ar ein kostbares eiserne» Gitter. Der durch diese beispiellose Rohheit «Ngerichtete Schaden beläusr sich aus nahezu 8000 9tt. Wie verlautet, kau bereit» ein Schmiedegeselle als der Thi« dringend verdächtig, verhaftet worden sein. (Sollte hier nur grober Unfug vorliegen oder ein fanatischer Ausbruch des Anti emitismu»? fragt dir »Freis. Ztg.') Aus der Pfalz. In Folge der Einladung eines in Dürk» hestm provisorisch »usammenaetretenen Somit«» versammelten sich Sern in Reustadt «in« ziemlich große Anzahl psälz. Gemeinden zum tck der Berathunz eines zu bauenden Asyl« für Unbemittelte. Nachi di« Bedürft,ißsrag« auseinandergesetzt und allgemein anerkannt »«rd«, schritt man zur Wahl eine« Somit»», das sich der Ausgabe »trrziehen soll, di« nöthigen Schritte zur Realisirung der schönen Idee «Ujutahnen. Wöge dieses Somitt «inmüthig und zielbewußt da» Werk «ater Gotte» Scacr beginnen und vollende« l Wien. S«. Majestät der Kaiser hat di« von Hrn. Dr Frankl, Rabbiuer in Kremsier, veröffentlichl« Festschrift zum 2. Dezember 1888 a»ae»»««en. Hiervon wurde der Bersaffer durcb das Oberstkämmerer- «tzlt unter Anerkennung der manifesnrten patriotischen und loyalen Gistnnung verständig«. PeG. Da« überspannte Ehrgefühl unserer Tage fordert taa» lüglich fein« Opfer. So erschoß sich der Rekrut Samuel Sternfeld «ueer ihm vom Korporal applieirten Ohrfeige halber. Budavsst. Der jüdisch« Richter Dr. Ignatz Rrubergrr »urd« vom Justizu.intster Fa bi ui zu« Richter an der Köntgltche» Eurie eruaunt; tn> Eifrnburger Somit,« wurde der jüd Großgrund- WsttzerLudwig Rosen berg zu« Bürgermeister gewählt. »- gratn. En« der jüngsten Rümmer» der »UniversalReview' '»ftz«» «tue» Artikel über di« von General Sordo» aemachte Eut- MEung, daß die Secheilen-Inseln «ft de« Garte» Aden «ad dt» ^oco-da mn* stoppelt« Soeosnuß) mit der de« ersten Elterupaare verbotene» Frucht identisch sein solle». Der Artikel ist von »aturge» treue» Abbildungen dieses Soeosbanmes und seiner seltsame» Frucht beglei et. Wir glauben, daß dies: Theorie den Bibelforschern trt moderne» Schule nicht zusagen wird. Et»«. Di« jüdisch« Elementarschu1e (Insants School) ist uls ein« der vorzüglichsten Anstalten dieser Art t« ganzen Königreich« berühmt. Dl« jedes Jahr ftattsindenb« Breisoertheilung gilt deshalb als ein Ereiguiß von hervorragrarer Wchtigkeit. Dieselbe fand Im vorigen Monat in der großen Halle des Gymnasiums, welch« der Uuterrichtsminlster zu diesem Zwecke brreitwilliast zur Verfügung gestellt hatte, statt. Ein auserlesenes Publikum iooynte der Seremoai« unter Leitung de» ehrwürdigen Präsidenten. Somwandeur Gireomo Alatri, bei. Al» Vertreter der Regierung waren der Unterstaatssekretär des Unter» rlchtsdepartemeat» und der Marquis Gravi na, Präfect von Rom, anwesend. Ein sehr lobeater Artikel über diese Schul« wurde, wie man hlaubt, auf Veranlassung des Ministerpräsidenten in der .Risorm," veröffentlicht. Sedan. Hier wurde Jules Ruff, der eben erst die Pariser Rabbinerschule verlosten, zum Rabbiner an Stell: des rach Reuilly berufenen Rabbiner Debr« gewählt. Amsterdam. Durch königliche» Decret ist Herr Joseph Henry Tezeira de Mottos au» Venedig nebst seinen rechtmäßigen männlichen und weiblichen Rachkommen in den Adelsstand erhoben worden. In Holland ziedr es nur wenige geadelt« Juden. Einer der ersten war der verstorbene B. Boas, einstmaliger Tecretair des Königs Wilhelm l. Motterda» Der Stadtrath hat für da» Jabr 1889 «in« Beisteuer vo, 9700 Gulden für den jüdischen Board of OnardiMO hier» selbst bewilligt und hierzu dir Genehmigung des Provinzialrathes vo» Südhollaud bereit» erholten. Lürkei. Der Sultan hat «in Spezialkomite« zur Unterstützung der Armen der Hauptstadt «ährend de« Winter» in» Leben gerufen. S«. Majestät, welch« die Subscription mit einem Geschenk« von 20000 Mark eröffnet«, hat ausdrücklich bestimmt, daß dies« Unterstützung allen Unterthonen ohne Rücksicht auf da» Glaubensbekenntniß gewährt werden soll. MuGlartd Es bricht sich, wie wir bereit» früher bemerft, di« Meinung immer mehr Bahn, daß Kaiser «lezander seit der Eisenbahnkaia. strophe von Borki seine Gesinnungen bezüglich der Juden im milderen Kinne gründen Hab« Es wird nämlich Folgendes erzählt: Auf seiner Reise im Kaukasus stellte sich dem lkaiser auch ein« jüdische Deputation vor, ds« ihm eine kleine, schöngeschriebea« und prachwoll ausaestatwte Ttzorarolle als Geschenk überreichte. Der Ezar, dem das »-schenk wohl gefiel, frag,«, was denn dies« »ab« für ihn bedeuten soll«. .Majestät', antwortete di« jüdisch« Deputation, .diese Thorarolle, welch« das heilig« Gesetz Gotte« in der heiligen Originalsprach« ent. hält, wird der Schutzgeist Eurer Majestät sein und all« Gefahren von derselben abwenden.' Diese klein« Thoraroll« soll nun wirklich im kaiserlichen Waggon sich befunden haben und unversehrt geblieben sein. Der Kaiser, so 'wird erzählt, soll beim Anblicke dieser Thora mächtig ergriffen worden sein und sich der Worte der jüdischen Deputation, daß diese Rolle ihm Retter und Schuyengel sein werde, lebhaft erinnert haben. Bnkarest, 6. Januar. J«i Rr. 52 wird unter .Bukarest' die Nachricht mitgetheilt, daß unser »laubensgenofl«, Dr Farchy, am Lyceum in Plojeschti zum Professor ernannt wurde. Die Thatsache ist richtig, nicht «der di« Schlußfolgerung, als wenn unter dem Regime I. S. Bratiano ein« solch« Ernennung unmöglich gewesen wäre. In Wahrheit wurde unser Glaubenögenoffe, Herr Dr. EmanuelDavid, bereit» am 18/25. Mai 1880 zum Universität».Professor für Mathematik e-nannt »nd ich nahm ihm noch in Gegenwart des Sultus» und UuterrichtS-Minister« P. S Aurelian den Diensteid ab Dr. Beck. JnL Beruh. Schroeder’ «Irrilt, iftttllmtt». Teitz-A«st«u Breitrau No I. bietet die größt« Aulwahl in erste» Fabrikaten de» In» und Aus» lande» zu Original-Fabrikpreise», offerirt Picmt»»'« eignen ~! System'» von Mark 500 an, und kommt b*< Esfeetutrung von Saffa-Geschästen durch fra««o Liefern»« entgegen. Den Herren Prediger». Instituts-Vorstehern und Lehrer» W Extra - Rabatt. "M Eatey-Cottage-Orgeln. ^t»m±i±£±±m±tüi±ü±±iü2i±i± Synagogen-Heizungen »orzüglichft imd billigst J. N. Rslaahardt t» «krz»«rG. liefert

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.