Mannheim
Compact Memory

Jüdisches Familienblatt · 1888-01-01 · 47 (1888) · p. Seite 183

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1888
Issue
47 (1888)
Date
1888-01-01
Page
Seite 183 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
84% known words query
IRI
…/6492351-8722844-5956553--1002-5372995
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

aal cniolMnalca geistigen traft <kattfd| ist. In :Wt •cfcol tot griechische» all perstfche» Cton fnb Mises r«ta Volk, »elches w» aal Stapt" bedrückt mrk. Er boacti rt»e cifcrac flSuicr zwischen |wi Berg«». 9m ^-«ck fR«0H 'inznschließe» »iL |*§ ^schawlzems Orj «af blefelbe^ (S«'ah XVIII 60 - -99 ) tUgc Jahrhunderte fpätrr (Firdnfi's Schah-Ramel, gege» 1000 A. D) begegne, wir derselbe, trjiUMng t, Perfieo. woselbst G»g «ad Magog als Dämoue« und Riese« dar,^strllt »erbe,, welche Mensche, „I Thier« verzehr«, ml in einer Mauer eiozeschloff«, find. Sir J»h, Mandevtll« i» 14. Jahrhundert brüigl G«g ml Mai»> mit de» zehn Sittamai inverbindmg (Kapitel XXVI) ml sagt, daß sie bis an das title der Gelt zwischen zwei Mauer, tu Bkythteu e»»g«schl«ffen bleiben »erbeu. Kaiser Friedrich II. srät in einem Briefe au Heinrich IIJ, Iah M* L»rtare, «achkomwe» ber »rhu Eiilmme seien, »elch« von Ilexander dem Grasten in die kaspischen Gebirge -eioaeschloffen wurden. — Als indessen In Verlauf der Zeit ein christliches Königreich in »rmenien gegründet wurde, scheint . ber Schauplatz dieser Erzählung nach Osten »erleg« «,r|«n . z» sein und au« der Mauer wurde zu Marco Polo'« Zeit bi« »Grpß« lhiaesische Mauer". (S. Jules Marco Pvlo I, vx. 60, 160, 267. 259.) Gas nun den Fluß tu dem Sande «rzareth betrifft, so scheint es, dast die Sage unter --Rrzareth »Eizerum" versteht und unter Icm Flusse wahr, scheiulich de» »Ara xes". vemerkeuswerth hierbei ist noch, 'last eine p-irstsch« Legend« (erwähnt bei Du Perron) von Zoroafter erzählt, daß dieser im Ilter von 30 Jahren, als er von dem mythischen ver>r El kurz, wo er die 'Zendavesta »om Himmel empfange» hatte, zurücklam, mit seine« Gefolge trockenen Fußes den Fluß Iraxes passtrte. Rach euer mittelalterlichen jüdischen Sage wohnen di« zehn Stämme jrnseti« de« Flusse« Sambatt»u, I. i. der Sabbathfluß Sokalttaditwurn au« alter Zeit bezeichnen die Bewohner mm Georgien, Kurdistan rnd Baetrieo, -Östlich vom kaspischen Meere, ale Naä,komme, jüdischer Stämme. So spricht Benjamin vo, Tudela. welcher im 12. Jahrhundert von Spanien aus eine Forschungsreise »ach dem Orieut unternahm, um di« Lage der dortige« Inden zu nkande», von vier israelitischen StSmmen i» Bactrten. welche unter eigene« unabhängigem Herrscher lebten. Dt« Neftortaner, »elch« di« kurdischen Gebirge an der Grenz« Armeniens Irewohuen, behaupten, Nachkommen vo« Stamme Naphtali zu sein und steh»n dieselben auch i» sehr inniger Beziehung zu deu Jude, jener Gegend. ' Capttain Condor weift ferner hi» auf die Existenz der Khosorev tu derselben Gegend. Dies« seien ei« türkische« Volk, weist«« westlich »»« kaspischen Meere wohnte, der «tust »See der Khosareu" hieß. Sie drwohnteu di« Krim und di« Gegend von Daghesta« in der Nähe vni -DerbenI. Mose» von Khoren« erzählt, daß st« um die ¥ Leit von 178—198 A. D. in Armenier, etnfielen. Im Jntzee 449 kamen ste rnter die Gewalt der Hu»ue n. Im 9. gahrhmlwrt waren sie stark genug die Perser anzugreiseu, aber Khosru Anurshiwan soll sie eingeschossen haben, iwbr» er dt« kaukafisch« Ptauer banete. vo» welcher noch "9bto» « den Pässen von Dazbrstan tu »er Näh« von Derben! verhaudeu sein solle». I« Jahre 026 schloß H«. racltus bei Tiflis «uü lew Könige der Khosareu Frieden. I« Jahre 001 schickte der Khalif den Rabiat El 1 Bohlt, dir Khosareu «uzngretfe», aber diese verbanden sich «it de» tzlrtrchen ml schlugen ihn zurück. Im zehnten Jahrhrndeii scheint sich ihre Herrschast ran »As,»scheu ’ Meere" bill zur Krim erstreckt gn haben. Die Mongole» unterwarf«» st« im Jahr« 1221 »nd frnbe» viele Christen unter ihnen. Nach diesem heidnisch« Känigreich« flohen die - Inden rar de» Verfolgung,-» der Christen zur Zeit der dy. omttmsch«,, Kotser Bastl I. und Seon Vl.. rnd später chohe». doathiu die Christen rar de» Verfolgungen der M». Moses bar Nachmdn rnd Inder« erzähle», daß im Iahe 740 4. V. ein gewtffer Jsaae Siugari de, König der Khosareu zum Jndenthmn bekehrt habe, uud daß Viele seiner Unterthaneu dem Beispiele folgte» rnd Juden wurden. Dieses merkwürdig« Känigreich ist beschrieben rau J°m Hauke»! im Jahre »21 und von Maffudi i« Jahr« 943. Im Jahre 988 schrieb der Minister des spanischen Khaltstn Abderroha« HI-, Ehasdai Jb» Jsaae Jbn Esra Jbn Schaprut. »elchrr rau diese« jüdische» Königreich« im Kaukasus gehört hatte, «iueu Brief au de» König der Khosaren (mttgetheUt von Carmoly), welchen dieser auch beantwortete Diese Briefe wurden 1676 von Jsaae Akrtsch veröffentlicht. 1175 versuchte der jüdische Reisend« Pe» thachja »ra Regeusbmg dir zehn Stämme, von denen die Khosareu jetzt abznftammr» behauptete», aufzufinden rnd indem er fierste'« und Medien durchwanderte, fand er de« Stamm Js sa char in den jenseitige« Gebirge« — i« Lande der Khosaren. Hiernach, argumeutirt Capilat» Condor. ist es durchaus nicht mehr schwierig, dir mittelalterliche. Sagen über die zehn Stämme zn verstehen. Die Gegeud, tu welcher dieselbe« gewohnt haben solle», war in der That diejenige, tu »elcher di« Königreich der Khosareu »ährend der Z tt vo» 740—1220, also «ährend eines Zrttranms von ungefähr 600 Jahren, wirklich existirt« uud dte aagreuzeuden Gebiete iu Bacirien östlich vom kaspischen Meere,' auf welche dies« ohne Zweifel ihre« Einfluß übten Daher rührt auch ihre Verwechselung mit de» Tartare» und mit dem biblische» Sog. Iran es wird allgemein angeuommeu, daß Sog (ö. Ezechiel 38 und 39). «elcher hier iu Verbindung mit Tu» bal und Ischkeuas genannt wird, ei« kaukasisches Volk bezeichnet. Dte Sage vo» der Mauer rührt entweder von der Mauer her, welch« Alexander iu M e d t« « erstürmt«, oder von der später« Mauer der Khosareu. nördlich vom Kaukasus, welche erbaut wurde, «he der Koran «ad dt« Schahamah noch geschrieben waren. Die Erzählung von dem Flusse »ft älter, da er schon in Esra erwähnt wird; wahrscheinlich ist dieser aber in derselben Gegend (Arzareth ist vielleicht die westliche Gegen» von Irzah der Perser. Bundohi« XI 4.) Diejenigen, welche in jüngerer Zeit die verlorenen zehn Stämme iu Bactrten suchten, habe«, wie es scheint, vergessen, daß dieser jüdische S.»fluß über 800 Jahre lang fich an den Ufer» de« kaspischen Meeres geltend mochte und von da aus sich immer mehr »ach Oste« verbreitete; kenn »ach Jbn Valuta soll es schon i« 2. Jahrhundert Juden m China gegeben habe». Ei» jüdisch-chinesisches Mauuscript von 1611 spricht von einer Synagoge zu Pteu aus dem Jahre 1104 ▲. D. Sa»»*th.Pkä«H«-et zm» vocheno»schnin Jv dem Sande, an keffrn Grenze der Anfang de« letzte» Wochenabschutttes de» Jakob dte »Engel der Heimath" ,» seinen Bruder Esm schicken ließ, »reffrn wir am Anfänge dieses Gochruabschuittrs den Jskob als festgesefseue» Bürger, ra* nun pia spr am. so lautet dieser ««fang; er bedeutet aber nicht, wie man'« gewöhnlich übersetzt: »Jakob wohnte in de« Sande, wo fich sein Vater aufgehalte« hatte, sonder»: »Jakob »«Hute h e t m a t h l i ch 1 tu de« Sande, das seine«Vater als Fremdling') nur geduldet hatt«.- — Auch das Israel de? Gegenwart woh«t als h e t« a t tzberechtigt, fühlt fich yeimathberechttgt, wo di« Väter um als Fremdlinge wohnen, nur als Fremdliuge fich sühle» dursten. Das Israel der Gegemrart hat ei»« Heimath in staatsbürgerlichem Sinne es ist heimisch rnd wird immer «ehr heimisch anf ale» Gebiete» der wisseuschast, der Kunst, der Industrie, überhaupt des ehrenvolle» praktische» Lebens, immer mehr heimisch iu allen Errnug«»-- (* am — anno

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.