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Jüdisches Familienblatt · 1888-01-01 · 44 (1888) · p. Seite 170

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1888
Issue
44 (1888)
Date
1888-01-01
Page
Seite 170 (sequence 2)
Language
German
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Zu Bethulie» lebt '« Sippe. Dt« »och fest «r tites hängt; Iu Modi« will Prtesterltppe Trotz «eir biete» — Haß durch tränkt. E« lebet dort et« frommer Grei«, Machatta«, »tt fünf Söham — Der Ha»m«aL«r edel «ei« Umzuhaum. ist mein Sehne». Philip;««, Lhsia«! «och Modi»! Bekehret oder tädtet fir. Sonst raffet Euch mein Bogeu hi«, Und rasend «erd' ich wie «och «ir! Doch eh' Ihr eilet, schaffet Rath, Wa« «an mit Belhulteu thm? Wen seud' ich hiu zur Waffeuthat? O rathet klug mir, rathet gut! Philipp»«. O seudet mich, ich will dort drohe» Mit Schwert uud Hunger, Durst «ud Roth, Bestürzung bring' ich dort den Frohen, Die Stolze» stürz' ich in dm Koth. Lntiochn«. Stark bist Du — doch ist Dein Ramm Nicht groß genug uud weltbekauut —; Daß sie vor Schreck« schon erlahmm. Zieh' hiu eiu Held, der groß gmaout. Lhsia«. Ein großer Held? ei» großer Na«'? E wüßte einen — hürt uud schau't! — lgst ei» Seher zu mir kam. Wichtige« mir auvertraut: Es war ein Maua, eiust hochgerühmt, »« Hof zu Babel sehr verehrt, Die höchste Würde, »ie ihm ziemt. Ward ihm zu Theil, wie er begehrt. Er fiel eurch eine« Weibe« Hand Wie Sage geht — bei» Zechgelage — Und jede Spur vou ihm verschwand. Da plötzüch taucht« aus die Sage: Mau hält' ihn um erstehm seh'n, E« wä? derselbe: Holoferue«, Eiu Tmfel«meusch, eiu Sohn der Fee», Stet« Sieger über Nah »ud Ferne«. Der Seher führt «ich zum Altar — Stellt allsogletch mir chu da vor. Ich frag' nach seiue« Nim': »Fürwahr! Bi» Holoferue«, hier Nikauor", Sprach er. »Glaubst a» Waudrruug der Seele?" .So wiff': die Seel« jene« altm Holofem Spricht jetzt zu Dir au« «einer Kehle, Ich keuue keinen Gott, noch Hab' ich eium Herrn." Autiochu«. Ntkauor? Holofeme«? Sehr willkommm. Sofort smd' ihn mit meine« brstm Herr Hi» «ach Bethulim zum Schreck der Frommen. Er zieh« morgm schon! Die« mein Begehr. Wilder Thiere Felle HSugt ihm um, Feuer spei« seiue Löwmzuupr, Sein Schwert wach' all' die Lrotz'gm stumm, Uud zittern sollm Alt' «ud Junge! Lhsia«. E« soll gescheh'u, wie unser Herr befiehlt. Ich meid' e« Holofem' zur Stelle. — Doch unser Bogeu uuu nach Mo diu zielt, Wir fSrbm blutig Juda'« Priestrrquelle, De« sei gewiß o großer Autiochu«! Autiochu«. Lebt wohl! Au Holoferue« meium Gmß! Noch «iu« — bald hält' ich Wichtige« ver^ffe» — Nur einen Augeublick verweilet doch; wo« t geschch'u mit jene» Qttl, »HiMffat'' Bo» deren siebe« «öhue» einer lebet »och? Philipp»«. Majestät, Ihr gäbet ihr ia Zett Zur Ueberleguug — |« Bekehrung heut'! Autiochu«. Gat, wir gehm — doch komm' fi« bald Hierher. — Ha, wie sie dir Häude ballt I — Ich bin Gott — «ich fürchtm sollt ihr lern» — Da« schwär' bei Zeu« ich «ud bet setteen Stemm. («He ad.) Zweite Seme. Hanna, veujami». Hanna (fitzt auf einem Schemel, vor ihr Bevjami») u. singt »ach der vlrlodt» »o« N2« Ach wie fitz' ich so einsam, verlaffm. allein, Suchend »ach Balsa« Für «ich, für mein Läunulet», O welch' eine Pein! Benjamin. Sag' nicht, o Mutter. » lebt «och «iu Gott, Tritt doch die Brut er Der Frevler i» Koth; Er fleht uus're Noch! Hauua. Ach. mein kleiner Benjamin, Der Mutter arme« Schmerzeuskiud, Sech« Söhne sah ich scheidm hi» Bin vor Weinen schier schon blind — Wie schwer Hab' ich mch «uferzogm, Euch belehrt i» Gotte« Wort, Da spanut der Feind auf mch dm Bog-m. Reißt ein Kiud »ach dem audem fort, Weil kein'« de» Svtzm dieum will. Wird'« grausam hiugemordet mir. — Wau» wird de« Feinde« Blutdurst still? Mein Sott, ich geh' zu Grund« hin! Nur Einer noch «ir übrig blieb, — Bon Sieben Einer — welch' et» Schmerz! vmjamiu. von heißer Mutterlieb' Für Dich mtbrmut »et» arme« Herz — Dich geb' ich nicht de» Haffe prrt« — Dich möcht' ich «ir zu« Drost erhaltei» — Du einzig — schöne« — junge« Ret« — Bei Deiner Mutter bleib', der altm! — veujami». O Mutter, Mutter, still«, schweig'! Wir find hier i» Thrauueuhau«. Dein Wort — e« macht «ich »etch uud feig'! Math brauch' ich hier, soust ist e« avi»! Er wird doch nicht s» hart verfahr«, ' Auch noch dm Jüngst« Dir zu uehmcu. Er ist doch Staig, reif a» Jahr«: Wär'« würdig sea, ei» Kind zu lähm«? Hauua. Autiochu« hat kein Empfinde», Et» Satan ist er — ohne Herz. Wenn er mit Settm Dich läßt biuba verstehst Du da»» der Mutter Schmerz? Bruja»i». Ich, gute Mutter, kenn' Dein Leid, Ich füg' kein neue« Dir hinzu; A» mir sollst Du erleb« Freud', Behalt' doch uur btt uäth'ge Ruh'! Sch will für meine Mutter bitte, n Schonung, Gnade, Lebe» «et», Will sag», wa« Du schau erlitte», Wie wir dasteh'», »» »ud alletu l

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