Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1888
- Issue
- 30 (1888)
- Date
- 1888-01-01
- Page
- Seite 117 (sequence 3)
- Language
- German
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fti- & (i. Die «Ittn 8mW|MMC8 Mm {*•$ tit Stfrftakcr ti> Erhalter der Wissenschaft nnb Limit «d die Etvüisattou oerdanki ihur, uugemrtn diele voükomweuheiteu. »elchr heut« d'e Bafv? der Lultnr bilden. Die weltlich«» Regeule» sah« e» kl>r fcmi, daß die Macht der Priester, die »am Bolle al» die Vermittler der übernatürliche» Möchte angesehen wuiden. größer »ar m» ihre eigene, daß die Priester da» Bott vollständig in ihrer Gemalt hatte» »ad »eSwegen »achte» st« dieselbe» z» ihre» Berbündtte»; fie thate» sich «tt ihue» zur veherrschnng de» Balle« zasammen. Der Fortschritt der Humanität konnte jedach n»r vrr- Ggerl, »tcht aber verhindert »erden, Erfindung f»l»te ans Erfiudung, dt« Zahl der Wissenden außerhalb der heiligen Etrlel m»ch» «ud dt« ve brettnug der Kenntniffe bahnte de» We» j»r Befreiung der Menschheit a»S geistigem and weltliche» De»pott»mn». Dir» »nrb« aber nicht erreicht oha« lan»e »nd schmere Kämpft und nicht ohne venntzna» jener Mittel, welch« die Unterdrücker so erfolgreich angemendet '' hatten. Ein» dieser Mtttel mar die vilbnug geheimer Gesellschaften durch da» Volk. Ihre Ziele »«reu religiösen, mtffenschafUiche« oder politischen Eharatter», je nach den, Bedürfnisse, durch »eiche« fie in» Lebe» gerufen »urdeu. Die Freimaurer-Bruderschaft erscheint in der Geschichte gegen da» Ende de» sechgehüten Jahrhundert», obgleich sie chre» Ursprung in die früheste Zeit mrlegt. Ihr Haupt,tel »ar, >lle zu »rreintge» »elchr in ihren Ansichten unabhängig »«reu voy den Mrtunuge», di« von den verschiedenen geistlichen Schulen gelehrl »urdeu, Mäener, welche, obgleich durch »erschiedeue Rangftufeu getrrrmt, doch auf eiuem Allen zngäugliche» Standpunkte in Gleichheit stch begegnen konnten. « Ohne Zweifel ist die Kretmaurer-i eia bedeutender Förderer der Menschheit ge»«seu, und tist ebenso gewiß, daß fie ohne de» Zag de» strengen Geh-rtmutfie« nicht all die Jahre der Verfolgung, de» Kampfe» und der Revolutionen Hütte überdaueru, noch jene» wohlthtttgen Eiufinß au «übe« klnne», welch« ihr dauernde» Verdienst kleiden wird in alle« Zetten der Geschützte. Noch audere Verbindungen geheime» Lharalter», geistige »ud politische, find ,» »eunen, die eit» wichtige Rolle in der Geschichte gespielt haben — die gllumiuate», Tarbonari, Noseukernzer — aber e» liegt außerhalb unsere» Ziele«, hierbei »och länger z» welle». Geuugsa» ist »ohl genial woirdeu. daß der Zug de» Geheimnisse« nicht allein die HülfSuagd der Herrschaft de« täuschenden Priester» — sondern auch «tue «ächttge Waffe in der Haud Derer ist, die bestrebt »«reu, ihr Volkz» erziehe» «ud ihm »ohlMhuu durch Brrbreilnng von Keuutniß und Erleuchtung. Da» Gehetmutß macht de»!Veras anziehend u,d brachte da» Volk in die Tempel, in »eueu «» über Re höchsten Frage» der Menschheit «mfgeklärt »mrd« Richt mehr find «» Weuig«, die sich im Besitz der »kifeuSwerthe» Gehetmuiffe befinde», sondern mau weiß jetzt nwhl, daß durch We»tg« «tu wohlchätigeS Beispiel den Mafien gegede, werden kan» und daß Bildung und Erzieh»», ihren Etufiuß immer weiter «»»drrtten n»trr de» Mensche». Unser Orden sollte riu ErztthungSmtttel rar unter Jude» bilde» «td nmßte daher ««»schließend fein: er mußte fti« Thürru denen verschließen. »ckih« durch ihre Gegenwart da» Gchühl der Gleichartigkeit tu Famlli« und Hm» störe» »ÜGen, mährack prade die» eine große Anziehungskraft tm dogeuramo« auSüden sollt«, ja, dir srrmde» Elemeutr würden «in Hindenüß sei» t» de» geeignetsten Bemühung«» zur Erreichung de» Zwecke». Doch aber kan» der Orden nicht ol» geheime Gesellschaft bezeichnet werde», in keiner Bqiehnug. welch« M» Sinn« de» Worte» unterlegt werde» kan». Keine» »er Merkmale einer solche» kam» ilpn zngrschrtedeu werden. Geft« Ziele liege» offen »or der Wett, ja er ist bestrcht. ihnen di« wettest« verdreitnng zu gebe» Seine Mtt^ieder «ch ihre Stell»», (tm Orden) M vohldekannt. all' fett»! Thätigkett »ud seine Serke find nicht nur wett eatferm: da»»», geheim ,a ft», sondern find Gegeustaud allgemetuer Berathung und Benrtheiluug. Jeder Zweifel hierüber ward« durch die erste allgemeiae OrdeuS-Emweutio» io New» Kork 1868 be'ettigt. da dtrselde ihre Sitzungen de« Publikum öffnete, und Zwetggeftllschasten haben settde« vor gemischte» Auditorium Versammlungen abgehalten. in welchen höchst wichtige Fragen zur Berathung kamen. Gewiß hat der Orden manche Formen angenommen, dir tm Lharalter eigeuthümlich »ad an»dr«ck»voll in Bedeutung, nur den Mitglieder« belauut fi-id. Aber Forme», wie fie jede Vereinigung mehr oder weniger besitzt, bilden nicht uothweudiger Weise da» Merkmal der »Geheimen Gesellschaft-. «»«schließend will der Orden nur tu gewifier Hinsicht fein; die Thellnahme au der Ausführung seiner Aufgaben ist naturgemäß in bestimmte Grenzen gehalten, aber der Eintritt steht Allen offen, welch« sei« Priaripie, uaterschreibeu, die offen und frei beratheu «ad erklärt wurde» uud wiederholt schon der Welt bekannt gegeben find. Die Geschäftsführung der Loge» tum natürlich nur durch wirkliche Mitglieder gehaudhabt werden und diese» Prtvtlegimo defitzen wohl all, Bereinigungen, sie mögen den Eharattrr der Gehetmgesellschast zur Schar trogen »der nicht., Oeffeutlich« Diöcusstonen find nur augäaglich bet Körper schäften, welche fich mit allgemeinen öffentliche» Angelegenheiten beschäftigen und selbst gelehrle Gesellschaften beschränke» die Thetlnahme a« ihre» Versammlungen auf chre Mitglieder die geuöthtat find, chre Mitgliedschaft auözuweiseu. bevor sie in da« Versammlungslokal eingelasseu werden. Eine Beziehuug jedoch ,st noch geblieben, »elche e» »ünscheuSwerth, wen« nicht unerläßlich machte, die Vorgänge der Loge al« tiefste« Gehrimntß zu bewahren. ES ist die» die Gewährung von Untelstützuug und Hülfe an unglückliche uud nothleideude Mifglieder. Die Roch derselben sollte »tcht der Welt pretSgegebe» werden uud die Rückficht hierbei ist so wett geiriebeu worden, daß Sogen io bestimmten Fälle» dir Gewährung der Hülfe, welcher eia Bruder beuöthigt sein sollte, eiuem Lomttü weniger Mttglieder übertrage» Hab«», »ctch«» mit der vekuguiß auSgrstattrt »ar, nach eigenem E.-messen zu haudelu, ohne dt« Sache vor die Loge z» bring.a so daß dem uuterstützte» Bruder die Schamröth« erspart lvurde, welcher er durch da« Bekaantwerdeu seiner Roth vor der ganzen Loge »»«gesetzt worden wäre. Ohne Zweifel ist die Zeit utcht fern, tu welcher der schr durchsichtige Schleier der Farme» h iuwe ggezoae» iverde» wird. Der unparteiisch« Beurtheller muß aber - 'daß dt« Begründer wohl daran thate» uud weise tude« fie die Bereiniguug zn eine« .Orden' wa» (edoch nicht» «ehr oder weniger bedeut«, al« eine Gesellchast, »elch« fich da« Vorrecht gestatte, strenge Au»wähl nuter deueu zu tteffeu. di« «ufgruommeu wer den wollen, «ch moralische Garautir» dafür zu verlangen, daß die Sohl« thate» »tcht durch Eindringling« «»»genutzt werde» sollte», auch solch« Persone» abzuwetse«, welch« au» bloßer Reugier fich htuzudrilnge». Rothweudig war e». diejenige», welche der Erzieh»»» bedurftet», «tt deueu, »elch« fie gewähre» kouute», zusammeuzubriugeu — jeu«, welche Unterweisung suchten, «tt solche», welche fie zu geben berett war«» — »nd hierin hatte der Orden den weitgehendste» Erfolg. JUdMt Misch» GhckrckßterrLg«. Va» PH. Kr. in Vrf 88. Dir der-Tr»»l.IsOLdertKra»k. Bet evwm jüdisch«, Gastwirch tu eiuem schweizerisch«» Städtchen kehrte et» polckscher Talmndtst et» nn» verlangte et» halbe» Fläschchen gnteu, retue» Sei». Rachdem der Pole eine» Schlnck getrunken, ließ er de» Wein, der stark