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Jüdisches Familienblatt · 1888-01-01 · 30 (1888) · p. Seite 118

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1888
Issue
30 (1888)
Date
1888-01-01
Page
Seite 118 (sequence 4)
Language
German
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•crwiffcrt vor, «Ktttt nnkerftbrt n* fragte, mtf er schuSig sei. «in» drosf, fegte feer «ritz. Der feie eie* ifen eine werchchse «Sn^e, ähnlich »er geforderten. Luoxo-b bo)«b ie-eiMM (— Dein Silber warb zn Sllacken» Jef. 1.22) benerft, die Münze »nrückretchend. der Wtrch, der seine Gäste viel lieber «it witzig sein seilend» .Wdrtchra", el« mit gute» Speis» nnd Setränk» sättig» wollte. Der Pole, den Wein zerückreichend, diente derenf setzleich mit der zweiten Hälfte de« betreffend» Jesajo-Berf»: Soweoh mohnl ba-mojim (“ Dein Trank ward mit Wasser verfälscht). Seitdem hat der »irttz die Snsl an .Wärtchen" total verlor» : ob auch die Luft an der Beradreichnn« schlechter Speis» und Getränke. ist nn« nicht bekannt geworden. 39. Ckaklni b*rt bl-trefo«. Ein talwudkundtger stanfmann au« eine« Provinzialstädtch» übergab sein» Sohn, der in Berlin ein Gymnasium besuchte, einem polnisch» Baqur (eigentlich Jüngling, dann früher otud. tboologsiaa UlmadioM) der fich dort eine allgemeine Bildung aueign» »ollte. zur Beaufsichtigung, sowie zur Fortbildung i« Talmud, «ach einiger Zeit erkundigte sich der Vater bei de» Mentor seine« Sohne« nach deff» religiösem Verhalt» und talmndische» Fortschritt. Bride« lobte der Mraror und bemerkte, er nehme mit de» Sohne gegmwärtig d» talnmdisch» Tractat Ehnllin durch, in dem sie bi« Blatt 28 gekom»» sei«. Der Bericht war tndeß durchweg falsch denn der Bachnr hatte noch nicht« t« Talmud mit de« stnabra dnrchg»om»», dafür aber zu mancherlei Ding» ihn verleitet, die der Vater streng verpönte. Dieser kam bald darauf nach Berlin, um dort einige Geschäfte zu erledigen und gleichzeitig sein» Sohn zu desuch». Aber wa« sieht er mit sein» eigen» lug», al« er, um ein Sla« Bier zu trinken, in d» Wartesaal de« Berliner Bahnhof« gettetm war? Sohn und Bachnr fröhu« dort an der Tftble d’höt* in aller Semüthlichk it carnivoristtsche« Gelüst! Wa« nun folgte, ist leicht denkbar... Der Bachnr zitterte wie «spralaub und »ersuchte, Abbitte zu lhun, besonder« al« der Sohn erzählte, wie ihn i«w »erführt habe. Wozu «ure Abbitte, sagte der «aufmann dem Bachnr mit ebenso feiner wie bitterer Ironie, Ihr habt mir ja ganz wahrheitägetr» berichtet, »ein Sohn batte bet Ehulltn Blatt 28; dort heißt e« ja: Ohnkim b’ri bi-twfo» (“ Mein Sohn ist erfahr» in rituell Verbotene«); dort ist allerdtug« nur die theoretische Erfahrung gemeint; Ihr habt meine« Sohn außer dieser noch die prakti sche Erfahrung gebot» — sollt' ich Euch nicht dankbar sein?! 40. .Wir vrrdentschrn nn« den Schiller." - — ■ - der weltlich» Völker), »an «gg über sie ivrachotz «ach» (b» in Bezug ans sie »orgeschrieben» Sicher sprechen). eine große Sraräroh' fLüchtigkett i« Erlänte») hast auch Du. «--int Noptztoli, dankbar ans Nnd» blickend. 'ä Ein andermal les» beide Don karlra. Sie Hab» die Worte de« Marqni« von Pos» gelesen die ansaag»: .Setze» Sie fich um in seiner herrlich» Natur!" nnd schließ»: .Wozn ein •ot;? sagt er (der Freigeist): die Wett ist sich genug! Und keine« Christ» Andacht hat ihn wetze, al« diese« . Freigeist« Lästerung, gepriesen." Beide sehen einander fragend an; besonder« die Schluß» »orte Hab» sie gewaltig aufgeregt; sie ahn» den tief». Gehatt derselb» und rtna» u» so »ehr nah lklartzett; sie * denk» wohl eine Viertelstunde über die ,h«rbe" (Herd«!, - schwierige) Stelle nach. Plötzlich rast Naptzttlt trtnmphtrend an«: In Thilli» stehf«: Nab nnnro maaamibal ünrnn» uaaoobo )«obaob»oobu loobo »azowoobo (» Wie ehrfnrchtgedret»» find deine Werk-', o Gott! C b der Fülle deiner Macht »erlengnen dich deine Feinde. Ps. SS, S. Bergt, biobaoob Io-LI, Hiob 81 28, wo Ander n. >- ebenfall« «Gott oerlengnm" übersetz»). Nnd» «n» aratt d» Naphtali, beide jauchz» vor Kr»'e über de» kostbar« Kund, der Jubel lockt »» Sohn dm» Hanf», ein» christlich» Student» der neuern Philologie, herbei, und attd er fie fragt, wa« fie so beiter stimme und ob er an ihrer Frrade thettueh»» dürfe, antwortet Nud». etwa« weniger verleg» al« Naphtali: .wir — verdentsästn — nn« ~>~a d» — Schiller." Al« sie nun de» Swdmt» anf sei» drtngrad» Bttt» die sie so hoch ersteuende.verdeutsäMng" der Sorte d» Marquis — verdeutscht», «einte er: 79atze hastig, Ihr seid nicht die schlechtesten .Verdeutsch»" Schiller'«. Wtttzpel-A«f§«de». L. -«tsche« Mntderittzstt. Boa A. Spei er ia Heiaebach. Wenn ich» von vorn anschau. So feg* « eine Ara». Betrachte ich« vo» hinten dann Zeigt sich mir ein heil'ger lttaau. U. zx»tfche« KUßemät-lec. vo» A Speier in Hetnebach. ■1 Zwei russische Bachnrt», reicher Eltern Söhne, die fich in einer d»tsch» Universitätsstadt in sogen. Profan» wifiraschast» ausbild» wollt», las» zusaauu» Schiller'« Werke. Da« Verständnis derselb» bereitete ihn» nicht selten große Schwierigkeiten. Aber ein Bachnr weiß fich zu helsm, uam»tlich auch iu solch» Fällen. Hat nicht schon B» Bag-Bag (P. Aboth 6,22) gesagt, dcontillob boh —■ daß Alle« in ihr (der jüdisch» Litteratnr) zu find» ist? Warum nicht auch Erläuterung» zu Schiller! Geb« wir hier einige Prob» dieser Erläuterungen. Sind» und Naphtali Hab» iu der jBnutt von Messina" die Wort« de« Chor« geles»: .Zett ist'«, die Unfälle zu bewein», Wenn fie cklheu und wirklich erschein«". Wa« tatsch (— dratsch, was bedeutet da«) Nub»? fragt Naphtali. Da« will ich Dir in drei Wort» oertatsch» (verbrat sch»), antwortet der Gestagte: vaijob lauorob booobntob (-" Genug an der Noch in ihrer Zeit. Berachoch Sb). Eine große Geivnroh (straft und Schönheit t» Ansdrack) haben unsere Lhachomi» (unsere jüdisch» Weis»), ei« große Gewnroh heb« aber auch die Lhachme um»»« ho-anlo» (die Weis» Bermmoortlicher Mrbacienr vr. » ah » e t, Mag»würg Druck » <i» stletdnngsftück die ersten Zwei, Unentbehrlich für jeden Mann; '] Jetzt schieb' »och eine» Laut herbei, 1 «in Prophet ist es alsdann. s UL FgArÄfch» M-AtzerLt^üt. («tafilbi») Bo« PH. str. in Br. Ob oonoärtt wir's, ob rückwärts lese», 10 bleibt sich immer gleich: et» Thier Ein nützlich »nb et» treue» «es». «» rüthst «s leicht, so «nn' es «irl A»ßrftmder KSttzfel i» »st». Pr. I. «teurpoll. r«»«». 2. Jo» ob» 3*0. m. rpNM stlchl) n^l) (So bist Du?) D. S. «»lss, Mogdebarg. veria, o», stoborr hsrtr so, ÜMgjig

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