Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1888
- Issue
- 22 (1888)
- Date
- 1888-01-01
- Page
- Seite 85 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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85 ‘fHttfctMst tar X»Aist lei trtlii Ccr( ni Mirtiniik. MnxAtte. Die?*tcrt*mrt* Mia mx Mcv der protestaxttsch« Sache sehr zxgecha» »xd n^irn Horte«« Otetoxxt ix di« 4krfcra>$amitte hixeixgeheirathet, maM «» ihr Nicht schwer. die Familie ihre« Gatt« »a» dex Irrthtmerx >.,«B hixwegznzlehen xxd fiih als »hxfrxx der chaotestantisih» Sardoxs ix der Geschichte zu mmi§OL Sie f«C für düs« Leist»»« X'bcnbei eix hübsches Präsent, eix Jahrisgehale v»x 1000 Pfxud Ctarttxi Mmxxkx Hab«. Dieser Nxffchi>,u»g ix de» Neligtansgrundsätze, de» edel, schatltschm Geschlechtes ist schox deshalb »eil Nexb« kehrte Nicht seit» rixex fanatisch« User zeig«,, für dex Geiste«, gaxg de« jx»Oex G»r»«a xicht oh« Wichtigkeit. Lord G«rge diente cim^c Jahre ix der Steine, hielt sich ix dieser Eigenschaft ix Amerika xxd Westtudi« «xs xxd erlangte dex Lieutruantsgrad. Nach Hause zurückgekehrt trat er. erst tweiuxdzwanjig Jahre alt, 1884 ix« Parlament. Er begam seive politische Laufbahn als Anhänger der Ne» aierxug, an deren Spitze damals der Tory-Mmi-er, Lord North, stand: als aber d r Chef der Admiralität Lord Saxd. »ich, seiner Beförderung sich mgäustig zeigte. s, bestimmte die« de» jungen Ehrgeizigen, die ministeriellen Sänke mit de» Opposttiousfitze» z» o-rtauschen. Lord Gordox »xrd« jetzt mx Fox «»» Burke, de» berühmten Staatsmännern der Gegexpartei, auss lebhafteste begünstigt, sah aber bald «ix, daß Weder bei der einen »och der andern Foctioo des britische» Staatslrbex« sei» Weizen recht blüh.» Wollte, und deshalb erklärte er sich jetzt von beiden politischen Richtung« »»abhängig und bezeichuete sich mit vielem Nachdruck als dex eigentlichen Freund de« Volte«; kurzum der Demagog der konuoexden Bewegung war tu ihm bere is stc und fertig. . Dieser Umschwung in seine« politischen Glaubmsbekenut- »iffe scheint sich schon 1776 vollzöge» z» haben; mau kann «der die ganz« sechs Jadre, welche dem groß« Krawall »o» 1788 Mrausgtxgen, als sein vordereituugsstabium für die «xarchisttsche Agitatorrolle beikichuen. vor allem machte er fich im Unterhose den Mitgliedern einer jeden Richtung und Färbung uuaugexebm, ja verhaßt. Er störte den Gang der Verhandlung« durch lästige u»d müßige Unterbrechung«, rief die Minister zur Ordnung, stieß aber auq bei der Opposition heftig an, und befand fich znmeist allein dem ganz« Hause grg«über mit Avschaxunge», die er mit wexig Sitz und viel Behag« z» entwickeln nie müde ward. >l« ei» Beispiel best«, »a« fich die englischen Adelskreise damals erlanbm durften, mag solgmdes klein« Ereig- »iß dien«, welches Hora« Walpol« in sein« Memoir« .axfbewahrt hat. Einstmals hatte Gorbo» seine «ustcht« über die irländische Frage in «tn« Broschüre niedergelegt, xxd in sei,»» maßlos« Selbstgefühl« überz.-ugt. daß es ihm gelang« sei, all« Schwierigkeit« zu lds«. eilte er nach dem VxckingHam.Palaste, erbat und erhielt eine »xdienz bei dem Köntwe xxd degau» sofort ans sei»«« dick« Hefte vorzxlesm. Mit uuextwegter Geduld loscht« Georg HL «nf dir «dlose Vorlesung, and erst als die eixtretexd« »beudchämmerxug r« fast unmöglich inacht«, die Buchstab« zu unterscheid«, «griff der gäaxgweilte Kürst d« »Maß, fich M, weftere« Zuhör« ,» entschuldig«. Der XMnxüdetr Gordox »erließ «der d« Hof erst d«rn, nachdem Ge«, ihm sei» königlich«« versprech« verpfändet hatte, di« Broschüre für fich allei» zu End« zu lese». (Fsrtfttznng folgt.) Schttttth.PlImderei. Z»m rMch»n»bs«d«lM .Fobolaob laoba". »Biel« stdche »»derb« Mx Brei", womü nicht g^agt ist, daß ei» Loch de» Brei nicht auch »erderd« kau». In Mardxrg hat ei» stoch M» Bert oerdorb«; aber es war auch kei» richtiger »Koch*. — »Biele Köche »erderb« Mx Brei* — dar»» wird wohl «rt der .Emtzäapädychrn Beerb« ituxg de» Talxmb" kei» so »bOosexdastrr .Brr»" »erde». als zx des Rabbixer-ver« baxde« Ehre zu wünsch« wäre. Z» M» „ftirfa Köche»", Mkx da «texrühr« die Arm« eröffnet ist, fehlt »och ein riibtiaer Onef de oninne. „viele stöche Verderb« Mn Brei" — so dacht der D. I. G. B.. »xd er schloß Her« Prof Griltz „u der famos« .historisch« Lowmissto»" ax«; daxrit ist aber wieder nicht gesagt, daß diese Küche bisher viel „unverdorben« Brei' geliefert hat. — „viele Köche Verderb« d» Bre>" — darum hätten die Kl-che: Hildesheimer, Hirsch. Lehman» läugft Mn Brei der Orthodoxe in ihr« drei Töpfen: „Jüd. Presse", .Jeschurm", „Israelit" verdarb«, wen» er noch zu verderbe» gewesm wäre. Die Acti« de« Breie« der Orthodoxie find zu« im Eonrse de« letzt« Jahrzehnt« gestieg«; aber der „Brei' ist des »eg« doch nicht bester geword«. Die Ge» ueratiou hat ein« schwach« Mag«; kräftige Schüffel» kann fi« nicht vertrag«; danu» die große Nachfrage »ach „Brei*. Wo starke, gesund« Nerv« stu». da will «an in der Thal M» dem „Brei* und Mn Woffersupp« der Orthodoxie ui-ht« wisse». — „Weil au dem „Bert" der Orthodoxie nichts zu Verderb« ist, dämm hat es ihm auch nicht« ge'chadet daß auch so viele Kvch« aus der. . . „Breslauer Schule" a» ihm herumrühr«, »m ihn ihr« geistlich« Pflegling« vorznsetze». Dm Brei kann es nicht schab«, aber ... der .Kochschule". — „viele Köche »erderd« d« Brei" — darum meinte am (eilten GemetuM-Tag« Professor LazaruS, e« sei von eine« Rabbiner unbeschei'o», bei dem ,Statut«.vrei" de« D. I. G. BZ Mn so viele Jurist« schon herumgerührt, noch d« Löffel der Logik in Anwendung bring« zu «oll«. Und doch, wie wenig« der viel« Schüffel», die Profeffor Lazarus ganz allein gerührt hat. find als „uuderdorbrxer Brei" auf Mn Tilch de« Leben« und-der Wissenschaft gekomm«! Ja, wenn« «orte macht«, und die eigene vorsttlluug von sich selberI welch ei» unübertrefflicher „vormmd" wäre da mancher für die „verwaist«'' Interessen de« Jidenchum« I Ja. ja. die „Spekulation" l Mancher Astronom w,dß bester vescheid in dm Bahn« der Ste«e, als in dm Straß« und Sängm seines Wohnortes. Proftstor Lazarus, Me Völker-Psychologe, er weiß nicht viel vescheid im Hwzm des Judeuthums der Gegenwart. Nun. da« Judmtham der Gegenwart ist auch kein »Volk", keine „Nation", sondern eine .Glaubeusaeweiuschaft". Darum darf man auch kei» Parteigeuofle de« Nationalist« Willy Bambus «erd«, Eixe» solck« „Schwärmer" läßt «au fich schon gefall«, ober viele Köche »erderb« den Brei. Darum muß fich auch de: U. O. v. v. von diesem „Palästina-Brei" femhaft«. „Biele Köche Verderb« d« Brei" — das Mherzig« die Diplomaten uuter Mx Gemeindevorstehern, wenn st« bei: der Bacauz ihres Rabbtuats ein« Güxstüag partout durchbriug« «oll« Sie last« erst ei» halb Dutzend Probe- Prediger der Gemeinde was vorpredig«, bis der „Brei" der Wahl durch die Mmge der Köche verdarb« ist. Nun wird er gang weggeschüttet, und die „Nüh«xg" fängt drum von Neue« au. und zwar mit de« «arme der „prästabilirtm Sirmouie", mit de« Vorsteher, «an kam auch nicht von um Vorsteher »erlange», daß er offen und frei zu seiner Gemeind« spreche: „Ich Hab« Umschau gehalt« und R. N. ist meiner Ueberzmgxxg nach unser Mann!" Die Gemeinde» wrdienen nicht so viel Offmhett. denkt ein richtig« Bureautrat, und die Rabbiara — was liegt an dies«? di« find froh, wm» sie nxr die . . . Neisekvst« ersetzt bekowm«. Genug Ehr«, wm» fi, »xr auf die engere Liste komm«! E»rps-Geist, Staxdes^khre der Rabbiner-RaMixcrverband, schläfst Mi? — — JSiiät Köche verderben Mx Brei"-„wie der To» tu der Hand des Töpfers, er kam ih» »erlängeru. er kam ih» verkürz«", so diese Saddath-PlaxMrei i» der Hautde» «abbachSlaxderers. Doch ich will d« ^ßrei" nicht »er. *i\ ■