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Jüdisches Familienblatt · 1888-01-01 · 22 (1888) · p. Seite 84

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1888
Issue
22 (1888)
Date
1888-01-01
Page
Seite 84 (sequence 2)
Language
German
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fboKüben fBonbcttti, brr fcnc Schritte »och dieser heiüge« Stätte leutt. Möge dar»» »och (Man dieser »tr «öde M K»* MfafloK» Gradstriu-Gedaatt, m buutr» Durcheiuunder h«r ei»r Glätte gemährt sei». Auf eiueü hier gebettete, Familinwatrr« letzter tzdchestMt heißt W: Dahin ist nun da» Licht, Da» unser» Tag erhellt! Dahin? — 2» leuchtet nur In einer andern Welt. Auf de« Grabe eine» Gatte« lese ich: >u» der Liede «rat geschieden. «der an» de« Herzen nie. «uf eine« andern: Geliebt, beweint und nie vergessen. Einer jungen Mutter Nachruf lautet: «ch zu früh verliehest Du di« Deinen, Die nun am stille« Grab« Dich beweinen. Wieder ei» anderer: Wa» Du den Deinen warst, Lüsche» in liebender Brust Thränen und Jahre nicht au». Lud daneben: Die Lieben, die der Tod getrennt vereint der Himmel wieder. Uud wieder ein anderer: Go schlaf denn wohl! di« Zeit mag lindern Di« Wunden, di« Dein Scheide» schlug. Doch wird sie nie di« Lieb« mindern, Die Jeder Dir entgegentrug. UnverfSlschtt» Lindeleurpfinden uud ein neideuswerthe» Zeugniß für di« SchlSfrrin, der '» gtwidmet »ud «achge- Ntfr», bebwdet das Folgende: Sir finden nicht die Wort«, voll zu sagen, Wie Deine Lieb« könnt' für un» erglühen, Wie Du von un» die Gorgen nahmst, die Mühe», Um sie — und ach, wie stolz! — allein zu tragen. Zwar könne» wir mit unsern frischen «lagen Dein deutlich Bild in unser« Mitte ziehen, Doch ach, zuweilen will e» schon entfliehen, Dan» will die Zeit mit Trost Hera« sich wagen. -kein! nein l e» soll Dich nicht» von un» entrücke», Wir formen un« «in Vorbild «u» den Glücken, In die so jäh der Tod da» Glück zerschlagen — C Mutter, Deine Züge wird «» tragen! Go kann Dich Gott un» röglich wiedergeben, Denn wo da» 2dl« lebt, wirst Du un» leben. Daneben heißt es auf einem Steine: Lin Herz voller Liebe gabst Du den Deinen Drum bleibt in den Herze» Der Deine» Unvergänglich« Lieb«. Einer andern Mutter finovoller Nachruf lar'ckt: Da» höchst« Gut, da» vn» beschieden, Birgt dieser Ort, so eng und klein, 2» schließt de» Grabe» stiller Frieden Gin Herz voll Lieb und Treu« «in. Gin edle» Herz, da» statt getragen “ ' ' »Leben» srmh. llaa Gtet» frohen Sinn» de»_ Da« nur in Lieb' für un» Bi» «» noch liebend, brach Hier ruhst Du nun in Fried' und Still« Fern von de» Leben» raschem Lauf, Bi« einst «» weckt de« Höchsten Wille — Denn »immer hört di« Liebe ous. Wieder ein «derer: Lkww» Mnuerhtrz, «nllmrange, hast Dn, Doch nlcht mmönst gelebt. Dran di« Siehe, di« Dn Besäet «d gepflanzt, Sie lebt fntt in Deinen »«der» Und Enkelkindern. — Unvergeßlich«, deren «ntmlts Besag««» bleibt. Boa eine« brave» Familienvater, der h» sei« Psvcht erfüllt. sagt der letzte RMhruf: See sag««»» wie» Ei EL!? «5?I""*’ UM» »Ml ntrvt, «ch l Mc Mr«* mm ■**. rara _ m.n L-JX-fc. *■»- Ge .fr. Vttm N|(K9B(I9 VRt Df 9l|(^tft riat« vio verchrtru, liebeuMoldbige,, stüle» Gehchibri, »»d Mensche»: CM aak Mf Lieb« «MM* er sei» Glbck in Tnarad mOm Erhall» te der »isienschast. So lebte « ruhig Dam ewige» Hrieben entgegen. Schäa und wahr gezeichnet ist auch Lebe»» in hol: uud Strebe» eine« hier gebettttra jungen Künstler« and -aastjünger» in den knappen Worten: Der Knast ^cht - Empaegestnvt — Dnrch si« beglückt — Zn früh geknickt. Zu früh gekmcktl — Sie «ancher Friedhofgbefucher. der an diesem Hügel vorbeigeht, spricht «ud empfindet woizl »oll Wehmuch leise seufzend diese Worte nach! De»« am er« Slfan der Heimgang seiner Liebe» nicht „zu früh?" Uad »ei« irie» ist (# btnn vergönnt .ihre Lage au»zuleben'? Wie viele müssen nicht von hiuaen gehe», »ehe «och der Herbst sie mtblättert?" Doch: Schlaf aber Tod 2» kommt «in M orgenr ot h. Und: Lab ist ja et» Mrascheuwart. Denn Lob Ist weder hier »och dort. Lord George Gordorr. Ein« Proselytengefchicht« von H. Ztradort. Eia« Rech« von Lebensläufm hervorrageuder Prnselyte» wäre tu der That kei» üble» Mtttel, tu da« Däavuerltcht der jüdischen Jahrhunderte einige erhellend« Strahlen falle» zo laste», und thatsüchltch fehtt r» zur Zeit u»ch «» solch« Darstelluugeu. De» Judeuchame ist e« zuweilen »ergöiim gewesen, sehr edle Seisler i> sei»« Schooß mtt aufzmlthme«, Persönlichkeiten, di« stch tu würdigster Weis« «tt de» Prtucipie» und Ziele» ihrer neuen Geuoffeufchast tu Ueber« einstiunmmg befanden, ja van beuen Manch« für die ch«« »eue Lehre ihr Märihrerblut »erfprcht habe». Wie lch aber »ttuater zu ergehest pflegt, so hat «* oabmrfcit* <«ch an solche» Rrubekehrte» »tcht gefehlt, welch« trotz alstr Ausrichtigkett ihrer frisch gewanueue» Ueber-euguug dt: gauze Verworrenheit ihrer tuneru Welt, ja ei» höchst aatttrte« Schwärmer wesen zu der freiwillig adoptttte» Glrubeu»- gemeind« mtt herübergebracht haben. Sa gering »» auch der Gewiu» auzufchlogen, de« die israelitisch« Gefairrmchott au salche» exceutrischeu Reopwte» gemacht hat, s» lehrreich ist andererseits gerade dtt Betracht»»- jeuer weutger wünsche»«- wrtttze» Nenbekrhrteu; «ud mit «tue» Shulicheu Lebtw»la»fe Hab« wtr uu» tu der folgende» Geschichte «tue» zu« Juden« chm» übergegaugeuru Lords zu beschüstigeu. Lord George Garbo», der Gegmrftaud unserer Svzz«, am bekamttesteu aber als der berüchtigte Held der L nrdower Rebelliou vo» 1780, erblickt» i» Jahr 1752. wahrscheinlich dr Schottland, da« Licht der Welt, «ud hat die eiuundoterzig Jahre feister irdische» Laufbahn — er starb im Nrwgttte- Gefäuguifle zu London am 1. November 17SS — tu fast beständiger Unruh« «ud i» selbst heraufdefchworene» Eitür»»» verlebt. Sr war der »wette Sohu Lostm»'«, de» dritte» Herzog» von Gordoa, welcher »tcht laug« darauf dag Zeitliche ttguete, u»d da fei« Wtttw«. et« Lachter.»« Grast» »»» Lberdeeu, ihre Haud «f» «ue verschäcktt, so scheint di« Erziehung de» inten George sehr uuregelmüßig t« worbe» zu fei». Die Gordou» gatte» «Lhr«d de«' Jahrhuudert« alb treue lluhäüger de« ti vnonnnfc«, ca wwwfCfBun an ttji ca» in der zweite Herzog m Gottw»>tz«jts, jtth «tt

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