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Jüdisches Familienblatt · 1888-01-01 · 3 (1888) · p. Seite 11

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1888
Issue
3 (1888)
Date
1888-01-01
Page
Seite 11 (sequence 3)
Language
German
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o o -chmi, MR hteuattzWkdie» — hei»»ch«S1« «her. ft btfftt. .* _©j» MoOrn Si« damit faflnt?" fr«t* Thmiedttcki JJJuMjft.Llll J-lk „6i* müsse« — hsr« Sie es? Ne müsse« — de« hiesigen Blech verlasse«, verlasse« sobald als möglich, gavz uuerwartel. ohne sich vo» Jemand zu-verabschieden — auch Von Bsnna Ods nicht. Frage« Sie mich nicht nach der Arjache, «ach de» Details; ich kau» «nd will sie Ihne« nicht nenn«. Ihr« Lage, ist hier «iue weit gefährlichere, als die der Esther. Deale« 'Sie daran, ft-uger Mau« — ich Hab« Sie gewarnt. Und ich habe mich Ihnen anvertraut, wir Sie es mir grgenübnc gethan. Äbi«l* Mt dies« Lorten schlug der Doktor eiligst den Fußsteig ata. der vo» Parke ans di« Wiese führte. Lhmirlnickt sendete dem Vavovrilendrv Spanier eia« spöttischen Blick uach. und als 5er Doktor in den Krümmungen des Parkes verschwunden war. lochte Thmielaicki lauttos vor sich hin und schlug die «ttzkgeugrsetzte Richtung ein.- Sich i» Parke immer «lehr vertiefend, sah sich der Stallmeister unaufhörlich nach all« Seil« um, als erwarte -oder suche er Jemand. Und in der Lhat. in dem dichtest« Lhette des Parkes theilte Jewaud behutsam die dichtdrwachs«« Aesie der alt« Säume und ein Mnsch trat -Ehnrielnicki «tgegeu. Das war der «ns wohlbekauat« frühere Verwalter Jan Woickowski, jetzt von Esthers Gnaden durch Pan Potocki fortgejagt. Er befand sich in demsttb« Kostüm, in dem wir ihn der dem .adelige, Gerichtgesehen, nur die mörderische Peitsche hatte er eicht iu der Hand. Ihn bemerkend, brach Thmielaicki in «in schallende« Gelachter au». Woickowski sah sich selbst verlilüfft an, in der Annahme, chaß der Stallmeister etwa» ga,z besonder« Lächerliches an chm bemerkt habe. „Lach« Sie über mich, H!a« Thmiloicki?“ „Rein, Jan. Ich konnte mich nur nicht drs Lachen» ruthalt« bet de« Gedanke», wie geschickt ich d« hochuafigm Ssmuier bethört." „Es hat iudeß lang« gedauert. Ich hatte schon jede Hoffnung ausgegebea, Sie hier zu sehe«.- „Jch geneth gerade in «iu« dämliche Lekiion, di« er stiue» Maudelsöhnche» «rthellt« iu der Geschichte im Allge. «eiuea und in der Jadengeschuhte im Besonder» Ich hirlc es für uölhig, d« ganz« Unsinn aufmerksam auzuhör« »ad anzustaun« und mich verwundert und bewundernd zu stellen »d all der neu« Weisheit«, die ich angeblich zum erst« Male im Leb« ans sein«, Zuckermüudchm veruomm«. Diese gelehrt« Lyon» kau« uiau durch nichts für sich so ainaehm«, als durch ausmerlsamrs Anhören von allerhand gelehrt« Dummheiten mrv duich j«e Rührung, die uns «ei« Bernehm« dieser hohen Idee» «nd tiefgäahrt« Ge. dank« überkommt. Ha ha ha" »Ha ha ha, so ist rss" „Eine ewig lau« Lektion dis z« Ende anhöcend und »ich als vou ihr lies bewegt hinstellend, wurde r« mir viel leichter an je»« Plan heranzutret«, den wir beide «tworfen.. um das Judmmädet vou hier zu entfern«. Es traf sich so, haß der Tharakier der ganze» Lrktton zu unserem Plan« Hmßte; und angeblich mit größter Gefahr für «ich, entschloß uh «ich, d« Spanier zu beuachnchttgm." „Und er?" „Ruu. wie er auch sich zu beherrsch« suchte, sei» Jod«- Herz bebt« um das Schicksal de« Mädthens. Sonderbar; sch hatte es garnicht erwart«, daß er an dieser Sache so lebtzaftm Anchett nchm« »erd«. Ob nicht gar das steinerne Heeg des Übten Spaniers an'brr ungewöhnlich« Schönheit W Mädchen« entstell,mt fft?- „Siamal da»; daun ist es Thalsach«, daß ein Jud für d« andere, im«« «uuritt. Daria liegt ja eben ihre «acht! Und nun, wozu hat er sich entschlossen?" „Bo, kein« Eatschlüff«!>at er mir uicht» mitgetheilt. Aber ich wül wei», Eparad grg« die erst« beste jüdische Schindmähre,setz«, daß Esther »erdors>« oder wett vou hier gebracht wird. Und verwIrAicht sich das» dann ist der ttfolfj unserer Sache halb sicher" „Ohne Zweifel." „Und jetzt, Pa» Ja», ist au Ihn« dir Reih«; ich habe bas Metuige gethan.- „Ich gedenke unserer Verabredung, Pa» Ehmielutckl. Iu Alle« will ich Ihre rechte Haud sei», indeß vergeff« auch St« »tcht, was ich Ihnen sein muß, wen» ihr« hohm Plöue fich realtstrm.- ,Sei« Sie unbesorgt. Ich denk« an meine Pfiicht «nd Schnldigkeit nicht minder al« Pa» Woickowski.- „Ich glaubt und hoffe. Befehl« Sie »uu, was ich zu thun habe?" „vor Allem ist darauf zu achten, daß der Vogel nid|t auf trgmd ein« Weise au« tem Netze entrinne, ohne «ms,» Wisse»; ferner, daß «ein Limrad stets gesattelt dasteh«. U>b sobald Esterka sich vom Flecke rührt, verlaff« auch wir dieses adelige Nest. Hat mich Pan Woickowski verstaub«?- „vollkommen. Und somit hat fich wohl Pan Ehmtelnttil entschloss«, sei« Heldenhaupt davonzutrageu, so lauge es nach auf seinen Schulte« fitzt?" „Meta Kopf ist mir theuer, und ihm droht eine schrecklich« Gefahr. - „Habm Sie etwa« Reaes erfahr«?- „Ja. Der Spanier v»r von meinem Edelmuch tu Bezug auf d« Zwautzer Rabbi so gerührt, daß er fich das ft herbeiließ, mich vor einer drohenden Gefahr zn warum wid mir zur soforttg« Abreise z« rathell.- „So ist es schon dahtu gekommm, daß der Soanier M die geheimst« Gedanken des alten und jung« Potocki «iilgeweiht wurde?" „Freilich. Habe ich Dir noch nicht erzählt, was ter Narr «tr vorgefte« zugeste<!!t?" „Nein. Ich weiß vou nichts." „Im Kabinett Potocki'« befand« fich vorgefte« Morg« der Spanier «nd der Narr. Der Pa« war mürrisch, wie er es immer ist, desonver« aber vor dem Frühstück. Er stand, am Fester und tromme le mechanisch auf d« Scheibe». Um diese Zeit ging ich gerade über den Hof »ach dem Pferdastall. Potocki erbebte und wendete sich jöhltug» au bca Doktor. „Pedro," sagte er. „Du bist ja ein Kruner vou Gift; gied mir doch ein znvnlässtgr« Gift, da» mich vou eine» verhaßt« Hunde, der für meine Wohlthate» mich beißt, befreie." — „Mt einem Hunde find uicht viele Umstand« zu macheu," sagte der Spaater, „und von ihm kau» mau fich auch ohne Gift befrei«.- — „Die Sache ist die, daß einer meiner Hmlde»ärt«r an diesem schlauen, uudluckbar« Thier« sehr hängt, und ich möchte mein« Wärter nicht betrüb«, fände« mich des Hunde« entledigen, ohne «ich mit dem Wärter zu verfeinde»." „Ha ha h»l Da ist die edle Parma Oda mit de« Huudewärter gemeiMl Und aas sagte der Spanier?" „Er «ttwortete, daß zur Bereitung eines,solch« Gifte» längere Zeit uölhig sei. Und i» diesem Augmblick trat Pauua Oda ein, um dem Pan guten Morg« zu wünsche», «ud die Unterhaltung wurde abgebrochen." „Und «ehr »ist« Sie nicht?" „Schau das genügt. Mia« muß sehe», sobald als möglich vo« hier fortzukommm; denn dem Her« könnte da» Warte« auf da» Gift zu lau; werden und er könnte mich nach auf irgend eine andere I Beste besetttgm." „Ruu, Pan Ehmtelnicki, ich bi» Ihr Sklave. Gebiete» Sie, und ich folge Ihu« bi« au's Sude der W st. Ich Hab« «ich «tschloffm, mit Ihnen gemeinsam« Sache zu mach«, und Woickowski äudert ui« sei« Abfichte». Mich a» den Paus und au d« Juden zu räch« »der «ater der Hand des Heuker« zu kreptrm — 1«s ist «s, wozu ich »ich eutschloff« habe!" „Du redest '**« da echter Kosak; hier Meine Haud, Frwrudch«. ««» «dt* Pläue jemals von Erfolg getrsu a j- ....

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