Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1888
- Issue
- 3 (1888)
- Date
- 1888-01-01
- Page
- Seite 12 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 81% known words query
- IRI
…/6492351-8722844-5956494--0791-5372826- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
TBirnWIMPU V. JM.BIKI« - 12 - ' * mrbcn sollte«, dann wirft Da in Nie» »eine rechte' Haad sein." .Danke ergebenst. Ich «erde jetzt «ach Zwantz >«ha, um da« Jadenqest zu bemache«. Sie aber sei«« auf der Hut, und suche« Sie so wenig al« möglich fich de» Pa» ,u zeige».' »Sri unbesorgt. Ich bi« überzeugt, bah da« Mädche« «och heute fortgebracht werde« wird. U«d a»ch wir werde« »icht zögern. Ich erwarte Deine Mittheiluag, Pan Jan." Mit warmem Händedruck trennte» fich beid« Tompliceu j »nd schlugen verschiedene, entzegengesetzte Richtungen ei«. j (Fattsttzang folg,.) i Aus dem Tischtiede zur Anstaüatio« der ^rauLfurl-aLsge", am 8. Januar 1888. Mel.: Sind wir vernnt zur guten Stunde. Wir find vereint zur Koten Stund« j Ein starker, kern'ger Jubelchor; Trum. Brüder all' Ihr in der Runde, ' Sckict» jubelnd Eure Stimm' empor! I Jetzt sind »tr nicht zu ernsten Diugeu, > Jetzt siud znm Frohsinn wk vereint, > i: Und Köstlich labt un« jezr besingm, j War un« de« Singen« wertst erschein:! j E« waren edle, würdige Mannen i West drüben in der Reuen Welt, l Dir unser Logentbum ersannen, . Sie fühlten, wa« da drlber sthlr';! Sie fühlten traurig da« Erkalten > De« Mutterglaube»« dort irn Land — Sit sannen auf Zusammenhalten % I Un» aus (in einigend-sefte« Vaud.I Der Männer auch, die wacker strebend Den Bund nach Deutschland pflanzten dann. De« junge» Pflänzchen Nahrung gebend. Bi» e» zu wachsen stolz begann. Bl» Trieb an Trieb sich still entfaltet. Entsprob zu milder, schöner Pracht, Der Männer auch, die so gewaltet. Sei lobend, dankend Heu:' gedacht! Und in den groben, bestreu Lund der Brüder Drin brat' auch uns'rr Loge ein Al« zwanzigste« der deutschen stllieder: Mög« bald nicht «ehr da« letzt« -ein! Dab unsire Pflichte» wahrhaft wir erkannten, Dab wir sie pfiegen woll.-n fort und sott. Wir thaten '« kund, >nde« wir nannten Un» nach dem «steuren Hei«ath»ort. Aiettei fit de« Fm«iUe«tisch. Sbs« »st»rschee Edel««»» hatte einen reiche« jüdische« GntSbefitzer tßm Rachban», der r besonder« durch seine ausgezeichnete Pferdezucht die Httf« merksanlkeit und den Reid seiner Rachbarn erreale. Eine« * Tage« tummelte der jüdische Gutsbesitzer seinen Rappm, für den chm sei» Nachbar schon tausend Gulden geboten f>»ttfr aber vergeblich. Mit verbissenem Jnqrimm sagte der polnische Edelmann zu» rosttuumlelenden Rachbarn: .Euere Ahne« eitle» ja Esel. Euer Gesetzgeber Mose« liest seine Frau «nd ftfctbcc nur Langohre besteigen. Auch euer Messias wird auf «iaem solchen, nach eurem Talmud, geritten komme«, jai« toinmt es. dast Sie auf Roffeu stolz rt»her spazierra?' .Unsere Weisen lehren un»". sagte der Jude. ,dast Demuth die Juden ziere. Wir begnügten un« daher limg« de« nur zum Lasttragen geborenen Thiere». seitdem aber die Esel fich zu Herren aufwaifen. blieb un« Richt« ander» ädrig al« Pferde zu reiten." Mm» der Tchwle. Lehrer Ich habe Euch den gestirnten Himmel erklärt -r Jbr habt doch alle« ve, stauben? Wem etwa« unklar geblieben ist, der kann mich um Auskunft fragen. Schüler. Ist der Abendstern auch ein Jude? Lehrer. Wa« fällt Dir druu ein? Schüler. Ru» weil der .Morgenstern" dadrübe» doch ein Jude ist. _ [ Kattssrl-Awfgwie«. I. Demtsches To»ppstti»«S»NitthselL von E. in R. Vater un» Sohn ganz eng« oerbunbe«, > Werben bei «ine» Manne gesunden; 1 «ar leicht wird der Name de» letzter» «»deckt. '■ Erwägt nun, dab einst ihn ein Engel erschreckt. e II. HelräischeS «ort-ULthsel. o Bo» E. in R. j Er bringt der liebe» Jugend Siet« «äen kosten Tag; Doch weh. wo'» fehlt an Tugend — Bort bringt er Schmerz und Klag'. A«siSf««G fer Kiithsel i« »sr. Kr.. Ihr wissel, F r anki u rl-Loge neunen, Den Bund wir, den Jbr heut' geweiht. Der Stadt, — wir dürfen ’» freudig, stolz bekennen — Oie preist bk ganze Jubenhest. >l« tteue Sühne würdig nn« bewähren. Dem alten Rvhme neuen anzurech'n :: Dab wir'« gcwillt, soll unser Name lehren. Der Name, dem dm Bund wir weih'n. Wk über Räume, über Fernen Der freie Menschepgrift fich schwingt. In kühne« Fing bi« zu den Sternen, Bi« in der Erde Tiefen drin». So schUag« Wohlthun. Eintracht, Bruderliebe, Al« nimmer lockernd', Stürmen trotzend' Band Um J«r»el i» ewig.jungern Triebe Weithin sich über Meer und Land! Berichtig»»«. Im Artikel üarr .Hasekeischtu vor. Nr. ist S. 8b. 8 Z. ». a. zu lesen: DK richtige Schreibung de« Worte« ist ^7171 — > Autsibrsich und eingehend über dKK und iihalich« Sa,«» » D>. Prrles» i» seiner der .Ütraetz. Jubel sthrtfl" gewidmeten sehr »aaGenschastlichr» «rbett <8. U4—»I>. Druck m* Kilatl, JL Ws«», WatcL IL T (Hand) Zahkuwerth 14, zweimal genommen girdt'» de, Zahknwertb »an N2 (Kraft.) Da« Pret<rittzsel wurde richtig gelöst von: H. Berliuer, I. Vau», Elwira Blüh, Walter Bachholz. J.OppenhetM, L. Weinberg. «k. Ledmarm, Liepmannsolw. S Riesenseid. I. tz>>r»i», H. Pappenheimer. L. Leven«, E. Marttok. Dr. Waldemar «ichttlg. Hedwig Eräferrberg, Ph. Stiel, I. »rmiwald, A. Levy, Mag i Steinberg, M. Daoidsohn, H. Webermann, Felix Roseuhei», M. Lammmchal, - I H. Zuckermonbel, M. Lohn. W. Siurman», L Meyer, Obeiktzrrr \ Stern, L. Leye»«. L. Heimberg, Dr. M. Rosenstein, I. Ftnkr, I. i Eckmann, E. «robmonn, Robert Schtonzer, I. Schächter, LadtMg > Levy, Selm- Kob», Paul Rosenski», Abr. Kahn, S. Oppenheimer» i Lehrer Samuel, R. Tobia«, Adolf Lewiruek, Eduard Ledzynäkz, Dr. Maitrr»dorf, Dr. Fehl er, Sally Lachmaru, Therrie Mühlklder, Nfreb Siuger, Allun Frkde, E. Fle»r«heimrr, Joseph Walter, H. Ne»».«, Fr«, Rawitjch, S. Braun. Hugo Fued«. Mar vrahn, Bnsto» «hstdckl, Alfred Roch. Jul. «ose« atuck.. L. «otftm». «ah«, Bmst, Kausmm« ' London. — (Mehrere hatte» uurtchtta ul« Strom: Arno, Achter Oraugrslub angegeben.) DK BerstMmpg »er Preist an bst Post» Ab»»»te» erfolgt im Lanst dieser BiMi, unfrankirt« ZustgäenGN» — ah «Mt atfattai — ist uuznLifsig. ■ lF* ■' D. L. S»lf|, Magdeburg. Bert-g