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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1888-01-01 · 19. Jahrgang Nᵒ 52. · p. Seite 405

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
19 (1888)
Issue
19. Jahrgang Nᵒ 52.
Date
1888-01-01
Page
Seite 405 (sequence 5)
Language
German
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tortfrgtawg tor er« schwächt, da die ärcherste Rechte sich fchr passt» verhielt, t» Gefühl ihrer Schwäche ««der eiaea Mahlaufsatz an«gab, »och au da» Mahle» sich betheiligte; wie sie e» bet der Wahl der Vertraueu»«änner für die Rabbinerwahl ebenfall» ukht gethaa hat»«. Selbst von dem Rechte der Mi»orttät»-Wahleu hatte sie keine» Gebrauch Gemacht, obgleich e» ihr mit Leichtigkett gelungen märe, aus diese Leise drei ober vier ihrer Bartei durchzubrinam. ®» läßt unser Statut »ämlich eiu« zweifache Art der Wahl zu. Gewühlt ist zunächst Jeder, welcher die Stimme» de» fünf. »AstRi Theilt der Wahlberechtigten auf sich vereinigt; diese» System ist eingeführt, um auch de» Minoritäten Gelegenheit zu gebe», ihren Eaudidateu zu« Siege zu verhelfen und es ist fast bei jeder Erneuerung de» Repräsentanlrn-Eolle-inm» davon Gebrauch gemacht worden; diese» Mal von keiner Partei. Bon den bi»herigen Berteetern wurden 8 rcsp. 9 wiedergewählt. Der streng orchodoxeu Richtung gehören nur etwa 3 an, jedoch sind Synagoge und Tempel ziemlich gleich» mäßig vertreten. Dem neum Eollegium wird r» vermuthlich Vorbehalten sei», über wichtige Kragen mit zu beschliehen. Da» außer Thätigkett tretende hat nämlich vor kurzem de» Wunsch angeregt, den Tultu« wieder mit der Gemeinde zu verbinden, »ährend er bekanntlich fett 1868 de« Synagogen- und Tempel-Verbandr zur all lemeiaeu Verwaltung übergeben war. Auch llt e» wahrscheinlich daß di« Friedhof»frage demnächst zur Besprechung gelangt. E» ist nämlich von der Dtrrcnon der »alten und »eueu klau»* an den Gemeinde» Vorstand da» Ersuchen gerichtet worden, wegea de» Friedhof» in Langenfelde in Verhandlungen eiuzutreten. Bekanntlich steht der Friedhof auf den Namen diese» Institut», welche» Eorp oratioo»-R«chte besitzt, m den Grundbüchern eingetragen. doch hat di« klau» sich durch Rever« vor jeden Verlust sicher gestellt, wie e» ihre Statuten erheischen. Bi» zu seinem Tod« war der Oberrabbiner Stern der eigentlich« Eigenchümer, jetzt haben ewig« Freunde de» Verstorbenen da» Echthell angetrete». E» ist dieser 8earäbnißplatz, der etwa 65 Leiehen birgt» seinem urspränguchen Zwecke vollständig entftemdet und dient nur dazu der Gemeiud« Eoncurrenz zu bereiten. Nicht dir streng orthodoxen finden dort ihr« Ruhestätte, sondern diejenigen, deren Augchörige den Ueberredungtkünsten oder Etnschüchteruug»- versucheu der Beamten jener. Partei und chrer Freund: nicht zu widerstehen vermögen, oder dl«, welche e» aus ander« Weise zu kapern gelingt. Da» Geschäft wird mit einem stllchea Eifer betrieben, daß i» der vorigen Woche, noch bevor der Tod eingetreten war, di« Auffächerung au «tuen Mau» (mit Namen S.) gestellt worb» ist, seine Fra» i» Langenfelde begraben zu lassen. — Wer aber nicht zahlen kann, und wenn r» der Frömmsten einer wäre, der wird nicht zugelassen. — Wa» die Rabbtuer-Wahl betrifft, so heißt «», daß nur einer der Bewerber auf die enger« Wahl gekommen sdi, aber noch zwei darauf Erbracht wochen seien, welche sich nicht gemeld« haben. Dre Namen der drei Eaudidateu zu neunen, halte ich vorderhand nicht für augezeigt. Jka* G»erschs«ße», 14. Drcember. Der geschäst»führrnd« Au»schuß der „steien Bereinigung jüdischer Lehrer Oberschlesteu»* (Beruhard-Tarnowitz, Jaeobsohu-Gleiwitz, Rosen bäum I^Beuthen.) ladet durch Eirculir zur 4, .Vmsammluug, wilche am 26. Dezember vormittag» 11 Uhr i» Gletwttz (im »goldenen Adler*) stattftudet, ein. Du Tage»-0rdunng brtugt folg«»« iuteresiante Themata: 1. »Ziel und Weg de» Mscheu Religion»unterrichl»'; 2. »Die reli. giöse Erziehung unserer Töchter 1* (Bon dmnselbeu.); 8. Probe, lrkuon: ,EtnfUhr«ig i» da» Uebersetzeu e»e» Kapitel» au» de» Pentateuch* 4. Antrag de» Lehrer» B. Wolff-Aurich, betreffend: »Die Gründung «tue» deutsch-iüraelittscheu Lehrer- Hunde».* Ad 2 folgeude L Hefen: Mi «i oHrö* M*i< «msemr Lichter mag «n ihm« «adM»' der» ipdterr» Beruf >Ü sttesche -mwfmn and Xxätntm Itt g—iIHcnWk»« t» Inf* Multes. b) ittnrt jnt EmMchong Mtfrt stiele« find: a) Unterricht. b) kheil. nähme «m BoUeodienfi. v) Lmürr. o) Der UoterrW «nlnfi» di» mrpüadntb» n»d eemäthonle Bedaad» 'nn, der «*«•» »eschichte. der «landend «d Pfitcht-nt-d«. »er Zeremonialmsetze in thnr ethischen «edemung nn» techeäiM Krmnnit de» tzedMilchen. meiih« znr oerßündnißlnn hpn rheil^ahme ' «« »ottetttenfi nnerILVtch ifi äs »er Isflmlliche »Mte«»te»fi tt in »er «eite »'> ragtafn. bnf onch dt» »etdltch» Jngend lehhnsun nnd befriediäenden Unheil dnrna »eGmru hm. •) Wl Leklürr find solch« Schriften ,n empsehlen, welch« dir Sem herrlichnn, nn» Seredelmig de« jüdischen Familienleben» znr Ahorn, den 21. Decbr. (Or.-Lorr.) Da» die»«alige LhanuNabfeft brachte uuserei- Gemeinde zwet schöne Fest«. Der hiesige SomiUrm-odaooodim-veretn, dessen Sttftnng»- fest im vorigen Jahre «»gefallen war, feierte am 2. d. M. bei recht reger Betheiligung der Veretnsmitglieder den Tag seiner Begründung. Unter ernsten und heiteren Tafelred«» und Gesängen verlief da» Festmahl, de» daun später geselltge Unterhaltung folgte. Hierbtt hatteZdrr Borfitzende de» Verein», Herr W. Sultan, tu der ersten Tischrede den Jahre»« bericht über den günstigen Bestand de» verein» mitgetheilt. Die Einnahme de»selb«n beting au» den Beiträgen der Mtt» glieder, Gelübde- und Einteil t»geldern, wie auch durch Scheu-» knngeu und Zinsen de» Gnmdkapttal» 110,61 M. Dir Au»gabeu au Unterstützung«, Botenlohn und Berwaltnug«» kosten 985,78 Mk.; firner an die von allen Vereiuskaffen abgezweigtr Eentralkaffe, beten Zwrck darin desteht verschämte Arme zu unterstützin, entrichtete Summe voa 9 666 Mk. im Ganzen, 325,75 Mk. so daß ein Uebteschuß von 414,87 Mk. bleibt, welch>r de« Bereindvermögen zuge» schlagen wird. Dasselbe beträgt 10.200 M. Au» diesem Grundkapital wurden 14 D telehnr in Beträgen von 36 bi» 666 Mark gewährt, deren stiesammtbetrag 2668 Mk. ist. Die Mtgliederzahl hat im letzten Jahre sich um 37 vermehrt, dir nunmehr 162 beträgt. Möge der Verein fernerhin viel SawiUuo odaaoaä auäüdm und so seine edle Aufgabe erfüllen, möge er stet» wachsen und gedeihen. Den darauffolgenden lldend, am 3. d. M. hatte der hiesige itraelitksche Frauenverein in demselben Local» in der Aula de» Gemeindehaus«», eine Eyanukkeh-Feier für Schüler und Schülerinnen der Geweindeschulen veranstaltet. Nachdem die Ehauullah-Lichte angezündet waren, wnrde von einem Schülerchor da» »lücmn» 2ur* gesungen, worauf von einer Schülerin ein auf da» Fest bezügliche» Gebuht »Menomh* vorgetragen »ittlx. Diesem folgte die vortreffliche, zu Herzen gehende Ansprache de» Dirigenten, Nabbina» Dr. Oppenheim, au die versammelte Schuljugend und an di« sehr zahlreich anwesenden Gemeinde-Mitglieder. Dr» Kindern führte Herr Dr. L. vor, daß bei chuen die Zahl der strahlenden Lichter: »Dmkdarkrit, Vertrauen. Gchorsa«, Eifer, Pflichterfüllung ie.* stet» in ihren Herzen leuchte» und st« zu allsn Guten. 1st»l«, Schönen befichigeu möge. Au die Mütter aber richtete der Herr Borteagende da» Wort, daß sie bet der Erziehung ijrer Kinder auf die Au»bildung de» Charakter» — wie etnfi 1»ie Familie der Makkabäer — Werth legen und auddanerud und unermüdet da» Werk der Erziehung fottsetzen mögen. Dieser «st große» Beifall ausgenommenen Red« schloß sih mm noch ein von einem Knaben vorgeteagenr» Gedieht ,^»m Weihefest" an, worauf der Schülerchor da» Siegeölltt »moan» nur* mtt dcuische» Text saug. Jetzt begann die Berchrilnng der Geschenk«, welch« nicht nur den Unbemittelten größte Gaben an Klerduug»stücken brachte, sondern fast alle Kind« mtt Geschenke». Pfefferkuchen, Acsseln und Rüssen erfreute. Alle Anwesenden waren vom Verlauf der Feier befriedigt »ad <» wurde allseitig der Wunsch laut, daß sich diese» Fest l lich wiederhol«» möge. Leiptig. Die hier erscheinend« »Freie deutsche Schulzettnng* Nr. 51 vom 21. D««cher enthält folgend« Mit« cheilung: all^hr-

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