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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1888-01-01 · 19. Jahrgang Nᵒ 49. · p. Seite 382

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
19 (1888)
Issue
19. Jahrgang Nᵒ 49.
Date
1888-01-01
Page
Seite 382 (sequence 6)
Language
German
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brr dcaraäK dir «nthrürabE « flSttfr fd k» Sachsen begriffen ist. Sen, Name» HrttcfP «. sei noch hinznqeiägt, daß brr hochverehrte Herr Bankier Joseph vo»di. deffn« Famsttt schon im Vor Aahthuntzer-e bie Vorsteher «ttlttfertr, ei», stimm», miede, gemttlt »an AI» Dqmtttte »»tbca «rtfbrr» onottderorvählt dtt Hemer R. Mehrlüuder a*b (Eaoxarl Levy, ne» dir Ham» Kö». Solomon. Adoli-h Schleich tz. Z. Prüfe» da Kr «enitarlog« S. L.) »nd Jugeuttur Gutman n. E« scktot iadß mit de« Wahlakt di« Bewegung noch nicht znr Rüde zu kommen und besteht die Absicht ein« Gemrindeversommloa, bkhnf» Anträge auf Abändernng da Statuten, Wiedergabe da Gemeinde vom Vorstand «ntzogna Rechte, sowie im Einklnm, der ge»achsenea Gemeind« die Erhädung der Zahl der Deputaten. — München. 30. Rvv. (Or^Corr.) OTH '33* .Tfira BTM »6 Gestern ist hier die tele,, aphische Rachricht eiogetroffen, daß R. R. Radbinoviez. der vor einige« Wochen eine Reise »ach seiner Heimath Rußland tMfctrrtai hatte, uutrrwrg« in Sie« erkrankte und mich nur dreitägiqer Krankheit do» selbst mit Tode abgegangen ist. R. mar bei stiuer Abreise gesund «i« gewöhnlich, trotz seiner aufreibenden Arbeite». Um so erschütternder ist die Kunde von seine» frühzeitigen Heimgänge. Er stand erst im 54. Lebensjahre und hinterläßt dahier eine Krau und einen einzig» kränklichen Sohn. Nachdem er nahezu ein öierttljahrhnndcrr in München %tweilt hatte, hat er vor lkarze« da« Münchener Bürgerrecht ermorden — um tu seiner alten Heimath au» de» Leben zu scheideul Der 15 Band seine« onCTD ynpn (über PTSI) ist berett« i« Drucke vorgeschritten. Mir zittert k»e Feder, indem ich diese MtUheiluag niederschrribc. Sa« die jüdisch« Stffeaichast durch de» Tod de« seltenen' Manne« verloren hat, bleibt einer späteren Würdigung Vorbehalten. Hier gilt t» »ollen Sinne das Wort: pronTO **71 r*D*1 Sy San (Ausführlicher Nekrolog folgt in nächster Nr.) J. P. Oosterrrich-MtEnr«. Mte», 27. November. Baron Hirsch hat dem Ministerpräsidenten Graf Taaffe schon vor eiut^r Zeit mit gelheilt. daß er au« Anlaß de« Regierung« - Jndilinnis Sr. Majestät de« Kaiser» eine Summe von zwölf Millionen Kram« znr Gründung einer Stifttmg zu widmen berett sei, die znr Erhdhung d-r Kultur unter den orthodoxen Inden in Galizien and ber Bukowina bestimmt sein soll. Au« den Zinsen dieser Stiftnug sollen Ackerdan- und Gewerbeschule« in Galizien «ad in der Bukowina errichtet und dvtirt werden. Baron Hirsch hat, nach ter »Pr.-, den Betrag berett« beim Minister «rlqt. Nähere Bestimmungen in nächster Nr. Rd. Eine Stiftung von 100,000 Fl., welche Baron Albert Rothschild auökdüoß de« RegiermrgSjnbilänm« di« Kaiser» t« Gunsten der llunstgewerbeschnle de« Oesterreichtscheu Museum« errichtet ^at. ist heute form ll in« Leben getreten »nd der Stistlbrtrs icr Regierung znr Genehmigung unter» breitet worden. Al« L-.'ou Rothschild den Entschluß faßte, diese Sttftnng znr Förde"»»« der Schule de« Mnseum« zu gründen, trat er zur Vereinbarung der eiuzelaeo Bestimmungen für di« Verleihung der Stifttmg mit de« Prtfidenteu de« Enratorimn» de« Museums. Grafe? Edmnud Aichy, in verbindnag. Demgemäß wnrt« nach der .N> Fr. Pr.- die Stiftung in der Absicht errichte talentvolle» jungen Männern, welch« die Kuustgew er beschule de« »fterreichtschea Mnseum» »erlaffen, hier in Oesterreich Gr egraheit zu geben, sich dnrch hervorragende Arbeite» de« großen Pnblittrm bekannt zu mache», damtt sie nicht geubthigt seien, an« Mangel au genügender Beschäftigung in» Ausland z» gehen, wodnrch bisher «1» großer Theil der in der Schule de« Museum« an», gebildeteu Kräfte der Hetmatk. entzogen »ard«. Dir Verwaltung der Sttftnng »ui de dem Grafe» Eomund Zichy al« Präfidmten de» Enratoriumk de« Mnsenm» im Vereine mit de» Direktor de» Mnseum». Hofrach ». Falbe, «nd dem '4n<P W Ktchchemerdeschnl«, Mrdflt? trogen. Dttse sind derrchtcht. am« de» «hekbchen auf 5000 Fl. sich belanftmbe» Zint ertrage der Stift«, bei talentvoste« Schülern, welche dte Mnsäuw»schm> e erstifft». Bestrllnngeu von Gegenständen de« Kunst,«werde» z» mache», und imx soll für je rttw Bestellt», bie geringste Stimm« 100 Fst, bi« höchst« 2500 Fl. betrage». Di« dmch d«se vesiellnng«, erworbenen Segen stSvbe werben in eire» besonderen Raume de» Mnseum« ch« Var»» Albe« Rechschild-Stifttmg «rfbewahrt und »ögeftellt »erd«. Anßerde» wird die Ber. wattung der Sttftnng auch * derechttgi: fein, au« derfelb» Stipendien an talenivole Schüler, bie sich »och an der Mnkemnsschnle befinden, «der Retfesttpecktt» zn erlheilen. Mwnwae. Ein .Knltmkompfim Kleinen in« Jüdische übersetzt ist hier »or . Kurze» nvter Führung unsere« Ratz» biner« Eleasar 8ö» gegen den Oder-Schalinspector siegreich darchgekümpft worden. Dem Lheder- Wesen »der vielmehr Umoes en hat da» neueste Schnchesetz ei» Ende gemacht. Nach diese« Gesetz darf kein Lehrer ohne den Nachmet» seiner Fachbildung ttgend einen Urterricht ertheile» »nb der Nett» O gionS-Unterricht »ich« den Elementar-UMerrich« verkürzen. Zu diesem Zweck muß jeder Stundeu-Pia» vom staatliche» Schnlinfpecwr geachmigt fein. Kn» hatte unjee Herr Rabbiner für einen Stnndeapla i mtt 8 Stunden »«cheotttch für Religtm» und Hebräisch außer de« Elemeutar-Unterricht . bi« Genehmigung verlang», der Schnltajpector ab r »erweigerte di« Genehmigung mtt der Motiviraag: 8 Stunden Unterricht außer der iklemeuta -Schulzeit fei der Gesnndhett de« Kinde« schädlich. Der Unterricht außer der Schule dürfe wöchenttich S Stunden nicht überschreiten. — Unser Rabbiner bernnigte sich aber dabei nicht; er »erbaud sich »tt den Rabbinern und Srmttuden der Nachbarschaft zu einer Petition an de» Lultn«minister: »Jede Eonfesfioa möge da« Recht habe», über di« Zeit antzer ber Schul« nach Beliebe» zu verfüa».- Die>e Petttion ist vuu im Sinn« der Pttitt». nireuvea «ilrdtgt worben, mtt der Enlscheidung, baß der Schultnspottor sich nur darum z« kümmern habe, daß dir gesetzliche Schulzeit für bie Elnarnrar-Fächer ttngehalte« werd, keiueSwrg« ober berechtigt fei. über dtt Kuider außer der gesetzliche« Schnlzeit zu verfüge». «Lemüerß. Die Parlament« - Rede de« Adgeorduetra Czepanowöky über di« Nothlage in Galizien hat einen unbeschreiblichen Eindruck ««macht. Ost hat «in Bild de« Elend« entrollt, da» «au für unglaublich gehalten hätte, wenn »ich» di« Beweisführung de« Reoner« eine unwiderlegliche gewesen märe, d» alle seine Behauptungen aktenmüßtg nachgewieseu find. EzepaoowSkh hat nun seine AuSfuhrnngeu in einer Brochüre: »Dt« Nothlage t» Galizien', der Oeffestlichkru übergeben. Natürlich wird barm auch den Inden gesprochen. Aber »re ganz ander« nrthetlt er, ber gewiffenhaftr Patriot und Nattouat-Orconom, über die »Jnbenfrage-i Er sagt: »Nicht um trag« btt Inden kein« Schuld «, dieser Nothlage, sondern ihnen allein ist «« zu danken daß noch veffenrng zu erhoffen ist, und aar mit ihrer HUf« ist eine veffenrng ber Lage möglich." — Ker«isch1» »«st «e«este A«ch richte». Perün, 29. Rov. (Or>Torr.) Ei» mue» hochorthodoxe» Gemrind'cheu, dem dtt Hilde«heiarr'sche »Tdaß JÜroelvvcht genügt, ist hier in der Bttdmlg begriffe», da» zu “ seinem Obechauptt de» wegen seiner deutsche» Abstammnng aa» Bolen au«ge»ttse«a Plotzker 9k», der fett gnamtt Zett tu Berlin weilt, dernfen hat. Di e sehr kleine Sy»o goge„ ist, »tt ich ihnen gleichfalls berichtete, vor mchrere» Wochen^ . eröffnet worden. Denn dtttt Synagoge Irefuchmdea arme» pol- » uische» Element ist dnrch Mitgliedschaft mttgrr reiche» Eewte dtt finanzielle MSglichkrtt gegeben, de« eine gewalttge talnrn« dtsche Gelrhrsamkrtt entwickindea Hriru Auerbach« der beiläufig der berühmten Rabbtnersmvsttt diese« Rmnen»

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