Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 19 (1888)
- Issue
- 19. Jahrgang Nᵒ 49.
- Date
- 1888-01-01
- Page
- Seite 381 (sequence 5)
- Language
- German
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V r -MVa, ___ nriflU* wöge tß« Hakrat m» gelten Wer» faanaloagen «Dim karfifcr drschUrß«, kt* ft eis posilmw Ziel er* nicht Herr Haber «facht, Zoa Segeasia,»« te Taylcrtnma »Sckr « tsrtaa tnsk Herr 3af#Mtf* «I kt 8er» faamtaaa aatebeatilw, oft ei« fttten M eichtige Mittel fei, fordert $err vlaweathal. «ttglted der BnTßsaaagscoiawissiOa. «e Bersammlutt« auf, tzn« aefamütte» ktoflich «üf k» Seweink» vorpaa» ei»«irlei! z,i lassen. fee ja ntt kroritrtaqfaag kr Vak feiner Schale sich mt: der ttoMgaag bereit» ibeatificirt habe. Sollte der Borpaab de» »Wetriae» Wünschen nicht nacht» mwev. jo gelle es, bei de» Mehle» l» läch^a tzwNdft die richtige, Männer in kie Kör» perschaste» der «eannade ,a eatstaka. H«r Adler bemerkt. daß vyaagogea aar «n Kriertagea fetten: am Sabbattz habe er fast alle dies. GotwshSaser besucht and sie darchweg» halb leer gefunken. (Lebbaßer fMkrtonuli.) Herr Wilhelm Soldschmidt befürwortet die Ginsedaag Keine« Lomaüssionea, Herr W »atzmer wünscht die «miqenhett eines Delegtrtea des vorftaades, damit amn nicht aanöthig »derDinge debattiie, über welch« der Borstaad besieaSnsschlaß geben könne; BezirksvorstDritseer begreift nicht, mra» der Borstaad sich «eigera so De, für sei« Mtl g lieber Ji ottesht »fer ja baaen Leider fehle aar bas Selb dma; man würde dieses gewiaaea, wen, auia die Haakrtea m Wohlhabende» «ichtbesteamlea »ar Semeindesieaer -eraazSge; Dr. Jasirowltz »itrschl vor Allem ein friedliche» Zafamme»gehen mit dem Borftaade, bedarert tadeß, daß da» ftettifttfche Material, daß Zahlen fehlen, erst nach d>« erforderlichen Borarbeiten könne am» z» Be- Wstsfea schreiten Herr Schever bemerk, daß 9000 Kinder keinen Aeliatoasaaterrütt genössen and bittet, nachdem der 6gaagegenanfag 90 Jahre lang q> diu der worden, die Krage nicht im Salopd lösen »a wollen. Herr Kl teil glaubt constatiren za müssen, daß auch «n Star« bä kn Liahlen nichts nützen würde, Borstaad aad Steprlfeatanten seien wie ait einem eiser«n Ringe umaebea. Seaeraltoasal Schlesinger bittet, eine Vorlage aaszaarbeiten. vr.Lr.Slosenkranz verlangt, daß der Isorstaad die Berlammla« höre, erst sollen die Kinder als eine ucai: Heaerntiea für de entvölkerten Synagogen großgezogen werden, ldr. Löwenstein beantragt die Ausarbeitung einer Gchwilftsordnung and eine eingehende Monvirang der Vorlage, aad De. »eatschliilder ersucht die BersaaneUaag. die Errichtu« von Synagoge» und Isel gtoasschnlen getrennt za behandeln. Za« Schluß, an ll Uhr, wirk der Antrag Scheyer aagenomaeea. Auf Dikustais» dm 4 Dezember, Abend, ist die Komwtsfiov zu eine, pwiteu Sitzung ein geladen, in welcher die Wahl des geschLftsfüsirendm Ausschusses vorgeuomm« werden soll. Stettin, 30. Rode «der. (Or.. L) Der Bvrstaud uns. Geweiud«! Ihat den daukeuswetth» Beschluß gefaßt, «tuen Schülergsvivdieust einznrichtrn. Mit Sonnabend, den L. Dezencher, »iwml derstlbe seinen Anfang und findet dann allsounabeudiiltl ßiachmittags von 3'/.—4 llhr statt. Nun liegt aber auch de» Eltern ans. Augen» die Pflicht »d, ihre Kruder zum Besuth dieses Gottesdienstes zu veruulaffm; derselbe ist so sielttzt, daß freie Zeit dazu genügend vorhanden ist. — Zn Lhanuka finden Hierselbst versttziedene Fettrlv-keitm »st Bertheilmgea von Geschenk« ftolt. Da ist es zuerst uns« vatserch««», welche», lote alljähetich, in keinen eigenen BUbtnun die Frier veranstaltet. Dan» ist es der .Luub». verein" und der „Verein Tugendreitü", die grüß« ifthime •enononen Hab», uw diese Festlichkeiten i« großen Kreise »u begehen. Ado: auch t« Stillen ist gewillt worden; edle Damen der hiesig» Gemeinde habe» en»n Aufruf zu Beitrügen erlassen, u« «wo» Gemeinde-Mitglied«« zu Lhaouka eine Freude zu b« reiten. Jfifh. Ra« dem m einiger Zeit versffentUchtm Bericht de« „Voiftiackes der tsr. Krankenpflege- und Berrbimugsgeftllschaft" über die Estmahmen und Ausgaben t« Iah« 1887 erlnchwen mir, baß dieser überaus ftgeGreich wirkende Verein eine Einnahme van 23 800 Mart hatte, darunter: Müglleberbeitiäge 4477 M.. ans den Vcmmeldüchseu 1397 M„ Spa»» 665 M., Legate 6600 Zinsen 3830 9RV Znschrß von den Semetuden 900 M., Rückerstattung für «auk»pflege 2738 M. Dagegen rwoden ansgegeben: fü: Kranker pflege 12 228 M., an Gelzültea» 8002 M.. für »nchenkleiber 400 für Särge 610 M. für Abhaltung non Jahrzeite, 418 M. Das G«l««nl» venuSgen der OsefAlfchiK belüust sich auf 81,871 Dl. F» eine» befand« qi Anschreidrn HÄt sich der Barstanb der Sesellschast (Tr. A. Nehmer, Dr. med. Frieblaender, Ado» K,ut»i:o»icz) >« Interesse der armen Krank« »erppchttt, bar»ef' tztlysweif«, baß die Siuuahmin bei!|l . «i* Weitem nicht «wk iches, m» d« an b« Berein herautretenden Ansprüchen goLgen zu Sun». Daß letztere fchvn seit mehreren Jahr« schr gestieg» find, ist zu« grsßlen Thell die Falze nngünsti,» «rwerbsvcrhiUtniffe. thetlweise auch de» fast stetig« Zuzantzes armer und kranker Familien, znweist ans der Provinz. HervarhebepsSerch ist falzender Schluß- Passus in jene» Ltrcnlär: ,Wtr müssen aber hier auf eine bettübend« Thalsailje aufmerksam «ach«: ein nicht unbedenteaber Lhäl d«r Serneindemttzüeder hält sich leider van unser« human« Bestrebung» fern und unterläßt es, uns Jahresbeiträge «ü Spenden znzuwenbeu. »eil bei knselbm die irrthümliche Meinung verbreitet ist, baß wir die Wohlthattn unseres Vereins Bedürftigen und Leidend« mit Rücksicht «ls ein« g«iffm P a r t e i standpunkt angedeih« lass«, eine Anschauung, weiche durchaus unzntreffend ist; die Lilfsbedürfttgstit allein ist der Maaßstab für Misere rheiinahme und deshalb richten wir au alle Mitglieder unserer Gemeind« di« driugcadc Bitte: Hels» Sie. uns durch regelmäßige i)ahrrsbetträge und durch Zuweuduug von Speub«, wie uns Palche ausweislich des Jahresberichte« von eblm Menschen verschiedener Parteirichttmg aus Aulaß von freudig» ater ttüd« Familieu-Ereiguisseo zu Theil geworden, die heilige Pflicht der Krankenpflege iu htureichende» Maaß« erfük« zu kduucu." Es will uns scheinen, als ob es dieser Lkechtserttzuug des Vorstandes nicht bedurft hätte, wir find all: überzeugt» daß die Zuweuduug »an Unterstützung« an « me Kranke tu größter Unparteilichkeit vor sich geht, es rechtfwttzt sich darum der Appell an di« Herz» aller Semetudenitglieder, dem Vereine Beiträge mid Speud« znzuwenten. Leipzig, 2. ivecemb^r. (vr^Lorr.) wir da« hiesige Tageblatt van geflern kurz meldet, hat die zweitt Sttchkammer des hiesig« kkuigl. Landgerichts den Herausgeber der „Lmisonittschru Lorrespoubo»", der schon vorbestraft» Her« Heinrich Fritsch hier weg« Vergeh»« gegen tz 106 des K.-St.-S.-B. (Beschimpfung der Neligion) zu einer Svche Sefängniß »ernrtheilt. Mitte vvrigen Jahre« halte, dieser autisemitische Heros sein« .Aw- Usemitlscheu Katechismus" herausgegeb», in welche« einig« Stellen als Beschiffung der jüdischen Neligion aufgefaht und zum Gezruftaud der Anklage gemacht wurden. Wie bei« letzt« Mal« (»eg« grob« Unfugs), s, hatte auch diesmal Herr Neä»ts«uwalt Dr. Werthauer, Sah» unseres SemkiußeVorstehers Her« Banquttr Iler. Werthauer gegen F. die Klage geführt und ist e« also »«derum de« energisch» Betreib«, sowie der ruverdroffeueu, ausdaur«. dm Thätt krit diejes schneidizru Jurist« gelungen, die Bestrafung diese« hm^gcfvtteu» Judenfeinde« zu eratrkeu. Der aufrichtige Dank sller nuferer Neligiaasgeuvss» ist diese» unserm beredt« ßlmvalt gewiß. Ztteotz«, 29. Stov. (Or. Cor.) Am 28. fand« mttrr ziemlicher BethevieMig (von 463 Wahlberechtigt« sünunt» 249 ab) die ErgLizuugswahl« zum Gemeiaderathskollegium statt. Im Segens ich zu der früher ba dies» Wahl» herrschend» Juttreffelostgkett ist feit einigen Jahr« hervorgeruf« durch wachsend« A ntheilnahme am Gemeinwes» nud defs» Bmoaltung, ei« Bewegung iu Fluß gekomm», welche allzu weitgrhmd«, sw überMrzendeu. nud mit de» Wes« des Judätthmus nicht verträglich« Reform« Einhalt zu gebiet« auftrebt. Düse Bavemum doonneutirle sich durch Lussprachm tu gut« besucht« Wichwersammlungm, wie denn auch durch die Partristellung der Gewählt«. Da, wie in der „Wochenfchrtst" schon Eaoüdmug fand, durch 1 Mandatsntederlegung und ein» Todesfall dieses Jahr (außer eine» Vorsteher) 8 Dqutttrtt zu wähl« warm, s» war da» Gebiet der Agitation ein erweitertes, jsu lengum ist nicht, daß auch hrer ein gewisser, wem» amh erfreulicherweise sehr »akoller konservativer Hauch in unsrer Gemeind« »cht.—ns erfreulichsten ist freilich für Jeden, der noch ein Herz für sei« Jud«. ihm» nud defs« altgcheülgtt JustituLonm hat, dass da» Juttesse überhaupt dctz Gesthl der ZusammeugehSrigkeit und