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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1888-01-01 · 19. Jahrgang Nᵒ 49. · p. Seite 380

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
19 (1888)
Issue
19. Jahrgang Nᵒ 49.
Date
1888-01-01
Page
Seite 380 (sequence 4)
Language
German
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Gerichte ,«d €*rrtfy*M*enftw. Damtschleurd. Merü«, 27. November. (Or.-Lorr.) Ich komme da» Luge»blick «och taf Wt „Syaoaogeufvqe* zurüL Ich habe bereit« <ul«ei»ach« »«setzt, daß ich ei« solche uur Gelte» lasse für die hoh» Festem soast existkt keia«. Daß auch frrreu religiös» «erd-tiguagm eia Spiel«»» gegöaat wird, bin ich weit «tferat eia« Fehler za «am». Weit «her ist e« eia Borzag «ad eia erheb«der Aablick, weaa sich opferbereite Mäawer aa» eigme» Antriebe zur Stillung eine« religiös» vebürfaiffe« zusaauaeathat» »ad Sei« Belhäuser eiarichtet», zumal die Gemeinde mir bloßer Zaschauer blieb, sonder» stet« solch» gemeinnützig» llitteraehmaug» «ater di« Arm« griff. Dir io der Peripherie gelegen» Gottes« Häuser erfreu» sich ja alle einer größer» oder kleiner» llnlerstütznug seit»« der Gemeinde. Freilich, der Süd«« wag wohl rin» klein» Nothstaad haben aad zur SeeleuftKr aa d» gewöhalah» Fest» werb« nur Mitglieder ia die nar 300 Frauenand MKmersitz« zusamw« zählende Prinz«- sttaßensynagog« zu gelafsm. Da« ist wahr, «ad darum gührt es dort eia werrg und! diese Ursache hat r« mit verschuldet, daß eine Bewegung i» jene« Stadttheile — »eb»b«i gesagt, der, ia de» der Herr Weinberg wohat — wach gerufen wurde, di« ia allerersterÄute die Gründung er» gut orga» aisirte» Xeligioasschutt anstrebt, die i» der Thal auch sehr noch that. Wie mir voa eine» in der Bewegung stehmdm Her» mitgetheilt wache, wich ei« Pebtioa ia Umlauf gesetzt, die die Veauinde-Berwaltaag um Subveutioa anarht. Ob diese sich so oh« Wertere« dazu bereit find« last» »Kd, ist mch mcht aatgemncht. E« fragt fich^ ob der Borstaad geaeigt ist. aach ei« Shaagoge zu sabventioair» m einer Geg»d, die sich bereit» eiaer solch» erfreut, «ad au der» Grenz» wiederum zwei i» Angriff genommen stad. Abgeseh» von der sehr vergrößert» Synagoge BnA Brith, aa der jetzt Herr Rabb. Dr. Lrouer wirkt, har di« fett langer Zeit aar .in Scheinleb« führ»de SohooharA Hattob sich wieder za eiaer Amßeraag ihre« Dasein« aufgerafft, indem Ke ia der Holzmarktftraße eia Terrain za ei«« Sottet hause für 1000 Person» erwach, während in der lsiudmstraße tue große Gemeindeshaagoge schon gebaut wkd. Man »ich also bald kan» voa einem Nothstaad red« können, der sich auf dir hohm Feste beschränken »Kd. Um so schlimmer sttht«» «stderReligiousschule. Hier fehlt e« aa eiuer da« grsammte Neligioaäschalwes» am. fofsend» Organisation, aa unter einheitlicher Leitung stehend» and i» alle Theile der Stadt versir«tm Schal». E« stad der» za w»ige aad selbst diese »»igm stad mit Ant uchw« voa zwei» nicht zahlreich besucht. Da bietet doch die Hauptstadt der österreich-ungarisch» Monarchie eia andere« Bild, d« in b» Blüttaa kürzlich veröffentlich» Berichte zeig», daß sämmtlahe kchu1b«such»dea Litder Rtstgio»«- nnterricht g««eß» Da« gilt hier voa kau» 20 Prozent, von 11,500 schulbesuchead» Linde» bleiben etwa 9000 ohne eia» solch», w»a «aa nicht bloß» Bibelwatrrricht darunter »ersteht, wttzrmd nur der kleiae Nest Netigioa«. schul« besucht. Da« ist nicht im Geringsten übertrieb«, anßer d» betdm von über 300 besuchten, hat kei« dieser Schul» über 100 Schüler aafzmoeism. Jammervoller k»lul» diese Zustände schwerlich sein. Während die große Berstarr Gemeinde erst kürzlich ihr« 2. Religio »«schule eröffnet har, besitzt dk kam« eia 20. so große Reformgemetude schm» längst der« zwei. Der Zag der Bewegung, wpm »o, eiuer solch» gesprochen wkd, gcht auf die Vermehrung der Rest, gionrschülca, und, soll «aa ihn» Berka«» «atgeg» bring», muss» diese von der Gemeindm'rw't'ung «rruhtet «ad geleitet werde», ü« ist aber auch »mH die Frage, ob de» llebelsiaude so leicht abgeholsm »erd» »ad, selbst »»» Netrgiousschul» jetzt ersteh». <H mag auch sei», daß ba« BrdSrsuiß »ach eiuer Reche oo» solch» Schmtt» im Augesblick lebt {• b«»w»heg ist, west wo» sie » bürge «tbehW hat mW » dk tz!atb«h»»tz. ^»»tutt ist. I» okku Stadtgegeub» ist da« Iutereffe dafür, tufolge de« so (•■,«*■£• -? leud» Mmchel« »«Lg «rporb» uu» wo» wkd durch»« -; nicht wart« bikfm, bi« sich ei» solche« «hu« alle» Hi»»»»: “4 thmr der «tt bksi» Aufgabe betrank» vehärde wieder mm L ftdtt. Da« Abwert» tu Diug», bk siet« größkr Aurea«», -j bedürfe», hat sich bi« sitzt a» ei» schwer» Mißgriff erwrrs». uad wkd sich bei gttiche» Verhalt» als et» »te wie»« gut z» «acheuber Fehler am eigüwa Gemeiubekörper räche»^ Da« wöge mau tedeuk», eh« e« zu spät wird. Hier heiß« die Parole: Da« Feld der gauze» jüdfsch» Jag»» «ftr j d» ReligiousuaKrricht wieder erober». Ist da« verlaug« dauach durch zu geringe Schünrug de» religiös« Bewußtsei»« abhaud« ge!»mm«, so ist »atürtich ekre um so kräftigere Belebuug deffetb» augegeigt. Und ist auch ba« Aafgab« der Gemetube, so ist es dach leicht ersichtlich, baß Strvwuuge», »K sie jetzt >»« der Tiefe de« Bolttledeug in bk Erscheinung Val», uur gerigoet stad, da« religiöse Be- »oßtsetu auzufach« «rd i» schuellere» Fluß zu bringe». Au» diese« Gruuk kau» es v» srgmsreich» Folg« begleitet sei», weu» »a» am .grüu»" Tisch«, »er am würigsi» sei» fiuuige» Farbmstzwbol verbleut, sich m« frisch» Hauch de« BolkSgetfte« willig auveh» licht, statt ihmzu wchreu. Hoffeutlich wirb icke, größere Fühl»», zwtsch» b» beib« Kacke», ,wisch» Gemeiade uub der ihr bestellt» vorseh»», auch tu diese» Simm wirk» uub zu« würdlp» ««bau de« Rellgiowtjchulwesers der Reichshauptftabt beittag». Daß Ideal wirdollerdiug« erst erreicht sei» »it de« oblipttorisch» Religioasmtterrichi. Hat e« mit ihm «ch »och guk Weg«, unter d» jetzigen polittsch» Zustöad», so läßt sich ihm doch «tu gut Stück »äher rück», wem, w« uur ernstlich» will, umueMltch da der Gelbpuukt uuter all» Gemeinde. Fustivüioum uur s«Km eine verhältuißmäßi, so riutergeorb» uek »alle spielt «k hier. Währeud smist Zuschüsse oo» Huaderttausrudea. «g der Gemeiadekaffe zur Erhalt»», »o» «urtchtuug» nochweudtg fiud, »um» sie hier gaoz verwtrb» werde», »der es geuügt hier ei» Zuschuß oo» eiüig» hmwert Mark, so baß um, mit der Eröffnung von 5 »der 0 Schul» weutg riskirk. I«, bk Priootgemeiub» köuu» au« d« Schul- ' gelb«» eine erklecklich« Summe für ihre aube» ttzebürsutffe abhebm, wo« der groß» Berliner Verwaltung alladiagg nicht gut »ustehm würde. DK Schutt barf krioe melkende Luh für Gemeiubeeimmhm» sei» und e« ist ei» weü günstigere« Zeich« vom Staub« einer Schutt, daß sie Z »- schüsse erfordert, al« daß sie Ueberschüsse gewährt. Diese« Streb» der Privatoerri«, solch, zu ermögvche», hat ba» Aasehm derselb» sehr geschädigt, da e« nur aas llost» der eiaem gal» Unterricht eutsprrchead» BorbediagLNg» gescheh» kann. I» demselbm Maaße aber ist dag Presttg« - der Gemeiade gestkg» mW mau verzichtet auf de» Besuch der Retigionaschule sehr »ft, wem, sie «icht »ater gemeiade« behdrdlichrr verwalt«- lieht; ba« kraa am» oft h«r». Möge am» auf öffentliche Stimm» acht» uub de» billig» Wünsch» »ach gm orgaaiftrt» Räigiougschutt» mtgegeukomm». 1. 6i. Merkt». Heber die erste versamwluug de» ,7Ser LomttA'g" ia der Aula der Gemetnbrbulbeuschutt »Kd folgeader Bericht oerßffeatltcht: Etwa 70 Hersoae» hatten der rtnladu», Folge geleistet. Da« Bneea» coastttnttte sich, uad Herr Weinberg übernahm den Vorsitz. Znnöchsi brachte Herr Schätzer dm «rnevalaatrag, ein« Saper» commissi» ,» «thlea, wetz« da»" grsammte Matern» durchbeatthe» «d ihre «orschlm, de« Plmn» ,« «eschlnkasinag nnierbreit» soAe. In der Diacmsio» tritt z»»dchst »er StadtvarowneteHr. Smitäwrath Dr. Reumann für diesen »«trag da. Herr »roasoh, beantrag», m einer -ditim da» PolizdpMsidiam «r ersnchen, all« Pagen dm -V •otttttttaftc, »elche vom »emdnbeoorstand nicht eiam Bestihlg»»std> ,, nach««» erhielten, »i« t» Wien ut verbieten: kt »Utra, wirb an« X stdmipimk»>ib«»lt«mu»'abgelchnt. Hr.RebaetmrWiener bevchstM dm Mangel an rdtziSsn» «rmdnsinu n) bestömwkt dac fT&kä-Cfl llatrrstütm, kr Uri»atg-«n»hL»s«r Sertm» kr Semdnk. Dtt rmLW i ' i i, 4 j

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