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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1888-01-01 · 19. Jahrgang Nᵒ 48. · p. Seite 373

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
19 (1888)
Issue
19. Jahrgang Nᵒ 48.
Date
1888-01-01
Page
Seite 373 (sequence 5)
Language
German
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AnstrengungeR z» twchev, um d«» kctcatra Uebelstaude r' »bg»HAw». Wir itmtai daher »utKrfWifkS, daß Sie mit f^aa» brr U bmzeugai'q uab beft feste» Wille»» stab: 6tx i Mich Mhftlft geschof^ »erben I Wohl sind wir na» «ermaßt, baß bk Wittes, welche hier« stk aufz»bri»,e» siu», sehr betvuteud« sei» müffen. Aber -in festem Bettraura ans die Dbfmofflijtdt nnb die Einsicht minet Glauben «gen offen im Tratschen Reiche find wir der Hosfuoup, daß e» gilinaen wird, da» Art ut erreichen. Der AusschußdedD. I A. B. hat v schlosse», zu dem genannten Zwecke znnilchst a» d'm bevorstehenden Thonnkahfest eine ollgemrive 'llammlnng bei de» Deutschen Glauben«, araoffe, zu vemnsttlten. Wir bitten Sie dringend, sich sowohl stlbst durch ein» Spent« zu becheiligen, als auch Ludere zu einer Gal»« zu veranlrssm. Jede, auch die kleinste Gab« wird wMkomnen sein!" chroßßerzogtß. fitfftm, 23. Rov. Ja einer frühere» Rümmer wird an» O^Rawstadt eine» rel'gionsschäuderische« Borgouas in der kinagoge E.wähaung gethan und berichtet, daß derselbe »ach bekaunb m Muster vor Gericht nicht so b«. krachtet morde» ist, wk « e» verdient hätte, und zwar au» falschem M tleid, um die Strafe de» Miffethätrs zu mildern und zu mindern. Qüri tit't l „au« Rhein Hessen* in Re. 46 tadelt bk Rabbiner, welch« nicht häufig genug die Gemeinden und Shuogogr» besuche», um solche Vorgänge zu Herhüien und uiiwvalich zu machen. Tk Provinz Starkeaburg, zu der jener Ort gchvit, dal viele Aemetndrn und nur e l u e a Rabbiner, welcher btt Berechtigung zum v such der Gemein. H«a hat. Kaum w Irden daher dir Sabbate zweirr Jahr« graft»«», um M se auch nur Imal zu besuchen. Sehnlich ist e» in Oberhefleu; Rhtinkffe« hat zwar mehr Rabbiner und Meuiger Gmeindeu; oder hier habe» die Rabbiner nicht durchgängig da» Recht, ohne Berufung die Gemeinden zu besuchen, und die Beeusung unterbleibt meisten» au« Sparsam« kettsrückfichten. Trauung«, und Grabreden bringen die Rabbiner mit Gemünd«, Unterricht und Gottesdienst nicht tu Berührung und kommen auch dadurch feiten vor. daß Lehrer de» Rabdinera die Gelegeuhest dazu nehmen »der doch mindern. Außerdem beweisen dc« vchulprüsunge» die Gleichgftlttgkdt der Borstär den »md der G.mttndeglirder. De»» diese ftud selten zu Lause, meisten» au»wLrt» in Geschäfte», oder wen» auch zu Hause, so betheiligen sie sich nicht an der Religiousprüfuug ihrer lkluder. Die Rabbiner wäre« schon bereit, Abhülfe zu sihafferi; e» liegt aber »icht au ihara, wen» diese auf sich warten läßi^ Zu» Mäher», Uelter die am 9. November in Müuchm verstorbene Baroni» Laroltue von Hirsch (»ergl. „München" in Nr. 47 der Wochenschrift) bringt „Jewish Standart noch fofftrad« Einzelheiten: Im Jahre 1898 zu «Frankfurt a. M. aeiorer, erreicht« sie miihin da» hohe Alter von 89 Jahren. Ih r Later war der berühmte reiche «Bankier Wolf Werthei«er, welcher, wie alle reiche» Jude» der . alte« Zeit, ia der Jude» gaffe wohnte. Im Jahre 182d hei- *x«tQctc ste de» Baron Joseph vo» Hirsch au» München . »ab wurde Mutter vo» 9 «über»,, vou deneu 6 noch am Leben find. Ihr erstgeborener Sohn ist der weltberühmte Philauthrop Baron Moritz von Hirsch in Pari», einer . Her erste» Millionair« der Gegenwart, welcher, wie bekannt, die Tochter de» BaaLer Bischof »he im zur Gattin hat. . Ur zweiter Sohn, Baron Emil vo» Hirsch ist mtt der Tochter'de» «ohllekauoten Bankier» Ladeuvurg in Mannheim verheiratet, :nb der dritte Sohn, «Baron Jakob von Hirsch hat die ^Lochter de» verstorbenen russische» GisenbakÜuig voliakoff zur Gattiu. Zchre Tochter. rouiu Am all», g^eutoürtig in Pari» wohnrad, ist «tt Herrn Bamberger ivou der berühmte» Fanülie Bambroger in Mainz) verheirechet, vo» welcher Familie eia Mit- .Mb Sitz im dratsehe» llietthRoge bat. Dk andere Tochter, Baroni» Louise von Hirsch ist die Gatti» de» vwwu Zy » as vo» Hir s ch (lvehn de» verstorbenen Baron I o »l von Hirsch au» lAkzburg) und wohnt i» München. Dk verstorbe»« Baronin Earoliue war i» ihr«« religiüse« An» schauuege» streu» covrrvativ „und während in ihre« früheren Jahre» ihr Gat» dk hohe Ehre hatte, dk Staatsminifier au sri»"r Tairl bewirtheu iß dürfe», gab sie nie zu. da» andere al» rstuell zubereitek Speisen servwt wurde»; uad swaudelk sie während ihrer ganze» Lebe»«dauer in de» Ftßtapse» ihre» ftommen «vakrs. Sk war eine grrantiin von Reisen. Im Jahre 1872 »urde ste vom Papste Piu» H i» Privat Audienz empfangen. Ans alle« ihre» ilkise» brsacht« ste nur dk stteng rituellen Gasthüse und ftktt« die Sabbat> und Festtage mtt de.r grüßte» Gewiffentastigkett. Dieser religiüse Sinn teta»1 aßk st« auch sehr oft, auf manch; Annehmlichkett de» Lebeu» verzichte» zu miiffen; sir that diese» aber stet« gern und ohne Bedauern. Diese Früumigkctt und dieser Pflichteifer waren aber kttnaiwegs dir Felge einer abergläubischen lluwiffeuheit. Dk Baronin war dar Frau von hoher Gttst'Sbilduug und in den modernen Sprochra und der Lttt.ratur sehr bewindert Ja ihrem Umgänge war ste freundlich und anspruchslos «'ne ^TI MM im walitra Sinne de» Work»! nason Ct|kmM)>n«|«t». 38k». Dem Rechenschaftsbericht, welche« der Vorsteher Herr Archttect M. Fleischer über da» «Berwaltuug», jahr 1887 i» der Wählerversamwluna am 18. d. M. gehatteueutueh ue» wir einige auch andere Gemeind«» iuteresstrrad«. Eiuriäitunge» und vottommuiffe. llkzüglich der Bet Häuser interesfirt hauptsächlich dkse Angelegrahett ick der Ißewegaug «ährend der hohe» Feiertage. Hier kommt za bemerke», daß zu de» 18 ständige» Bet Häusern noch 37 k»p»räre Betlokalitäte» tu Brrwraduug kommen. «Diese 88 Lokalttäteu ergaben Raum für 18 999 Personen. Im Einvernehmen »tt der Gemeinde wachte» dk Behü-de« darüber, daß allen sanitäre» und Sicherhettsmaßregelu während de» große» Audrauge» «» de» Feiertage» entsprachen werde, uu» wird auch vom Borstaud« Bedacht gruawme», daß »ur solche Lokalttäteu zugelaffen werde», dk der Alürde »icht abtrrglich find. Bon Sette» de» Borstaube» «urde zur Aushilfe, wk alljährlich so auch m bieten Jahre, der große Mufikvereinssaal für den Gottesdimst während der hohe« Feiertage eingerichut. fsür dk k. k. Soldat«» israel. Loufesfto» wurde durch bk Bereitwilligkeit bet LI. Milttär-«8eh»rde in der Rudolfs« kaserue der Gottesdienst an de» hohe» Festtage» abgehattea. lven «Bethäuser», «eich« i» den «iuzelue» Bezirke» wie»» durch dk Opftrwilltglett rmserer Glaubeusgetwffe» erhalte» werde», wurde» auch im abgelauseue» Jahre Subv«»tio»e» «ach Müglichkeit md Bedarf votirt. .Zum Bau des «Sethause» im 9. «Bezirke, das bereits »uter Dach gebracht, nnd wahrscheinlich mech zu de« nächste« hohe» Feiertagen dee Benützung wirb übergeb«« werde» künteei«, hat dk Lultußgemeiude eine ausehuüche Subveutta» bewilligt und zum grißleu Thelle ausbezahtt. Betreff des lkoscher-Fleisches, das wohl als solche» lkzeichuet wird und »ft unbefugt und den rituell« » Bors«sristra nicht eutsprechend ausaeschrokt wird, hat sich der »««rftand an dk competeute» «B Hürde» geweudet und um geeignete Berfügungea «ege» Abstellung des Mißbrauches gebet!». Diese Angelegeuheit beschäftigt auch dk «Behürde» i» «iugeileuder «Weise »ui» habe» wir Aussicht, - daß dieselbe zu unser« Gunsten und zur Zufriedenheit der Graeeiud«Mitglieder erledigt werde, wttd. Fat adgelaufeneu Schuljahre habe« au de» Volks« und Bürgerschule» 11191 jüdisch« Schulkiuder de« Religionsunterricht genoffen. Dava» entfiele» 4997 Ikuabeu und 4892 lltzädcheu aus dk «Volksuu» 918 «uSe» und 191» Müdhe» auf dk Bürgerschule». 4)rr Unterricht »nrd, da» 29 Religionslehrero ertheil^

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