Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 19 (1888)
- Issue
- 19. Jahrgang Nᵒ 48.
- Date
- 1888-01-01
- Page
- Seite 372 (sequence 4)
- Language
- German
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CtatftffUK«, »v» in rix» ««ncfanpeftn aitMkt fttabt Magtebur^ die «atze,« 200 000 Einwohiwr hat, da SaMiact bet jüdisch«» Ge«ei»d« mit einem selch«« etyreaMtca Amte »iedaholt betraut mir» Mrllws Wiff«s t» tRftefcK, di« cinjigt Stadt i» Deutschland, in der et, Rabdiuer Sitz und Stimm« im R«ch« da „Väter da Stadt* hat. v. Zk^y. LhnnuRa ist llues da bedeutungsvollsten Feste, aber wird weder dafür gehalten. noch oll solches qesriett. Wie di« christliche Religion, so entstammen euch meistens di« chttstlteben F e st e dem Juteuthum; sogar ihr allerhllligstes Fest, Weihnachten. entstammt unserer LhannKa. Gerate well di« Verwandschaft und Gleichzeitigkeit da Feste siel« Jude« leider veranlaßt, Weihnachten statt Chanukka z« feiern, müssen wir uns verpflichtet fühlen, die LhanuLi-Feftr za heben, vrkanntlich wurzelt uns«Fest In de« Makkabäer» Kampfe und war ganz besonda« auf eine häuslich« Fei« und Verherrlichung angewiesen. Die Liebt« symbolistrte» die Religio«; Tanz, Spiel und Beschenk« (Bescheenrng) er» fieuren Jung und Alt. Ab« die Macht da Römer unterdrückte di« Erinnerung an di« Makkabäer kämpft, »eil mau «amentlich nach dem Var-Ktebba-Aufstante darin eine stete Ermuth'gung zu ein« neuen Erhebung befürchtete, und die Polemik der Kirche suchte di« vrrwaudtschaft d« christlichen Feste mit den jüdischen übahaupr zu bestätige«, besonder» auch die Verwandtschaft von Chaaulka mit Weihnacht«, well man christlichersests in diesem Feste dft eigentlich« Eatstehunz des Ehristenchums stiert«. Jüvischersms hat «an sich deshalb schon früh gewöhn« mftsieu, »re historische Beranlassurg und reliaiüs« Bedeutung dr» Ehanukkaftste» zu vergrflen und das Wunder von de« Krüglei« Oels für die einzig« Veranlassung und Bedeutung des Festes zu halte». Di« Frühlichkeit des Hauses litt daruuter, dft Beschenkang (Bescheenrng) unterblieb. So ist das Fest ans der trauriger, Borzrit des Mittelalters überliefert Worten. Man hat die Veranlassung des Festes nur versteckt, andeuten känurn und dürfen. Das Krüglei» hellige« Oels deutet auf Matathias hi«, in deflen Haus und Brust allein »och das Licht religiöser Erleuchiung und Begeisterung vorhftlt, bis allmählich dft Zahl der Lichter sich mehrl« d. h. auch bei Luderen Erleuchtung und Begeisterung angesacht wurde, so daß schließlich der ganz« Leuchter wieder flammend« Lichter trug, d. h. ganz Israel wieder zum Träger de» religisseu Lichts geworden war. Den» da» Licht am Tempelleuchter galt als Siunbild ter Religion, und der Leuchter, Träger dieses Licht», als Sinnbild Israels, welche» bestimmt ist, Träg r de» Religionslicht« zu sein. Darum sei »Licht in all!» Wohnungen der Kinder Israels' — am Ehmockkaftfte. R 22. November. (Ou-Corr.) Dft Bewegung innerhalb der hiesige« Gemeinde, über welche i» den lebten Nummern d. Bl. berichtet wird, hatte bisher nur «iren sehr beschränkte» Erfolg und wird, »ft ähnliche frühere Agitation««, bald wieder im Sand« verlaufe». Daß dahinter Die orthodoxe Pattei als „bewegend« Kraft* steht, glaube ich bezweifeln zu müffen, den» dies« hätte dft Sache wohl etwa» klüger augefangr». Dir Gememdeverttetung «ahm von dieser sehr unschuldigen Agitation insofern Notiz, als einzeln« Mitglieder des Repräsenten-Eollegium» privatim, wft sie betonten, den Versammlungen deiwohrrftn und dft Erklärung Abgaben, daß sie im Prinzip mit der Bewegung einverstanden seien, daß sie dft Nothlage anerkennen, aber — „gut Ding will Welle haben!' All« diese Red« wurden »it Andacht angchütt und mit gebühre»»«« Beifall belohnt. Die Versammlung«» — es waren deren fünf — wählten darauf eine Commission von ft 10 Herren, und befriedigt ab der große» Thal ging« dft Versammelte« chrrs Weges. Demnächst wftd dft 78er Commission zusammentreten und eine »ohlmotftittr Petition an den Berliner Vorstand beratheu, worin sie alles bespreche», uochmolr resnmiren und mit der Forderuug hervortrctr»: „es «sge der Berwaltuug gefalle», baldigst m alle» Stadttheüen Synagoge» nnd Rrligionsschule« z» errichte»*. ^Kühl bis in'« Herz hi»ein' wftd dft Aulwott laute«, daß CI M9 OCjuClfl Oft QRMllllIK |Cu otQiRl jnNKM« §W|CÄ -,j Rothstand überall atguhelseri, daß ia de» Syuaaog« täglicher Gottesdienst abgichalft, nknika hohe» Fllrrtage» noch ei, «roßte Lokal zu de« Zweck« gemrethet sei, daß ferner zwei Reliaioasschnlen van der Gewatete erhalten nnd fünf and«« ReUgiarteschaft» subveutiouftt werde«. Erst «it der Zell werde» mehr tLyuagoge» erbaut und auch für de» Religionsunterricht beffn gesorgt werde« können. So ober ähnlich »ftd dft Antmott lauten, »ad sie ist unter de» bewandftn Umstäadm durchaus berechtigt. Und wenn »och 20 Versammlungen abaehalte» «ad Commisstouea erwählt werde«: te wftd so Unten, well dft ganze Bewegung, dft au» de» ehttichsten Absichten entstanden, falsch aagefaagea »inte. Mau beginnt kllae« Ba» vom Dach« an. sontera mit dem Grundstein. Weder Borstaud noch Rrpräsrutan«» käauen hier Abhilfe schaffen, sonder» die Gemeind« selbst. Dft Gemetete Bert» am circa 7V 000 Seele» hat i» der Zahl einen Vorstand und eia Repräsentaaftu-Collegium, »ft dft Gemeind« Breslau mit 18000 nutz Königsberg mit 4600 Seelen, vft wftd gelrllet nach einem Statut, das vor 2ä Jahre» abgeändett wurde, als iu Berlin circa 20,000 jüd. Seele« hatte». Dft Zahl der Vorsteher tetelgt 9—6 dft der Repräsentant« 24. I» de» Maaße der Zunahme »üßft» Heu» mindeste»« 75 Repräsentant« gewählt werde». Rio Rfcodaa. hio nalta l Hier liegt d« Schwerpuust einer Ugttatftu, oft zu« Zftft führ« muß. Cs muß durch Petitionen au dft Regierung dahte Gewirkt werden, daß dft Stataftu der Gemeind«, di« ganz unzulänglich sind, abgeüuteit werden, daß dft Gemeind« vrrlia nach ter Zahl ihrer M.tglänbiger (12,000 Steuerzahler) eine entsprechende Zahl Remäsrntaut« erhält, dft dann aus der Mitte der Gemeinde, picht allem aus te» Mitglieder» der „Gesellschaft der Freuade* gewählt waten könne«. Ferner dürfen di« Mitglieder ter Gemeinde nicht g«wu»g«n werden, bei einer Wahl in einem Lokal ihre Stimm« atengrben, sonder» es «üffm tu alle» Stadtthellra Wahllokale errichtet werde», daun werte» nicht, wie bishec 12 •/„ fontetn mindesten» 50 '/«> we«a nicht .mehr, v«, ihre« Stimmrecht Gebrauch «ach« und so i» der Thal dft Stimm« der Gemeinde zum Ausdruck komm«. Dft von Herrn Weinberg mit großer Müh« und wahrscheinlich mll groß« Kosfta te's Lete» gerufenen vemgnag wftd höchste»» de» Lefol, baten, daß einer ter Herren, dft sich durch Steten hervorgethau, (Herr W) auf dft nächstjährige Kauridatealkst« der zu wählenden ReprLsmtani« erhoben wird, wamll ter Gemeind« nicht geholfen, ter „kirchliche Nathstaav* nicht tefriedigt wftd. I« uächftni September werten Ach höchstens dft ambulauft« Tanz-Bll-Lotaft für di« hohen Feiertag« nur noch vermehre». L. Merk!». Der «näschnß des D.-J G^B. erläßt an dft Gemerntevorstäirde, Raddrrer »ad Lehrer den uachfolgeud« Ausruf: „Dft stallsüsch« Erhebung«, welch« ter Dentsch-Jsraelllische Semeiatebuad seit einer Reihe von Jahre ansftllt» haben den Nochstand zu unserer Keuututß gebracht, daß zur Zeit au» Mangel a» Mittel» tu «ehr als 800 klet»e» Ge« rinde» Deutschlands dft jüdischen Kinder oh »e jede« Religionsunterricht aufwachsen. Diese Zahl vergrößert sich alljährlich, da in ein« «ahezu gleich groß« Zahl von Gemeinte», dft Kosten de» Religio»s- Unterrichts «ur mll übermäßig« Opfer» (bis 000*/, ter Einkommensteuer) der Mitglieder gedeckt werte» können, sodaß das Fottdefieheu des lluterrtchls dadurch i« Frage gestellt wird. Wft Hab« nicht «öchig Jhum gegenüber dft Bedeutung des Religionsunterricht«« hervorzuheb«. Welcher retigiäs« Richtung Sir auch immec augchörm mögen, Sft »erd« zugeteu müflen, daß Rlli,»ion»»nt«»icht dft sicherste Grundlage für dft Sittlichkeit dcs Einzehren uud für das Heil ter Gesellschaft ist. Bll teu Schäden, welche aus te» Mangll desselten entstcheit können, ist es unsere hellige Pflicht, alle