Mannheim
Compact Memory

Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1888-01-01 · 19. Jahrgang Nᵒ 48. · p. Seite 374

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
19 (1888)
Issue
19. Jahrgang Nᵒ 48.
Date
1888-01-01
Page
Seite 374 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
73% known words query
IRI
…/5369809-5935050-5956485--6908-5372780
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Ifcfca U» to» UrKf KifigiMfaaMnU|t( T|rif. Wirkte» 0 NritgtewAck»«. Z» bca aaaefSiheta Zahl» tot de» itntf. fUOgira«* »»terricht g«t«ße»de, SchalstGexd Gsele» sich »och &*, welche sich tona« er,»«, t«| «ach »tele Schüler n Prwat. Anstalt» »er i» elterlich» Haas, to» Wt(i«iw«ratmi»t erhost«. Lieft U*« ihr, Prüfung m Schlaff« darf jeto» Srmester« »ei d« hierz» toftellt« NeÜgtoadlehre« «b. Ferner wird auf Skvstm »er hiesig» tlultus^metteto der taael. Neligiousnut erricht «rttzeilt: I» Stator«Afhl, t« Rett»ua«h»»ft uud u» Taubftommae-Justttttte für die Wirser vorert« i» Währing. Der Eoafirmatioaü-Uuterrichtwarto amh im abgelauf»» Schuljahre i» den verschied«« Schultozirkm «u Mädch« ertheilt, Welch« da« 14. Ledevsjahr erreicht habe». Nach die Lsufirmatioum der Skuatou, »elche da« 13. Lebeusjehr erreicht Hab«, »iederhal« sich jetzt häufiger, Weil der Jugmd-Gottesdirust hiezu die MSgllchkeit leicht bietet. Diese Loufirmatioum find« ebenfall« ia vvllkom«« zweck- «tsprecheuder Weise statt. Dem J»geud-Gotte«die»ste w«d«t der Borstaud »ach wie vor die größte Aufmerffamkest zu. Desft» ve« d«tu»g tritt immer «ehr au d« Lag, »m» mau Gelege»« heit hat, di« stet« zahlrricher sich gestalt«»« Frrqmuz diese« Gottesdienste« »ahrzuuehmeu. Nicht g»ug lob«d kauu hervoraehobe« »erd«, daß die Elter» ihre volle Zuuetguug dieser Justttuttou Widmen und ihre Stator um Beiuch« de« Gottesdienste« anrifero. 2« maß al» ein besonderer Erfolg bezeichnet Werden, daß «suche Elte« gerne Gelegenheit urhraw, gemeiuschaft» lich mit ihr« Lindern de« Jugmd-Gottr«dt«ste «zuwohn«. Di« »utrr der vortrefflich« Leitung de« Her« Profrflor« Hammerschlag ft«h«de Gemeinde-Bibliothek hat sehr werthvokle Bereicherung«, theU« durch Aakäuft, theti« durch Schenkt» gen wiffmschastlicher Werke, erhalt«. Die Bibliothek erfreut fich auch eine« lebhaft« Besuche« a» »« für der« Benützung festgesetzt« Tag«. Auf dem Gebiete der Wohlthättgkett ist hervor- «tob«: Der am 29. Dreember 1887 »erstortonr Herr Theobald Uffeuhelmer hat die hiesig israelitische LultuO« Gemeind« zur Uuiversalerbia eingesetzt. Da« Nachlaßoer- «ög« dürfte circa 60 000 fl. «»«mach«, wovon für Legate und Gtifr»»«« circa 30 0V0 st. bestimmt fiud. In de» Testa»«te sprach der Erblasser to» Wausch aus, daß sei» Nachlaß zur Errichtung von Stiftspltltz« i« Alterverforguug«« Hause ver»«det »erde. Qpa Jahr« 1887 wurden im Spital« der taael« Eultusgemeiud« ärztttch behandelt und verpflegt 1096 Krank», und z»ar 639 Mäumr, 4SI Weiber. Außer to» im Spital« behaudeltrn Skranta wurde auch solch« Kranke», welche nicht t» Spitale anfgeuomm« «et» to» tantra »der wollt«, ia diese» 1892 Pcr>o»rn Irzilicher Rath und Beistand geleistet, »ueuigeltllch Arzuete» verabfolgt, Auweifuag« und Geldbeitrtge zu Anschaffung« der uöthige» Baudag« gegeben. Die gesammtru ordentlich« und außerottoutüche» Aus« aato» bettugeu fl. 44 974,42, welch« gedeckt wurtou dmch Gebühr« »o« zahleato» lkraukm 5394 fl. 38 Ir., durch Zinsen von 64'/, Stistuug«betteu »ud Spttottwidumag« 18 783 fl. »ud Letstaug« «u« der Gemeiado-Skaffe tu der Höhe von 19 501 fl. 56 kr. ta arm« Necmrvaleseeat« wurde bei ihrem Austtittr au« dem Spitale die Summe vo« 5972 fl. 82 kr. vertheilt. Auf dem Gebiete der Kriedh»f«»er»alt»»g ist z» bericht«», daß t» »erga»««« Iah« 1714 Strrtosäll« de» Friedhof«.Lutte augezetgt Word« fstch. W»rto» 1OS>4lKH« 811 Stader a»f brr tanel. Abl Hose« bemtzigt. Bo» to» i» Wi» Berfloebe»» Aazahl »ou 1004, als, aaheg» 60 Groceut mW, »»b |Mt 4H7 Erwachs«« »»d 517 demdtßt. w< tzrati«^ ■i Am 2. Deeemiur, dem 40 jihrig« Negieruu^jubtlänm.i to« Skaiferch soll de, Gruudftet» pt tae» Alter«>'ers,r,»»W' Haus« tor Gemeiade gelegt »erd«». Da« Gebäude ist str 100 Person« proj>:cttrt und «ird vorläufig für eir« 80 Pers»»« gebaut wetou. E« Hab« fich auch bereit« Wohlthiter gefuutou, di« ei», all« »oder»« Slnfordenag« «ffprecheade« Mübchea- Walseuhau« für 100Pflegli»g« erricht« uud tu kürzester Zeit erbau» werde«. Wie». Die kfiuauz-Direetio» vo Lzeruowttz tat« de» beiden Wunderrabbi'«, Jsak uud JOroel Friedman » Sjp>. daaora eine Steuer von je 105 Golden 5. SV. pr. Semeftetz aus. Gegen diese ihnen auferlegt« Steuer ergriff« die Brüder die Befchrwrde vor dem Berwaltungsgeruht«Hof 1» WI«, vor welchem am 24. dir Verhandlung statlfand. Dex Rcgieruoggvertteter »achte aber unter Anderem geltrud: .Der Kiäm« ist giütlo« genug, auf die rdtgiSse Mission bei tor Steuer keine Rücksicht zu nehmen-. Die Beschwoche wurde abgewiesen. — Hfroßuitz, 20. November. Die h'es. Gemeinde hat durch da« erfolgte Ableben ihre» Lultugvorsteyer« uud geweftW» Bürg-rmeister« Herr« Salomo» Singer «in» große» Verlust erlitten. Der verblich«« erfreute sich sowohl i» d» Gemeinde al» auch iu den finonzielleu uud gesellschaftlich« Skr eisen einer allgen einen Verehrung, von welcher das vor» geslera Rachmtttagb stattgehabte Leicheabegängniß, welchem unsere Gesammtgrmeind« mit ihr« beidm ldbk. Berttetongen» w'e auch der k. k. BezÄshauptmaa», der Bürgermeistch uuddie Gemriuderäth« der Stadtgemeinde, «tue Depatatlou der Haudelätawmer tu Olmütz, zahlreich« Fremde nah unsere Gesawmtbevvlkrnluli aawohute, Zeuguiß ablegte. — vor de» 4 ttzr. Gemtintohause, wohin die Bahre getragea wurde, uahm., der Bürgermeister I)r. jor. Trtesch er im Namen tor tat; Gemeind« Abschied von dem edlen verblichen«. Auf taa.7-? Friedhöfe hielt der Herr Rabbiner Dr. Hoff rtae ttef^.^ rmpfundenr Grabret>e, die kein Auge trock« üeß. Die eigeut» i liche solrune Trarieraodacht fand unmittelbar »ach de« Leicherchegävaniffe ia dem schwarz ecorirte», in all« sein« -- ^> Ränmen gefüllten 5>mpkl statt. Nach dem stiaunawgsvoll« Orgelpräludium niib Trauergesaug hi,st Herr Rabbiuer^ . Dr. Hoff die erareifestde Trauernde, in welcher er die bitlau Vj Berdwust» bc« verewigten um unser» Geuutude, wie anch-7 desse» sehr große und zahlreiche Stiftung« schilderte. Der^Z Berstorbeae hat t«stam«tarisch dt« Summ« von 100.000 fl. - für Wohlihätigkritsz »ecke vermacht; hiervon stad 40.000 fl. für Sdpeuvirn für arme deutsche Wittckschüler i» Olmützuud Proßalß und 10.000 fl. für dm Bau einer Shaago« ia Proßnitz aewtaurt. A» seinem vegräbuißtage nmrdm je^L 600 fl. an Hirt. Arme ohne Unterschied der Eonfessio» vertheilt, Sein Anden km »ird »och lauge gesegnet werdm I J SwOimed. -Zondo». Der Tod tor jüngst verstorben« vktß Miriam Harrt«, Vorsteherin tor jüdisch« SHtatato»»-^ schule, welch« sämmüiche englische Zeitnn;» schmerzhaft beklag«, ist rin umncsetzlicha valust «ms dem Gebiete der wohlchttigm Erzieh uuE»anstaltm der Gemeind«. Die stoch«« war eine ürzstheri» seltener Art. St» wnßte die'e i Schule z« einem vstttelpnnkte zu mach«, welcher seine wohl- "'j thumton Strahl« erziehlichen uud biltoutou Eiuflnffe« nach all« Seit» hm verbreitete. I» tor Skunst tost Unterricht««^ ■* kämm ihr SLeuige ,zstich, und die reu ihr «eicht» gehört» zu d» seliea» Erscheinuug«, so daß die pou geleitete Skletutaderschust-al« eure Mnsteranstast der Gemetwto'.j

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.