Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 19 (1888)
- Issue
- 19. Jahrgang Nᵒ 47.
- Date
- 1888-01-01
- Page
- Seite 363 (sequence 3)
- Language
- German
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~ Cfeftrit Haid! ich Wicht«-«» als «tr die Steuer ,Vs- - lilisch, Eorresp.» zn Solchir Um, der ihr stet« enfs beste »uterrich ete htefleer Eorressmuh»» schreib«, daß in Xchster Zeit ei»r Lsnuntsfio« ni Ixn höher» Ben»l»-Kat«ß«ri» aller Ministrri» zusmunienirr«». die «kl« seit dem Ableben de« sek. üllexsnder U. «ff di« Beschränkung der Recht« der der J»d» »erechretm 4«fa|c sammeln «erd«, »»rauf u« nmnch« Erlrtchternng weiden solle. I«, e» scheint fast, nl« so»« rix Tendern«, jpui veffer» für dt« Inden in Rosjlaud rivtrrl», »nd fche« Mc tsterhetßnng macht sie glüfilich, dnn »«hl nirgenos ist tnbrünfti:« gebetet »ord» ««läßlich der Errett«», der kaiserlich» Kemtlir an* der großen Gefahr b-i dem Eisenbahmmfall dr Borkt, «l« tu dm Synagogen. Die Meldnugm über erfolgt« Abhaltung von Dankgottesdienst» geh» bei d» jüdisch» Interessen gewidmete» Blättern t« Hundert» ei». I« vt» hattm stch an» diesem Anlaß »«« d«et stndiermt» jüdisch» Rnff» zu eioem Dankgotte«. bimste in einer ihn» zur Berfügnng gestellt» Synagoge pchunmmgesnude». Und ta« »*r» lauter solche Student», bi« «ns vrnnd de» neuesten Gesetz« non den rnsstscheu Uuidersitäteu ausgeschlossen worden und . gmbthigt »arm, zur Beendung ihrer Stodt» in« Ausland 51 gehen. Nicht wahr, Fürst Mestscherskt. die msstsihm nd» haben keine Spur von Patriotismus? Am End« spricht dieser EhrmJoarualift auch der städtisthm Verwaltung tr Kte« den Palrioltsmu?, vielleicht gar di« christliche Geslnneng ab. »eil ste dir Anfertigung von Denkmünzen zur Erinnerung an da« jüngst ftaltaehabte Jabilän« der Einführung de» Lhristenthnn»« dem Juden Schtffrtn übertragen!... Dieser wütheode Jndenfrefsrr bi tngt di« paradoxesten Dinge fertig. Noch seiner Anficht ist an de« letzt» EtsrubahnuofaU niemaud anders schuld, als — die Juden. Wies», io»iefern? Das oerräth er nicht, und «enn Sie ihn danach frc g», so erhalt» St« die aussühr. ltch«, echt .sürstliche» Aotwert: .bloltaobatst Shid!* was r« Dmtsch soviel, heißt, wie: .Halt'« Maul. Jndl* — und das ist «m Argummt, dem man sich hierzulande nicht leicht »ers<hließm kam«. Aber in Argummt» leist» auch unsere eigmeo Glaubeus- «raoff» oft rin Erkücklühe». So nmerdüqk die Leiter de« de« Vereins »Schuva« ^ion* in Odessa. Hierüber erzählt Herr Borts Brettmann im .Woschsd* et« gar »uuoersam« Seschechie. Dieser Herr »ar lkude 1885 Vorsitzender dieses B-reinl und beantragte die Heraiisgube eines im Jargon abgefaßt» Sammelmerkes, deffeU «eiuertrag d» Aoloutft» in Palästina überwies» »erden sollte, sttiesem Antrag ^mäß wurde die Htttmogab« eines Werk,« unter dem Titel .Der Wecker* desihtofl». dt« «edactio» defielbm einem angehmd» Schriftsteiler «nchdtuder und deic «erlag de« Her» Vreitmanu Übertrag». Dt« verfügi», inbeteeff de« «edactenrs sagte zwei» Leut», Fraugfet» med Rawnickh mit Namen, nicht i gn. sie »artet» di« et» awxrer Letter an die Spitz« de« ^Vereins trat und tntrtgnbü» so lang«, bis sie d» Nedactrur ans d» Saitri geh«dm »nd fich selbst ans sein» gesetzt. Und «« erging« Ansforlrerungm an all« bekannt» Jargon- Schriftsteller und au das Publikum, um journalistisch« und ^AeldLriräge «nd die Ansfordernng» »ar» von Erfolg ge irsnt. Var kurzem ist de« Buch «richten» «nd fand großen Absatz — im Interesse der gnt» Sache. Und als di« Gelbmittet so reichlich floss», tultalirt» sie bridm Ehrew-Re- »aeienr« »i« frigt: de» Stüde ist es sicherlich glnchgültig, wem es gehsrt, wis, dm Liedactenrrn, aber ist es durch«ns nicht gleichgültig, ob es in di« Kaffe de« Vereins oder t» unsere Lasch« fließt, nrD da nnn das Geld kein» Schab», »tr aber et«, Nntz» daimt Hab», so zieh» mir es xr — da« Geld für wtf |> behalt». Nicht »ar. «tu schia^udes Argument und et« echt — denesch« «trthschast. — Echt »rutsch tft auch, daß der Präfidmi der Stadt Warschau et« Emnmtsflon »rimmtt hat, »rich« nrch dem — .Schächten* gu setz» hat. *,■ Und da «, der.Shechtta* zum .Ehasonus*. de» Gesang«, tt« rin Schritt, so finde hier anch folg»»« Mitthrünng. Aufnahme. I» der Sirrichholzfabrik de« Herr» Osftpo» im Lschrrnigo»»« Ganvernemmt find seit etntger Zeit etwa SV jüdisch« Saab» beschäftigt, im Alter x» 12 di« 18 Jlhr», »nd v rdien» SV di» 50 Kopeke« täglich. Sie arbeitm aurer eiie« besoader» Gehilfen. Wen» es Zeit zu« Bet» ist, tret» sie alle za einem gemeinsam» Gebrie zrffamm»; Abend« begeb» sich die Knaben nach Hau« jüdisch« Lieder fingmd.... Echt .Wilhelm-Meisterlichl* Was bleibt den kleinen Jung» auch anderes übrig, als zu arbriten, da sie jetzt, wo tu den Städten «in .Eheder* nach de« andern polizeilich geschloffen wird, d» größt» Thetl des Tage« tu urmützem Htndrütm nicht verbring» könne»! Eiletchsa« als üirsatz für die aufgehoben» Lhedartm tft jetzt öfixr von der Eriffnuuz ordmtlirher jüdischer Schule» zu hören Ich bin sogar tu der angenehm» Lag«, konftatir» zu könn», daß am 11. October ei« Schule für Taubstnrime n»d.i sehr günstig» Auspici» in Minsk eröffnet »nrb^ Der Erzbischof, der Gouverneur, der Director der städtisthm Schul» und andere hohe Würdenträger m» Beanrie wohnte» der lstinweihung dieser so huma» Anstalt bei. — Mein» heutigen Brief, mit einem Odeffaer Rabbiner begann», möchte ich mil einem Odeffaer Nadbtuer schließ». Der Lurator der Odeffaer Schul» bestimmt« für die Zöglinge der achtflasstgen Schule de« Magister« Gourlaud, de« Nachfolger« des greis» Schvabachrr, et« Uniform. Ob der Herr Magister auch für fich »blich eine (innere) .Uniform* wähl» wnd — da« soll und muß di« Zukunft lehre». — _ Nagasnt Nivel. Gerichte mg!» E»rrefPOA>e»xe». SnrifAlanb. Merks«, 15. Nov. (Ot. ttorr.) vooüb ein Wort zu der jetzt vielbesprochen» .Agitatwa* red«, muß ich mich dag'gen verwahren, daß ich etwa zu denen gehöre, die «ine schmähliche Zersplitterung der ^oß n Gemeinde hecbeiwünschea. Es ist überhaupt nicht gut, daß man von gewiffer Seite immer bemüht ist, dieses Gespenst an die Wand zu malen. In größeren Zxhichten der berliner Jud» d, sicht durchaus keine Neigung, sich in Dnodej>;emeiud«yen aufzulösm. Wen« man dt« rlngstmcierii der d» >naßqebeaven vielleicht uahrstehmd» Kreis» hört, so muß der Nichteingewecht« zu dem Glaub» komm», rin Wort, von dem oder jmem gesprochw. könne den in vüler Beziehung so großanigen Bau der berliner jüdischen Großgemeiude m die Lust sprmg», von wo er daun iu tausmd kleinen Splittern zur Erde herabfirle. Ob es gerignrt ist, da« Ans'hm der Berwaltung de« groß» Gemeinwestn« zu fördern und erhöh», wma ihre nächsten Stütz» na» Freunde dir Furcht vor einer Zersplitterung in so lebhaften Farben austragm, da* überlasse ich dem ge» neigt» Urtheil der Lser. Es liegt zu solch» Befürchtung» utcht der windest« Grund vor. Dawii will ich aündürgs nicht gesagt Hab», daß kein Grund zu tracnb welche» Wünschen vorhanden wäre. E« »erd» wolst Wünsche ur>d »st berech'.igte Wünsche laut, abrr nie waren solche mit so böswilliger Htaterlist zu Tage getrrim, daß sie auf ein Zerstörungswerk hinaus wollt». Soweit ich mit d» Stcü nungm ln de« berliner Judmschast vertraut bi», galt und gilt als die Grundlage atler Bestrebung» die Erhaltung de« Einheit«baue«. Rur muß «an nühi st de« freie wott. da» stch nicht gerade iu sjobrserhrbung» Über die Borneffiichkeit der Ber» »altnug er zeht, hüttrrtrribm wolle«. Es wäre ja garnicht naturgemäß. w»n solch eine umfangreich« Jnsmutio» von alt» Mänijria, die ja jedem Menschenwrrk anhast», frei blieb«. Es konnte auch -richt ansdleiben, daß in einer früher« Perirb« rapid« Waibschmn«, wie der allgemciaea, so der jüdische» Bwölbrang die Gemeindebehörde manche« versäumt hat nnd sich dann von vollzog»» Ttzalsach» über»