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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1888-01-01 · 19. Jahrgang Nᵒ 46. · p. Seite 358

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
19 (1888)
Issue
19. Jahrgang Nᵒ 46.
Date
1888-01-01
Page
Seite 358 (sequence 6)
Language
German
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©fjhrttfHW Mckmbct. ^Würden nun die Henrn Rabbiner die Landgemeinden weniqstent zw« Mal >m Jih'e, mit ihrem Besuch beehre» »md dank Predigt und Prüfung des AeligionsimttrrichG de» relig'üsrn Sinn wecke«, dann dürste« Stürnngen des Gottesdienste» von selbst aushören. Atation. Plom Der italienische Staats»»««, Herr «es,re Sarrentt» »elche» der Lad am 4. Oktober de» Kreis« seiuer Wirksamlett entriß, mts kein Jude. dag»« einer der »ärmste» Freunde n"d Beschützer der Inden Italiens, »etch« diese je besaßen. Bei« Besinne seiner staatsmäunischen 8ankbah» schrieb er ein Bnch ^011 Lt»ri oom« putriotti* (,Die Juden als Patrioten') »elches in kurzer Zeit-vier Auslagen «l-bte. In diese» Werke führte er ans. daß z» der Ewaucipaton und de« Fortschritte Italiens Niemand wirksam«^ beigetr,»'. hat, als die Inden. Ihm »erdankte n. Rauch Lazzattt seinen «inslnßreiche» Pasten eines Wmglichen Fm-nzraths. Sarrentt am da Desaster Feind des Anttsemttismn« nnd konnte es nie und ninmrer begreifen. wir gedtldrte Männer sich einer solchen veradschennngswürdigen Be»«gun> anschlteßen künMea. Ls der deutsch« Gesandt« Baron v. Kendell eines Lage» mit ihm über Stöcker nnd L«ns»ri«n sprach, erwidern Sorrenti: .Die müssen toll sein." Solch« Rrinnn» hatte er über di« Indens esser in Deutschland. E» besonderes Interesse z tgte er auch für die jüdischen Bolksschnlen in Rom, zn deren Unterhaltung er «ft nnd reichlich beitrug. 8r»-chrttn»nia». Landau. Lm Montag den 29. Oktober kehrte Herr S. Ldler von jeiner Reise nach de» heiligen Lande zurück. Hier hatte er dir nöchigen Luordn»ngen gevoffen, »elche das .Montefiore Test wonial Lomils' in den Stand setzt n, die Ländereien zu übernehmen, »eich« noch ans den Namen des Sir Moses eingetragen waren. Me »tr schon srndrr berichteten, beadftchtigt »an durch « n Local-Äancamiis unter Leitung des BionlefiorrCamitü die Grundstücke nutzbar ver. »ertheu zu lassen. Herr Ldler kam am 26 September nach Ieruiale» und ttat seine Rückreise in »er Nacht zum 4. Ocroder an. Während seines Lufenthaltts in der Helligen Stadt hatte er verschieden« Male Unterredungen mit Reonf Pascha, de« Gouverneur van Palästina; auch besucht« er «ehrere Sitzungen der HSnpttr der den'schen nnd po >ngie» fischen Gemeinten und, wie verlautet, soll sein« Miiston detentend« Ersolg« gehabt haben. Ohne Z»eifel ettrd er jetzt der .Anglo-Irwish Affociotton" über dir Schulen des Orients, welch« er besnchte, Bericht erstatten. Inf der Rückreise besucht« H«>r Adler auch Frankfurt a. M.» wo er mehreren Sitzungen des Local-Eoviuö'l beiwohnt« und über di« Hospitalangelege heilen in Iernsale» nnd die dorttgen Grziehnugsa» statten Berich« erstattete LaAdan. Der Herr Eanouicus Tatzlor ist ein ebenso beherzter als gewiffenhaftrr Geistlicher, was allgemein ans stürm nullhigrn Austrrttu gegen die Heidenmission bekannt ist. In seinen »Blättern aus einem egypttsch» Notiz» buche' girdt derselbe wertere Beweis« oon seinen tolerant.« Anfichten und seinem unparteiischen Urttzett. Der Ruf »Mein Glaube, recht oder unrecht' ist ihm zuwider. Er kamt die M»ha»edai>er, »ir ste in Mivichkeit find und find« unter den Nachfolger» des Prophttrn nicht mehr Beschränktheit und Fanotromns, als unter den Christen. Jndeffen fand er »ehr Frömmigkell nnd schlicht« Gtanbensttene bei de, niedrigen Fellachs (Ackerlxw treibende Arabar besonders in Ggtzpun) als bei »er Waffe »er mit Schwielen bedeckten Arbeiter England«, ^gnr testgesegien Zell verlaffen jene ihr« Ardett und verrichten, da» Gesicht nach Mekka gewendet, ans öffenllichen Plätzen 1 t Gebet Der kandmann ans de» Felde verläßt semr Ochsen »der Komede, der Stenermann ans de» Nlldoatr bittet seinen Frrnn». das Slenrrrnder zn «petzen, «ährend er für emen Angendtick sich meberwirst vor de» Herrn der Wett, de» A »gnädigen nnd AAda mherzig-n. nnd ihn anfleht, ihn «ns den rechten Weg zu leiten.' Linen besonders tiefen Eindruck «acht« auch «nk den Geist» litten das Verttanen welches die Mohowedmwr den jüdisch« nnd christ ichen Seiffagnnpn rntgegenbrtngen. aus »«Ich« fie dir Ansordernngen ihres Religtonsgesetze« stützen. In. de» Geiste, in welchem diese« Buch geschrieben und dessen Inhalt znsammragttragrn wurde, liegt die große Hoffmmg für Me Zukunft Woher Religion »i d gefördert durch ßtzmpatdisches und aufrichtiges Streben, auch die Gei'esttchtnnq Derjenigen verstehen zn lernen, die nicht unseres Glauben« find; »mm wird fich das Wart des Pfalmisten erfüllen: ,Sid« und Treue werden fich begegnen, Gerechtigkell nnd Fried« sich Äffen." London. Mit Bedauern'berichten die hief. Bl. über den Tod de« H-rrn I. M. Lew'g. eines der.früheste, Mqentbümer das .Daily Teiegrrph" und seit länge er Z4t auck Mt» rrdacteur deffelben. H-rr L wy ist am Frdtig. den 12. v. M. in eine« After von beinah' 77 I ehren nach längerer Krank-, hell nnd nmg-ben von seinen Kindern und anderen Brr» wandten ohne Todeskamps ans ferne« Befftzthnn, (Morence Cottage, Ramsqatr), grswrben. — Im Jahre 1812 aeboren, hatte er in seiner Zagend m't beite« E-folq» di« K mfmaan» schaft betrieben und sich erst später der Zonrnalfftck znqe» »endet, für »elches Fach er mit,brtz-nt«nde» Fäh akettm und einer besondere« Borst,b« auta strttrt war. Beinahe «in halbes Jahrhund^t war er auf diesem Gebiete thätig nnd dieser Zeitraum umschlicht die vollständige Geschichte der englischen Bo ksprrffe dn- -eueren Zeit. Gitta und liebevoll in seiner Gestnnunq. mit Zärtl'chkctt dem Familiennad Frenndeokreise znqethan, wußte er sich die Achtung und Lieb« oller diaer zu sichern, bi« chn (mntrn nad deshalb ist die Trauer um den Heimg-an,q-n,n ein, allgemrmr und gerechte. KnwMflt Wnüarcsi. Die Wahlen in Rumänien find beendet und di« Regierung hu: trotz der Intrignen Brätianv's und seiner Partei einen graßr« Erfolg zu conststtren. Letztere hatte, abgesehen von stoß poltttschen Motiven, dir Regiere», in den Angen der Wähler zn discredtttren »ersucht, well sie eine freundliche Stell ang den Iwren gegenüber einnah«. Kein« Berten m^ung schien der Partei Brattauo's zn adlnrd und doch erlitt sie eiz« v« deuten de Niederlage, welche ste tu erster Reihe der Earruptton einiger ihrer lettendea Glieder za »erdanken hat,'die in dem «ntsstnidenden Augenblicke sich als nuznoerläsfig erwiesen. Obschon mm das gegenwärtige Minister»» eine ganz neue Oedimn» der Dinge in Aussicht gestellt hat s« darf von demselben dennoch nicht zu viel »nf einmal in Bettest der ans die Jaden bezüglichen Gesetz« »erlangt wer>rn Dt« Majorität der regeernngs» freundlichen Kammermil glieder destehk ans einer Laalt'ian von Rberal-Lanservaiiven, Eanservatioen und unodhängig Liderolen; und «dschon die canseroatioe Partei an Zahl di«, Summ« der übrigen 'fiartttmUgsteder lchertrifft, so «nß doch mll der größten Behntjamkell »orgegangen »erden, mm dies« Majorität int«», zu erhallen. Immerhin ist die Livmttvn unserer rnmünllchen «Llandensgeuoffen ei e entschieden tzvff« nnngs»«lle zn nenne«, denn selbst zur Zeit, als di« Siellnng des Ministeriums »,ch eine nnficher« mar, hat es schvn durch seine Potdik »eullich dewtelen, daß es »er des Er^ jndenfrtndes Bratiam» entschieden Ovs«fitt»> «rche. Antureß. Di, Regten», pevt sich alle «»gliche Mühe, Herrn Dr. Gaster sür sam« chm »uch ih re Vorgänger auferlrgir Berdannung zu eutschöiuger. Der Unterrtchtsmintster »Ul nach Miutzttlmegen in den pollltschen Journalen in Ucbminftinunuaf nitt seinen LvLegen eine., Lehrstuhl für sladische Sprachen au »er hieiigen Universität errichten und Dr. Gaster f«, denselben dentzen. Um dt« Besargniß «ns dem Wege zu räumen, daß der Berußen« vielleicht der Spieldal eine« naezfvlgenden jndenh.'tndltchen Wtntsierinmü noch dem Bor bilde des Bradanv'sch. t »erden könnten, die Ansteklnng rim lebenslängliche fdn Die B< welche hierdurch an Herrn Dr. Gasier heraüUGt, die Natnrastjation gegen J i .t, i •n -'S

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