Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 19 (1888)
- Issue
- 19. Jahrgang Nᵒ 46.
- Date
- 1888-01-01
- Page
- Seite 359 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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bewillig« will. ist wchrliih feir« fUhu ctb vflrbc ei« Gut. f«gmg <uf dies« Postm sttuerfttt« eia große« Opfer sein. tS». Ehr.) . SlKtitü. M«p.A»rL. Herr I Jnbelfah», »elcher sich für die Co$c der «mctt jüdische» Eiuwanberer i» Nmrrtk» s» fehr bttcrcfprt, hat tu der .Sua* etaige «tt grafet Sorgfalt «sgaarbeitet« Tabelle» über dt« CtaMatenuig »er- «ffmtticht. Dies« Libelle», welche« der «erf»ffer ei«» de» dmtmdm Aufwand a» Ä-it »ab Rachdenkm oewidwtt bat, zeig» «. A.. daß dtt Ettuimderung« Hilf«a«rrtnr die Li». MalMnafl »«der rranntr.’» »«ch (men. Lr empftthlt daher drei Mittel, d»rch »elche der Frage praktisch «der aettetm »erde» kann: 1. lüe Errickttnng ei«« »atiaualm tÜHxiabtta»««'- n»b BrschLsttgnnW-Burmn«. weiche« die Befchästtgung«. a»d A»fiedrlung«»A»grlegenhrttm der Einwanderer t» die Herd nttnutt. 2. die Verlängerung de« Zeit« mnm«, »ührmd deffm «rme »»d »»der« angeeignttr Eu- »«»derer zurüLnfdrdert »erden (Bia«. bi« |» einem Jahre vaw L«G« ihrer Landnug; 3. de, Aufschub der Ertheilaug d«« vürgrrrechtts bi« bei Einwanderer zehn Jahre t» de» vereiuigtm Staaten gewohnt hat. Die beide« erste» Vorschläge schein« praktisch i» sei» und ü» Kall« der Ru«> führ»»« di« Schwirrt zbnte, «» besetttgen. welch« der Lösung der Aräge bi« hatte ottpegm««treten stad. I» jede« Falle «rdiou Herr Judelasoh» «Oe Knerfountag für de» Eifa, »it weichem er stch der »ichtt^e» A»g«legr»tzeit armtwmt. Ei» «ffalleade« Ereiguiß. welche« fast au« Romanhastt g»«zt, ist »an hier.«» berichte». «ta>. M. Adraham« v. R. «ar arf zwei Jahre al« Geistlicher für - die hiesige Gemein de «»gagirl und ging die Wahlperiode mit "de» 3Ü. September zu And«. Obschon uuu die Majorität für die Wiederwahl de« Herrn Adraoam« war, schützte die Winaritäl de» Sttomaugel der Gemeiud« al« Sruad für die Eutlaffuug derselbe» »ar »rd schtteßlich schie» e« still - schweigeud al« an»gemachl, daß der Geistliche gehe» k»»»te. Demzufolge hielt Herr Abraham« am SS. September seine : Lbschirdbred«. Diese, mit eieriicher Würde u»d »tunliche«. Pattzo« »argetragr», «ar »on solch' ergretfeoder Wirkung, daß die ganze Gemeind« zu Thrä»e» gerührt wurde. Hierauf - geschah e« »nn, daß für tt.» solgeudeu Lag ei« Vorstand«. - sttznng z« weiter» Verhandlung der Aagelegeuheit berufen »urbe. Anstatt aber ei«?vt«cusfion z» eröffne», »areo die ' Mitglieder so e»th»fia««irl. daß sie einstimmig die Wieder» »ahl de« Herr» Adraham« beschlaß«» und denselben sofort vo« der »»»derb««» Sorte »ig der Situation in üenutniß " setzte». Di« Gemrmde hot sich d»rch die An and Weise , gatztt, wie sie de» Gnadmflaß ihre« Geistliche» auf chr« Entschließung«» wirkt» ließ, »ab dürfe» wir Haffen, daß der ' Euthnstabwu«, »elchr» derselbe entzündet hat, nicht s« rasch mied« schwinde» wacde, »te er entstand» ist, sonder» sich " entwickeln nlgt z» einer Alsums wahrer Begeisterung. Wrrmischtr ««st »e«rstr Amhrichle». Nerv». (Die Antisemit« anter stch.) Die Anhänger vdckrs» — »« der reisfeen anttsemitiichm Obseroauz — Hab» d» Anhänger» Sticker'« dir Freundschaft gekündigt. Am letzt» Daanerslag send ei« Versammlung statt, in »elcher die beiden Partei«» s, heftig auetuauder gertethm, baß der Polizellteuteaaut »ehrmal« nett der Auflösung drohte. Skt Böckeltanar Bobttk warf dm Stöckrrianeru »er. sie seien .cmservatio« Jndentnechte", die erst durch di« anttsmeitische Bewegung eu« ihrm Löchau heroorkranchen und sich m da« Licht wage» durfte». Ill noch uudaakbarerer Weise verfuhr Herr Blavinr mtt Stöcker, feinen einstige» Seh.er »nd vorttmtf«. istlchker sei niemals Antisemft ge« wes»^ er »alle die Jude» i»r .veredeln", deöhal» habe auch ihrik Gnffönft bet IW», gmmcht. («uft: ' ti Gchörmldchl) Vm «8» «tscheidmde» t» Mfthltag« gegen das Jndenthum auszntreien, Hobe der Stöcker gefehlt. Sein intimster Sampfgmofse sei setzt der Obervawalttmgggericht«- rath Haha, der vruder teö bekannt» .Preßjud« Hahn". (Erneattr Lärm.) 6« eutspimtt sich ei» Redekampf für und wider Stöcker, in de« «ö a» persSnlichen Schmeichelei» nicht «angelt. Die latyhgcc Stöcker «, di« sich augeuscheinlich t, der Miuorttäk dciiadea, stör» durch forrwährmd« Hochruft aufStvcker. die .reinen" Antisemiten antwortete» mtt Hochrufe» oaf Bück <l und der Oekonoa de« Lokale« machte dem Spektakel dadurch ri» Lad«, daß er da« eleltrisch« Licht „klappte". Unter gegenseittgea.8ttdra«würdigkeitea" trennten sich dtt frivdttche» Brüder.*) At«ttß»rt» 28. Ottrber. (Or. Aorr.) Der Verein zur Unterstützung von Witwen und Waise» armer türeelttischer Lehrer und Vorsänger lSürttembrrg» ist ia sei« zweite« viertljahrhurdcrt eingerrttm. Der Recheaschaft«bericht pro 1887/88 beweist, daß d!« Leitung in guten Händen ist. Sieben Witwen «it Aufr-Tn, zwei rlt«rnlose Waisen und ei« krauker Lehrer find im ganzen mit 1525 Mt. unterstützt ward«, auch wurde »och ei« Bettrag au den allgemeiam evangelische» Lehrer«llater'tützuug«-Beceta verabreich». Ihr« Mäjestät« d-r Läaig mid die Känigin haben dem Bern« ihre sortg setzte Halb uad Unterstützung angedeihen laffea. Jo dm Grundstock wuckxn 890 Mk. gestiftet. Infolge Rücktritt« de« votstaude« L. Liebmaau hat Herr Bankier Sontheimer in Stuttgart die Agmtur für hier über« nommm, uad seiner Thätigkeit verdaust der Verein besondere Förderung. Da« Berein»oer«5geu ist aus 32,817 Mk. aogewachsen; aber mtt dem Bermögm«zuwach« sind auch die gerechten Ansprüche an den Verein gestiegm. Aus Urappu» theilt un« Hncr Odermntoc Max Singer mann mit, daß sich die Millheiluag ia vor. Rr. (brtr. AaSw-isung) unmöglich aus ihn beziehm könne, da er in fixer Stellung uad noch ledigem Zustande sich befinde. Wie». Der Borst, nd der Ehewra Aadischa hat dft Herren Gustav Simon and Joses Hieldburghänsser aalößltch deren 70. GebmtStage« zu Ehrmmitgliedem emanat. Ae«. Während der Anwesenheit de« dmtschea Kriftr« Wilhelm II. iu Rom wurde in der dortigen Synagoge für sein Wohl besonder« gebetet Kt. Arancisü«. Herr Adolf Sutro ist »on eia« der unabhängigen Bereinignngm al« Major unserer Stadt vorgeschlageu. (Derselbe ist ein Reffe ae« ia Muaster ver« storbmm Oberrabbiaec« il. Sutro und Schwiegeroatrr de« Herrn Professor Dr. Rusjoaum tu Bonn.) Australie«. Herr P. I. Mark« v.A. in Sidaey wurde zu« corrrspondnmden Mitglied de« sraazöfischeu .Volapitc-Brrein«" gewäl^lt. Er ist der erste jung« Gelehrte m Sidney, welcher rtu /Zeugniß über Befähigung ia dieser Weltsprache aufzuweis« »«mag. Au« Jeff» verösfm!licht eine hebr. Lorrrspondenz ein« Brfts» tu »elchem grklilgt wird, daß die Wohtthätigketts» vereine und Privatwahlthöter. »elche für llllllerrtchtszweckr iu «der» Lheilrn de« hettigm Lande« so viel beigestrnert had», diese Stadt fast ganz venmchläsfigten, wodurch der Wohlstand derselbm du Röckgaug« begriffen ist. E« wird feruer dart» ab» eine überraschmde Thntsache berichtet, daß der Handel der Stadt, obschou gerüchtweise die jüdisch« Handeblbestrchm^m voa gute« Erfolge begleit« find, ganz iu dm Hände, der Griechm ift «ud weder Judm noch Türken demsrmm dtt »«rdienir Aufmerksamkeit zuwmd», obschm derselbe »ebm dem Ackerbau für besähttztt lkröft« ei am weittu Spielraum dtettt. 1 Mtt vezaa h<««»s zewiaat folge»d« »ngqpMge« Ml»> thcklaag,»«» der Ttwrle» », «a-rfchetnUchttit. «, Lehrer hm» stagst dieGölt« ^tock. Bock" «x die vchulwset oeschriebm «w ftrdettr dt« Sinder auf, an« diesen Ljaqelwörte» adgelenet« GSrtee z» bilden «ad attdan» detdeelrt For«a «U a»d »ha» Srfch^lhtßwur' t» Lätzen »*» Mnqibot vrt Dnrchslcht der SchickttSfel» fand sich fast darchgängtg ftlgreü« LSsung: .vroch Stölker. Bock, BtdicL Der «lock ha« »« Bock; der «itdcker haar tzen tttckel."