Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 19 (1888)
- Issue
- 19. Jahrgang Nᵒ 46.
- Date
- 1888-01-01
- Page
- Seite 357 (sequence 5)
- Language
- German
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' BCdhr aabrnr CiNrftffioii bei. Herr fHaWiwrr Tn, vft^a hvdm rinbnudboOecWelle dm Größt« Berlillt, den das Ge» «eiuMskst »te »irb Einzel« nittte», havor. Herr Vorsteher Rechtsanwalt Emü Lrhviano sprach, selbst «schüitat, dartische, ergretfmde Werte. u>t> der Vertreter brr Freimaurer« Log« rief einen Scheidegrnß in» Grab hinab. Durch den Hiutritt düse« Manne« erhbbt sich die Zahl der o« 25. Novm'ber zu rrählmken Semeiudedepunrten (außer eine» Borsieipr) auf fünf — für die Agttattou im besser-u Sinne ei» mueiterte» Gebiet, so daß wohl mehrere domloaa »out i» dm Geireiuderoth ein treten dürften. Ist ja Agitation in de» Vrmten der Sachlichlrit und Objrk. tiuitüt al» eia Zeichen lebhaftam Jutnrffe« an den Gemeiude. «gelezenheitm »ähr zu kgrüß« al« Gleichgültigkeit, als Ackifferotti«»»«. Ja» Destprmhew (Di.-Sott.) .Hilf Dir selbst, s, hilft üur Gaul" Unter diesen Motto traten vor 8 Jahren eine >»z»hl Rabbiner. Lehrer und Laoterm in Danzig zusammen und grüudetra di«! »Hilfskofse für jüdische Gemeinde« Beamt«, der« Witt»« und Waisen tu dm Provinzen Pommern, Ost« und Westpreutze»'. Zweck dieser Kaff» ist: denjenigen Mitgliedern, die durch ftrartyfit oder Alter dienstunfähig aeworde« sind, kür die Zeit ihrer Dienstunfähig, k-i». 2. den Wittwrn »ab Etats« verstorbener Mitglieder Beihilfen zu grwährm." Die dm jüdischen Gemeindebmmtm von ihr» Gemeinde» vmeeignte Pension im Falle ihrer Dimstnufühigkeit, die meist bejammauswnthe Lage der Hinter« blieben« vo» Beamte» solcher Gemeinden, die ihrm Lage« stellt« nur «tu müßige« ÜÄekomme» gmoährrn Wune» und zu der« lluterhalt dann die Bohltbätigkrtt anaerust» werden muß, hatte dm Gedanle» ln «hrmwath« Mauoern hervor, »erust», «in« Kasse zu grüridev, di« diesem Elende mit diese« Jammer Abhilfe verschaff« sollte. D'«se Männer habm ge« »iß gedacht: wie verd« sich die jüdisch« Beamt« bale». Mitglieder dieser Kasse zu Weid«, um ruhig« in die Zukunft sch«« zu Won«; wie -an werd« sie d« gaiugin jährlich« Beitrag zahl«, «m etwaige U»glück«sLll, in den FamUi« ihr« Kolleg«, ja in ihr« eigen« Familie leichter «trag« zu mach« — ab« wett gefehlt. Seit.dm fünf. Jahre» chm» Bestehens zählt di« Kaffe .achtzehn' ordmt« uche Mitglieder, d h. solche, I>ir de« jüdischen Bamtmstaadr augchärru. I» dm Provinzen Oft- und Westprmßm und Pammr» amttr» sich« «ehr al» sechshundert Personen, die «uh de» Statut de,: »Hilftlaffe' Mitglich« werde» kämt«, uud davon gchär« .achtzehn' zu derselbe». E« ttnmte d« Eiuwurf «Hobe, Nierveu, die Beamt« woll» erst sehr», ob di« Kaff» sich lebmüsähi, zeig« wird? Ja, wie soll ihre Nützlichkeit erprok t nierdm, wenn die Herr«, welche ihr Lcheu» kraft gebm solleri, str» vo» ihr bleib«? Ab« zur Beruhigung solcher Gemüther kau» ich folgend« Lhatsache «nführen. Die Kasse ist jetzt i» WirlsauKtt getretm und hat tu eiuem Falle ist« Hilst m bevmts«. Ei» seit Gründung ihr zagchärigch Mißlich m vor menia» Wochm Vastorb» and h«tt eine Wittwe mit zehn Kindern hiutalaffra. Dies« Familie wirb «m <o» da ^Hilfskoffe' eine jährliche Uutrrsmtzung erhalt«, dir d» Gehalte eine« Kultu». beamt« tu «iua lleiu» Siaot gletchkommt. und so vor äußrr« Roch eiuiaermaß« geschützt feint Da Beitrag, dm bü» verstorbene Mttglich zu zahl» hatte, betrug jährlich 10 Mark. Ok Harm kehr« uud Kantor» dm genannten Provinz» mvg» uu» einmal «Ü sich u, ob sie t«t jLbrl ich aletche»' «tu« so hah, Reute ficher» könne». m ncir wmtom et guwwi Mtnm, |o nnttoen die Quotm noch hüha g»cheit ward«. — Da letzte Kaffe», chluß hat solgenoe« »kefnltat. Da Bestand au« dm rjahrm betrug 4549 M MarL Die Eiumchm« t« 1887 betrug» 12512» IXL Mit eiuemBamSgm Ma 6658,89 M ist die bttsllkafi« tu da« Pah» 1888 et«. jst naß« d» docher bezachmetm tu nx oen gcBQHJ»at ) z, Rache geh» «id am n— _ - fc» * * - - -- vnsnigc um ytmi* taue».1 .Biele Wmig .achtzchn' noch 13 rmp^mtive uud 14 außerordentliche Mitalieda, die zusamm« tährttch 1982,50 M. Veit«, zahl«. W« näh«« Auskunft habe» will, »«de sich an d» Schriftführer da »Kaffe». Krau Lehr« Benjamin Schrei brr in Danzig Huudegasse 125j ' Plocki.Flotow. Gaffel, 6. ftowmfer. (Or.-Eorr.) Da« hiff. .Tagebl. und Anzeiger' vo« 2. Nwbr. ist auf «ehr«« Spalte» mit .Erklämng«' gefüllt, tri welch« viel« Bürg« mtt grüßt« Eutrüstuug gegm die .Kühnheit' und .Frechheit' protestirm, mit welch« sie va» da «utisemiteupartei al« Wrvlmäitner ausgestellt Word« seim. Uni« ander« befindet sich folgmde Erüäruug: .Uuta dm IRitglieda» da hiesig« katholische» Gemeinde bat e« gerecht m tlawillm erregt, daß «au ihre Namen migbraucht und ohne ihr Wiffm und Wille» tu die vo» da hiefiam .Reformpartri' aufgesttllte vo, schlag», liste zur Wahl o« Wihlmänner aufgeuomm« hat. S« soll hier besonder« bemerk werden, daß Geistliche und Lehr« d« Gemeind« da »ReformPartei' vallstäadig st« stehe».' Man «steht daran«, mii. welchm Mitteln diese Prrtei kämpft. E« scheint ab« dock ein »ützi« Kampf' da Reformpartei zu sei», de»» wmn »ia» im allzugroßm Eistr, um nur Wablmäuu« für dm erwünscht« Taudibat« zu «lang«, bliovliog« zngrr'st, ja sogar die Lobt« au« de» Gräban heraustuft. da muß r« doch »m die Partei schlecht bestellt sei». Wnllich erfährt mi», daß di« Partei sich auflösm »ad uat« audam Ramm m« coustiturrm wolle. Ob da« wirk» lich der Fall ist, muß seeilich abgewartrt werden. Ad-r öie Bawahrungm Seit«« iteler Ehnst«. vo» da Antisemit«» Partei al« Wahlwäun« aufgestellt zu sti«, gebm doch z» denk«, uud wenn auch einige vielleicht nur d« jüdische» Kundschaft »ege» üffenttich dagegm Protrstirt habe», so Hab« doch diest Berwabmng« einen groß« Eindruck ge» waiht. Ja, gerade die iltbazeuguug, daß so viele christliche Bewohuer da Stadt uud Umgebung von Jud» lebe«, kau» nur al« Beweis von der UaeutbevrlichKit d« letzt«», von ihr« Thättgkrtt uud ih«r Intelligenz angesehm werd«; ab« auch vo» ihr« «ahtlichkett uud ihre» lrdm-werthm Bmchmm, ihr» Arbeitan uud Angestellten gegmüber. Wenn nach dem Programme da Rrformp artet «g da« Streb« derfelbm war, die »aiaonaUtberale Partei in Laffel zu stürzen, so dürft« ihr "M Traudm beA zu hoh gehaua« Hab«. Uud wenn an« Jud« die An tifrmitmp artet wich« einmal die geballte Faust zeiget, va erianat sich daun »rcht d« schän» «orte, di« wir täglich nach dem Schlußgrbetr leise sprich« -s, u>771 ^t». Auch dies« «alle »Kd vorüber. »Kh«. halt« wir mn tau zu dm Morallehr» uns«« Religio» und zu uustrai deutsch« vaterlaude. Ptzeiutzeff«, 1. S^vemba. (Dr>L-rr.) In Rr. 42 da »Israel. Sochmschiist' schreit da Har Lorrespoadmt Zeta und Mordio übtt die in da Landgemeinde Ober. Ramftadt vorgekommeue Stüruug. de« G ottesdim ftr« und glaubt solche nur duvh Ei»»^^u»g von Reformen') »er. Pudan zu käuu«. l Schreib« diese» ist kein Feind da Restä仫. glaubt aber im» Mittel eh« zu k-uu«, al« in Herr Eorrrspondmt. Du« Mtttch liegt chqig und allein tu dm Händm da Har» Lucke«, uud vettrckradbcker, dm« die betreffend» Lmckgemckck» hi« i» Heffm gesetzlich unter, stellt stick. Jede ttsfa: Laudgemebck« besitzt et».- Miß gioatlchrrr, da zugleich Lhasa» uud Schachet ist, und wmm dk Gemeinde »och so tlrin ist, anch eine Synagoge. Ada kein« da betresstudm Harm Rabbtua betritt »ach «K Fuße dk Syuag^e beim Sabbathgottrsdimü wck überhaupt nur tu dk Semeiud«, wm» a vaustit „Kd. eine» Vastorb««,» Me Leichenrede yt halte». Gotte«. di«st tu da Svuagoge uud Ptttsung de« Rellgiousunta. richte« uchmm sich sehr schüv auf de» Papiere auch aba ste fehl« tu da Pmxi«. m d Me Sussühmuq ist HKr zu Lacke sehr leicht, da dk «sockah» sich alle OrtscheP« mtt da *) «ud Si'steud' find doch «hl »tcht al» i*B|i»f« Nrsor»«' MiMt (Hak)