Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 19 (1888)
- Issue
- 19. Jahrgang Nᵒ 45.
- Date
- 1888-01-01
- Page
- Seite 350 (sequence 6)
- Language
- German
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J-G-B. könnte durch geeignete Schritte beim Landtage vielleicht etwa« »ziel» Ich Hobe am hiesigen O>te sei: 1865 die vollen Tom» munolobgade« nicht nur vom ftxi'tm Gehalte, sondern sogar von aanz nnbrshmmten Rebeveiakünften zahlen müssen und alle Beschwerde« bi« zum Ministerium blieben ohne Erfolg. Erst seit 1884 haben die städtische« Behö-de» aacki vielen Bitten und durch Emtirien der jüdischen Stadtverordneten ge» nehmet, daß ich gleich b.n L>hrern der hvheren Lehraust ilteu und der köngiich» und städtischen Beamten 2'/, fr schienst» einkommev« zu zu zadleu habe. E« wird dies« Berücksichtigung damit begründet daß ich den Schülern de« städttscheu Realgymnasium« und deu Schülerinnen der höheren Dichter» schule, wenn auch nicht au der betreffenden Aastolien, jedoch immerhin Rellgior«uu„rricht rrthe>le. Diese Unstchr «heilt jedoch der Kreis-Avsschuß Hinsicht« der Kreie» und P oatnsial» adgaden nicht, gestützt auf da« bekannte Besitz vom 11. Inli 1882. Rach § 8 bttfc« Gesetz«» find olle unmittelbaren S>aat«beamten bei Eommunalabgaben zu berücksicht gen. Dieser § ist aber durch A. 8.-0. vom 14. Mai 143ä auch auf mittelbar« Staatsbeamte also auf P-ovinzral-Kreiö- und städtische Beamt« auogrdehnt. Ob aber jüdische Knltu«beamte al« mittelbarer Staat«beamte gelten, ist bi« jetzt meine« Wissen« noch nicht entschieden worden. E« könnte diese« nur durch 8i4yC beim Bz-rksaneschuß durch» geführt »erden, wozu ich kein« Beranlaffunk habe, da meine z» zahlenden Kreirabgaben sehr gering find. A Stur manu. Toböenz» 2. November. (Oc.-Corr.) Der Herr Lorrespondent in Rr. 43 u. 44 der Isr. Wochmschr. an« Erefeld girbr mir Beranlaffung zu folgender Richtigstellunz: E» ist von kriner Seite behauptet worden, bah die jüdischen Einjährig-Freiwillige» die Fähigkeit nicht besäßen, da« Officiers-Examen zu bestehen; die Thatsgche aber, daß sie al« Reserve-Osfiriere nicht gewählt werden, hrt der Herr Eorrespoudeut nicht widerlegt. E« dürften sich noch viele Beispiele anführe» lafien, wäch« bekunden, daß junge Litte da« Examen bestanden hätte», ebenso »eniq läßt sich aber bestrrsteu. daß seit einigen Jahren kein Oificerkorps jüdische Restrveosficiere in ihre Reihen ausgenommen hat, woran alle Besttlbungeu scheiterten. — Ferner beklage» sich eiu pe H rr-n nnd wünsche» Äaffenpetitioae» z» Gunsten der Befreiung jüdffcher Beamten von Leistung der Lammunalabgaben. — >ll» aber vor eimgep Monaten «stw solche Petttio« an da« Abgeorvaetenhons geplant war — und auch di« »Wochen» scheift' zur Eile ermahnt« — warum habe» di« verehrt«» Herr«» und ander» Rabbiner ihr« Gemeinde» nicht zur B» ttzeiljgnng veranlaßt? Ganze geh» Gemeinden i» pcrußischen Staat« habe» der Aufiordernug Folge geleistet, und e« darf »och al« Wnader beüachtet werden, dag die Petition im Plenum überhaupt noch rar Sprach« kam. Dies« -eh» Gsnüind,» beid>iel«we>1e wüäen sich lehr besinne»^ noch ei» mal u, ri«brrn, mst ihre» Fingern die hoßor Kastanien für All« «4 do» Feuer za hole». Sollte die Hohe Re» giernng an« der Imirio» jener zchn Gemeinde» vrch Material Wpfini IVt €mt «DnOfK WUskHAkINND Wm | 5* MV KV »iinmissla«gkwünscht wnrde—.könnt«sümmtüche preußische Gemeind« danGarsti», daß die Rogier»»« sagt: kMMtKP mwrrravsi . . MenGe». Gö Fchl. 3. Ravender. (Or^Eorr.) Dihiesig« Rabbiaerwahlangelegenheit ff: leider noch nicht beendiot, und wir stehe» jetzt »ach mehrmoaatlich «n Berhauklnng» nnd nachdem wir «ine überau« tüchtig« theolog ffche nnd rhe» torische Kraft «quirirt zu haben gluabtm, wieder ganz am «»fange. Der von der Rwräsentantrnversammlung vor et» w, 4 Monaien «Ü so großer Majorstüt zur Freude de« überwiegenden Mehrheit der Äemrindemitglirder gewählte, (und ebensall« vom Vorstand«- bestätigte.) Landrabbiner 0r. 7 G o l d s ch «i d t»Birknfetd hat in letzter entscheidender Stande auf di« hiesige Stelle rest'gnirt. und so steht sich die Ge» meindeoertretnng genöthiat. auf« »me Schritte zur Wiedcrbe» setzung de» nunmchr berm» seit l*/4 Jahvm erledigte« Rabbi» nat« zu thun. De« überwiegend größer« Dhril der Gemeinde ist da« Richtvordandmsri« eine» Rrdbiner« durch,»« nicht V gle'chgtltig, da« Brdürfniß «ine» solch« zeigt sich bksouder« in Kasualsällm, >oo die Beihettigten genvthigt find, mit nicht unerheblichem Kostenaufwand einen auswärtig« Rabbiner her» - beizumsen. Mögen die Rvbbinerwahlfrao« z« einem bat» - digeü allseitig befriedigenden Abschluß gelangen. — I« Laufe deö^mmenken Winter« weiden die Herren D-. Gustav Larpele« »ad Hofcach Bros. Al-xauder Gtrakosch, zwei Koryphäen ans de« Gebiete der jüd. Lstreratur resp. . dramatischen Rrc tatto». ans Beranlaffung eine« der größten hiesigen Vereine Vorträge halt» — ein erfreuliche« Auzeichm dafür, daß da« geffttge Lebe» aus allen Gebieten die uöchige Aurrguna findet. — Der diesig« Benin für Krnukenpfleg« und Dodtm» Bestotttung (Ostowrn Lnckioost») begeht i« »wuigm Wochm die Feier seme» hundertjährige« Bestehen««, für welche bereit« die umfaffeudste, Borbereirnagea getrost» werden. Ein M tglied de« Gemr-mde-Borstande» wird die Geschichte de« Bern»« in ihr» bedmteadst» Phas» -am Gegmstaad einer Festschrift mach». E« sei mir bei dieser Gttegmheft gestattet, Ihne» de» Her» Marcu«Perstcanervoiznstellea. der am 1.Ki«lr»' (6. Rovbr.) sei, VOjährig» Dirnstjniuläam al« Beamter diese« Berno« stiert. Der J-bilar. de» fest eine« halb» Jahr» i hundert die traurige Verpflichtung obliegt, die Lordereivwa« , zur B-stattuag verstordmer G meiude-Augeh-rigm zu tieffm ' und zu übnwach'n. ist dies» seinen Amtspflicht» jederzeit »ft treuer Hingebung und Gewigenhaftigkrtt nachgaommen^ Und wenn auch seine di»Mchee Funktion» bei manchem Mitglied noch wehmtihiqe Ertnnrnuigen wachrnstn, so hat doch jeder den alte« Herr» »wen der Bteberkrtt seine« «es»« und seiner wahrhaft« Frömmigkeit gern. Biel gerühmt ist sein au«g e-eichnete« lSedächtaiß. Herr P. kenntz ^nau d« Todestag aller fest öv 2<ch6« hier Bestattete», erinnert gewiffenhaft an die resp. »Jahrzeit«»' nik hat s» viel dazu beigrtragm, dir Pietät geg» ocrslarbene Aagehörtge zu weck» und zu pflege». Möge de« Jndilar, de» vetbe«» erb« zwar nicht keschted« fink, der aber mit vätrrttcher Lieb« die ch» in di« Ehe gebricht« Pflegekinder erzog» unk versorgt >>«t, et» recht langer unk tzeiterer Sbenlobenb beschiekm sei». Mraüforü. 7. Oktober. (O^»Eorr.) Im letzt« Monat starb hier Herr H«ri Raphtati Ltzevob t» 81. Setten«jahre. Er stamm,« anö der sranzöstschm «Schweiz ließ sich in Londo» nieder, »o er ei, Gschast Bobliim. Nachdem er fick vor «. 12 Jahr« vom G« schäfte pi'ückg^og«, zog er hierher, wo er seine einzig« Tochter «rtzetrathrt hotte. Sei« Mnßw -m nntzte er g»t an«, indem er ein« große Angatzl «n nli» giöstu nnd phckosoptzffchen Effohit verfaßte, die et« tstst Be» lestwheit und Gidankenfülle »»rach«. Ei» •«* «chßst» mc (Mg» Jah«n im Drnck »««er d» beschstdrn« Dwl : Moni« p*r nn VIeMarck.« Dstst Lnfpltze er» och» sich über wichtige Dtzemobi, wie R^iitzt«, llasterdl stth Evolntton. Indmchnm tt. Obgleich « n «^VtnitstnevMMed». MaMt mit fmb« tbm pmtHjm ~