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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1888-01-01 · 19. Jahrgang Nᵒ 45. · p. Seite 351

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
19 (1888)
Issue
19. Jahrgang Nᵒ 45.
Date
1888-01-01
Page
Seite 351 (sequence 7)
Language
German
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»M S«it mb Thal. Hier U Bithfotb versSumie irr keine» Gottesdienst. raftnr wen» er »»wohl »der verreist war. Seme WohlthättgKst war grob »ad nach de« Prineip “Y103 fNV. Rach seine« Lob« ließ er sei«» ßkadbiva «ev. Dr. Stranß «ine Samwe Gelbe« äderaebeu für die Armen; auh hinterlieh er demselben Geistlichen "ine Summe Gelbe»: .al« eia "Andenken-, »ie »r stch schristliti ansdrückt, .seiner Hochochtnng für denselben-! TNdsttt'N. Qnr hiMerläßt eine Wittwe, die ein« Frau i« Sinne von Spr. Salom. E. 31 ist. Ker«isch1< »»d utmtftt Dl«chrichten. Hlrrsksn 1. November. Die »Breslauer Zeitungberichtet in ihrer heutigen Morgenausgabe : .Auszeichnung: Prrf-ssor Dr. Grütz hterselbst ist von der JUnigL Akademie stir Geschichte in Madrid zum Ehrenmitglied« ernannt worbe», eine Auszeichnung. welche bisher in Deutschland nur Professor Theod or Mommsru und Emil Hübner z« Theil gewordrn ist.- <H gereicht wahrlich der ganzen Judenheit zur großen Ehre, daß eine spanisch-katholi'chr Akademie einen jüdischen Historiker, der nicht gerade sehr glimpflich von dem spanischen Katholizismus g>schrieben bat, so ouszeichnet. Wie tief muß da der Ausschuß des deutsch-isr. Gemnndebundr» «rvthen, der sich selbst und die von ihm eingesetzte und subventionirt«. »historiswe Kommissionum I»i« Ehre bracht«, den berühmten B». Historiker ^au die Epite derselben gestellt zu sehen. ügen die Berliner jüd. Professoren — mitsammt Prof. Lreitschle — nach Spanien gehen und dort von den katholischen Akademikern die Xifigct jüdischer Wissenschaft würdige» und ehre» lernen. Ins Hkrfthlefie». Die von Herrn Dr. Wiener, Rabbümr zu Oppeln, gehalteneu und zum 18. October veröffentlichten Deukreden auf die beide» hiageschiedruen Monarchen ließ ei» Oppelner ktavtverordneter sich rinschickeo. -reitag Mittags erhteü er sie und Sonnabend worden fir •af Rrquisttio» der Oppeluei' Staatsaumallschaft crufisctrt. Saul »»d Jonatha» find t e Hauptfiguren dieser Redeu. Näheres darüber fehlt uoch. (^a > ve.al. die Rrcension im deübsenden -Jüd. Littrrato'blalt.-) V«» Oirdarßet». Dt«: .Freie deutsche Schnlzeituugfh 42 vom 19. Oktober schnibt unter .Vermischtes': Die «»tliche» Lehrercoufereuze» scheinen seit aera«mer Zeit der politische» Agitatto« dieue» z» «üffen. Nicht ge- »ug. daß. mir ««, aus schreibt. die Pastor« t» ihre« sonstige» verkehr mit > e» 8ihrer» de» .Reichsboten' und bi« von ei»r« Geistliche» geleitet« »ttzobaxreaktionäre .DeMsche Lehramttnugpi »erbrrtten smhe», werk» «ch a»f de, ,»tliche» verftuomluug« politisch« Zeitungen S ticke r'scher Richtung ««gelegt und empfohl« (Sollte ber Herr Eultus-Minista hie,»« K«m»tß h«k»p) I»s fl»«. An de« Progrom» der Realschule in Fr rtburg t> B. ist »or dt» Kok» des Rabbiners «ab des Hanptlehrers, welch« bei israelitische» Rrltgious« unterricht »«heil«, die Zeile, .Für de» israelitisch«» Rrligionsom,nicht" ausgefallen, so daß di« Name, der beide» Herr» unter de»» ber beiden itztadtoikare stehe». Ei» Mensch, kr wahrscheinlich nichts Besseres zu chn» hm, schickt diese Notiz de« Witzblatt .Ulkin verU» ei», welche» spottend diese Totaanz bewundert. Go wett würr ber Spaß sehr dünn' Hb «ager arwes« »w» krt« Empfthftmg für de» Koch, der th» bereuet HM. Spaßhaft roirds «st. das ,,Oo»5b»ukäUjk ianaoiitwad Oigu wo» N«kckodu in Kr. 17 M» 19. vkwb« das «ls etwa «ch nicht Dagewesenes deeicht« « de» Rat»» beschreib»»« Rabbiners Dr. stewi» als Lehr« in d« christliche, Ihrligio» nenM, D« «ch« HM d» Gaaßiwdustrielle». Sigisl «elfer Hs Gchj«, (Wgligiah^ llnerwunung seiimr Weis« ist et» Neffe des nm die jüdisch« Lttteratur hoch- »erdteMr» Gelehrt» Val««» Bub«.) Ueoppa«. , Var stürz na wurde »nt« dreißig ander» Leibeigen offen/ auch Canttr Singer««»» »«» hier ansgewiesen, best» Frau und fünf Kind« in Oberschwfi« geboren stiw. Er hatte eia Gnadengesuch an dm bmtkcheu staiser gerichtet, daß ihm der Auseuchalt tu Schlrfim gestattet sein möge, »nrde ad« abschlägig beschiedm. Akorisbarf (bei Wi»>. Hi« wurde jüngst Hsu« und Etgmthn» eines christlichen Einwohner« von de» Gläubige»! gepfäukt »nd oak-nfc. Der llnkünfa des Hauses war ebenfall« ein Ehrtst. Der frfiiietc Eigmlhümer bat kn jetzig« Inhaber, « mSchte doch seine alte Mutter, welche v» chrrr sttndheü an in diese» Hanse gewohnt hatte, nicht «nbarmhazig zmtugm, dasselbe z» verlassen. .Was gebt «ich e»re Mutter an?* mar dir Amwort. Rach kurz« Zeit ka»ste ei» Jude, Herr Adolf Redlich, dos Haus «nd der erst« Etgeathümer wendete flch auch an dies» mtt derselben Bitte. Hi« hMte n fich dm» «ch eines glückliche» Erfolges zu erfreu». Herr Redlich versprach in grvßmüthtgrr Weis«, die alte Mutt« »och zehn Jahre rcntlos in de» Hause wohum zu lasten. mag es nicht auf meine» Gewiffm habm-, sagte er, .a»ch nur tudirect die Ursache ihres Tode« zu seta.- (Das war - redlich! KH p VSVS) Haag. Ein Anerbieten, vielleicht einzig in sein« Art, wurde jüngst dc» Vorstand« kr jüdische» wmciak gemacht. Di« Sittwe eine« verstorbenen Mitgliedes, welch, schon früh« kr Synagoge ein» reich geschmückt» Vorhang geschenk hatte, wollte wiederhoft durch ei» kdmtendes Geschmk da« »»denke» an ihr» Galt» verewige». Z« diese« Zwecke beabstchttgte sie, kr Synagoge ein» groß» goldme« stroalmchter z» schenken. Die Vorsteher beriethm ernstlich »nd faßt« dm Beschluß, »m keine z» groß« BeraMwortlichkeit mit de« Geschenke z» ükrarhm« und »» kein« Personm durch dasselbe in vasnchung (!) zu führen, Mt Annahme desselben «bzulehueu. Jtawfift«. Hmte fl tuen die Jude» den amerikanisch« Mtsfioaä'M in Lore« »»llstSadi, t» bU Sette gestellt werden. Letztere werk» Mlmltch »»» kr Baölkeruna t»s Seoul angeklagt. daß fie et« Anzahl caremttscher stinder kaufen, diese tbdtm u»d l«m ihr Fleisch zur «ereivmg gewiffer Medicammte kochor. Es ist merkwürdig, daß dieselbe Beschuldig«^, »elch, ekst dm Jude» so schreckliches Leid gedrocht, hmte gegm Christ«» erhob» »ad. VßtkOkkpßt«. Ei» siaoz neuer AiulebungspunV ist »u den zahlreich« bereit» besteheak» i» Lame der verfloffm« Monatt htuzugetmumm. Die russisch - polnisch« Judm unserer Stadt hak, «blüh ihr fang angestrehtes Ziel er» reich», ei» ngene» Theater »» besitz«, in welche« ihr eigenM lieb« und di« Tradition« unser« Lolles zur Darstellung gelaagensollm. Das Daltttheatrr in kr Call o »Hill-Street ist der M-ttelpankt, tu welche« sich i» kn letzt« Tag« «tu große« Audttorin», Jung ,»d Att, zusmnmmfaud nud sich au der Aufführung deti historisch» Trauerspiels .Lai, »der da Brodsuwrdaus brr Zeit kr spanisch« Inquisition z» ergötzen. Die effecwolle Juseruiruua. das gewützlte Orchester unter Leituug des Boltu-Virtuoseu Proftflor Lewisch, kt schon vor de» Sultan >gespielt HM, sowie die überaus aut gelangen« Darstrllaag i« Roll«, der« Inhaber dns tüdische Leb« in all« s«»«n PHM« zu kenn« schein« und cor kn« einig« schon eines berühmt« Ramm tu kr theatralstch« Wett erworkn dalun, alles dieses bietet kn Uuta» nehme« eia« gmügmde Gauoitie für da» Geling« ihres Unternehme»«. (Anwr^Sk.) Zdeffpnieu. Da ültrs te Sohn des Königs Sohauu >wn Adeipnim HM sich mit da Prkzeffin «nrtn vermählt. Die Br«utt ttug chm »«tAeltdini Komm weiche schon Jak-

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