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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1888-01-01 · 19. Jahrgang Nᵒ 44. · p. Seite 342

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
19 (1888)
Issue
19. Jahrgang Nᵒ 44.
Date
1888-01-01
Page
Seite 342 (sequence 6)
Language
German
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k42 — anb VitfMaer «riatr semitische, brtwabtrt, »»m sich alle Christen ei» Beispiel nehme» sollt». Ein» Jede» in unteraeordnrter Stell«, kenne ich dei» Theater eich». Bringt er^s zn nicht«, so »ichlt er sich eher einen «der» Berns, als daß er in kläglicher Stell«- bei« Theater sein Lebe« fristet. Inch silllt mir, »t« ich auch „chdenke, in meiner langjährig« Bühnenprapi« kein Chorist et», der Mischer Coufefflon gemese» wäre, «d mit de« Mutt«: .Nicht-würdig ist die Nat'vn. die nicht ihr Ille« setz' « ihre Ehre-, find sie alle etwa« geworden.- CeQerrtUb’Vl*iMtm. Wie» Der .Berei» per Unterstütz«, mittelloser i»r. Studentenveröffentlicht« settren 27. JahrvSericht, an« de« an ersehen ist, dah sich der Berei» zwar wieder mancher Beweise de« Wohlwollen« und der werkchätigrn Unterstützung im abgelausenr» Jahr« z» erfreuen hatte, — so z. v. an« dem Nachlasse de« Herr Theodor llffenhetmer 500 fl., van de» Erden de« Herr Mayer Mandl 400 fl.. M« Kin» Mttwe Karl Kempfner in Lewa (Ungarn) als Legat ihres verstorbenen Sohne« 300 fl., von der Wiener türael. Allianz 309 fl; ferner ein Legat der An» Therese Bln» 139 fl., von Herr» Dr. 8. Wolf eine Papierrente z» 199 fl. »nd diverse lleinere Zuwradnnge» von 59—19 fl.. «Vetha»«- spende» etugegaage» 896 fl. — daß derselbe «der durch de» Tod mehrerer Wohlthäter doch anch dedentrnd« In?fälle in de» Einnahme« hatte. Er zähtt im Ganze» nur 129 Mitglteder, die an Jah-esbeiträgeu 1334 fl. leisten, die In«- gaben jedoch betrnge» 4316.47 fl. So kam e«, daß von 441 Ses»che« nnr 391 berückfichtigt »erden konnte«, ist»» diesen waren 298 Studierende der Medici». 49 Hörer der Rechte, 6 Studierend« der Medizi», 49 Hörer der Recht«. 6 Stndirende der Philosophie. A3 Stadirrnde der Technik» 3 Pharmaeeatrn, 7 veterinäre «ad je ei» Schüler der bildende» Künste »nd de« Gewerbemnsenm«. Da die Unterstützungen. »m da« Ehrgefühl der Petenten nicht z» verletzen. al« Darlehen gewährt werden, so wurde» dt« inzwischen gut Gitnirten an Rückzahlung erinnert, infolgedessen 429 fl. emgingen. E« st-heu noch viel« an«, vielleicht lühlt »anchelner, dem diese Zelle» z» Sestch! komme», sich gemahnt, da« ehemal« in drr Noch Empfangene jetzt im Glück « den Lorfitzendeu Herr»Dr. I. Jelltnek, einzoserde». Wie». I» »orige» Jahre erklärte ei» israelttt scher Wrger hier seinen Imltritt an« dem Jndenthnm und de- ..l Religio, zeichnete sich, da er für lei» andere« Reiigionüdekrnrtniß inclinirte. al« eonfessionölo«. Sein« beide» Sdcker im Mter von 6 bezw. 2 Jahren wollte er -leichfall« nickt m-hr al« Inden betrachten kaffe». Er gerielh hierüber » 'Differenz mtt der Cnltnügemetnd« und erstritt gegen dieselde ein Erkruntuiß, dmch welche« auch die Linder al« confesfi»»«lo« erklärt wurde», da ei» Uedertrttt zu einer andere» Rtttgto»«- gemetsschast damtt nicht vollzogen »erd«. Die i«raelitische Lnltusgemeiude ergriff hiergegen Reknr« mtt dem Erfolge, daß »«umehr entschieden wurde, daß oft Linder, welche bei ihrer Ecbnrt durch da« damalig« Bekenntniß de« Bater« Israeliten geworden, durch deffen nachträglich eingetrttene Confrsfionsftfigkett ihre Eigenschaft al« Jsroeltt» nicht etnbüßen, vielmehr trotz de« neue» confesfionälose» Charakter« de« Bater« fortfahr«, Mitglieder der ilraelttisch« Reltg^us« aemeinschaft z» sei». Erst bet ertaugler landesgesetzltcher Rrltgftnsmündigfttt könnte et» Wechsel hinsichtlich ihre« Bekennttttffe« durch sie selbst herbeigeführt «erde». Die väterliche Entfchlteßmlg sei für sie unwirksam. -London. Bet de» natürlich« Ibsch«, »elche» die »nanfgrdeckt» Morde in Whitechapel hervorgernf» hrdeu, nimmt e« nicht Wunder, daß vag« verdmhtsgründ« «afgetancht find, welch« die Spm do» Mörder« dft z» d«'»nwahrscheinlichste, Qnrllen verfolg«. Wir hittttn j'doch »»«»«gesetzt, daß et» so varmhme« Blatt, wie die .Limes" »tcht die abgeschmackte Berlenmdnng de« vlntgedranch,, in einer so etgenthstmlich verächlliche, Weis« wickeranfgrsffscht Hab« würde, um dir nnwiffacke Bevölkern»- da« geg« die „schuldig» jüdisch« Nachba« p» Hetzen. Daw noch, so «glaublich t» schein« mag. dnrstr der Wiener Corr«spond«t diese« Blatte« di« vehanptnng wag«, die Beschnldignng, daß der Talmnd «in» Inden, «elcher »ft 3 eftwr Christin ein intime» «erhältniß Hab«, .ermuthche, px Sühne für sei« Schul» dies, ,a tödtm «,d z« verftümm-lft-D sei »ft oollftändig wtderftgt worden. Dft Herr«» Dr." Idle, und Dr. Sastner hob« wohlgethan, dnrch nach--- ', drückliche Schreib« an dft «edaction ein« so schmutzig« verlenmdn», ans ihr« änßerst, Ernndloftgstit zurückzuweise».^ v-- E« würde überflüssig sei», zn» Nutzen »er Leser eine« jüdisch« Jonrual«, »elche von ihrer Jugend ans belehrt war» d«, daß ihr« Reltgft» »ft Ibsch« Mord »nd Sewaltthat 2. verdamme und d« größt« Werth ans dft Heilighaltnnq de« menschlich« Leb«« ftge, «viel Gewicht aus dft Beleucht»»- solcher inurttoft» Inschnldiptugeu zn legen. lösch« erregt bet »ne sch« der bloße Gedanke ein« Leichnam verftümnchl» - zu könn«, selbst »e» dft Seeft ihre irdische Hüll« oersaff» hat, wird diese »och al« da« Bild de« göttlich« König« belrachtet, md mnß «ft Ehrerbfttnng behandelt utthts. Fern sei e« nn«, bestreit« z» wolle», daß dft jüdische Lttteralnr auch Zengutffe abergläubischer und intoleranter St» stnnnng« anfzuwetseu habe, aber wft fordern Jedermann her»' an«. Beweis« zn erbringen, »elche da« Vorhandensein brutaler Gransanckett nnd tollhänölerischer Bobheft in de» < Glanbenäbekenntniß «ch de« niedrigste» v« denen, welche V, je sich Inda genannt hecken, uachwttft» könne». h JirtW Dft »Jewish Chronftlethettt folge»»» Brief de« Her« S. Montag», M. P^ « dft Rrdactio» & der -Pall «all Gazette-, welch« diese rmterm 1». d. WL .< veröffentlichte, mtt: .Geehrter Herr! Ift getrener Leser Ihre« Blatte« und in völlige» Einverständniß mtt der Irl »nd Weise, wft Sie dft Schwach« gegen dft Stark» verlhefttgen, hat e« mich unendltch geschmerzt, in der gestrig» Nnmmer Ihre« go» \ schätzten Blatte« sehr schwere Beschuldigung» n« dft Inden »ei»«« Wahlbezirk« zu finden. I» der jüdisch« ( Geschichte find« »ft »st berichtet, daß, wen» Epidemie» «fttaft». oder Mord« ftattgefnnd» hatte», al«da»» falsche Iasch»ldtg«g» geg» dft Jüd« erhob« wurde», wodnrch . dft unwiffe.1»« »nd z» Berdrech» genetgft Bobkümenge m \ Gewaltthätigstit» geg» je« gereizt wurde.' I« unser« ' - erftnchietra Land« mtt einer anfgeklärt» Irbeittrllaffe - ist i solch« Furcht zwar nndeglündet; ^er warn« da« «the 3 Gespenst vergangener Jahrhundert«, in welchen Reliat»»«- verfolg»»-« an der Tagegordnnng war», wo auch «nnftr .1 der christlich« Glande der herrschend« war, allezeft wieder in« Z Leb« znrückrnstu? Wenig, Hab« eingeh«de Erfahr»»«» über dft Judeu de« I» «ck Instlande« ^macht al« ich, $ und «• diesem Grunde kan» ich mtt der größt»» Bestimmt- 4 Heft dehanptrn, daß keine Klaffe «nschllcher Wese» so frei - vom Hange (B Gewaltthätigkettru ist, al» dft In»« Europa ■■■. nnd Imerift«. Sie mvg» »echt Hab«, gechrter Herr, dft 4 Behörde, zu tadeln, well st« nicht et, AaestmU« der Man». «tffchrist airfdewahrt Hab», w^nrch jeder verdacht gegen dft Jud» hätte znm Schweig» gckracht »erd» können, odsch« ich durch«»« nicht rinfrhe, wft mm für da« v« . drrchru eine« Etteln» et« ganze volksluiff« verantworüich mach« kan». E« wft» alftenirt, «ingestand«, daß der Mörder «ine hervornq«»« stomtniß in der Imttmnft de- " seff» Hab» mnß, «nd ich glmcke nicht, daß et» mtt sicher X Knmttllß ausgerüstete» Jadtvidna» unter d» Jud« im? östlich« Thelle London« zu finde» ist. Wenn dft Hand- - schrtst an der ««er von dem Mörder selbst herrichrt, km» - es da«, eine» Zweifel mtterlftg«, daß sei« Ibficht mr! war, dft Verfolger auf eine „richtige Aährft zn leita nnd i seine Gehässigkeit an d» Juden »« Nachbarschaft z«u lat- ] druck zn bring«? «laub« Sft «ft auch noch, edw Inänahmesteflun, rinzmeehm» ^genüb« der Bchanptti», tu einer gelfZ,Wl«chW> £

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