Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 19 (1888)
- Issue
- 19. Jahrgang Nᵒ 43.
- Date
- 1888-01-01
- Page
- Seite 333 (sequence 5)
- Language
- German
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•nbca foKr. Das ifi: rin Erfolg derh«iß«der Vnfan«. Sicherlich wirb e# an ansehnlichen SitMdabrn i» Otzerschlestea selbst amt nhftl fehlen. Da viele oderichlestsche Gemeindm de« Dentich-J<r>»eltÜlchen Ge»«iod--Bnnde an« «edtzren, »trd bat Berdölinitz »»«sch«» ^nr. oderschleflscheo Aemrinde-Berbaud« »ab dem Gemeinde-vund« nach sorgsamer Erwäaung genau »« regeln irin. damit bei« betreffende» Ge- »etndm nicht zu große «atrcuIU Opfer (u^cmntbct zu nctbca brnncheu. Wir stab tu bc Lag«, zu rvuftattrm, baß eia ober» schlestscher Rabbiner, welcher auf Grund des Lrkmntuiffe« b<4 vderoerwaUnugggerit^r« vo« 18. Mai 1888 gegen bU Hmnztehuug seine« ganzen Dimsteiuk^mmms zur volle» Ismmnualstmer reclamnte. oo« znständigea Magistrat« »n'er Berufung auf da« M-nistrrial-R fernst vom 13. November 1888 abschlägig bifchiedeu ronrde. vielleicht ist einer der gesetzlundigea Leser der .Wochenschrift» in der Lage, den Wortlaut diese« Miu'sterial.Siescripte« in der .Wochenschrift" «itzntheileu. Luch ber geschäftösühceub« Lntschuß de« Rabbiner« Verba ab e« soll« sich im Juterffe der israelitischea Eultuübeamten mit dt>ser Nngeleger>heit befassen, vis jetzt verlautet aber y.icht« darüber, wie w-it und ob überhaupt die Sache geviebeu «st. Leiber scheint stch der Deutsch-Israrlttilchr Ae« «einde-Bund in dieser die LZem-indea und deren Beamten sehr empfindlich berührende« Angelegenheit ga z passiv zu verhalte» — Heber denselben Gegenstand geht un« heute vo» rineai jüd. Lehrer einer oberfchlefischen Stadt folgend, Vliftdeilung zu: .Drei Jahre hindurch izabe ich am h>«s. Orte '/, Einkommensteuer gezahlt, wurde aber diese« Jahr erhöht. Auf «eine Reelamalion ist »ir heute ber Bescheid znqegangen: .Nach ber Minister' l^erfüaung vom 10./1. 48 kann Ihnen die gewünscht« Berücksichtigung nicht zogeftande» werden''. Der Magistrat findet e» als» mit einem Mal« nicht mehr brr Zeit entsprechend, mir die Berücksichtigung, die mir 8 Jahre zu Theil geworden, »och feraerweit zu gewähren. Wollen Sie mir, gerhitrr Herr Redakteur grfl. mittheilra, an welche Behörde ich mich e». j-tzt zu wenden habe und ob die diedbezüßliche Petition zustande gekommen ist, von der s. Z. in Ihrem Blatt« die Red« war. St.» lWir ersuchen die detr. Herren, die Echriit« in dieser Angelegenheit oethau. um gkfl. A»«k»»ft in dies. Bl. Red.) — Dir Atmeinbe Nicolai ist fest Monaten damit beschäftigt. ihre alte Synagoge ernem radieatru Um« und Aus» baue zu untn ziehen. Zur Bestreitung der gröbere« Baukosten veranstaltet die Gemeinde Nicolai mit Gcnehmiguag de« Ober-Prästdentra von Schlestm ein« Berloosuag von Wertvgegmttauden vemtbl« Avggabe von Lotterie-Losen. Die Berufung de« Rabbiner« Dr. Fried au« Ratibar »ach Ul» har die .Wochenftrr>ft" beeen« gemeldet. Derselbe tritt zu« 18. November seine neu« Stelle an. Ratibor baut nnnmehr eine glanzvolle Synagoge. Die Ratchorer Gemeind« wird sich wohl ball« zur Einweihung ihrer neuen Synagoge dmch ei»«» neoeo Rabbiner und Pndiger rüsten. i UTf., 17. JDctafcr. (Or^Lorr.) In der gestrig«» Sitzung «fern StadtHgxarbueü»B«rsam«luag »nrd« die Magistrat», Vorlage. der hiesigen Synagogen-Ge- »etnd» et» Terrat» von z. v 8700 On.-M. »o» dem sogenannt» Jatzrmarklsplatz i»6ch« der »ar deren und hiutera» Varstadl pun Preise aus 30 Marl für de» Onadratmeter der z» bebanmdm Fläch« und 10 Mark für den Onadratmeter de« frridlctbcndc» »errat»« — l» uriuüno V7000 Mark — im Zwecke k« Bane« «dm Mac» Synagoge adzutrete». bngeuonnne». Htcrburch geiawgt, da a» der Genehmigung der Ausstchtabehorde nicht z» zwckfel». et» Projekt zur Au«- führnng, dw» dem drillend st.» Bedckrftittz »nserrr Religio»«., gemedche entspricht. k»a» «och »» de» »eredrzeltm Segne» »e« tamrholtz der Gemetodo immer «cheftthrt wird, lMMWfißchM mp* defchränke, fo qt Me» eiumal »icht nnbedinat richtig, da nach bei o»ßer«h«tlich» Gottrgbteufteu. Lonfirmrttonm »t, fswir •» solchen Festtagen. wrlche ans edw» Somttag «ber christliche» Friert», fallen, di« jetzige SynaWijst sich al« »W ,n Hein erweist, ist t« dach gerade in nuferir tzlandensarmen Zett baptzett »öthig, da« Vrdürfuitz nach religiöser Erda»»»«, wen» r« eben «» den hahe» Festtagen stch glücklicher Weis« »«4 doemnmttrt, algdoan nicht unbefriedigt zu lasse», um nicht «ich »och dt, letzte» Funke» religtösen Feuer« z» «rläsch» — Man war hier thatsächlich dazu gek,m«eu abwatzl dir Synagoge kau« ö00 Plötze hat. 1600—!S000 Lintritt«karten tu verabfolgen, obwohl nur jede« bettrog udm Mtgltede da» mit Entrichtung setuer Steuern nicht tm Rückstände war, da« Recht »iugerünmt wurde, zwei Eintritt«!»«» für de« Männer- und «ine für dm Fraaen-Rau« ,« be-nsprnchen. Da« Polliativ-Mittel einer «eben-Synagoge. ,u der mau nochgedrungen bereit« se i!W Jahre» für di« haheu Festtage greife« mutzt«, konnte seiner mangelhaften Institutionen »egen nicht befriedige», ^gesehen davon datz e« Niemande» verübelt »erden kamt, v«n» er gerad: an den hohen Fest, tage» dir ihm da« Jahr hindurch lisbgeevordeuen Fanctionär«, für »elche er ja seme L«tträ;e entrichtet, nicht miffeu will. Ermöglicht ist da« ganze P ojrct nur durch die Muntfieenz de« tm vorige» Monat zu Aller Schmerz dihiugeschtrdenen Geh. Lommerzierratb Moritz Simon. Derselbe hat nicht nur zu den fniwilligm Zeichnungen von 800,000 Mt. allein 100,000 M!. betgetragen, sondern durch ein« lrtztwillige Zuwendung von «eitern 300,000 Mk. dt« Gemeinde erst m den Stand gesetzt, au die Berwirkltchuug de« langersehnte» Projectr« dersnzngehe». besten Anoführunq eüreu Loftenanfwan) oo» 8—700,000 Mk erfordern dürfte. — Auch die Berliner bst Stadt würden kaum für die Abttetmrg de« Platze« gestiviml haben, wenn sie hierdurch nicht, rote Herr Oberbürgermeiäer Selke trefflich au«führle. de« Tribut de« Dm-ke« nud der Pietät de« auch um dt« Stadt tzochverdtemeu Manne« gszollt hätten, da man stch tu unserer an öffeniltche« Plätzen s>» armen Stadt tm städtischen Interefie nur schwer zur «btretan« «ine.« solchen eatschlie->eu konnte. So gereicht« d,m Andenken de« verblichene» zna Segen und wird auch isoff« >tlich durch da« zu erbiuend« Aotte«hau« für laug«, lange Zeit hsudurch der Aemeiude zum Segen gereichen. .... n. Ktettt«, 21. Oetobrr. (Or.-Lorr.) Unter den jüdische» Wohllhätigkeito-Vereine» hiefiger Stadl, die recht srgeusreich wirken, nimmt der .Brüder-Verriaeine erste Stellung «ft et», vor 8V Jahren mft nur »euigeu Mtgliederu tu« Leben gerufen, hat er jvzt die statUtche Mftgliöerzahl von 500 und vergrößert stch jedr« Jahr. S« find wohl mir Stattie hier, die chm ubht cm-eh»reu; die hiefige» junge» Leut« find fast ohne Amtnahme Mitglieder desselben. Und gerade für dfts« wirst er in erster Linie; im Falle der Erank- Heft habe» st« Arzt und Apotheke evenl. auch Lrankeuhan« nuentgelUtch, und wen» uöchig, wird ihnen «uch zu einer Badereise die nvthige UuterftStznng gegeben. Zwei lkrauk^npfieger mache» dir »Schtgm Besuch« nud treffe» alle Anordnung««, im Nochfalle «de» sie auch baarr Unterstützungen. — Da« 8V jährige Best che» sollte schau i» vergangene, Jahre festlich begangen «erde» nud alle varbereftnngm waren dazu getroffen; da kmaen leider in unsere» Söntasbanse die Todegfälle. dt« jede« Vergnügen veretteltea. I» diesem Jahre wird da« Fest hofföftüch gefeiert »erd». Fast seft de» Bestehen »s« Verein« ist Herr S. Lazarn« Barsttzcuber deoseld»; wft Umsicht. Energie und Liede leitet er «»selben. Ihm «ebüjrt auch au dieser Stelle «tu Dank für seine Treue. Hoff» und wünsch» wir, daß er «uh da« 80 jährige Bestehe» de« Verein« »och tU Vorsitzender desselben »ttfeter» möae l Katentzwrg «. K» 18. October. E» ist de« Heq» rm vedtftfniß nud andern Wmsche» gewiß «in Nutzen» WM« mau da« Lebensbild eiuel Ehrrnauu»»««, und wen» er auch nur in der Stille jttzeusnich ,stiebt und gewirft hat, zeichne^