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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1888-01-01 · 19. Jahrgang Nᵒ 41. · p. Seite 316

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
19 (1888)
Issue
19. Jahrgang Nᵒ 41.
Date
1888-01-01
Page
Seite 316 (sequence 4)
Language
German
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die Gläser zu leere«. — Herr Oberlehrer Dt. Lehm»«» feierte Herr« Snmwald im Ramm de« Gymuastallehrer- Collegium« al« liebenswürdigen College«. — Herr Kret«- Schul-Jospector El surr gedacht« ber segensreichen Wirksamkeit de« Scheidende« al« Reltgio««lehrer. — Ls folgten dann noch eine lange Reihe von Tischreden. — Stet« wird Leobschütz und seine Bürgerschaft unr mit liebevoller Achtung an Herrn Director Sruuwald zurückdmke«. 1. stkarteustet«, 3. Oktober. Am Sonutag. den 30. September. Nachmittag« 3 Ubr, fand hier di« acht« ordentlich« Generalversammlung de« Verbände« der Synagogengemeinden Ostpreußen« statt. Diesllbe war von Vertreter» der Gemeinden Allenstrin. Bartenstein, Gerdauen, Insterburg. Iohannisburg. Königsberg, Lätzen, OrtelSbnrg. Rastenburg und Tilsit besucht. Bei der Bildung de« Bureau« wnrde »am Borsitzenden an Stelle de« durch Krankheit am Erscheinen behinderten BerbandS-Borsteher« A. Elässer-Insterburg, Isaak Eichelbanm-Jnsterburq, zu Beisitzern Samuel Magaus- KünigSberg und M«her-Bartenstein, zu Schriftführern Klein- Königsberg und Amtsrichter Zörnick- Ottelsburg berufen. Nach einer herzlichen Begrüßung Seiten« de« Borstand«. Mitgliedes Heidemann Namen« der Gemeind« Bartrnstein wurde die Absendung eine« Telegramm» a« den allseitig verehrten Berbandsvorsteher Elösser beschlossen, da« dem Bedauern über deflen Behinderung Ausdruck gab, und sodann in die eigentlichen Berhaodlungen eingetretr«. Zuoörderst wurde vom Schriftführer Klein der vom Berbandsvorsteh« eingesandte Geschäftsbericht für 1887/88 nebst dem damit verbundenen Kassenbericht vorgetrageu. Au denselben knüpfte sich eine lebhafte Diskussion, und ein Antrag Magnus- Kävigsberg wurde angenommen, dahin gehend, daß der statutenmäßig alljäh >lich zu erstattend« Bericht den Berband«- gemeindrn und persönlichen Mitgliedern bereit« 14 Tage vor der General-Versammlung zugehen solle, damit Gelegenheit geboten sei, sich vor der Versammlung bereit« genauer zu informirrn, um etwa erforderlich scheinende Anträge, genügend mottvirt, stellen zu können. Der vom Vorsitzenden der Schulinspettioa, Dr. Bamberger, in kurze« Zügen vorgetragene Bericht wurde von der Versammlung auf da« beifälligste ausgenommen und dem Berichterstatter sowie den übrigen Mitgliedern der Schulinspektion, welche diese Mühewaltung in selbstloser Weise übemammen, der Dank der Versammlung votiert. Den Bericht über die König«berger Lehrerkonferenz am 13. Februar cr.. wie solcher von deren Schriftführer Herrn Dr. Wolffberg redigirt worden, trug da« Mitglied der Schu.inspektion Ahrenfeldt-Lötzen vor. Ein auf der Tagesordnung stehender Bericht de« Berbandsvorsteher« über die am 20. Februar d. I. in Berl.n stattgefundene Generalversammlung de« deutsch-israelitischen Gemeindebund«« mußte ebenso wie ein Vortrag über »bi« Seelsorge in Zuchthaus«* wegen Abwesenheit de« Referenten ausfallea. Auf den Antrag der gewählten Revisoren Rechtsanwalt Cohn-Tilsit und D. M. Jacobi-Bartensteiu wurde die Berbaudärechuung für da« Jahr 1887/88 dechargirt. Hierauf folgte eine eingehende Berachung de« BerbandSetat« für da« Jahr 1868/89. Man war allseitig der Ansicht, daß der Schwerpunkt der Berbandsthätigkeit außer der Hebung und Förderung de« ReligionSnnterrichtswesen« in der Subventionierung derjenigen Gemeinden zu suchen sei, welche bei nacharnnesmer eigener Opferbereitschaft dennoch außer Stande find, da« Rothwendigstr zu leisten, wozu in erster Reihe die Austeilung qualifizierter, da« heißt seminaristisch gebildeter Lehrer gehöre, und daß, um da« zu erreichen, nicht nur die laufenden E«nahmen zu verwenden, sondern grboteaeufall« auch dt« Kapitalbestände de« Verbände« anzugreisen seien. Bei der Position »Beitrag zur Hilsskaffr Danzig* wurde «in 'Antrag von Ahrenseldt-Lätzen angenommen, dahi» gehend, den Berband-ausschuß zu ersucheu, di« (Aemeiude- Vorstände zu vrraulafseu, bei Engagement von Beamte» «4 diesen al« Bedingung auftuerlege«, der gedachten Kaffe bei- Mxten. In formaler Beziehung wurde auf den «ittrog de« Rechtsanwalt« G u t f e l d-Ortrl»b«rg beschloffen, daß bet ich der Aufstellung künftiger Etat« der verbleibead« Bestand de«, abgelaufenen Rechnungsjahre« al« Eiuuahmepostm im nächste» Etat vorzvirage» sei. Bei den hierauf folgende» Wähle» zum AusstLnß wurde» die bisherige» Mitglieder: Davidsoh», Isaak Eichelbaum. A. Elösser, Juli», Fürst, Rechtsanwalt Gutftld, Heidemaun, Hertz. Lukinski. Josef Simousohu wieder- und Rechtsanwalt Cohn-Tilsit, Otto Etchelbaum-Jnsterb«, und Kaminsli-Rastenburg aeugewähft. Der bisherige Ber« bandSvorsteixr Elösser wnrde sodann einstimmig wich« al« solcher gewählt; ebenso die bisherige» Mitglieder des Schiedsgericht«: Dr. Bamberger, Elöffer und Rechtsanwalt Gntfeld. ol« Bertrrter Isaak Simonsohu. Den Schluß der Berhandlangen bildete eine Anzahl von Msttheiluugen ans den Berbaudsgemeirden. an welche sich lebhafte Erörterungen schloffen^. Nachdem Rechtsanwalt Hatzfeld de« Vorsitzenden für umsichtige Leitung der Verhandlung, sowie dem gesammte» Bureau den Dank der Versammlung ausgesprochen. schloß " der Vorsitzende gegen 7 Uhr di« 8. ordentliche General- Versammlung. Der vierstündigen Verhandlung schloß sich, eine von den Bartensteurer Gemeindemitgliedern arraugirte« Festmahl an. au« der reichen Zahl der Trinkspiüche hebe» wir nur dm erstm, dm de« Rechtsomoalt» Cohn-Tilsit i» schwnngreicher und erhebender Weise auf Kaiser Wilhelm H. e ausgrbrachtm hervor, der bei allm Festtheiluchmem eia begeisterte« Echo fand. — Wir wolle» diesm Bericht nicht' schließen, ohne unsere Ansicht dahin auszusprech», daß auch dies« Versammlung dazu beigetragm hat, allen Theiluehrnem de« - hohen Werth der nun seit 8 Jahren besteheadm Bereiniguu« darzuchun. Kanunnnr, d. 1. Oktober. Dem in voriger Woche erschimmm, vom Borsttzmden, de« Herrn Landrabbiner Dr. Gro ne m »na. verfaßt» Rechmsch^tsbericht des Verein« für Altersversorgung und Krankenpflege pro 1887 mtachmen wir folgende Details. E« habm im Ganz» währmd de» abgelaufmea Jahres 42 Kranke dar« Aufnahme gesund»; davon find ö verstorben und 38 al« gehellt entlassen. Unter diesm 42 'Person« warm 26 Fraum und Mädchen, 16 Männer und Knaben. Da» da» finanzielle Ergebniß anbetrifft, so hat unser »origer Rechenschaftsbericht am 1. Am«.» 1887 einen vrrmägensbestaud von 118,ööl Mark 9V Pfg. nachgewiesen. Seitdem find etnaegangm 1. Beträge der Mllglieder 1887 24V9 Mk 30 Pfg.; 2. Spmdm » der Synagoge und Geschmke 1886 1966 Mk. 60 Pfg-, 3. Zinse», iuel. 2400 Mk, wofür die Häuser belegt sind 3121 Mk. 40 Pfg.; 4. Zuschuß de» Wohlthätiakeitsvereia» 1000 Mk.; v. Pensient-Gelder 160V Mk. 26 Mg.; 6. Mehrwerch der Effect» gegen 1886 751 Mk 18 Pfg.; zusammm 10914Mk. 74 Pfg. Dagegm betrugen die Ausgaben 1. Haushalt 4050 «k; 2. ««halle 999 Kk. 34 Pfg.; 8. Reparatur». Apotheker-Sach» 1192 Mk 07 Pfg.; zusammm 6241 Mt. 41 Pfg.; Ueberschuß 4678 Mt. 38 Pfg.; dazu vestmch 119.551!Rk 90 Pfg.; daraus ergiebt sich al» vermöge»«- bestaub 123.225 Mk 28 Pfg. Dir im Mai 1887 von der Generalversammlung festgestellt». ans formal» Gründen von der Ausfichtsdehörd« nicht genehmigte« Statutm stad nach nochmaliger Retllsto» von der Gmeral-Brrsammlung am 25. September augenommm wordm. Dem Wunsch« de« Vorstandes, daß <C dem segensreich wirkend» Verein nicht an größer« Goschenkm, löegatm und vermächtniff« fehl» möge, schließ» auch wir ans an. Kavist««. Gelegentlich der hiesigen Rabbiarrvacanz schreibt die Wiener „Neuzeit' folgend» xherzigevswerth» Artikel: „Sobald m Dentschlaud ein Rabbinerstnhl vacaut wird, sink wir ^wohut, sofott das ^Hte Orthodogir, hie Forischriv." zu veruehm». E« liegt da« in der Natur der Sache, «i» giebt dort mchrerr Rabbinersemiuar, und jede« geht seine ngenen Wege, jedes »«folgt seine s iaeue Richtuug nnd jede« möchte gerade seine Caudtdat» durchbrinam. G» , kann somit auch uicht fehl», d-rß jede« sei»» Ordimrt» als^s

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