Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 19 (1888)
- Issue
- 19. Jahrgang Nᵒ 40.
- Date
- 1888-01-01
- Page
- Seite 310 (sequence 6)
- Language
- German
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Rabbi»», da« Geld nicht ver-chtm. fügen fie sich oft «bscheallckrr Weis« de» Grille» mißvergnügter Ehegatt» »ad «leichter» deaselbe» die Lösung de» Shebaade», indem ste dies« Leremonie -za ei»« lächerliche» Aare« mache». U»> frachtdarkeü d« Krau ist natürlich die grüßte Sünde; nicht s« strafbar ist es, amm ste ihre kfrakrt Zu»eig»»g für Stader «eidliche» Geschlecht« a, deu Lag legt; außerdem girdt e« ab« »och Myriade» ehelich« verbreche», welche »«schirdeue Grad« d« Gottlosigkeit bekunde»». Die höchste Stuft d« Gemeinheit ist ab« «ohl ia Tafed «klamme». In dies« heiliaen Stadt fand ei» Ehemaan 12 klei»e Suche» bet« Mittagstisch«. Da« männlich« Ungeheuer hatte ab« »»ährend de« vormittag« der Lüche eine» Besuch abgefiattet and dort 13 Sache» t» Vorbereitung und beim Backe» gesehen. Die Folgerung «ar «»venneidlich — seine Ehefrau hatte deu feh'e^d» Leckerbissen verschluugm. Glücklicherweise »«fuhr d« Ehemann nicht nach der leidenschaftlich» Eingebung de« Angmdlick« — « adoptirte nicht die,1?»«-!» (Lödte fie) -Lösung" de» Duma«. Er ging einfach zum Rabbiner und — «hielt einen G e t (Scheibebrief). Möglich ist e«, daß die verstoßen« — arme, bemttleidenöwerthe Seele — wirklich da« verbrechen begangen hat, um die Unglückszahl 13 vom Tische fnnzu Hallen; sei dem ab«, wie ihm wolle, ich hätte viel eh« erwartet, daß d« Manu stolz gewesen sein würde, daß die Frau de» Suchen bei Seite geschafft hatte. Al« Seiteustück hierzu mag folgend« Vorfall mit «ehr befriedigendem InSgange hier eine Stelle studen: Ein polnische»jJnde, in Brooklyn wohnhaft, ließ fich von sein« Fra« scht.'^e» Diese kaaste hie auf da« Geschäft ihre« Man»«« «ad eugagirte denselben zur Führung deffelbeu gegen ein wöchentliche« Salair vo» 6 Dollar. — (Beide Fälle berichtet da« hi« erscheinende ruglisch« Blatt ,Je«. Stand.") Aerusalea». Der Bodenwnth in unmittelbar« Rähe der Stadt ist fortwährend im Steigen begriffen. Durchschnittlich kostet ein Quadratyard (ca. 1 qm.) 6 englisch« Schillinge. Vor wenigen Jahren «rat der Saufprei« noch nicht ei» Sechstel diese« Betrage«. Di se Steigerung rührt ausschließlich von da zahlreichen Linwandenwg fremd« Jude», die mit Hilfe der Sammelquell» hi« Boden an« kaufe«, von dem Bau ein« bedeutende» Anzahl religiös« and Wohlthätigkeitg-Austalten und von dem Wunsche her, außahalb d« Mauern dies« etwa« ungesunden Stadt zu wohne». Aaffa. An einem d« letzt«, Tag« de« August ging hi« ein Jude mit sein« Frau und Schwest« spaziaru, al« rin Grieche »»»«schämt« Weise sich denselben nahte und die letztere in fiter Arme schloß. Der erzürnte Brud« stieß ihn sott und e« eulsponn ssth zwffchen beiden ei» Handgemenge, wobei der Grieche den Jude» fast erwürgt hält« »nd dessen Frau so mit dem Fuße stieß, daß sie ohnmächtig »iednfiel. Ein Haufe Griechen eilte herbei und schrie: -Richer mit den Msgcoviteu I* (Einwanderer au« Rußland). Die Griechen Helten fich nämlich für die Herren de« Lande« «nd »»« Juden für Fremdlinge im Land« uns«« Bäter. Vermischte »«* mtwefU Kschrichte». Maadeßnrg. Unsere ftanz. Glaubensgenossen kennen so recht die Art und Weise, wie man zur rechten Zeit auch da« Rechte chue. Eine Annonce in deu -Archive« Jtraelitch' lautet: .Nächsten Freitag. Crew Jom Kippur vor Sol uidre, wird wie m früher» Jahre» zu Gunsten d« Wohlthätigkeit«- anstalten da Gemeinde eine Collrete abgehalten in den Synagoge» da la Bictoire, Nazareth, Touraelle« »nd vusfaultstraßen, ebenso in de» Betsaale de» jüdische» Semiüar«." Diese Eollecteu habm gewöhnlich ein sehr gü»stige« Resultat «nd m find« sich nur fest» äa Andächtig«, welch« d« Aufforderung da reizenden kleine» Mädchen, welche ia Begleitung ihrer Freundinnen «nd Führ« einen Ruadgaug dmch di« Sy»ag»ge mache» »nd Jede» ihn» sammkrm» oder seidene« Sammelbeutel hiuhaltr», nicht frenndlichst Folge leiste« würde. (Demwch dürste diest franzöMche «ode für Deutschland M Nachahmung ka»m »» empfttzlen sei», sie setzt vorau«. daß jed« Bet« zu« Solnidre sei» Portemonnaie bnznfteck» nicht vageffen.) Wagde-»rg. Mit Bezug auf de» Artikel d« »Freis. Zeitung" üb« .Anskchlnß d« Jude« von d« Sesürdernng zum Offizier" wird na« mitgetheilt, daß in deu letzten Jahr«» doch auch Jude» zum Resaveoffizi« befördet wurde», so ist z. B. d« Regierungö-Vaumeffi« Alfred Sommer« uth, Sohn de« in Balm verstorbene», ftüd« hi« (in Magdeburg) ansässigen Baoquier« Gustav Sommerguth al« Reservelieutenant de« Eisenbahn-Regiment« auf Folio 827 d« Ranglisten oufgeführt. ISostdesturg. Der .Brandenburger Auzeig« (Zeittrng für «esthavellaad)' vom 28. Septemb« bringt folg«»« Mtttheilung: .D« von hier »ach Bali» al« Robbin« beruftu» Dr. Srouer wird dort Anfang Oktob« sein Amt antret«. Dem scheidenden Gerlsorg« überreichte »ine Depatatio» Namen« der Freund drffelben ei» kostbare« Andmcke, wobei H«r E»m««zie»rath Gnmpert tief emyfuudeue, »«edle Sorte d« Auerkemtna, s»r,ch — eine Ehre kür dt« Spender, wie für deu Empfang«. Sichtlich ergriffe», dankt« d« Beschenkte, de» au« den »erschiedeaste» Gesellschaftskreise» anläßlich seine« »irlbedauateu Scheiden« dt« sympathischst» Sandgedungeu zugtnaen — Der weihevolle Akt wird all» Brtheiligtm unoergeKlich bleib»'. Auch da«, gleichfalls i» Brandenburg «schein»»«, hochkonseroalive .Surmärktschr Wochmblatt" vo« 27. Septemb« nimmt von dem Scheid« de« 1)r. S au« sein« Brandenburg« Stellung Not» «ad hebt hervor, daß derselbe .sich in den weitest» Swift» unserer Stadt groß« Beliebtheit «fr»te." (Die bezüglich» San Übungen «»« christlich» Sreff» war» gaadez» «t» KuU diudi h»-8ohem. Red. kr J«r. Woch«»schr.) Werkt» Herr Stöck« hat vo» km Semeiadetmhe», rath von Zion hiaselbst ein» n-ueu Denkzettel «halt». Lus ti» Schreib» de« Herrn Stück« vom 31. Aua. d. I. an kn Bemeindekircheurath hat dies« am 21. o. M. eine Erstämng zu Prottckall gegeben, in welch« bervorgrhob» wird, da« Somit« für die Bnltn« Ltadtmissto» scheine ledßM ein Werkzeug de« Hofpredig«« Stück« zu sek, dna«, daß dies« sich berechtigt hält, an da« Somit« gm richtete Eingab» vemselbm vorzuenthaltm und seinersatö darüb« zu befind«. Dir Gememde-llirchenrath von Zio» «achte c» ab« sein« Stellung nicht ffit entsprech«d, mit kr Pierso» Dr§ Hofprediger« Stück« in irgend welche Boziehin g» zu «et». Schließlich «klärt kr Gemiudetirch»- rath!>a« ob» «wähnte Schreib» Stück«» al« ei» weitere« Zeichea der persönlichen Uebahebuag de« Herrn Hosprediger«. tstunrHerg, 16. Sept. Durch R< gier»og«e»tschließu»g wirk die Wahl des Rabbiner« kr hiesig« israelitisch» - Snlbiutgemeink Dr. Eckstein »nt« kr Bedingt»« gv» uehwigt, daß derselk die bayerisch« Staalsaugehörtaftit «wii»t; gleichzetiig wurk die geg» diese Wahl eingelegte Beschwerde von sechs »rthodoxeuLultusmitgliä«» Ptrückge»oü:f». Münster. Nach statistisch» Angabm beziffert sich die Seebwzahl kr Diärese Rünst«, 12 westfälische, 7 rheinische und 2 oldenimrgische Deeauate nmfaffead, wie folgt: Sacholiftu 632,362, Protestant» 862,678 und Jude» 8613. Im Stadtkeanate Münst« wohnen 44,62V Katholik», 7367 Protestant» «nd 847 Judm. lUffekdarf, 12. Septemb«. Wie hier in höher», anscheinend gut »ntenichtet» Kreisen verlautet, wird da« Heine-Denkmal ia Folge von sehr hob» (ünfttfim uu» doch nicht «richtet wttkn. («esel« Mou.) (Heine'« Denkmal steht fest t» der Geschick kr dentsih» Lttttratnr «nd kr Poesftfrenuk all« Bölftr.) A«ß«A, 22. Sept. Durch rin Besetz vom Jahre 185« ist der Inden ia La ding» und Leguan da« Schacht» ge- .1