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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1888-01-01 · 19. Jahrgang Nᵒ 40. · p. Seite 309

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
19 (1888)
Issue
19. Jahrgang Nᵒ 40.
Date
1888-01-01
Page
Seite 309 (sequence 5)
Language
German
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r- 200^)00 ML. 8. tos isesetttifche» Arifd^wfc 100,000 ML. 4 tat iSraelttstch» »shtthättM» Gesellschaft 80.000 ML, de» tSraelttische» UnterstützuugSverett: 10,000 ML, ■.ta« tSraelttstche» Betzräbnigverrtu 10,000 ML, bet i#m> . Ütstche» weiblichen Anueupflege 10,000 Mk., de» israelitische» Vöchuertuneuvrret» 10,000 Mk., 5. de» Varsteheramt der Kaufmannschaft ») zu einer Moritz Simvu-Sttstung , 100.000 ML, b) zur crorfesfiinSlosen Stiftung 10,000 ML ' 0. de» Lrmckeuhause der Vormherzigkrit 18,000 Mk , 7. dem Bliutauinststut 18,000 ML, 8. de» Laubstummeuiuftitm 18,000 ML, 0. »)der epileptischen Anstalt 8000 ML, d) der Arbeit ero»l»ure Larlshaf 8000 ML, 10. dem ArmemmterftützuugSveretu 8000 Mk., 11. den, HilfSverein für städtische «nueupfleue 8000 Mk.. 12. der Universität 10,000 ML. 18. de» LvnigSderger Gymuafie» 10,000 ML, IL de« Mittel- »ud Volksschule« zu gleiche« Theile» 20,000 ML, 18. de« Verein für verschämte Arme 8000 ML Der außer- «deutlich« wohlthätigkeitSstu» deS Dahtugegaugeuen hat sich also «uch hier tu »ahrhast großartiger weise bekundet. Aatserolauter», 24 September. (Dt-Cor.) Große . Freud« bat r» bei den Jude» der Pfalz erregt, daß 6c. König». Hoheit der Priuzregeut auch unsere Synagoge mit seinem Besuche beehrte. Er wurde bei dieser Gelegenheit von «userem Bezirksrabbiner Dr. 8and»berg mit folgender Anrede begrüßt: .Ulerburchlanchtiofter Prinz und Priuzregeut! NUerguädtgfter Regem »ad Herr! Bit einst der königlich« Sänger, also rufe» auch »tr I» diese«, »Sr di« »Sr. «emetude dteiiger Stadt ko bedeutsame» Ptomeute au« der Xteft M H-rzenI: .«klrfiTt i« wmn SatteS, der hier eiuzteht.» S gayr» Sud umfloffe», seitdem Sw. Köuigl. Hebet« »öftrer Gemeinde dt» -eh« Ehre gegSuut, diese» zur Zeit t» Sau begriffe»« »ottelbau« « betreten, gnzwstche» »«reu mir in der glückliche» Lag«, diese» Herr» de Gebäude «Mer Gatte» veiüaud mit Hilft der ho»« Köutgltch« uud stiüätsch» vichörd« »ud »mch die «uherordeMlich grob« Opferfreudiglett »er Ge» ei,d»»itz lieber Dem zu weih«», de» »ir hier i, Gemetusch^t tu Gadacht »urrsr» »ud zu de» »tr «Ifatbmhltch beten &»» Leb« uud die Gesundheit nufereS erhob««» Regenten, der t« »u S. kRajestät »ufere« König« uud Herr» mit s» sicher« HSude, da» StaatSrxder leukri. weüMt« «u«^. Hoheit, daß ich im Geiste uuferer Reltatou jetzt, da »tr diese» selten« Pkonient feie«, da» vor« der h. Schrift audsdrech«, da» Gott eiust s-iuem Knecht entböte» »ud »o» « G». Königs. Hoheit 1« erfü»«. da« Bort: .« ftg« »ich der Herr »ud behüt« Dich; e» laff« Dir leucht« der Herr sei« AMlitz uud sei »t, gnädi»; der Herr »«!>« »tr sei» «utlttz zu uud gebe »tr Frieden. »m«I» Rach diesen BegrüßungSwortrn drückt« der Priuzregeut de« Rabbiner di« Haud mit den Wort«: „Ich dank« Ihnen stk die schöne Anrede i" Auch «ach dem Diner beehrte Se. KöutgL Hoheit den Rabbiner mit einer längerm Uutechaltuug. ES ist wahrlich ein schöne» Zeichen wahrer Toleranz, daß tmsrr Regent bei den Vorstellungen der Bchörden auch dre Spitzen der jüdischen Gemeinden vertreten scheu wollte. ^ußr, 28. September. Die hiesig« israelitische Lultu«. gemeind« feierte gestern da» Fest ihrer Begründung und Einweihung einer ihr geftisteren Thorarulle. Der religiösen .Feier wohnten Staat»- und Stadtbehvrden sowie viele au», wärttgr Gäste bei. Herr Vezirksrabviner Dr. Rawicz hielt die sehr treffliche und erbauend« Festpredigt; der Synagogenchor Rönnenweier trug viele» zur Verschönerung de» Gottess bttnfkft bei. - Abends fand ein Festesten na Gaschost zur Sonne statt, woran sich die Vertreter der Behörden ebenfalls bstheillgte». Eg wurde bei gchobener Feststtmmung viel boaststt »ud verdient ganz besondere Erwähnung der Toast de» Herr« Geh. Regirrrugärath wiuther, der in zu Herze» gcheuveu warttu die Lolerauz pries. Das Fest fcmd durch et» kleines Lauzvergnügeu einen schöne» Abschluß. Auf ein a» Seine Königliche Höhest de» Großherzog ergangen«S Epaebenhests-räearam« traf au di« Abreste des Herrvi Bezirarabbiner Dr. Rawicz folgendes Telegramm ein: »Ma tua«, 27. SepL S. L H. der Großherzog luffe» de» &a»s freudige« Anlaß versammelt gewesenen Mit. i Mwt Genminde stk den AuSdrpck treuer Anhäno» herzlich bafeL" Der Sä Suerrr«Scaudal hat reichstchen Landtage noch et» Nachspiel gehabt, »au de» dir »atzäuger des zur Zeit stiue Kerlerstraf« »erdüßeude» Anti» semtteu-HäuptlmgS nicht erbaut sein werbe». I» veant- «ortung der van de» antisemitischen Abgeordneten vergant «ud Geuvffeu «tugebrachte» Interpellation wegen angeblicher Uebergrifst der politischen Behörde» in Zwettl uud de« Poltzeibezirk wieu aui Tage d«S StrafautrtttS SchönererS erklärte der Statthalter, „das Eiuschrette« der Behörden stt »«vermeidlich gewesen, »eil man versuchte, eine Verherrlichung einer wegen verbreche»« vertkrtheilte» Persöulichkett durch Deowuftrattoneu tu de» Gasten zu tnsceaire». Solch« Ex» erste köuuten nirgends am wenigste« in dem StoatSwese» Oesterreichs geduldet werden, deffeu Bevölkerung sich tu privater», wie insbesondere tu öffentlichen Angelegenhette» i» Allgemeinen von einen, auSgedildetea RechtSftuoe leiten last«. Die Behörden hätten onr ihre Pflicht gethau; fie würde» Tadel verdient haben, wem» ste nicht eiugefchritten wäre«, uud fie würde« auch künftig allen derartigen Demonstrationen «st gleicher uud, wem» uöthig, sogar mst noch größerer Strenge eutgegeutreter, weil dir Regiermrg eastchlvsse» sei» solch« übermüthigeu ilutricbe nicht zu dulde»." Diese entschiede»!, vom striktesten RechtSgefühl diktirte Erklärung de« Statthrllter« wird überall da, wo «au »icht zu Herrn Schönerer schwört, die lebhafteste Zustimmung finden und defien Gefolgschaft hoffeutlich eine heilsame Warnung seiu. Frawlrolch. Muri». Der a» Tage nach Jomkippur in Montmorency nach längerer Srankhest verstorbene Großrabbiaer von Frankreich, Lazarn» Isidor, wurde am 10. d. Mt4 hier auf dem Päre Lachaste mst großen Feierlichkeiten und unter Theilnahme vea Abgeordneten all« jüdischen Ge» meiudea der RepubliI! bestattet. Der Berstvrbene war i» Jahre 1813 i» Elsaß geboren und besuchte die Schule iu Mch. Mit 24 Jahren wurde er Rabbiner von Pfahburg. I» Jahre 1847 wurde er von den Velegirten der Konsistorien zum Großrabbiner von Pari» erwählt, im Jahre 1860 nach dem Tode de« GroßrabbiuerS Ealomoa Ulmann wurde er Großrabbiner d«S E« ttaltoafistorium» von Frankreich. I« seiner 22 jährigen Lebuug der jüdischen Gemeinden Frankreichs HM er eine grcße Reih« von wohlthätrgttitSaastaltea ins Leben gerusru. Ja den letzten Tagen des Kaiserreichs ernannte ihn Napoleon HL zum Senator. Er that dies in Folge eine« BeschlnffeS de« Miustterrath«, der bestnnmte, daß fortan der Großrabbiner von Frankreich wie der Erzbischof von Paris eia geistliche« Recht auf einen Seffel im Senat haben soll,'. Dieser Beschluß erlangte selbstverständlich noch der Begründung der Republik kerne Gesetzeskraft. Als Nachfolger de« Berstorbeum wist, allgemein der Großrabbiner von Pcrk, ZadocKah», bezeichnet. vhvm&mU*. Muüarest. Die Regierung hat mehrere Juden zu Staatsämtern befördert und zwar Herrn Leopold Regreöc» zum Ehef der vauabtherlung du Bureau der öffentlichen Gafferbauen, die Herren Schapira «ad Eal« man Flach» zu Ingenieuren an den StaatSestenbahne» und Herrn A. I. Brn e in er zum Profeffoe au der pharmazeutische» Schule. So köuuten noch mehrere Raureu vu» Juden genannt »erde r, dir ihrer hervorragachea Fähigkeit«» weg« m dem Beruf, dem sie sich gewidmet, thätige Ber» wendung gefunden habe». — Rach der jüngst« Rümmer der „Revstta JSrarltta* sind 2 rumänische GlrubenSgenoffe», die HH. Samuel uud Mayer weiseugr äu «st dem rumämscheu Sierueuorde» becoriri machen. «ckUfRw«. Aetkuflnäeui» hfstsgert «r-h» fette» «ud auch »icht billig. Die Rattta» «ache» dabet gut, Geschäfte, und da fie, im Getzeusatz« zu uusereu «ugllsche»

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