Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 19 (1888)
- Issue
- 19. Jahrgang Nᵒ 40.
- Date
- 1888-01-01
- Page
- Seite 311 (sequence 7)
- Language
- German
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Hattet. 8m diese« Privileg«« mache» mm auch dt« seither mttstt» denen jüdisch»« KulvlAgeweinße» Bade» >«d Brrm. 4«ei«r Gebrauch. Der Große Nach hat zwar je««« An«, «ahmrgrttt aufaeturben. dt« Inden aber habe« dagegen nkürrirt «ad tiqwische» fnrtgeschächtrt. Nu» hat aber der Megttnmgsrath beschloss«« «4 dürfe bi« «ach Erledigung de« Nehttse« durch de» vnndesrattz nur «ach in Endingen und Lengnau. in Baden und Bremgaften aber nicht mehr ge- }Qfwajtrx vfronL Ab« (Holland). In der vergangenen Woche starb bt',selbst Herr George Belinsan te, einer der tüchtigsten holländische» Juristen. Er «ar Präsident der hiesigen jüv. Gemeinde, «eneralstcretär der Gesrlltchosi für die öffentliche Eicherhett n«d in Gemeinschaft mit Hern, U. A. de Piuto. HernuAgeber de« ,'WMkblad T»n m1 R*oht“. Eine große »«zahl Parlamentsmitglieder beider Häuser und de« hohen Mach«, samt« Abgeordnete de« Magistrat», der Rechtst, an k und der Preff« geleiteten die sterbliche« Reste zur ewige« Anhestätt*. ch«ch« (Holland). Bei de« nationalen Tchlagballtonrnir an welche« sich gegen 170 Personen be»helltgten, erhielt Herr R. G. Polak bat ersten Preis und tLt silberne Medaille Aari» Herr Dr. Arnold Netter wurde trotz bedeutender Toncurrenz zum Arzte de« Hospital von Pari« «kstannt. Der junge Arzt besitzt die goldene Medaille und ist Vorsteher der Klinik und Direktor de« Laboratorium». — Herr Gabriel Salvator, prnfionirter Artillerie- Haiwtnumn. ist zum 4. Mal «l» Matte vou Ballan ge- »öhtt worden. Er ist der einzige Jude ia diesem Orte. Usrl». Bon Herrn Dr. Klein erschien hierselbst eine Vroschüre über die Beschnetdung uuttr dem Titel .Kritische Stufen über dtt ttadmoaelle israelitische Beschneidung». Da« Wr.Icheu ist ohne Zweifel durch dtt in jünaster Zeit i» Franlceich geführten Dt«cnsstonea über die „Mezizah^ hervorgrmfrn. E« eathätt außer eim» Bertheidiguug diese« von medizinischen Autoritäten al« schädlich rrklärten Gebr—che« eine historische Skizze vou bedeutendem Interesse, dtt sich auf den Streit bezieht, welcher über diesen Gegenstand feit 1840 in Frankreich geführt wird. «t—d— Herr Joseph Jacob« ist End« August «ach Spanien gereist, um ftorschuugrn über dtt Juden diese« Laude« in de« handschriftliche« Quellenwerken anzustrllen. «k—d—. In der großen Synagoge kam während de« Rrilah^Sebete» 'am rx iflossenen Jo« Kn>pur da« Kleid einer Dame der Gasflamme zu »ah« und fing Feuer. E» «tstand »-ine ungeheure Aufregung; mehrere Damen wurden ohnmächtig und ist »« nur der Geistesgegenwart einiger beherzte» Männer zu danken, daß größere« Unglück verhütet wurde. ■» L. s^peutzaae», 7. Septbr. (Or^-Lorr.) Am 8. October find e» 60 Jahre, seitdem der Hochseltge lköuig Frederik de» Herr» Professor Dr.Abraham Alexander Wolfs, Ritter des Dmmtbrogö« zu« Oberrabbiurr uud Prediger für Düna—rk rrua»nt hat. Prof. Wolff ist jetzt iu stimm 88. Jahre uud wirst «och t» sei»«» Amt. Aus Xulaß diese« seltenen Jnbiläums wird iu der Spaagog« des Morgen» «in Festgottesdttnst abgehalten uud verschiedene Eomtts« h^ai sich gebildet, um >«» J»btlar Festgabe« zu überreiche«. Wie »a» sagt, will der König, der ih« sch»« öfter« ausgezrtthuet hm. ihm et« Auerkrnunng verttchru. Warschau. Dl« hebr. täglich« Zetttmg ^üa-2apttirad'' (dtt Morgenrvtbe) redißttt von Slontmsky & Sokolow ist auf 4 Monatt suöpendttt. Marsch—, 27. Ml «a» «adomischl wird geweidet, daß in dem dortige« Kreff« ei« Schwetneseuche anögebrochen ist. Dtt vaaer» bffchnlilige« dtt Jadm, solche Hern«- gernft» zu bade«, um sä» örtliche« rnsfische Borstenvieh ans- —rattm mw dadarch dtt Landleutt zu zwinge», englische Schwei« zu euserbea, «eiche die Javea da— tmpottttrn. Gbaffo ftfafeB sie de. Jode« dtt «mmtworMchtttt für de« augenblicklich Herrschrade» Negemnanael zu. Ja der Kreisstadt ist »gmlich ei» «rttnech»gffche» Arstitut «eichtet wordr». Dtt Ba»eru glaube» , daß in dttst« Institute dag Wetter gemacht wird. tz)a e« »uu aber nicht regnet, trotzdem sie de« Rege«« f» sehr bravchigt stad, so kan« e« uicht ander« sein, als vaß dtt Jade« dtt Beamte« b stoche« habe«, keinen Regen zn «lachen k Man lach« nicht über diese Dumm» heile«. Solch« Tollheiten künne« für dtt Juden vrchängnißvoll werden. E» gehör» nicht viel dazu, daß de« qnttn Bim» der Beduldfaden reißt «ad er über dtt vermeintlichen Erzeuger der Schweinepest uud der Regennoch he.fällr und st« todtschlägt. Algier. Bei Gele;enhett etuer Gymnafiasten-Bersammlung zu Llidah wur>« eia Angriff gegen dtt jüdische» Mitglieder untermmmeri uud ei« Auttag «m Ansschlteßnng derselbe« von der Mitgliedschaft eiugedracht. Gegen diese« Auttag »pponirtt der korfitzeude, Herr Mene au. ia eimr trefflichen Red«; aber trotz oe« günsttgeu Eindruck«, welche» dieselbe machte, wmde dir Lutrag mit Majorität der Stimme» avgeuommeo. Herr Mmeau erstärte sofort, daß er sich de« Beschluffe füge, aber d» er gegen sein Gewisse,, sei, mü.se er von ««« a« auf die Führung de« vorsttze« verzichten. Diese« war nicht «ach de« Si—e der >N'isrmtte«, welch« Herrn Meneau baten, diesen Entschluß zu widerrufen. Hierzu erklärte sich derselbe de.« sich berett, sofern mau den antisemitischen Beschluß gleichzeitig aufhebrn wolle. Um ihre« Präsidenten nicht zu verlieren, hoben dtt Antisemtten den gehässtgea Beschluß auf und gewährten oeu Juden dtt fernen Aufnahme tu den Bereis. Fri—N-. Line Anzahl jüdisch.! Handel«leutt wurde im Jnnem de« Lande« ermordet aufgesuadei . Die Leichen, bl« auf die Haut entkleidet, wurden in einem Hohlwege ent. deckt. Man vermuthece erst, daß die Mörder Derwische wären. Da» Gerücht sagt aber daß die Mörder nicht Beduinen. sondern Soldaten sein sollt«. E» fthlt aber big jetzt an Beweisen, dtt Persvalichkit der Thäter ftststtllen z» könne». Ja Italien Hit «an bereit» Schritte gethan, ob unter den Getödttten sich auch italttaische llnterthaaeu befinden. In diesem Falle dürfte man mit Zuversicht erwarte», daß dtt italienisch« Regierung Schritte zur Eutdeckuvg und fBtftrafung der Mörder chun werde. Hgppte». Eia um Tode vermtheilttr Jude au« Alexandrien wurde auf Benvend—g seiner Glaub?«»genoff<u zu löjähriger Zochthe »«straft begnadigt. Da er voraussichtlich diese Zeit nicty: überleben wird, wendete sich dessen Ehefrau an den Borstand der jüdisch».. Geuiinde seiner Stadt» ihren Ehemann zur Ertheilnng eine« Scheidedrirft« zu veraalasie». Die Bchürd« gestattett» daß der Schachet (f), der Vertreter der Geneinde, oeu Gefangenen besuche, der auch nach Beseitigung einiger Schwierigkeiten sich zur Ertheilung nur« Schetdebrttfe« entschloß. Er wurde uuu au» de« entttgraen Gefängnisse nach Kairo geführt, wo vor einigen Raddinea, sowohl der deutschen al« portugiesische» Gemeinde, der ScheibungLott vollzogen wurde. Hierauf führtt man ihn iu« Gefängniß zurück. K—ütt». Bei Gelegenheit de« La»de«festt« am 14. Ju'i empfing Madame Louise Klean au« Hanoi, welche im Jayre 188v einen Theil von Anna« zu Fuß« durchwanderie nun unter de« Pseudo,y« Tbu-Rut einen Bericht über ihre Reffen veröffentliche, da« Patenr —d die Jnsignttn de« Kaiserlichen Kinh-KauhOrden». Der Liceköuig von Toaki» iu höchsteigener Person bekleidett Madame A'cau mit den Ordenszettheu. Letztere fft dtt Gattin eine« Glanbeaszenoff..,, welcher ftaazöüschrn Obergrsandschaft zu Tonkiu vttachirt ist. J* tf—f*- (Tecas.) «» «. »ngust starb hier Fra« Alexander, Mütter des wohltekanutm Hauptmau m Alexander! in de» außergewühnliö; höhe« Alter van 112 Jahren. Bi« zu« letzte« Angen blicke erftrutt sie sich der Lollira,'t ihrer et—r mit «»«nähme de» Gestch«, welche« sie bcrett« vor 12 Jahre« verloren I^lttt. Ihr jüngster Bruder war in in dem Alter von 100 Jahrrn geswrben.