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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1888-01-01 · 19. Jahrgang Nᵒ 40. · p. Seite 307

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
19 (1888)
Issue
19. Jahrgang Nᵒ 40.
Date
1888-01-01
Page
Seite 307 (sequence 3)
Language
German
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' MC welche» »ir «tt drmseldeu hoffe». bi| st« .jede» riatcUn Mi rat riac »irffeitig« »>,d »achhattig« Sarcgiai gnoährm «d die SvfMkc mrsne« I»etzrm Otraf« sieden, «•gor*. 8eet, Sepftmdn 1SSS. Der Schriftführer: H. Meyer. Mnntzeönrg, 1 Octubn. Wir erhalten .an« Ober« Schlesien' ft»lgmde Anfraae: .Geehrter Herr Redakteur! E» Ist einer -rößnm Anzahl der Leser Ihres gesch. Blatte« von Wichtigkeit, wenn Sie uns über folgende 2 Fragen gef. Lstlskuast geben wollten: 1. Was war der Grund, daß der Herr Rabbiner Dr. Hildesheimer einem seiner Schüler, den er selbst in einem ihm ertheilten Rabbiaerdiylom für einen bedeutenden Tal- »udtsten erklärt und den Gemeinden empfohlen hatte, später diese« die wiffmschaftlich-theologische Qualifikation bezeugende Diplom öffentlich entzog? 2. E« wurde jüngst in einer Rachbargemeind« behauptet, daß vor einige» Jahren ebeufall« Herr Rabbiner Dr. Hildesbeimn sämmtliche au» dem BreSlauer Rabbiwrsemiaar hervorgegangmen Rabbiner ol« unfähig und unwürdig zur Bekleidung eine« rabbinischen >mte« erklärte. Sollte da« wirklich wahr sein? Und im Bejahungsfälle, welche Gründe qiebt er dafür an? und haben die .Breslauer' dazu geschwi-gm? — Da die Beantwortung dieser Fragen vielleicht auch in andern Gemeinden bei Rabbiner« Wahlen von Jnrereffe sein dürfte, bitten wir um Ihre gefl. Beantwortung dieser beiden Fragen in dies. Bl. M. 8. B.“ Wir erthrileu die Antwort einfach durch Wiederqabe der beiden betr. Erklärungen de« Herrn Dr. Hilde«h-imer, au« de» früheren Jahrgängen unserer «Wochenschrift'. ad 1. Sie .güd. Steffi' brechte t« Juni 1884 fol^ade .«rkl«. rmm'. Nachdem BezttksrabM»« »r .. . tu ... «fsimtich «klar« hat, dag da« B»rh«ade»sei» ei»« Orgel t» ein« Lt»agoge für ih» kein Hiaderath zur Auauhme eine« «labdiaat« sei, »ad daß die Orgelftage länab »ufgehdrt Hab«, ata« besonder« Bedeutung zu Hab«» .., «litte ich da» ihm von «tr sein« Zeit «^«stellte Schriftstück für hinftllig.' »abb. Dr. Israel Hildesheimer. (Daß der bett. Herr Rabbiner durch diese Erklärung in der Hochachtung und Aerthschätzung aller wiffenfchaftl'ch geblldettm Rabbiner in Deutschland nicht im mindeste > verloren, hat sich bei seiner Theilnohme auf der vorjährigen Rabbiner- Versammlung m augenfälliger Weift gezeigt.) ad S. Mi bei Gelegenheit der Suhl das Herrn Dr. Krs»er geht SemtuardireNiir in Ha„«ver) zum Nabbiuer i, Ztiec als das uachsolgende Gutachten da» Licht der weit cibddtc: «Ihre n »ich gerichtete präge, ob ein gesepe»treuer Israelit sei» religuife» Geioiffeu bei der Anstellung eines Zsgltag» aus d« Breslauer Schule zum Nabbiu« seiner Gemeinde beruhige» kann, muß ich in Erwägung: bah bei weitem die >»eisten derselbe», vielleicht alle, manche Borfchrifte» unser« weilen wie: 'QbfW S'jn iOT' OTTO rr*3tn33 y\thü W* MSI übertrete», ftrua: , wie Me Erfahrung lehrt, dieselben bisweilen selbst in »eueruugssüchtigea Gemeinden Stellung nehme» und um des sogenannte« lieben Krieden» willen die «enderung der geheiligtste» Anordnunae» u»d Usancen gescheheu lasse», eine Erscheinung. die ihre» Erklürungsgrund darin find«, «ah auch jetzt »och der an jener Anstalt lehnende Begründ« der .historische» Schule' (Pros. Dr. Sraetz), wie aus dessen Schriften sattsam bekannt, nicht nur die mündliche, sondern auch Me schriftliche lleberlieferuag von Kriterien subjectiv« Beuttheturug i» Adhäuuigfttt bringt, — zu meine« Bedauern »erueiuem Nabb. Dr. Israel Hildesheimer.' Do habe» Sie die 4 Kapitalverbrechen der Breslauer: 1. fte trinken Milch, die eia Xichtjude eiameikt, 2. ße trinke» Wein, de» eia Richlmdr berührt, ». st» truGt» Taschentuch uud Regenschirm «. dgl. am Sobbath über öffentliche (?) Straßen, 4. fte laffe» um de« liebe« Friede»« willeu moach« Lenderuuge» g-b-il Auorduuage» und Ukane-u (Minbagim) geschehen. — lliuo iUßt» lacrimaat Die.Breslauer' hoben —außer einiaen Widnleguugea in der.Wochenschrift' — keinen gemeinsamen Schrttt dagegen aethan, «an iiberlftß de« gesunden Menschen oerstand das Urtheil. W«k», den Nt. September. (Or.-Torr.) Ja der beutigen Sitzung d« ReprLsmtantruversommlung find die Mißständ« und da« mtwürdigmde Treiben der Lokalsyaagogmuuteruehmer zur Sprache gekommea. De Herren Isaak uud L. Sachs haben mit vielem Liker diese Schaltruseiteu beleuchtet und hervorgehoben, daß die Gemeinde Berlin die Beseitigung derselben ein Recht Hobe zu verlange». Man solle den Tausenden, die an den drei Tagen de« Jabre« zur Synagoge stürmen, wenigsten« die Gelegenhett, eine« würdigen Gottesdienst beizuwohnen, geben. So wie jetzt köune r« nicht weiter geheu, de Zustände seien unhaltbar uud da« sei durchaus nidd zulässig, im letzten Augenblick die dm llebelständen mtgegmwirkeodm Vorkehrungen zu trrffm, sonder» sofort «üßtm Maßnahme» beschloffm werden, die der Wieditkehr derselben voibmgen. Sie «rkennm an, daß die, Gemeinde für die paar Tage nicht die nüthige Zahl Synagogen bcschiffm könnt-, da sich an gewöhnlichen Sabbathm schon eine erschreckend« Lene bemerkbar mache, so daß eigentlich nur dft .alte Stinagogr" gefüllt sei, ebensogut wie irgend einem Privatm wird« man auch der Gemeind« die onpändigm Räume vermietbm. l»m dann austaochendm Eiuwande, daß die Gemeinde christlich« Knaben zum Thor zu Hülfe nehmm müßte au« Manx-l an jüdischen Kräftm für eine Neuemrich'una einer größeren Zahl von Synagogen, begegnete L. Sach«, daß bei sofortig» Borsqxge jüdische Männer und jüdische Knaben wohl in gmügend« Zahl zu dem Zwecke vorbneitel wndm könnten, wa« aber kurz vor dm hohe» Feiertagen nichtjmehr zeschehenkann. (Muß denn rin Thor sein?) Ein audner Punkt der Tagesordnung betraf dm Abbruch dn Gebäulichkittm in dn Lindenstraße, wo sich dann die neue Syuagoge erheben wird. — In Aue fühl ung de« Beschlusses der Repräsentanten dn jüd. Gmuiude. l>ie Beschoeidung nur durch Anztr vollziehm zu laffm, ist religiüe lrbmdm Anzten, dneu es hier in allen löchattirungm von dn schwärzesten Orthodoxie bi« zur Holdheimschm Reform und noch darüber giebt, da« Annbietm zugegangen, vorlommmden Fall« gegen eine durch Taxe festgesetzte Entschädigung zu funktionieren. Solche, dft es für bedenklich haltm, daß d« Arzt dm ganzen rrligion«- gesrtzlichm Act ousfiihrt sollen in ihrem Gewissen dadurch beruhigt »erden, dag ein Mohrl dft Bmedictionen spricht, währmd «rsterer nur dm opnaliom Theil dn Handlung zu »ledigen hat. Merkst». Die Altersversorgung« - Anstalt dn hftfigm israelitischm Gemeinde vor de« Schöuhansn Thor Hai durch dft Hochherzigkeit ihn« Beßrüudn«, de« Herr» Rmtftr Moritz Mauuheinier, eine sehr beträchtlich« Erwettnuug erfahren. Dn Neulxm gewährt eiutgm zwanzig Pflrgliugm Aufuahme, so daß cls« tusgesammt in dieser Anstalt einige fünfzig alte Bnssrgwigsbedürstige uuiei gebracht wndea können. Ehepaare erhalt« gwei einzelne alft Leut« je ein Ztmmn. Sr in der Lage ist fich sei» Zimmn selbst z» «vblftm, dem bleibt es nubeuimmm: wer zu arm ist erhält von dn Anstalt dft erforderlich« Eiurichtuu-sge^eustäude. Diese Mannigfaltigkeit in dn Ausstattung dn Wohn» uud Schlaf» zinunn nimmt der Lnstalt völlig dm Eharastn de« Kasnuen» haften. Man «lau it vftlmehr in eine« nett und saubn gehalten« Famtüenlauft zu sein. Dft Haspttalttm wndm auch t» dn Anstatt vollständig verköstigt, getftidet und fie «hattn überdies nach et« Taschmgeld monatlich, «ft welchem fie ihre klein« Bedürsniffe zu bestreift» tu dn Lage find. Dft Gattiu de« hrchherzigm «tifftr» waltet als Ehrendame ihre« mmschinfrenudlichm Amte« und man sieht e« ihr« ftendestrahftnd m Angm an. »ft glücklich es fie «acht, s» viel Freud« «nd veyagm dm alft» Haspttalttm bneifta

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