Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 19 (1888)
- Issue
- 19. Jahrgang Nᵒ 40.
- Date
- 1888-01-01
- Page
- Seite 306 (sequence 2)
- Language
- German
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Die vierte G<«fere«z de» Verein der i-r. Lehrer i. U»>t«»He««te« de» Lv»vr»tchi««t» E«ve«. Dir diesjährig« Cnfmrifr bei »elcher außer hm Qffu* Mitglied Herr» Landrabbtuer Dr. Buchholz dir nuten verzeichvet« 16 Lehrer*) anwesend «arm. wurde am 21. Angnst Nachmittag« 4 Uhr in .Nordheimer« Hotel" voa de« Vorsitzenden Herr» stevy > Norden mit herzlich« Begrüßnngs» »orteu eröffnet. Alsdann erstattet« derselbe dm Iah r es> v«d Rechenschafts-Bericht und eruaunle die Herrm Wolff und Heß zu Revisor« der Rechnung. Dieselbm erklärt« »ach Prüfung diese für richtig, na» dir versa««- l»ug erlheilte dem vorfitzmdm Decharg«. — Nunmehr sprach Herr Laudrabdiner Dr. Bnchholz über da« The»,: »Die historische Entwicklung de« Jugendnnterrtcht« »ach Vtdel »nd Talmud'. Die Versammlung folgte de» Redner, der iu diese« 1'/,stüudigm Bortrag di« Tief« und Fülle ferne« Wissen« zeigte, mit großer Aufmerksamkeit, vielfach neue Id«« wurden dm Eonferenzbrsnchern a» der Hand zahlreicher, paffmder Belegstellm iu überzeugender Weise vorgeführt. Allgemein fühlte «an heran«, daß von einer Diskussion, »ie fie sonst üblich, abgeseh« «erd« müsse, da die Fülle de« gebot«« Material«, wie der Umfang der Arbeit ei» Sichselbstoertief« in dieselbe verlang«, nra« auch der Vorsitzende in seinem Danke, d« die Versammlung durch Erheb« von den Sitz« »»«drückte, besonder« hervorhob. Herr Dr. Buchholz versprach auf Wunsch der Lonfermz, sein« gehaltvolle« Bortrag durch dm Druck auch weiteren Kreis« zugänglich z» mach«. — Um */48 Uhr Abend« wurde die erste Sitzung, welche unr zur Verrichtung de« Miacha-Gebet« unterbrochen war, geschloffen. Am 22> Morgen« 8*/, Uhr, wurde die zweit« Sitzung mir dem Referat« de« Herr« Apt - Meppen eröffnet. Derselbe sprach über da« Thema: .Der systematische Religion-unterricht iu der i«raelitische» Elementarschule', und zeigte in seine« »ohldnrchdachtm Vortrag Lärme und Liebe für die Sache. Nachdem der Vvrfitzendr auch diesem Referenten dm Dank der Lonfermz an «gesprochen hatte, wurde die Debatte über dm Bortrag und di« ausgestellt« Thesen (Wie lauteten dieselbm? Red.) eröffnet. Schweitzer-Papenburg «einte, di« von dem Referent« entwarf«« Idem paßt« mehr für eine christlich« Schule, «ö e« sich wehr um einen dogmatisch« Religi«u»uuterricht handelt; wir dageg« hält« die Kinder vor allen «nd zuerst mit dem Leremmüalgesetz bekannt zu mach«, z. B. über Zizi« und Trag« am Sabbath, so wolle er den Religionsunterricht iu der jüdisch« Schul« behandelt wiffer. Meier-Bentheim schließt sich im Ganz« dies« AuSfühnmgm au. Fink-Anrich ist insofe« ein Gegner de« systematisch« Religionsunterricht«, al« er «eint, e« sei tzanptaufgabe de« Lehrer«, d« Schülern ei» Kapital von Bibelsprüchen «itzugebeu an welch« die Lehr« «nd Pflicht« der Reltgwu zu knüpf« sei«. Demgemäß verwarf er dm Gebrauch eine« Leitfaden«. Gegenüber diesen Austchtm war di« Majorität der Meinung, daß gerade der Reli« gion« uni erricht am aLerwentgst« der systematisch« Darstellung entbehr« könne, wen» der Schüler auch im späteren Leb« eine grwtffe Summ« religiös« Wiff«« besitz« . soll. Bibelsprüche »ürd« ja auch von d« Leitfäd« dargebot«, sei« aber nur el« Unterstützung des religiösen Gedanken« zu verwerth«, »ährend die au dieseld» bla« angeknüpstm Betrachtung« de« Lehrer« leicht in Vergessenheit gerathm »ürd«. ") Levy.Rorde». d« Arte».Weener, Ai,t-Anrich Vchweitzee- Aapeadnrg, Wolff-Nurtch, Meyer-veitthei«, Apt-Meppr», Werth»«»-Söget, Israel-Rorde,, Heß-viMmmd, Ltwe», fteiv-geoer, Koelsotz»-, vtameathal- «w Abrahamsoh»- Ewde», »ras-voetwund uni ba Umerwichoet». üotschutdtat war: Are»»«- Echarmdeck. Der Seitfad» die« wach da« «nd« an»irdem w» Petition; dies» Austchtm lich besowder» »ch Herr Dr. Bnchholz beredt» Ansdrnck. G> »«de dann mm dm Lonferenz falgmde These angnmm«»: .Ter systematffche «ettgiandnuterrtcht ist ans der Oderstufe der «limentarschnle u,entbehrlich. Danede, soll jedoch der «»knüpfende in Anwendung kommt». Ans Unter- »nd Mittelstufe wird der «rli^ousunterrtch« an btbl. Geschichte «nd Gebetbuch »-^knüpft." - «« fotzte nun da«> Referat de« Her« Israel-Norde«: .«ine 8» trachtnn, über unser» Hanptveret«.' veranlaffun, zu derselbe» gab die Lonfermz in Hameln, selche zu dem Intra, Wolfs.»nrich. betrrffmd Gründung eine« allgemeinen deutsch»i«raelittsch» Lehre« bunde«, Stellung zu nehmen hatte. St« wie« ans di« Schwierigkeit« hi», dir bei Gründung und Fortbestand eine« solch« Bunde« «chegenstehe» und gab al« Beispiel für die Richtigkeit dieser Anflcht laut Protokoll auch de» schwach« Besuch der Haupt-Lonferenz an. .Betheiligtm sich doch von d« Lehre« de« Landrabbinar« Emden schon seit Jahr« nur hin und wieder einer oder zwei au dm Versammlung« de« diesseitigen Verein«." 3at Abwehr diese« Angriffe« diente die Betrachtung J«rael«, »elcher in offener und schlagfertiger Weise d« schwach« Besuch der Haupt-Lonferenz nach and»« Gesichtspunkt« begründet«, die thetlweise auch veraulaffuug zur Gründung unsere« blühmd« .Zweigvereias" gab«, auf deff« Lonfermz« bt«her beispielsweise alljährlich ebmsoviele Lollegm avwes«d warm, wie am 21. Mat in Hameln. — (Da der Herr Referent mittheUte. seine sehr zeitgemäß, Arbeit, in welcher mancherlei Schädm bloßgelegt »erde», durch d« Druck weiter« Kreis« zur Prüfung und Beachtung zuginglich zu «ach«, so «nterbleidt et» weilerrr Auszug au« derselbm in diesem Protokoll.) Lrwähut sei aber folgende These, welch« von der Lo»ferenz einstimmig angenomm« wurde: „Die Lonferenz befürwortet dringend den Beitritt »er Lehrer der Provinz Hannover zur „Unterstütznngskasse für die jüdische« Lehrer, deren Wittweu und Waisen t» Hannover', spricht anch den Wunsch an«, daß alljährlich eine Generalversammlung der Kasse »Mitglieder stattfinde, welcher et» Rechen« ichaflsbrricht vor,ulege» sei« würde. Dteversammln», ist der Meinung, daß diese ««,«, eine Aeuderuug der Statuten »»randsetzend« Einrichtung anch einen zahlreicher» Besuch der Lehrer-Loufereuz in Hannover heröetführen müsse." — Um 12'/. Uhr wnrde die Vormittag«, fitz»«, geschloffen. Bei de« un» fol^ndm gemeinsame» Mittagsmahl brachte der Vorsitzende d» erst» Toast anf S«. Ptajestät uns«« Kaiser, «nach noch verschiedene Toaste folgt«. Um zwei Uhr mzcncn die Verhandlung« fortgesetzt. E« erfolgte znnächst Verstandswahl, welch« eme Wiederwahl de« bisherig« ergab, nämlich al« vorfitzmdm Sevtz-Rorde», al« deffen Stellvertreter de Brie«.Weener und al« Schriftführer der Uuterzeichnete. Nachdem an» Norde» aldOrt «userer nächstjährig« Lonferenz und »er 10. und 11. September al« Lage für dieseld« bestimmt worb», erstattete der Herr Landrabdiuer ein« kurz« Bericht über d« ,ver» etn zur Erziehung «nd Unterbringung armer »ernaister Kinder i» Landrabdtnat Emden", für welchen der Herr Referent al« Vorsitzender deffelbm nnmwchr 627 M. 46 Pf. zinstragend angelegt heck. — Möge» anch t» ««« Jahre reibt viele Gönner für d« veretu gewann« »erdml — Die »frei« Besprechnngm» hielten die Mitglieder »och dt« ^g« 8'/, Uhr detsamm«. Alsdann richwte de» «msttzeude «orte N4 Dm»« an de» Herr» Landraddiner, welcher der Locher«, vom Ich««« dt« zam Schlchse thätig deigewohnt hau«, ut pchsmdo «schlrßmortr an di« versannnl««. Diese dankte d«rch «rhet« von ihr» Sch» dem Mnsttzende» fstr fest» s» p-ttei'che Kährnng n»d nmstchtige Rtvlng der Bkcht»»,Ntzla,