Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 19 (1888)
- Issue
- 19. Jahrgang Nᵒ 38-39.
- Date
- 1888-01-01
- Page
- Seite 296 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 78% known words query
- IRI
…/5369809-5935050-5938352--6821-5372702- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
schreib» nofert CBcifcn bfe Erlös«», «X tytyrttn |»u); J«rael« Ar«««» Hab«» bi« Familie zu et»rr Quelle brr Betjüngu», i« Mittrloltrr gemacht — t» Gchwach» ist Gatt funt; Israel« Frauen, auch tn der Gegenwart »takt euch ei» edler Lorbeerkranz; im Gewetudelebeu derGegenwart seid ihr bestellt al« die Bür-e« und Wächter für di« .Hütte de« Friede«»'! — Da« Jndenthum ruft euch — Ihr werdet da« Vertrauen rechtfertige«. Gerichte ms> Caere spe«derr;eir. Dewtschlawd. Magdeßnrg. lieber den Mordversuch i» der deutschen Botschaft in Pari« veröffentlichte die „Norddeutsche All» Senuine Zeitung' a« ihrer Spitze einen hochoffiziösen iitifd, dem wir einige charakteristische Sätze entnehmen: „Der Kall Qkinitr ist nicht ela« vereiazelte Lrschetimr.g, er ist »er ein weil««» Glied tr ter «eite de» i» Frankreich »«triebenen DeMschinhaffe«. Der Mordversuch de» Garnier ist nicht» «»der«», al» die verwirklichnnä der Lehre», wie sie die Hetzprefs« und di« »on Ihr geschürte össealliche Meinung tagtäglich in Frankreich gegen dt« Dentsche« predigen. >u» diese« l-es,wtrahal«n darf »an di« «tazela« Dhat nicht herausnehnreu mid auf die Uozurechnunae'ihigkelt de» Thüler» k,i» entscheidende» Gewicht lege». Auch dt« Attentat« der Hddel und Nobiltug, der Blind und Süll mono find nicht auDschliehlich durch dt« Zu» r«chnu«g»sLhigkeit der Lhäter bedi-gt gewesen, sonder» st« waren da» Lrgebnth fanatischer Hetzereien in der Press«, welche geeignet sind, ungebildete und erregbar« 2»nt« >u fluchwürdige» verbrechen anzustifte». von diese» Gesichtspunkt au» betrachtet, liegt auch in de» Fall Garnier die Haupwerschuldnng an de» in Frankreich vor oben her au» politische. Zweite» gefdrderte» g«tt»ng»hetzer«tes gegen alle» Deutsche.^ Also nicht allein btt mehr oder minder unzurechnunaSfähigen Fanatiker sind verantwottttch für di« Berbrrchen, dtt sie begehen, vielmehr die Setzer von Gewerbe, oder au« Politik und diejenigen, welche die Macht habe», da« Hetzeu zu beschränken, oder zu verbitten «ad du« unterlassen. In Neustadt btt Lasset und in Dortmund sind in den jüngsten Tagen von ruchlose» Händen dtt Fenster in den dorttaen Synagogen zertrümm-tt worden, Wer ist dafür verantwortlich?!! — Stoff». Die.Kreuzzeitung' setzt ihr« Judmhetzerei fort, indem sie au« Anlaß der Gemralversammlung de« Verein« für Sozialpolitik den Wucher ans dem Lande eröttett und e« so darstrllt, al« ob Wucher auf drm Land« nur betrieben werde durch „den Jude«.' „Der Jude' leistt leistt dem Eiattagea jeder kleinen Schuld in dtt Hypothekrubücher jeden möglichen Vorschub. »Au dm Jud-u' »ende sich der Landwirth am liebsten, weil »der Jude' Berschwttgmhrü btt Dartehm verspricht. Fälschlich haltt eia großer Thttl der Ltwdbevölkrrung jede« Borggeschäft für eine Schmach, währmd doch i» unseren Tagen der KrXit die natürlichste Kosrqumz de« geldwitthschastlrchm Verkehr« und der Mobiltstruug de» Grund und Vvdm» ist. — Dtt „Lrmzztg.' sollte sich doch freuen, bemerkt dtt „Freis. Ztg.', wenn man im Bauernstand« noch nicht so lttchtsiuni, im Kreditnebmm arwordm ist, wtt in junkerlichen Kreisen. Nichtig ist, daß dem Wucherthum dtt Unwissenheit in die Hände arbeitet; aber gerade dtt Junker sind e», dtt dtt Landbevölkerung möglichst in Unwissenheit zu erhalsm suchen und glauben, daß, wenn in den Volksschule« nur möglichst vttl Vibelverse und Gesangbuchlttder auswendig gelernt werden, e« auf dtt Realttu, dtt Rechenkunst «ad da« Ler« stüudmß praktischer LerhäUniff« de« Leben« nicht allzu sehr wehr aukommt. (Wtt werde» nächsten« oX der Feber eine« kundige» Jurist» eine Bearbeitung de« stattsttsch» Material« bringe». Zahl« bewttsm! E. d. „BeUag«' a»ter Kassel. Ned.) > CrvOSB 7IP1BP TTICu rrrapT* OTj i3V3. jMhtt, 10. Septbr. (Or.-Earr.) «a« tn Ihr»» ' m «sch. 9L bmtX on cM*» Jahre», «X dtt «Nffardernn, zur Grünbnn, eim« allgmwi«» Beret»« z«r «ahn», der "3 sog«, atthobaxm Jnttreff« va« de» Kreütte» Fthrer» der D Orthadaxtt (Hirsch Ka..Fra»kf»tt a. Hirsch inn--H«n» Ll aooer, Lehmamt'Matnz, HildXheiwer-Brrli») erlaffe« «erbe» » vormXgesagt worden, daß ei» solcher t» Still» wühl»ber Beret» t» dtt srttdliebeust» Gemeind» d» steil der Gpal- « tn», htueintretbe» würde, da» bewahrhttttt fich twawr mehr. ß D» etwa« i» einer Gemeind« nicht ganz nach de» Will« ~ri einiger Fanatiker geht, da wird von dies» und eint,» A» Hänger». die rasch beschafft stad, die Au«tritt«fra,r «X „canfesfiouellm «edeukeu' gestellt. A»« dem HanptXger £ wrrd» dtt ffiiffen geliefert, in dm zuständigen Hetzblätter» yj wirb da« Borgehm aX „höchst gottgefällig' gepriesen/ ma» fordert »ffmttich zu vttttägm für dir A»«lttltlrr auf, »m -4 fie in thrm Treunungsgelüstm, — denen meisten« btt Herrsch» *5 sucht Einzelner, dtt in dm Separotgrmttndchm lnchter zu sÄ ttnem Borstand-ämtchen gelangm, zu Grund« liegt — zu bestärken und ihum alle Utmfilim, dtt zur Erwetternng de« x> Schi«ma'« führen, zu liefer». Da« hat ma» jüngst t» q Gieße» erlebt, w» fich et» paar Familien eine d,sonder« Stparations-Syuagogr bäum wollen, und da X ihnm a» Seld fthlt. da stadm fich Rabbiner, dtt, anstatt dm Ve» paratler» zuzumfm: Di« Einheit der Gemeind« ftche Euch höher, aX all« rituellm Differenz»; sv VTstvN 7tt » H2T7 ..sonder« Dich nicht ab von der Gesammthett k' — ist ttn Spruch dx frommt» Hillel, dessen Ansprüche i» der y relig. PraxX maßgebmd find; „wer fich lrnmt von der Ge» mrmde, untergräbt die Wurzel dx Jndenthum«' ist ei» ■ Koin be-Ikkor (sa httßt X ja i» der Hagobo schau r r 7P52 -«2 .''72.1 sv 10» nx ranrnp HB71) lieber bttsx , : Treu»»»,«»Unternehme» befürwoNe» und dazu dm göttltchm < Degen verheißen! — H+JT QTT2 77 7DM heißt X t» dem -i brtr. Aaschrttbm dx Rabbiner« Hirsch z» dem Gammel» \ Etteular, bX btt orchodoxm Blätter .Israelit', „Jüb. '* Presseu. a. aX .Extra-Beilag«' zur Rasch haschona-Nr. '. thrm Lesem zugchm ltrßm. Ja, ba« ist »msere «üoiaain ' rnilitana, btt ans Trmmmg und GchXma l»«grht. O, X chut dringend noch, daß mau dm irregeleitet» Gemeinde» Mitgliedern dtt Augm öffnet und ihnen zeigt, welch« schwer« V Sünde solch« Trennung ist, da« GottX Segm nur da weilt» J 0» Frieden und Eintracht herrscht; und daß fi« bXhalb ans : die Dtimmru einzelner Fanattker nicht hörm dürfe». W<X sich ge«mwärtig hier gelegentlich unserer Rabbiner» . wähl abspttlt, wie man von Außen dm Zwttspall in btt r> Gemeinde hineiuzutragm fich abaXht, wtt fich bei uu« — da« ist dtt Nemefi«, welche hier d i e ereilt, dtt X sanft mtt Tlemumgm sa leicht nahmen — zwei »rt hadoxe Richtung»» di« Hirsch'sche und dtt Hildeghetmer'sche, bekämpfen, da« / ersehen Sie, geehrter Herr Nedactmr, an» de» Artikel t» / heutigm »Hamb. Fremdmbl.', da« ich Ihnm zur gefi. >3 Srulltuißnahme zugehm laste, aX warmmgsrnf für all« £ friedliebend» Elemente. -f Derftlbe lautet wtt folgt: » „Dtt Rabbinerwahl dürste höchst wahrscheinlich in Hamburg zu ewem umm Gcht«ma führ», ueuhdem beretX rtnX 1 in Form der Trennung der Xraelittschm Gemeind« in ein« i Synagogen- und Tempel-Verband rrsalgl ist. In eine« «X! üdersandtm Separat-Abdmck «X dem in Hamwver rrschet» . :i nendm hocharchodoxm ^eschnrnn' ist «ine donnernde ß Phüippika gegm Diejeutgm mthaltm, welche dm n» zn wählmdm Rabbiner dazu »erpfltchlm wallen, ans dem OHX» darfer Friedhöfe amtlich zu fnngtten. E« wirb ans dm 4 vcrstorbmm Herm Oderrabbtner Stern htngewtts», der ß dttsm Friedhof aX nicht dm Auserdernugm dx jüdisch» 7 RitualgesetzX entsprechend bezeichnet, fich all» AnnÄ»» Ä ans demselben mthaltm und nach jahrelaugm Mühen errricht i hatte, daß ihm nud dm seiner Mit»»», deipflichünd« Ge» M meindegmaff» ein eigener Friedhof .für ewige Zeit»' (wtt 3 X der Talmud »aeschrrtbm ftty in vangenstlb« «ngewtes«