Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 19 (1888)
- Issue
- 19. Jahrgang Nᵒ 38-39.
- Date
- 1888-01-01
- Page
- Seite 295 (sequence 3)
- Language
- German
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' DieFraneu, tk ba» des Fried«»» führe», ste hoben da ei» Feld, wo fit faafrn find, ihre» wohlkhätigfieu Edrfluß geltend »» »«che». Sie Haie* sich ein Beispiel nehmen an der Fron de» vn. Sahn de» Peleth, deren »ln,heit ihre» Gatten von der Thetlnahme a» de« Streite »er Rotte K»r»ch'« znrückdrachte »ad dadurch vor der Strafe Sstte» errettete, va. So,a de« Peleth, hnttr sich b^eunttich »ach'verführen Uffta, «a dem Atteu- - täte de» »»rach gegen den Frieden der Gemeinde Theil I» nehmen »der er hatte etae lla,e Fraa »ad diese sprach tß thmr «Sa» veraalahr Dich, an diesem Streite •l Thett |a nehmen? va» gewinnst Da dabei, meaa starach - hie erste Stelle riaaiaaat? Ist Iren Haherpriefter, bist Da«infvche»Gemeind« Mitglied, undwirdKarachHaher- Priester, bleibst Da dach »ach einfache» Ge- »eiademttßltedi va» Haft Da nöthtg. für »arach die Kastanien an» dem Feuer ja hole», und Dich der Strafe Gatte» a»»j»setzen?" — On aber, der Gatte, hielt ihr die Partei Parole entgegen: »Die ganz» Gemeinde ist heilt, I' — Die Frau lächelt« »rhmüthtg über die verblendnn, ihre» Mann«» and ihr erfinderische» «eidliche» Herz ersann ein andere» Mittel, den geliebten Satten »or Sünde and Strafe zn bewahren. E» war ein Mittel t«Geiste jener Zeit: ein opulente» Mahl, rin feurige» Gla» Rebensaft — and mährend er i« Schlummer sich ernüchterte, sah die edle Gattin mit der »achter dar der Thür« and wehrte den Baten de» »arach den Eintritt. Eh« der Gatte sich ernüchterte, hatte da» Etraigeiicht Gatte» die Ratte »arach» straffen. Sa erzählen nufere atten Weisen, »ab beziehen aas dir kluge, eblr Frau de» Ou den Salamanischeu ver»; »Der Hag« Sinn der Frauen erbaut da» $aa»*, während ste »ns dir eitle, neidisch«, hochmüthtge Frau de» »arach den Schluß de» Verse» dezieheu: .Die Tharhett der Frau reißt mit etpeara Händen ihr Han» nieder." M»gen auch di« edlen Frauen unserer Zett »ach dem hohen Rahme der Frau de» va streben, daß auf ste dezageu »erden könne der heilig« ver»: .Der klug« Sinn der Frau erbaut da» Hau»l" Nicht nur da« eigen« Hau» kau» die Fra», der dt« Vorsehung in ihrer Sch»üch« mehr »uldauer and beharrliche Xrcat al» de» harten Man« verlieh, var Untergang bewahren, sondern auch da» ,Haa« J»rarl»", Me Hütte de» Frieden» in de« Leben der Gemeind«: de, mg»»«, Hereschgebtet« U befehd« sich tm Grtmm« «Ut »er «ststk, tratzig N^e. «e «egierde »Sd »nd ratz, flNf h—a MMmwwnü |m»H| W» 0aMb> Uak H«A JElfHfrfr# tllftl Mg|«a llnd der Pmser wird za» Knecht. Galtet, «m dt« Lied» fleh —" da ist de» Franc» ihre edelste »ufgabe gestellt I Denn r.. «dt fatdt überredender Vitt« Führ« di» Frau«» d« Seepwr der Sitte, Ltsthea dt» fimletraibt, die tadend eutglüht, Ldhre, dta «rüste, die setadlich sich haste». Sich t» der lnblich« Farm z» »»säst»» Und veretneil, «as imig sich sticht." — So stugt unser graher dentscher Dichter-und iste» nicht derfelb« Sin», der schau vor Jahrtausende» vom Juden- «hm» in da» Sedat der Laadhütt« gelegt ward«, tudeni e» vorschrieb: .Rar der iRaua «aß tu »er Hütte fitzen, nicht ober die Fron, und «beusa da» »tad nicht, da» nach der mütterlichen Wiegt bedürftig and theü hastig ist, wohl aber > der »nab«, der der Muttei nicht mehr bedarf!" Jo, der l Manu muß in der »Hütte de» Frieden»" seinen Trotz I beuge» lernen! Die Frau trägt ja etae solche .Hütte de» Frieden«' in ihre« 1«rze»: der .kluge Sinn der Frau" ist ja der Baben. tu de« di,: .Hütte de» Frieden»" fest steht gegen die Stürme de« Leben», gegen die Stürme de» Trotze» und der Härte .tu der Männer Herrschergebiete!" Ist ja da» »eidlich« Herz van Natur au»gestattet «it all' den edle» Eigenschaften, melche da» Religiau»gesetz »an der Decke der Feste»-Hülle, dem "pv. verlangt: 1. rm&IB SapB VK — es nimmt, i» Gegensätze zu» Mäuuerherzeu, .keine Uurttnheit au", sauderu verharrt in ewiger Unschuld . .. »>as »er Uaschald Schooß gerissen Klimmt zum Ideal der Maua" ... .Aber tu kindlich »»schuldiger Hüll« - Birgt sich der hat«, gelüuiert« Wille j I» des Weibes v^klärttr Gestalt" (Schiller) ... I 2. pitn p V?TP3 — im Gegensatz« zu« Staune, der sich i von der Natur entfernt, gilt van der Frau! .Lu der tNnttrr b«scheid«er Hütte Sind sie gedltel« mit schamhafter Sitte Lrm« Lächler I« stamm« Natur". S. jpip1? "ana — «khreud der Manu, obgleich er .gierig in dt« Ferne greift" und »durch entlegene Sterne seine» Traume» Bild jagt", dach den .Baud« de» Irdisch« und der Stuultchkett" sich nicht entwind« kam», erhebt sich di« Befriedigung de» Frauen Heizens seiner Natter nach stet» über die rohe Sinnlichkeit de» Irdisch«; 4. nnrnca nana nrusn — das Mänuerher, hat «ehr blendend« Soun«, da» Frailenherz mehr labenden Schatten; 8. TOOT p narrn — der .ladende Schatlm" ist de« Manne ein Zufällige». d«a weiblich« Herzen Absicht und Ziel; «. nau aa rhvsh — der Mann »Stolz verschmäht er das »elette Leis« «aruender Natur» Schwing» sich in des Himmel« Weit« llnd verlier« der fei« Spur Aber auf treuerein Pfad der Gefühle Wandelt di« Frau zu de« göttlichen Ziel«, Las st« still doch gewtffer erringt". — Nein, dt« Frau bedarf nicht der .Hütte de» Fried«»", aber die Hütte de» Frieden« bedarf der Frau. Da» weiblich« Herz ist da» Unendlich«, besten endliche« Sy «dal die .Laubhütte" ist: fall da» Unendlich« beim Endlichen, da» Bezeichnet« bei« Zeichru tu die Schul« gehen? Ja. die Frauen sind die Bürgen für den Frieden der Gemeinden, und mittelbar für den Bestand de» Indenthum» der Segemoart. Denn der Zelott»«»» ist argautfirt; jeder Zänker in irgend «uer Gemeind« wirb, anstatt zu« Frieden ermaiM zu werden, tu feiner Leidenschaft brstürtt und unterst ätzt. Jeder Korach tu der Veit erhält seine Ansmunternul, und sei« Inftructioum an» Mainz, Frankfurt, Berlin und Posen: was soll da au» der »Hütte de» Fliedens" werden? ver soll dt« Zwietracht lösch«», die tabeui entglüht?" (S. n. .Hamburg" ) Edle Frauen in Israel, ihr seid berufen! Stellt Ihr eine heilige vacht au», daß der Feind nicht eiudrtntzel Edler Frauen Verdtenst