Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 19 (1888)
- Issue
- 19. Jahrgang Nᵒ 35.
- Date
- 1888-01-01
- Page
- Seite 271 (sequence 3)
- Language
- German
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■ m fefc Reihenfolge: diese bcfutgt da» Prinzip der Er« Leichter»»» »ud »wmst «f die Rrchesfolgr lei« Rückstcht. ja oft lmt str dies« auf, m» ttr Zftl ut erreiche». So i. 8. lehrt der Systematiker da» > vc der Reiheasolgr «ach; »er Methodiker greift «erst da« t Hera«», geht daanz, de« Buchstaben «, «. r üver, macht von diese« ri«e« Sprung »»» » re. H«»t jß Lage giebt es wohl ketar» Pädagogen, der «» le«g>e«fttm, dicht«der Elememtarschule «ut die Methodik mit Skfalg wirke» kün«. vir stad durch de» Schade« einer sch» tesgm Vergangenheit klag geworden; wir habea die NckeezMgnng gewonnen, daß die in die Elemmtarschule »er« pflanzte Systematik nur geringe Früchte trieb, wo nicht ganz ■IVmRHNS pucp. tObte e» giebt einen schr wtchügru UaterrichtAgegenstand. bet de» «a« »rrnnnftgewäß die Reihenfolge einhaltea muh, und da» ihm innewohnende Nacheinander nicht außer Acht testen darf» mit ander« Worten: wo da» System nicht beftmgt »erden kann. Da» ist: der Unterricht in der Geschichte, und ganz besonder» der Unterricht ta der biblische» Grschichte. Denn »er wird z. w. zuerst Mose» und seine Sendung und dann erst di« Geschichte »on Jacob und seinen Söhne« vornehmen, oder diese vor de« Zeitalter de« Abraham und der Verufung desselben? In diese« Unterricht ist e» eben di« Methodik, weich« den systematischen (chronologischen) Lehrging verlangt. Gerade umgekehrt liegt die Sache i» Unterricht der Glauben»- und der Sittensthre. weicher, wie der Unterricht im Lese», Schreibe» und der Grammatik, die Systematik «»»schließt »od nur die Grundsöße der Methode al» maßpfc«b znlößt. Den« hier ist nicht die Hauptfrage: in welcher Reihrnfolae gebe« wir unfern Elementarschülera — ihrer FaffuvAökrast entsprechend — einige« au« der Glaube«»« und Sittenfthr«? Dir Hauptfrage »st vielmehr: wie erlchigm wir am zweck müßigsten (methodisch) unsere ttefgab« t> Neligions-uastrrichi? In welcher Weise erfülle« wir am befruchtendsten unser« Pflcht al» Religion»- Lchrrr? The wir diese letzte Frag« beantworten, müsteu wir de« Zeitraa» Rechnung trage«, welche aus diesen Lehrgrgenstaud pn Serwenduag steh». Unsere Zeit ist wabrüch schr knapp demesse«, besonder« ta de« jüdisch« Volksschulen, wo wir de» hebräisch Lesen und der lÜbersetzung der hebr. Gebete nndd«» Urtexte» der Bibel »Stunde« wöchentlich weihen müssen. So steht nn» n«r schr wenig Zeit zur Verfügung. und wir «tüst« uu» um Rnth an die Methodik «ende». Dieft würde so spreche«: I« de« »auzeu Estwentar'llnstrncht gilt at» Gr»ndsatz und Gesch — die Erleichterung. Dieser Grundsatz, a»f den in Rede stehenden Uastretchtsgegenstand angewandt, bedeutet folgende«: l» der Elementarschule darf die Glaubensn»d Sittenlchre «icht t» der trockene«, steifen Form der rye«l«ßru nnterrichftt werden, d. h. in den nach hergebrachter Weis« abgerhettte« Lehrsätze«, die weder da« Herz de» Kinde« erwärmen, noch seine Lrrftaades-Fyigftir oerwehren. Erzählet vielmehr den Kinder» «llerlei Geschichtchen, «■» welche» dieser »der jener Lehrsatz der Glaubens- »nd Sittmlch« sticht zu abstnch,rrn ist. wvdnrrb dieser Unterricht tetrocksant wirb. Lebe» gewinnt, «nd veredelnd auf die Herzen der Kinder wirkt — so habt ihr de» Prteetp btt Erleichterung Genüge geleistet. Und wen» ihr nun fragt: woher, woran» sckl der Lehr« die z» «ine» derartigen Unterricht, geeigneten Geschichtche« schäpftak So m-rweste ich st« ans die Quelle« der Glaub«»», und Vittrnlichre parallel mit der biblische« Geschichte; «tee befawtet, Zeh für sich beansprucht der erste« (weteer «»ficht »ach: Htepi-) U»terricht»g«i«astand nicht. diese» Säte» hätte ich nicht« hiozuznfügen, doch mir ftlr bst dqnrytspwcheude Praxi» eine» Spezial. tt-Pla« aageferügt. dar ich hier «ücheile. UvteppichtiftPk«» «m rtestrrichst dm Olaete»»- und «senstte» parate» mtt d» Etzen «chichst in bm Amuntar^chnst. (3a fite KiE« „IchentNch «tee Stande), istott.") Schema Ji»»e«el «st U-berschana — Schäpf«>g der Welt. Mignn» de» »tebrath. — «am. Die Erhabenbest de» Mensche« (2b.i den Thierrn). — «dam »nd Eva. Kate und «el. Sünde «,d Straft. — Roah. Loh« der Frömmigkeit. — Noah und die SüadMH. Die Dankbarkeit.— Fortsetzung. Uebersetznng hebr. Daateobest. — Roah und seine Söhne. Dir Ehrfuröst vor de» Elter«. — Der baby- Ionisch« Thurm. Der Men'ch denkt. Gott lenkt. — Abraham. Die Einheit Gotte». Gastsrenndschaft. — Abraham und Lot. Die Friedensliebe. — Adrnha» und Schon. Die Nächstenliebe. — Jsak. Gehorsam g'gen dir Eltern. — Jakob nad Esan Saaftmuth «ad Wildheit. — Jakob und Laban. Dst Trmst. — Josef und sein« B'üder. Folgen de» Neide». — Joses. Bruderliebe. Edelmuth. — Mose». Barmherzigkeit. — Mose« am Sinai; Mose» und Ahroa: Bescheideabett. — Mose» vor Pharao; die 10 Plagen Gerechtigkeit Gotte». — Da» roihe Meer. Wenn die Roth am grüßten ist. ist Hilft am nächsten. — Dü: Jlraellte« in der Wüste: da» Mauna. Vorsehung 'flotte«. — Die Offenbarung Gotte« am Sinai. Die iS Gebot,: (hebräisch «nd übersetzt). — Da» goldene Kalb. Sünde und Reue. — Die Sitftshütst. Sottetbimsi. Dft Hauptftste. — Die Kundschafter. Folgen der Ruchlosigkeit. — Di, Roite Loeat, Bestrafung der Aufrührer. — Hader-Wasftr. Mose»' r nd Ahroa» Tod. llnpartellichkest. — Josua. vrierländsliebe. — Josua vor seine« Tod,. Festhalten am Glaaden. — Debora. Barak und Eidern, verlheidtgnng de« Btstrlaitde». — Simson. L ideskrast ist vergänglich; brüstet euch nicht mst Stürft, sondern te. — Eli u«b seine Sühne. Befehl der "Litern sei heilig. — Samuel. Dft Obrigkeit ist von Gott eingesetzt. — Sani. Ehrsurcht vor de« König. — David und Goliath. Uebermnch thnt selten gut. — David «l» König Tapferkeit und Fellnmigkeit. —David und Absnlo«. Schwäch« der Ettern; rftrsühalichtett. — Kdn g Salo „o. «i it Reichten«, nicht Macht, sondern ein weise» Herz! — Salomon'« Tempelba«. Gotee«- hau». Segen de» Gebete». — Rchabeam; Theilung de» Reiche». Höre auf gute« blatbl — Jerobeam. Berführnng. — Ahab und Radot. H^ligkett de» Recht». — Ahab uad Elia,. Straft de» Recht«b:uche». — Elia», die Propheten. Belehrung und Begeisterung, Ermahnung and Tröstung. — Salmanaffar und dir Samarüaner; Untergang de» Reiche» Israel. Reinheit der ftdigion. — Affa. Josaphat, Ayla, Hi»üa. Muster frommer He rscher. — Rebuchadaezar. Traurig« Folgen der Parteiurigen. — Zerjlüruag Jerusalem», Untergaog de» Reiches Jura. Dft SeListäadlgkest de» jäd. Bolle» hörst aof; T'eur gegen da» Volk, io besten Mitte um leben. L K. in B. Gerichte «rat Csrrespeirte«)e«. iDoiifteliui». Q» war v»ran«z»sehen. daß mit de« Angenbvck, da sich dft Auge» de» edle» Kaiser» Frftdrtch schloff«, der «ottftwiriswri» sein kecke» Haupt wieder frecher den« ft erhebe« würde. Taß «an aber diese» selben Kaiser, de» dft Awtsanste» selbst als ^Zodenkatser' verhöhnt Hube», schließlich »och »»«Arttseriitt» «ich«» würde, da» ist wähl Pa Gipfel der Verkehrtheit, und diese» z» besteige» »a: der Jtreutitituut“ »ordetzatte». I» einem Leitartikel der So»n»beud»Nr. snch, fie au» eteer au» de« Znsammenhauge gertflereu flüchtig« Ar»ß«ruag io» Kaiser» tu eine« von Prof. DdfnrU HtfctteUtca Ectzaöch Aber dft verwerflich, stst der antift«. Hetze di«k zu beweise«. Jude« fie fich auf Pta bekannte» lcrettsqäe'sche« Standpunkt stellt, wonach Kaiser Friedrich dmch sein langeil Stillleben al» Kronprinz «) I» der erst« Klatzr ßxm nk Ulten, wen» auch nicht der Vtstl «atnomwenea r-z»hl«n,M, btpmxiea wckca.