Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 19 (1888)
- Issue
- 19. Jahrgang Nᵒ 34.
- Date
- 1888-01-01
- Page
- Seite 262 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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darüber schlüssig zu «»chro; «»er es scheint übrige»« richtiger z» sei», die Dögmatik zu lehre», wir fit »vu dro Väter» verricht tl" Dr. tortf: Da« Judeuthu» front f«i»e Dogmen; »i r hat«« fie diueiugeschmhttt. «« ist m» Wichtigkeit, zu erkrouro, baß nicht die Thevrie. sonder» die That dt« Haupt» suche der Religion sei der Geifi de« Judrothum«. sei der «eist de, jüdische« Lehre. Dr. Stein dankt für die wanne Lheiluahmr a» der Debatte, aber die geschichtlich« Wahrheit könne nicht umgestotzen werden. »Ich könnte mich einverstanden erklär«, aber ich wollte «ich an« Thema halten." Blech» «udrntberg glaubt den Weg zur Vereinbarung in der Empfehlung der These nach der Fafiung de« Dr. Koref zu finden: .Da« i«r. Gebetbuch ist der reine Spiegel de« jüdische« Geiste«, wir er fich durch die Jahrtausende v«. währt hat." Dr. Bärwald ist gegen diese Fafiung und protestin gegen den Ausdruck, »daß dcr Inhalt der Tiegel von Jahrtausenden sei." Es ist 12'/, Uhr. Fast scheint nun der Gegenstand spruchreis zu sein und Abstimmung darüber schon vorge schlagen, da regt fich mächtig da« lang verhaltroe Bedürfnis nach Erfrischung und anderweitiger Stärkung de« inneren Menschen. E« tritt deswegen eine halbstündige Pause ein. Um 1 Uhr Fortsetzung der Debatte, die nunmchr schneller abgethan ist. Dr. Bärwald: Wir sollen un« heute damit beschäftigen, wie der dogmatisch« Inhalt für den Unterricht heran«- gefunden wird. E« wird an dem Ausdruck .Dogma" Anstoß genommen. Wir können ohne Bedenken dafür .Lehrinhalt' wählen cder .Glaubenslehre". Auch entstammt der Hauptiuhalt unseres Gebetbuches im allgemeinen keiner über das 6. Jahrhundert hmauiigrhenden Zeit. Ebenso widerstreitet der Talmud nicht de» bibl. Inhalte de« Gebetbuches. Der Borttagende erklärt, sttne Thesen nach der Fassung der Dr. Bärwald, abäidern zu wollen. Bei der erfolgenden Abstimmung «ttd dies« These in der veränderten Gestalt, darnach anch di« übrigen mit der entsprechenden Abänderung en bloo angenommen. Ja These lll heißt es anstatt .dogmatischen", .den di« Religion«- lehre betr. Inhalt" rc. Di« übrigen Thesen sind in ihrer ursprünglichen Fassung wie oben gebltrbe«. Nachdem Dr. Stein den Borfitz wieder übernommen, verliest derselbe rin nachttäglich eingelaufenes Begrüßungs- Telegramm von Re umark-Fel-berg. Herr Dr. Munck- Marburg sendet briefl. Gruß und bedauert sein Fortbleiben wegen Alneise nach tan Norden. Der Dank für die Begrüßung wttd im Nooren der Bersammluog ausgesprochen. Mm, tritt jetzt in die Besprechung der eiugelaufenen Anträge ein. Rothschild - Rauschholzhausea mit zwei Auttägen: L .Der jrty«mal gewählte Ausschuß verpflichtet sich durch Annahme der Wahl, di« zum Beschluss« erhobene» Anträge innerhalb einer» Bierttljahre« nach der Eonferenz zur Ausführung zu bringen." Wncd «ach der von Amram-Borken vorgeichlagene» Stteichung von .inner,alb eine« BirieljahreS" aapeuommro. II. .Jeder, der 'ich bei der Debatte über die Thesen oder Auträge. welch« zntig vor der Konferenz in der .hefi. Schulzeitung" bekannt gematyt werden, betheiligea will, soll sich 8 Tage vor der Lonferrnz schriftlich beim Bori'itzenden melde» und soll gehalten sei«, direct zur Sache zu sprechen und nicht erst auf di« Worte des rvevt. Borredneks Bezug nchmeu". — Wird vom Antragsteller aus mehrfaches Zu» rathen in dem die Unnatürlichkeit und Eigeuthümlichtrit ve« Anttages beleuchtet wird, schließlich zurückgezogen. ÜI. Antrag Stein- Raboldshausen: .Der Ansschuß der ,sr. Lehrer Heffeus wttd ersucht, btt der Ksuigl. Regieruug zu Lasset da diu zu »rrleii, daß bei Disferroze» und Stretttgketten zw-fchro dr» Lehrer «d Geuytnde-«stg>ieoeru «che allein de» Gemen, de-Aeltes« und Svzeigende» geglaubt Wad. sonder» daß auch e, st der Lehrnc als «ngekla^er, uud zi direct vo» de« bett. Borsthernmtt aeftagt, riet nicht über stturu Kopf hiuwea rutsch «den wird." Provinzial-Robbiner lb«. Koref: Ich tau» über diese» Gegenstand aus der Proxiü spreche», da ich gleichzeitig auch Mitglied de« hiesigen vorfuhernuttrs bi»; will nicht sagen, daß die Lchrer i» »eine» Bezirke geradezu Engel wären, aber di« vorkommenden Lieschwerden sind doch »iuimaler Natur. Maa »nu Borstrhi oder Privat»««» geklaat habe», jede Beschwerde werde qeprüft. Mau müsse die Herr»» Scmeinde-Ieltefiro ,'cht imner so qeaau uehuwu, -den» sie wiffen häufig amh nicht wie sie daran sind, was fie in ihrer Stellung zu ihn» oder zu laffro haben. Man »ßge nicht jedes fBort auf die Gold« rage nehmen^ da« vermehre nur die Feindschaft. Bet dem hiesige» Vorst«hera«tt. — uud sowett ihm bekannt, sei dir« auch bei den ander» Praxis — würde strengstens objectiv mtschwden. Die Angriff« würde» gar oft zu scharf geuounnea. Er könne nur aurachm, u» nicht den Geist der Zwüttacht zu säen oder ngendwie ei», reißen zu laffro. von de» gestellten Anttage abznsehen. Der Antra« wird darrus abgrlehyt. Rach der TageS-Ordnnng zu den .Mtttheilungen" übergehend wird di« demnächstigr F-ter der goldene» Hochzest de« pens. Lehrer« Rothschild. Trays, drkauut gegrbea, und. überläßt der Borfitzrod« es den einzelne« Lehrern, besonders' au« der dortigen umgebunk, sich an der berrgttn Feier zu betheiligro. Sutkind-Laffrl nimmt darauf da» Wort, um über die so segensreichen Kaffi« des .heff. Bolksschullehrer» Vereins" zu sprechen, er empfiehlt allen den,«. die bisher noch fern geblieben, de« B tttitt zu denselben und ist beerst. ' den Reu-Eintretenden Auskunft zu ertheilen. Der Borsitzrod« sttllt eine Auswahl von Themata zur Ausarbeitung für die nächstjährig« Louferenz und übernimmt Perl st ei n- Zwesten ei, Referat über: »Was kann der isr. Lchrer zue Beseitigung herrschender Lormthest« Ihm,?" Katz-Nentershausen das Lorrrserat. Zum Ortt der nächstjährigen Bersammluog wttd Eassel gewählt. > In Betreff der neu vorzunehmenden Ausschußwahl erklärt die Bersammlun« He.'ru Dr. Stein zum stäadige» Lorsitzendea, ebeaso Herrn Gut lind-Cassel zu« ständigen Ausschußmitgliede. Durch das ßäo* scheiden zwei der andern Aisschußmitgl'eder für dieses Jahr au», und Oppenheim-Treysa, wie Amram-Borkea. welche die Wahl mst Dank anuchmeo. treten ei». E» ist fast 3 Uhr NaihmittagS als die Tages-Ordnung erschöpft war. Der Borsttzmd« schließt mst herzt. Danke für die rege Bcthestiguag die zwanzigste Jahresversammlung uud entbleiet die Anwesenden zv dro» i» Restaurant Fuld .am Paradeplatz" statlfiadenden gemeinschaftlichen Mahle. Satz-Fritzlar driuqt vorher noch, in Annlenuung der anstrengenden und doch so umsWigro GeschästS-Lestuug, rin Hoch auf den Borfitzenden au», in da« all« begeistert einstimme». Küche uud Keller de« Herrn Fuld waren wohlbefiellch und «an ließ es sich daher, t« so reicher Zahl beffamme», «ach des Tages Anstrenarngro vortrefflich munden. Der erste Toast, von unsere» Brrfcheadeu ansaedracht, galt selbstverständlich unsere« Kaiser, Sr. Majestät Wilhelm II. Der Gedanke, daß hochderseloe ei« Sproß des erlauchte» Hohenzollerng «schlechte» sei und damtt auch de» Bolle i» Bethätiguug edelster Gesinnung stets voraulrochte« «erde, was wir aus de, drkauut gewordeuen Thronrede« schon zu rot« nehmen vermögt«, ließe uusere Hoffauuge» höher schwüle», unsere Herze« wä-mer schlage» für dro allgrliebtr, Laubes- »atrr. I» da« darauf aussiebrachte dreimalige «Hoch" »urd« «st aiseitiger Begeisterung rrugestimmt. Während dro Muhles wurtau da», noch ander« Triuksprüche ausgedracht, uud zwar ei» recht züutauber auf unsere» verchrttn Vorsitzende» Henu Dr. Stein, «m audrrrr *3 'Ä X.