Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 19 (1888)
- Issue
- 19. Jahrgang Nᵒ 33.
- Date
- 1888-01-01
- Page
- Seite 253 (sequence 3)
- Language
- German
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Ferner »nrfet kr hetz« (Ni|L 9t(«iertn| knit auch " kl pflichtschuldige v«ck kfär «IkcfiMik»- k| bicfetk '£. 4>f Grund gesezlichr Bestimm«»-«» auch weiter t«r. Lehrer» kl diesseitige» Bajsirk» Parität bezw. der Penfionsverhält- . «isst zugestaM« h«. Rech der an« früherer Zeit her »och - üestthende« Pr»vt»zi»l-Borsteherä«kr »urde anerkennend gedacht, indem dtefelbm nicht nur bemüht gewesen, die Zahl «»serrr Schoistellen t« Grab«» n»d Ganzen zu erhalten, sonder» auch es wwimlaßt Hütten, dag einzelne Religion«- fchulstellr» ia »ffeatlicht Bolksschnlen ««gewandelt wurde«. Sähe man auf die Impfer, welche sowohl von den Gemeinden, al» auch »an de« Provinzial-Berbänden zu diesem Zwecke gebracht werden müssen, so könne «au nur «it Dankbarkeit »Mi dieser Schass ache Lemitniß nehmen. »Doch*, so fuhr der ' Kedoer fort, „was litten alle die materielle» Erfolge zu bedeute», wenn »icht auch zugleich au der inneren Hebung , »»serös Lehrerpaades gearbeitet worden wäre? Mit freudiger Anerkauung darf Ich «» aussprecheo, daß die Lehrer Hessens . dies« Jahres-Versammlunge» ltebgewauneu» daß fie immer ««»« Uureguug yn Fortbildung, immer neue Ermuthignng zu frischer, froher Thütigkeit aas denselben mitgenommen habe». Die Vereinsamung die gegeuseitig« Abschließung, wie v sie »och Mt zwanzig Jahren bestand hat seitdem aufgehölt; de« Egotsom« ist seine Stütz« entzogen worden. Das Gefsthl der Gemeinschaftlichkeit und Zusammengehörigkeit, die Opferwilligkeit des Linen für den Ander«, diese «delste vlüthe nuferes Jahrhunderts, hat sich immer schöner entfaltet. Und die isr. Schule kouute dabei nur gewiuuen. Leine der pü> daaogtsche» und didaktischen Fragen, welche speciell die isr. Schule betreffe». ist unerörtert geblieben. In wohl aus- Kbettete» Vorträgen und Referaten haben Mitglieder der sereuz die der isr. Schule eigenen Lehrgegenstäude nach Methode, Umfang und Ziel oder dt« Functionen des isr. Lehrers außerhalb der Schule beleuchtet »der in Anträgen «ld Mitthetlllugcn persönlich« und dienstliche Lerhültuiffe desselben zur Besprechung gebracht. Gemeinschaftliche Sehr- und Schulbücher haben Einheit tu de» llnterrichtsbetrieb eiugeführt und einen gedeihlichen Fortschrttt auch in dieser Hivstcht augebahut. Dohl bleibt nach der eine» oder nach der «chere» Seit« »och viel za thuu übrig. Mancher rüstige Mitkämpfer ist auf der Bah» erlegen uud schlummert schon hp Staub« der Erde. Doch wer wollt« hierbei »icht dem Worte der Seist« zuftimmeu: »Nicht liegt dir die Sache ob. sie zu »olleuden; aber du bist auch nicht frei, um dich ihr g» entziehen." Nein, frei ist niemand von dem Streben »och de» Besseren, bis ihn der Herr selber freigirbt; frei ist utouaud, wenn er sich nicht selbst freigiebt. So lasset uns deun schaffen«- uud strebeusfreudig in das dritte Jahrzehnt «userer Jahrrsoersammlangeu eintreteu. Möge es ein für de» Lehrerstand segensreiche« sei»! Da« walte Söul" Nach dieser herzliche», beifällig aafgeuommeaen Ansprache wdrdeu die Gäste »orgestellt. Es sind sie Herren: Prootuztalradbiner Dr. M. Loref «ns Hanau, vanquier Adolf Hahn, Delegirter des D. I G. L. au« Frankfurt a. M.. Dr. Bürwald, Realschal »Director ans Frankfurt a. M., Dr. Schwarz, ebendaselbst, sowie Matz aus Hanau. Bon de» zum TheU noch nachträglich erschienenen Güsten nennt die Präsenzliste uoch die Herren: Goldschmtdt-Brtlou, Werthetmer-Heldendergen, Ehrmaun-Friedberg, Silber» »auu-Züuttrsbach. Für das abwesend« Ausschußmttgltrd Da»»dkoh»-H«lmarsha«seu »Kd »o« Borfitzende« Plaut- Grebe»stein als stellverteeteuder Schriftführer vorgeschlageu, »a» der Eonsereuz genehm igt »nd »on demselben die Wahl dmttrnd «grnonuaeu. Aus de« dar«tf vom Ausschuß erstattete» Jahresbericht geht hervor: 1. daß dk 4,nfereuz nach Außen hin zunüchst K, r»e» Segrüßuugstelegramm au den um die Erforschung der jüdische» Geschichte hrichoerdreute» Herr» Prof. Sr aetz i» Breslau anläßlich der Ftter seine« 70. Geburtstages »er trttt» wurde. 2. Fkrmr wir» aus demselben mitgetheilt, daß der Autrag der Lehrer de» r«Udradd»»ts Emde» auf Gründung eines deutsch-isr. Lehrirbuudes als nicht zur Berathuug geeignet zurückgewieseu!ei und dies damit begründet, >>aß «au geglaubt Hab«, m» selche» umfangreiche» Berbtuduuzru, die nicht lebensfähig find und nur Mißverständnisse heroorrufe». entschiede» abmahae» zu müssen. Auch besttz« di« grsammt« isr. Lehrerschaft Deutschlands in der „Achawah" einen Mttrlpuakt für Uuterstützungszwecke (Emeriteu, ILittweu uud Waisen). Diesen immer mehr zu befestigen und auf gtößere Lreise auszuliehurn, sei eine weit näher liegende Ausgabe. 8. Der Ausschuß spricht sein aufrichtiges Bedaurrn aus. der Keundl. Eiuladmig zur Pfingst-Eoufereuz des Bereius isr. Lehrer Mitteldeutschlands nicht habe Folge leisten können. Es wird weitrr berichtet, daß der Ausschuß feine üblichen Sitzungen auch im verfloffeaeu Beretusjahre ab zehalteu hat. BKl beschäftigt« ihn die Wahl eines für diese» Jahr geeigneten Loaferenzortes. Al« in der vorjährigen Limfereuz Hanau hierzu bestimmt wurde, konnte man noch nicht wissen, daß dieselbe Stadt «ich von Seiten des „Hessischen Volksschullebrer-Lereins" (ungeführ eia Vierteljahr später) für seine nächste Jahres-Bersammluug gewählt wurde. DK Bedenken, welche «an in Folge dessen zu hege» Anla z hatte, sowie dk Rückfichteu, 'oelche uns geboten find (als Mitglieder des Hess. Bolksschullehrrr-Verein«), find durch Liren lar zur Leuutntß der Eonfereiiz. Mitglieder gekommen. Erst als dk Abhaltung der versa» «laug tu dem anderen gleichzeftig vorgeschlagenen Orte fich als unthuulich erwies, sei rum genvthigt gewesen, auf de» vorjährigen Lonferenz-Sieschluß zurückzugehen. DK Beschlüsse der vorigen Jahres-Versammlung ist der Ausschuß bemüht gewesen, zur Ausführung zu bringe ,. Es wkd wrtter zur Lenutntß gebracht, daß die vom Vorsitzenden bearbeitete biblische und nachbiblische Geschichte, wo»on im Mrigea Jahre ein Pi obcbogen Vorgelege«, inzwischen erschienen sei. Da» Buch habe Seiten« köaigl. Regierung die Genehmigung zur Einführung tu isr. Schulen erhalt«». Schließlich wird ritt gebührendem Danke hervorgkhobe», daß der verehrt. Ausschuß de» D. I. S. B. auch t>ie«mal ISO Mk. zur Bestreitung der Lonfereuz.Losten bewilligt habe. DK Versammlung nimmt Lermtmß von dem vorgetragenen Berichte und es erhält mmmehr der «cisfierer, Herr Gutkiad-Saflel, da« Wort zur Erstattung de« ifiechenschastsberichles, welcher im kurzen folgende« BUd ergiebt: Auszug aus de« Rechnungsabschluß für die Zeit vom 4. Juli 1887 bis zum 2. Juli 1888. DK Etuuahme beträgt eioschlkßlich der Subvention des D. I. G. B und einet Zuschusses von Herr« Dr. tStrin- «affel. 170.75 Mk. DK Ausgabe beträgt. 234.46_ Mttht« hat Kt Lasfierir überzahlt .... 63.71 Mt. Da das Rückstani «verzeichniß uoch 68 Restanten mit ihren Beiträge,' für dk Jahre 1886 uud 1887 aufweist, so dtttet der Lasfierer dringend «« Einzahlung der vetttäge. Auch diese« Berick,« genehmigt die Versammlung uud ertheitt de« Rechrmugsiührer Decharge. Herr 8. A Hah a-Fraukfart a. M. bringt hierauf herzlichen Gruß im tztzs»«» des Ausschafft» des D.J. G.B., als dessen Delegirter er hier erschienen uud verlttst ei» Schreibe» ttwa des folgen»«» Inhalte«: „Sie wollen gest. der Versammlung «»sei« Dank ansbrücken für dk Hingabe und das Streben zur Fortentwickelung der isr. Schule«. Der Ausschuß des Bundes hat «it lebhafter BefrkRguug erfahr«,, daß dk Hess, tlehrercousereuz de» anderen mit gute« Beispiel in Lösung der Anfgrde »er Bollserzkhnug oora»> gehe, und da dieser Anspannung aller Lräfk zur Erfüllung dieser hehre« Anfgade »olle Anerkenn»»- gebührt, so »olle» Sie »»seren herzt. Glilckwansch hierfür gest. aussprtcheu."