Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 19 (1888)
- Issue
- 19. Jahrgang Nᵒ 31.
- Date
- 1888-01-01
- Page
- Seite 238 (sequence 4)
- Language
- German
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mb*% « bie —habe» Kiritt gestützt hat", »»b baß « ei« große Gemeiube de» JrrtenthÄ» erholt» hot. Rtkrl«b»r>, t» Tnuuru« 5648. Henoch töb (bete*. Gerichte «»d CweresP*»de«f<«. Demtfcdlmmd. Werk!». Die ttamchze» Borgäuge im deutsche« Distrikt de« Bne-Berfth-Ordm« erregen in den amrrftanischm Distrikten die größte Sensation. Tri« den mannigfachen Entrüstung«, «ntikeln im .American Israel ite" und in dm zu Lincinnati erscheinenden und von Dr. Wise redigirteu.Deöorah" geben wir nur au«zug«weise einen hier wiedtt. Herr Dr. Sise — selbst Br. de« U.O.B. B.— schreibt im genannten Blatte u. A.: .Herr Dr. Rahmer, der Magdeburg« Rabbi»« und Herausgeber d« »J«r. Wochenschrift', »Jüd. Litteraturblatt" und Familien blatt" war tm erste und eifrigste Verteidig« und stluwalt de« in Deutschland ein geführte» Bar» Bcrith-Ordm«. LS gelang Herrn Dr. Rahm«, de» Ordm in weiten Kreist» bekannt und popnlür zu machen. E« hat sich ad« iw Bncloufe d« Zeit die Sache so gestaltet, daß d« Orden in die Hand der starren Orthodoxie gerieth. Die (legenwärrige offizielle Vertretung ist in ihr« Majorität tramm orthodox. Run hat die Behörde diese« Orden« ein Rundschreiben cm die Logen gerichtet, worin die »Israelit. Wochenschrift" auf den Index gestellt wird. Dr. Rahm« ist ein Schüler Frankel«, au« de» LreSlau« Rabbiner» Seminar, und Irr-Halb ein der heiligen Orthodoxie v«haßt« Ran». Seine Organe sollen nicht al« Exponentcn de« B'ne-Berilh-Ort'eu« gelt«. Da« ist jedenfalls ein höchst seltsame« Borgehen von der Behörde ein« Körperschaft, die Wohlthätigkeit rnd Brüderlichkeit al« Devise auf ihre Fahne geschrieben und jedem politische» und theologischen Parteikampf und Snnrerintereffen ferne stehen soll. Die heilige Orthodoxie ist in Deutschland zu fanatisch und zu voinnt, al« daß sie dem Prinzipe d« Wohlihäligkeit und d« Brüderlichkeit chre Schrullen zum Opf« bringen könnte. Sie hat sich der Art in die Sackgasse abgelebt« Satzungen verrannt, laß sie für die obersten Prinzipien de« Judenthom« vollständig blind geworden ist. Hoffentlich wird da« Bor» gehe» de« Eowitee'« Herrn Dr. Rahmer's Eis« für di« Sache uns«e« Lrden« nicht abschwächen; dem Orden selbst ab« muß da« ülebohren d« Behörde jedenfall« »achtbellig sein. Der B'ne. Bertth^rden al« solch« ist religionslos, ab« « ist wed« rrreligiö«, noch unjüdisch u. s. w." (Diese Probe mag vorläufig genügen. Red.) Werkt«, 26. Juli. (Or.-Eorr.) Meinen Bericht in Rr. 28 d« Wochensthr. üb« d-e jüdischen Berhältutffe iu Ehar» lottenburg snclct d« Eorrespondmt i» Rr. 28 dadurch zu entkräften, daß e: behauptet, ich ließe wich täuschen. Darauf sei bemerkt, daß ich bezüglich der Kündigung de« bi«h«ige« Betlokal«, sowie hinsichtlich d« Aufhebung de« betreffenden Termin» der geehrten ReiXrctrou glaubwürdige Documente unterbreit« habe.*) Ueba die Gründe d« Termin«aufdebu»g hüpft d« Lorresirondmt ganz einfach hinweg und «geht sich in d« brombeerbilligen Prophezeiung eine« eventuellen Au«, tritt« au« de« Iudeothum; ebenso iguori« er, wa» üb« die Rothwendigkeft euer Revision de« Judeugesetze« von 1847 auSgesührt wurtx, obgleich « anerkennt, daß die Ehar» lotteuburger Jude» an den culturelleu Beraustaltungen der Berliner Gemeinde nicht theilnehmea können. Dem auf die Besctaffung eine« würdigen Gotte«» Hause« gerichtete» Bestrebm der Eharlottenbura« Juden schiebt « .ganz imdere Gründe" uut«. Welche« diese .ganz anderen Gründe" sind, sagt er mit kein« Silbe; ebensowenig sagt «, wa» di: Berliner Gemeinde de» Charlottenburger Juden für ihre Steuern bietU: doch ja, » sagt, da« sei -weltbekannt". Gewiß, eb ist weltbekannt da« geflügelte Wort, da« überall Jude» l» Großgemeiudeu, a» deren cul- «tr beMtp» die«. (Mb.) tmtta Institute, sie nicht partieipire» kistwe», so häufig ge» brauche»: Wir ktznur» m* *tm mfent Gemeftche — be» graben lasse». At da« uicht genug? — A»ß« de» Larrr» spoudeuten hat »och Niemand tu Eharlotieubnrg die Koste» für Synagoge und Begräbnißplctz auf hunderttauseotz Mark veranschlagt. Auf andere «»«laffungen gebe» wir nicht ei», den» — . dunkel ist d« Rede Sin». D« augeküudigten vrafchttt wnd mit viel« ^refterkeü" »uigegeugeseheu; sie soll volle Beleuchtung finden. — Schließlich sei nur noch havorgehobe», daß ich, wie die geehrte Redoctio» bezeuge» tan», «ft d« Charlottenbürg« Gemeinde web« iu kommerziell« »och ir. amtlich« Beziehung jemal» gestanden habe. (Wir bezeugen e». Red.) I»» Hfommör», 26. Juli. (Or.»Co«.) Am Sonntag, dm 22. d. LL. feierte die jüdische Gemeinde in Lol der g da« füufnodzwanzigjährige Amt«j»biläum de« Herr» Rabbi»« «r. «oldschmidt. Seft länger« Zeit schon herrschte innerhalb b« Gemeinde eine icfe Thätiakett^ den Tag besouder« festlich zu gestalte», und Herr Hemm« Bernhardt, Gemeiubevorsteh«, wie H«r Alexander. Borsitzend« d« Odawr» stockrood», »eiche mtt b« liebenswürdigsten Bereitwildgkett die Leitung d« Amaugement« übernommen hatten, dürfe» mit dem gUagenbe» Erfolg de» Feste« zufrieden sein. Um 16 Uhr Bormiltag« »nrde d« Jubilar in die, von liebe» spendenden Händen in einen Blumenhain verwandet«. und von der Gemeinde auf da» Eleganteste »»»gestattete» Räume geleiter, wo die Bertret« d« Gemeinde, alle Depntteie» d« verschiedensten Vereine und Rachbargemeinden Auftiellang d« Reihe nach nahmen. Den Reigen d« Begrüßungen «öffnete d« Vorstand und da« Repräsentanten kälegtum, die uni« h«zlichea Ansprachen wertbvolle Geschenke überreichten. D« Gymnastaldirrktor He« Dr. Becker beglückwünschte de, Jubilar n» Ramm de« Domgymnastum«, an welchem Herr Dr. Goldschmidt seft 13 Jahrm dm jüdischm Religion«- unterricht erthellt. Diese« folgte eine Dqrntatiou ehemalig« Zöglinge, in derm Ramm Frl. Clara Lüwenthal ei» ngresieode« Gedicht dortrug. in reelchcm sie dm herzinnig» Dank all« d« Schülerinnm übermittelte. E« folgte die jetzige Religionsschule unt« Füljrnuq de« Kantor« Herr» Zad iko», bet in tiefem pfundewm Worim die Glückwünsche ttr Schule zum Ausdruck brachte. He« Dr. Hahn an« Stolp überbrachte die Gratulation de« B«ba»de» d« Rabbin« Deutschland« und dr« Zentra komitt« ^Ilionoo iamälit» uoivonoll» durch lleberreichung eia« knuüooll ausgestattet» Aorefle. D« Delegiere de« deutsch-ilraelitischm Gemeinde» Kunde«. He« Leszinskh, begrüßte dm Jubilar im Aufträge de« Zmtralausschnffe«. Hierauf folgten die Deputatioom d« Rachdargemetnd« Treptow »ndCvsli», welche ebenfall« Adreffm überreichten. Schreib« diese« begrüßtde» Jubllar n» Ramm deü Berei»« d« Lantore» Dactschlanb« und überreichte eine schön ansgestattete Adreffe. De» Schluß bildete eine Deputation de« Kuratorium« und de« Vorstände« de« jüdischm Kurhospitalk zu Kolbe« unt« Führung de« Her« Friedläuder, dn unt« tcefempfuudm» Worten eine h«rliche Adreffe überreichte. Ludere Gemeind» der Provinz Pommer», Stolp. Belgard. Schieveldet», Greife»- berg, übersandtm telegraphisch ihre Grüße. Um 12'/,' Uhr fand i» da blnmmgeschmückt», festlich «leucht«» »ud üb«, füllt« Synagoqe etu erhebmd« Gottesdteust statt. Rach einen einleitende» Gesäuge bei zu diesem Feste vom Herr» Kantor Zadckow eiuftudtertm vierst-mmigra Eher« und Rect» tcniov der Dankpsalmm 166 und 117 hielt He« Rabbi»« Dr. Hahn. Stolp die Festpredigt. An den Text (v. B. BL, ft. 6, B. 24) cmkuüpfaid «ab dmsrlbm vorzügtnh homitettsch belenchttnd, zeichnete Redn« in d« wohldurrhda «htm uud tcefempsunbenm Predigt die Stell»»» de« Radbiuer« tut Gememde u»b wie « seine» Beruf »l« verküub« b« Glaubewwochrheftr», al» Berath«, Freund uu» Helfer aufz»» saffm habe. Rach abermaligem Lhor^sang bestieg Herr