Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 19 (1888)
- Issue
- 19. Jahrgang Nᵒ 29.
- Date
- 1888-01-01
- Page
- Seite 221 (sequence 3)
- Language
- German
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«ck intl WttteL Mut llrtHidlgF^S6^* f h""*flV bk khatssich« präg« sich WL«hr rin bei» Hör«, m |; ba» ly” bt(a»B« .piltnEiji Ktttd cfkrtkbct ttokr» j! »riltn», bk »ünbüch« Sp«ch«> asfCMabct artrb, viel «her - Mb bcfftt all bet» Lese«. VÜf m# et«, Fehler »öchtr 'ich hier anfwerksa« »aä>« be» stgar mancher geschickte Lehrer begeht, inbe» er bes Ontm ui viel ihm »Acht,, nämlich auf bte »llz» frühe «areüsche tzuwibentn», der biblische, Geschichte. I«, sogar «kr be» gebrnckt» biblisch« Geschichtsbücher» «acht sich ««che« Ißüchlet», ba» setmr «nla|e «ch für «»der ber nstnSaff« berechnet ist, dieses de» Kinder» nachtheiligen Achters schuldig, tobe» bartu fast einer jede» ast sehr kurz« Geschichte ei« Unzahl ba« moralisch« »»d religiös« Uchte» «gehängt ist. R»f dieser Stuft waltet bet bem Winde »ach bnrchmeg bte Aoschaumg, bte Etngrlvorstelluug, bas Emcretr ,ar. nicht ber Begriff, bk Idee, bas Abstrakte; baher soll bk ErMlm, ber biblische» Geschichte zwar fitt- Sch« «ich religtüse Sttttatione» l«rch Thatlache» versinnlich«, »obei et« btt» Weadvng a» l«s flttlich« Gefühl der Kinder Wahl gestattet ist, nicht «der z» lang«, oft mrr künstlich hervorgnbringeadr» »araltsche» Herlettnng« benutzt «aerde». Geschieht bks aber bemach, so entsteht daraus dasjenige, »as bte Pädagogik bk U»,ahrheit bes Unterrichts nemt, b. h. dk Kinder verbinden mit dm Worte» gar keine aber irrig» Vvitftellaog« »nd a«s dieser intrüecten Unwahrheit Kt bk ataralisch«: bk Kluft zutsche» Gedanke, Wart mb t. — Der zweite biblische kkschichts-Lursus. — In der Natur der allmählich sich rutwtil Loben Geisteskraft, sawk des »itzutheilenden Unterrichtsstoffe« findet der van der Päba gagtt ansgestellte Grundsatz, de. Unterricht «üffe qnantüatta und gnalttati» ftnfeumäßtg fartschreite», der wachsend« Kraft «üffe «etu.nnb Schwereres gebeten werde», sei« hinlängliche Bessiünbnog. Indessen ist wähl et» steter ftnfenmäßiger Fortschritt vom Leichten zu» Schweren bei keine« Gegen, stand« leicht möglich; im Unterricht wechselt Leichtes und Schweres mit einander ab, oh« in gleichmäßiger Ordnnng anftioander zu falgen; nicht« desto weniger muß der Ansgmgspmft ein leichterer kein mit den« Leichteren mnß begonnen werden. Bei historische« Wissenschaft«« kam zwar Letzteres anch nicht leicht erfüllt werden; dem dk Lnfetnauderfolge der Slkder nnd Thetle eines tllstvrisch« Gegenstandes, d. t. das. was «an den Lehrgang Ji nenne» pflegt, ist durch dk Zeit folg« mit Bestinnntheit gegeben, «nd es liegt falglich nicht in ber Macht des Lehrers, einen leichte» Anfaogspmckt heransznsnchen; allein bk biblische Listark «acht hiervon eine Lnsnahoir und ist anch üi dieser Hiustchi höchst merk, würdig. «ls hätte ber «aß«r Er^eher der Menschheit dieser «in Such in dk Hand geben molk», das »eben einer tarn, schöpfltch» lief« für de» Forschergeist muh für die allmählich sich «tnlckelnde schwache Ktnderseek einen vom Leichtere» zu« Schwere»« aofsteigeude» Umerrichtsstoff darbtet« solle, beginnt baffelbe «it ber kindlitt einfach« Erzählung va» der Schöpfung bes Himmels md der Erde, de« Zustande der . UnschMl» der erst« Mensch«,. »erweiU hierauf lange bei de« r anch für dk Kinderseek leicht faßlich« Aa»Ui«kb« der ff-*:; Datrtarch«. und steigt dam erst zu» Stamm» und Volk«. -Hieb« ZDrLcls ans. Ich sage ..ietcht faßlich« Familienleben', dem leicht faßlich ist de« Kinde Alles, was den Verhältnissen, unter tmu es bisher ausgewachsen, und seine« davon beding«« Ibeeulrrtse, seiner Ansö»am»g. seine« Gefühle anpe» «eff« ist; «ld da baffelbe im verhÄtntffe ber Faniilk auf» gmoathsei pflegt nnd imerhrill' dieser seine ersten Eindrücke «utpiiängt. sein« erst« varskltung« sich bilde», sei« erst« SefüÄ» »nb Rrtgnng« ßch reg«: was könnte ihm da näher «nd Bßstcher liege», als jene Erzählung« ans de» Familien« kchen bar Gacriarch«? Alse durch IkCdbnMk ber vtbel selbst ist bezüglich! des Rnsgmgchmnkks et» ftirfenmLßtges Anssktgen va« Leichten zu« Schwer« gegeben. — Dir vattsschnk — md stlsachr» »« bks« M 'Kagmltche van * gchsrt anch bk IRrti gimsschnle nntrr ihre Kate, orte — nvß sich i» k!r R.Hst »it be« blas »aber»« Lehp« ging« begnüge», hing«»« aus v« bei historisch« Wissenschaft« «»«dkm» philosophisch - genetisch« Lehrgang ge- »ähnlich Verzicht,!»: d«m der Schüler der Volksschule erlang, in der Regel die Reisi! nicht, in d« Seist der Geschichte ei «dring« zu können, dk geistig« Enlwicklungen der Menschheit anszufaff«, dk i» June« des Mensch« lieg«»«« Ursachen der äußer» Erscheinung« zu schaue». Es gehört jedoch auch blcil zm Eigenthümlichkett der biblisch« Gm schichte, daß beim Unierrtchte derselben dieser das Interesse des Schüler« und best« Selbftbeuk« so sehr anregend,! Lehrgang in «aachru ZriNäum« zulässig mb anwenbdat ist.*) — Daß bk ErMlnngen ber bibttsch« Geschichte besimders dazu sich eigun. katechisatian« über ste «it den flünbcni vorznne!»»«, um aus ihu« Lebensregel», flttlich«! «ob religiöse Lehren zi. «»wickeln, ist eine bekannte Thatsach«. di« keiner besonderen lßrwähnmg bedarf- Darmstadt, im Jmi 1888. M. Mannheimer. Gerichte ««> C»reelpO»äde»ke». Dewtfcdlwwd. GßnrilsttswllMt. (Or.-Corr.) Dk Berhültniffe in ber hiesig« Geineinde smi> nicht tutrressant gmug, um dl diesen! Blatte so ausfülirlich besprochen za werd«, wie es noch» mmdig erscheint, «m ste nach all« Seit« zu beleucht«, iftdw demnächst erscheinende Brochüre wird Klarhrtt md köahrheft in der Anaelegmhrit dring«. Der Herr Torre» swod«t destrebl sich, wie ich gnm« anerknne, möglichst «bjeetiv zu bericht«, »ber — er wird getäuscht und — er llßt sich leider Änschm l. Was mich besonders empfindlich terühn, ist: er I»ä1t mtq für einen Parteigänger des Berliner Borstandes. Könnte ich es sei», so brauchk tdj rmhrllch nicht film dii: tzharlottenburger Gemeiudeverhältniste zu bericht«. Ich »ertrete, allerdings als Mitglich ber Genrinde Berlin, bk Interessen von neun Zehntel der hier rlohn«dev Israelikn, die nichts von de» hier bestehend« — in voller Auflösung befindliche» — Relig,ionsverein md nrch weniger von einer selbstständig« Ge- «rinde Eharlotteniurg etwas wisten wolkn. Hochachtbare hkstge Israeliten. dk ch de« Her« Lorrrspoudmt« privatim zu n«nm bereit bin, »erd« .ihren Austritt an« de« Judenthow' erklären, wenn dk Regiermg die Bildunz einer srtbstständiM Gemeinde bewilligt. Da« will ich aus echischeu md rehgütseu Grüad« verhindern, md wem ich lei dieser Gelegenheit zufällig im Sinne de« Berliner Borsiandch handle, so tar u ich dies« gewiß triftig« Gründe nicht »ein« Wünschen »rd meiner Gegnerschaft der Parok: »Schweig« Ski" miervroneu. Das Brstrelev Beschaffung eines Gotteshauses «n» Lkgräbnißplatzes hat >p»z andere Gründe, md mit religiösen hj«ürfniffm genau so virt zu chm, als wem rin. christlicher söchlachter ein« Qhsc« koscher schlachl« läßt. Ich besitze kktn« Seherblick in dk Zukmst, sondern ein« Rückblnk «ns dk Bergangenlfev^ md ich Hab« in d« letzt« »wrt Diahren an den Sablmth« nk mchr als 10 Erwachs««', schr ast weniger bei» Gottesdienste gesehen. Daß daran das lktlokal dk Schall' t:Sgt, stelle ich entschieden in Abrrlnh da» wird mim l*m jetzig« Regime so bleib« md wenn selbst «ine Ehua,zoge «tt zwei Orgeln errichtet wirb. Isz spreche «tt bcnfeltNr» Work» des Heren Torresvonbenkn: Äfam dem LiM'spondwt« hochangesch«« Persönlichaemev, Ille d« Sezuch ber Synagoge fett drei Jahre» aufgmcke». Die Gründe will ich hkr verschweig«, um nach bem Bwiilte «eines Gegners weine Obietivttät zu -- ff? ”flvniirr*nj *) Düfer Lthrea»» eign, sich jeooch^iet'vieteagMndern erst ssr ie» dritren an» letz!«» isasüa. II.