Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 19 (1888)
- Issue
- 19. Jahrgang Nᵒ 29.
- Date
- 1888-01-01
- Page
- Seite 220 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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WVIber Md om ,Snh tmk BiatatyU" gilt, gilt Sicht «k>»er hi Sindtmb Dampfmühle. Hat cif de» «ettefte» Umwege der Xr«l0|it Bunte hier »och etwas Nützliche« Mi Paralftft» rrsultirm. Wende« wir uns nun z» Parallel» zwtsche« Mensch und Mensch au« verschiedene» Kreisen, s, gilt selbst» verständlich daiselb«: e« Mffeu Menschen de,-seiden «lass« nebmeinandeege-tellt »erden, wen» fi« van etemnder lerne» sollen. MM wird de« Handwerker »eben te» Handwerker, den Geistlich« »eben de« Geistlichen, de» Gitsbefitzer «den den Gntsbefitzer stelle« nrüffen, wen« sie ans diese« Weg« gefördert »erden solle». Man versnche e« einmal, einen deutsche» Handwerker »ud eiue» englische» Autidesitzer )» vergleiche»; kan» dabei ei» Unterschied ^zwischen deutsch »ud englisch coustatirt »erden? Nicht ander« ist e« oft arm und reich: eine Parallele zwischen eine« arme» Deutsche» und «ine» reiche» Engländer kau» »«der da« Berhältniß zwtscknn englisch und deutsch, noch da« Berhältniß zwischen arm und reich ausklären. Soll da« Berhältniß -wischen englisch nnd den:sch demonstrirt werden, so muß der arme Deutsche neben den armen Engländer gestellt »erd«»; handelt e« sich um da« Berhältniß zwischen arm und reich, so mnß der arm« Deutsche'dem reichen Deutsche», und ebenso der arme Engländer dem reichen Engländer gegenübersteh«». Jede andere Methode ist Jrrthum oder Schwindel. Solche» Schwindel begeht der Kntisemitis» m n«. Die Schattenseite» der Jude» sind da« Wild, dem sein Halali |W. Zu diese« Zwecke stellt er Juden und Ehriften nebeneinander und zieht ei« Parallele zwischen ihrem Wesen und ihrem Thun. GutI .Wer ist weise? Wer von jedem Menschen lernt" — lehren dir alte» Weisen de! Juden,hum«, und: »Lehrt «ich der Freund, was ich soll, lehrt mich der Feind, »a« ich nicht soll". Warn« sollte der Jude nicht »om Thrillen lernen können? Er »artet anch nicht aus deu klntisemiteu, um von seine» christliche» Mitbürger zu lernen, und es wird wohl bei» Christen bezüglich seiner jüd. Mitbürger ebeuso »ein. Dir Parallele« de« Antisemitismus zwischen Juden und Christen «äreu als» alle« Danke« werth. »der der Antisemitismus stellt nicht de» reiche» Juden und den reichen Christen, und andererseits den armen Inden nnd den armen CHrtsten nebeneinander, sondern de» reiche» Jude» und de» armen Christen: »Seht dort de» reiche» Jude», er praßt, er lebt fürstlich x «ab hier den arm» Christen, wie er sich quäle» mnß, wir er Noch leidet" «. s. w. Der reiche Jude hun>«der reiche Christ Baute» wohl bei»« om einander viel Nützliche« lernen, nicht weniger der arme In»« «a» der arme Christ, «der was Boca der reich« Jude und der arme Christ van einander lerne»? Ebensowenig wie der reiche Christ nnd der arme Jude. Die Tugenden de« Netchthum« steck ander«, als die Tagende» der Ermnch, di« Pflichte» de« Netchchum« steck «ckerr. al« die Pflichten der Ermnch. Um nur «in Beispiel ja geben: Mm Pflicht de« Neichthum» ist Freigebigkeit, ei« Pflicht der Lrmnch ist Sparsamkeit, nnd s» dürfte darchgängig da« Huoei Loa« Jovi wo» Load bovi sich leicht Unsteter» lasse». «a« für verch habe» da die P-«iteft» M Luise«Wn««^^ Sie Bunne» nicht« weiter, al« den «lassenhaß «rrezten, und zwar in verschärfte« Maße, indem die etngrfühjstr Cmm sesfiouaütät de» Haß legaltstet. Zieht Parallele», tu »ölte« Name» — Mische» Barme V v. «arm«, Montefiorr. «ochschtld. vftihrödrr, ». Oppenhei» v. Guttmanu v. Poliakass ». s. w. einerseits nnd de» w ahm», und güterreich» Fürst«, Grafe», Herzig« L A. Z.; ' andererseits; zieht sie auch zwisch« d« arme» In»« und i J d« arm« Christen, die «ft ihrer Hände flrbeit stur zahl» reich« Familie kümmerltch ernähr«. Die gehören neben. ein«rder. Uns beiden Setten ist da viel zn lerma. So lange der Intisemitis«»« dt« Extreme neben. .! einanderstellt, ist er Blendwerk und muß absolnt »». ' I fruchtbar bleib«. _ Neben die Betzsmbl»»« der bibl. Geschichte i» tzeeSchNle. Da« Erst«, was die Bibel dem Schulunterricht darbiet« soll, ist die Geschichte, den» diese bildet die Grundlage, aus welch« fich alle« übri* in der Bibel Enthalt«« ansbaut. Sie verdient unsere größte Lusmerksamkeft nnd ernstrste Würdigung. Sch« ter-den erst« Schuljahr« de«,Kinde«, als» «ns derjenige» Stuft, pro die wirklich« luschammg die äirundlag« alle« positiven Unterricht» ist w» di« Ausgabe d«, Letzter» nur die sei» darf, au die bereit« vom Kind« gewamum Var. ftellung anzaknüpf«, dieselbe zu berichtig«, zn orimen, nnd so d« begrifflich« Unterricht vorzuberette» schon da werde mit dem Unterricht in der btbisch« Geschichte begonnen. Lusangs zeig« «an d« Linde« Bilder an« der SHW vor. beschreibe ste chm» nnd schreite bi« zur etgmtlich« lkrzählun, fort. So prägt es fich der Kiuderseel« am tiefste» ei». Demgemäß sollte r« in keiner geordnet« Schuft au biblisch« Bildertaseln fehl«. Gemalte Bilder »ach flrt de« Orbi* piotns von Comeutu«. Gailer und Ruder« find, wenn sie sonst dm pädagogisch« Lnfordernagm entspreche», de» blo« gezeichnet« oorzuziehm. Und die« Alle« gilt nicht blo« fite di« volksschuft, sondern Mch sür dft Niligiousschulr; auch diese muß, so fi« sich nicht M der »rtürltch« Entwicklung de« Kinde« versündig« will, dnrch dft Rnschanung, entweder die unmtttelbare oder »ou der Eiubtldnngskrast vermittelte, d« Weg zu» Geiste de« Kinde« snchm; anchste mnß sich alten Grundsätze» und Regel» unterwerfe», dft sift d« Rnschanung«« Cursu« »M einer gesund« Pädago-iL «sgestrllt steck. Uber welche Verstöße erlaubt MM steh gegen bfts'ckbe» in mancher Neligionsschulel Welche« verkehrte und Unpädagogtsche geschieht da öfter«! — Ich kenne Hehrer, dft ft'-rude« Verfahr« einhalt«: fie last« Kinder von i und 8 Jahr« dft gange «eche der biblische» Begebenlftiteu. auch dft Geschichte der König«, gertppenarttg dnrchlese» «ck dnrchlern«. — Schon dft «a große Reih« der Begebenheiten nnd der handelnd« Person« ist sür diese« Liter verwerpch; noch «ehr ist e« afet da« Sertppenartige d«: Erzählung. Mst dadurch, daß dft Erzählung ausführlich und bi» in» Eiu telm gehend erzählt wtck, kan» fl« der öterjchannng »ud dem BersÜindnG der Kinder nahe gebracht »erden. Jem k gedrängte Kürze, Jcta fich mancher Historiker mit Erfolg ® befleißigt, kau» hier nicht statistecke». — Und wie mnß da» zarte Her, dieser Kleine», dft d« StmckpnUkt «ino» Zeitalter« höchst grausam« Sitte» nach nicht iß wtffen, »M so mancher Erzähl»», an« der Geschichte der Könige erschüttert, mit Gran« erfüllt nnd ihr sympathetische« Gefühl abaestnmnft wende»! Ferner werde währen» de» »nsännm eI Euch»» dft' biblische Geschichte »ündltch^ählt. 4» hisS de» MWch» -. in der Regel nach zu hart, da» Gelesen» schfitG zu