Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 19 (1888)
- Issue
- 19. Jahrgang Nᵒ 27.
- Date
- 1888-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
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fiifabft uik müsse "mithin bol tfradM* giffftotfam wo» weitern, Verfahr« aa^zeschkoff« bbtfcfsJ08« Fortsetzang der Verhandlung« wirke Termst> ans dem 21 Juli bestimntt. Jtfrmfctf, 25. Imst. Herr Oferbnter Mmttz Nasen- Haupt dahier erhielt heute falgend« Zuschrift: .Artkdr^chskr»», de, Sl. J»»t 1S88. L». »«tzl^boren bi» ich btavftraat, bn aafrichti-fte» tnrf Mm «ajetztt der Kayerii nnb Ktaigi, für dl t» Ihre« zetSLfte» «teetben wm X). d. «. Ml ftr Uederrrtchung kthrer Kmnp«»«« .fr*?" M» tOw* iki# mm XkrfÜukau am dem WMtrtm «erluG», mäch« Jh« Maj«M »nech da« Htnfchetden »llirtzSchft Mrw undergeklich« »mMhll. W Kaiser« *nk «atz» gritbrü «ajetztt betreffehat, hterkarch «rmbenst «kz^weche». »ras Seckrad»rsf. Oberhafmeifter I. «. der Kaqertn nnd ««aigta.» Werft». Rechenschaftsbericht über da« Moritz «k Sara Reicheaheim'scheG«mrtude.Waffe»ha«»pro1887voaDft»rtor Dr. JutrostntkL End« 1886 befaude» sich 45 Kiabe» uud 31 Mädchen im Wafferhauft, watwn i» Lauft de« Jahre« S Lu oben und- S Mädchen entlassen, dagegen 10 Knaben und 6 Mädchen auiaeuonnnen wurden. Di« Jahresei», ahme und Antgobe beziffert sich auf 50985 ML I Pfg, gegen 319 ML 60 Pig. pro Kops. Dazu kommen au« anderweit«» Fond« »och 26 046 ML 6 Psa-. so das, sich di« GesawmtauSgabe für jede« Kind auf 356 ML 84 Pf. beläuft Dem Fond« für entlassene Zöglinge, welcher erst im Jahre 1873 von dem Herrn Siegfried vehrrnd mit eine« Geschenk von 8000 ML begründet wurde nnd de» bi«h«r schon von zahlreichen Gönnern und Wohlthätern reichliche Gabe« zuflofs«, so in dem David Herz og'scbm Legat von 30000 ML, de« Sara Reichcnheim'scheu von 60000 Mk^ sind im belegten RkchnungSjobre durch die Saliuger-Zaller-Stiftuna obermal« 30 000 Mk uud durch Herrn Eduard Götz 600 ML zagestoffen. Dem Sparkaffenfond vermachte der verstorbene Herr Isidor Strich 1000 ML. Frau Henriette Oderwartb geb. Reicheuheim 300 M. Dem Fond für Reise- und Gesuadheü-zwecke sind zugewandt von de» Herren Adolk Jacoby 50 M, LoniS Liebermann 100 M, Loui« Gradenwitz 100 M.. Eommrrzienratd E. Lohnsteiu 100 Dt, Siegmund Soberuheim 100 M. und Rudolph Denutth 50 ML Verwendet wurden ui diesem Zweck insgesammt 1498 M. 95 Ps. Al« eiseraer Fond« wurde zu diesen Zwecke» von Herrn Sanitällrath Dr. Juli»« Boa« 500 M. geschenft Dem Fond zur Erweitern, g de« Waffenhause« bchufs Erbauung einer Turnuud Arbeitshalle sind zugesallen durch Herrn Wilh. Alexander Wolff 1000 ML. durch Herrn Earl Lohn 300 ML An Spenden zu Vergnügungen für die Zöglinge. Hausfrstlich. keiten x. gingen iu«grsammt 1250 M. ei». Außerdem bezahlten die Ehrendamen, Frauen: Anna Meyer, Anna Reichenden» und Eooum-RLthin Lonffe Speyer da« Schulgeld für einige Mädchen, welche auf besondere» Wunsch dieser Dame« höhere Lehranstalten besuche». An sonstig« Spenden zur freien Verfügung de« Euratormm« sind der Anstalt sodann noch in«gesammt 1742 M. zugegangen. Von den i« vericht«jahrr entlaffenru Zögling« werk« 1 Eonditor, 2 Kaufmann, 1 Drechsler, 1 Gürtler, 1 Hutmacher. 1 Tapezier. 1 Mädchen Kindergärtnerin, 1 Putzmacherin, 1 zu hän«lich« Dienst«. 2 Schuewerinnen, 1 Waschzurichterin. Wrenlnu, 25. Juni. (Or.-Eorr.) Da« Begräbaiß de« Herrn Sradrrach Dr. Marck, welch«« heute Nachmittag 5 Uhr stattsand, gestaltete sich zu einer Kundgebung der allseitig« Hochachtung. Lieb« und Verehrung, welch« der Verewigte in den verschieden« Kreffe» unserer Bürgerschaft sich erworben. Biele Hunderte halt« sich eiutzefund«, ihm di« letzte Ehre zu riweffru, da« Mogistratü-Eollegunn, die Herr« Oberbürgerwnster Friedmsbnrg und Lärgrrmeifter Dickhnth an der Spitze, war vollzählig in Lmtsr-acht erschien»; ein großer Theil der Stadtvaordnetm. unter Führung von Her« Justizrath Freund, Vorstand und Repckftntaut« der jüdische» ShuaHozengemeind«, sowie Deputation« aller der zahlreich« wissenschaftlich», religiös», ge»nu»ntz»;en «ch wotzlchätigen Vrrriue, Stiftungen nnd Anstalt», d»» der Lahbegeschiedeue snu« uuermüdbche Thätigkrst g-toidenet, sowie eine »uadsehönrr Reihe von Männe« der versehiekeiist« Lebensstellung«. dt« mit ihm nnd ftiuem Häuft tu mehchoder minder mg« freundschaftlich» vezietznnge» gestand«, Wm« ein« nuposaut» Trauerzug wie ihn di, Straß« - unserer Stadt wohl seit« gesehen Hab». Bor» schritt« dft Magistrats-Ausreuter, dann folgt« die ober« Klafft» der ffraelttischm Industrieschule» hinter ihn« dft Abgesandtem' hftstaer Krantrukafftn, darunter dft Vertreter der Hilf Kaffe .Hoffnung" in grün und weiß« Schärpen. Unter der schon uuernwßlichm Fülle kostbarer Blume«spenden, welch« »ca Sarg überdeckt«, und zu« Theil de« Trauerwag« »maugetragen »urd», fiel« namentlich dft von de« Magistrat» von der Hilfskaffe »Hoffnung" nnd von der Orttkranst »kaffe der Fabrikarbeiter gewidmet« tn'4 Auge. Eure endloft Reche von Evnipagen beschloß dm Eoudnct. der sich längs«» «» feierlich »ach de» jüdischen Friedhof hiaausbemegft. Dort hielt Herr Rabbiner Dr. Ioäl eine kies ergreifmd« Rede, welch« mit schlichte», innig« Worten das Lebensnnt Eharakftrbild drö Dchingeschiedenm zeichaetc. Der Svnazktz», chor sang da« wmdelssohn'sche Lied: E» fft bfftimmt in Gotte« Rath." «tt eim» still« Gebet schloß dft »üriag>! Fe«. Einem länger«» von der .Breslauer Zeit." dar Verstorbene» gewidmet« Nekrologe entnehme, »ft: Marck war 28. März 1832 zn Brrsla» geboren, batte voa 1850 am bis 53 di« Rechte stadftt and i» Jahr« 1856 sei» Assessorexamm adsolvftL Lange Zett nächst Sraard Laster, serues um Weniges älter« SHülkamerade», sodann ftlbst der ältest« Affeffor der Monarchie, hat er voa 1859—72 bei de« vormalig» hiesig« Stadtgerichte eia umfnugreiches Vormund» schafts- und Hypotheken-Deceinat verwaltet »md « diese« Zeitraum unter wiederholter Anerkennung seiner Vorgesetzte», eia volles Richterpensnm unentgeltlich bemältrgit. Im Jahre 1872 erfolg« sein« Wahl zn« nabe oldetta «itglftde des Magistrats, 1878 und 1884 seine Wifterwahl. In dieser Stellung war chm unter drei Ober bürgenneffftrn das bei der Bedmtung des hiesig« Gewerbestande« nnd dar wachsenden llebergewichte der Soeialpolitck in unsere» Vtaatsleb« ebenso umfangreiche, wft wichttge Decernail m Eewerbefacheu zugefalleu. Auch hftr hat er m dm Tag«, ftrner Gesundheit da« volle Pensum riaes desoldetrn Stndftachs »ater arbeitsrrtchm und durch dm ras chm Weckisel der Gffetzgebnng besonder« erschwerten Berhältniffm riihurlichst erledigt und außer dm tu sein« etnftiwwigm Wiederwahl« bekundet« Berttaamsvotm seiner Mitbürger auch hftr dft Anerkennung der staatlich« Aufsichtsbehörde» in wiederholte», seine Organffatioum billigmdm Resaiptm, sowie in der Berlechnng des Rothen Adlerordeas gefnndm. Aber auch über dir «germ Grmzm seine« gmerblich« Decemat« hinaus hat Marck an allen Arbeiten bet Magistrat« und der Stadtverordnetm «tum «gm Auchrii genommen nnd «tt herzlich warmer Bmeffftrung km mächtig« Auffchwnng begleitet, welch« seine Vaterstadt in alle» Zweig« der Verwaltung unter dm drei letzt« OderiKftgermema» gmommm bol. Als erster Enrator der Comuu-Rsch Fränkel'schm Stiftungen, wft als Vorsich» zahlreicher Bildung«, und Wo hlthächzkeir «-Anstalten fand Mo eck außerdem fortgesetzt Gelegenheit, dm Zug seines Herz«» uud dft echte Humanität seiner Gesinnung zn bethätmeru Ein trener Bürger dieser SMt, «in baickkrrrr Sohn des Vaterlandes, «in aefftnnd gemüthvoller Gmeffe, der tu heiter« und erst» Stund« dös Wortes kntldtlzoe Meister war, ist chm dft Lieb« und dft Gunst der Mmfthm rntgea«- gekommea, »eil er selbst ihn« «tt Liebe iutl' IvohlwAfttt «Mgenka», hat sei« stÄe Artest dft Ane>2ermo>g >«r Wiffmd» grfnnd«, -well sie wußten, daß er ftlbfr auch otzu« äußere Erfolg» darin ftiue Befriedigung gefmd« tzad» xoUU. Was er geschaffen, wird chn überd«« rn. Mauks Ram« wird genannt »erd«, so lange man dft Via»« derer nemch ans der« arnndlegender Thätigkest dft srschrmaurrte» Fnndmuenft der SoMgesetzgeb«^ tu Breslau,>ynk. - Jucheu, 29. Ju«. Mr^Eorr.) Als der hftr «mk Mi nemchftdeum!