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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1888-01-01 · 19. Jahrgang Nᵒ 26. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
19 (1888)
Issue
19. Jahrgang Nᵒ 26.
Date
1888-01-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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die rechte Hemd wußte, »a» di« linke thot". Seit c«. zwölf Jahren war er Neprtsentant der hiesigen Gemeinde: er »ar ein eifrige», a'deitf««e» Mitglied de» Eollegium», und sein« größt« Freude »ar es, Frieden i» halten und zu stiften. Alle» Wohlthätigkeitsverrine« gehörte er an. sä» Wort wnrde gehört »ad beachtet und noch oft w»d er versüßt werden. Um ihn trsurrt feine hochbetagte Mutter, deren einziger Sohn er »ar; um ih» trauer» Frau und Kinder, di« sein ganze« Glück und seiue größte Freude ansmachten; um ih» trauern seine Freund« uud Bekannt« und die ganze Gemeinde. Zeugniß seiner Beliebtheit gab seine Beerdigung: au« der Gemeind« fehlte wohl Niemand, aber auch chri'iliche Leidtragende wäre» es so viel, baß der Zug fast unabsehbar war. Möge ihm die Erde leicht fein I Den trauernden Hinterbliebenen aber wolle der Leuker »er Welten Trost und Beruhigung senken! chffe». (Schluß.» E« wurde hierauf die folgende Resolution einstimmig angenommen: »Die in Düsseldorf tagende Eonferenz der israelitischen Lehrer Rheinland» und Westfalen» spricht, der Aufforderung de» D. I. G. B. zur weiteren Behandlung der Frage de» jüd. Religionsunterricht» folcend, ihr« volle Uebereiustimmuug mit den in dem betreffenden Promemorta de» Jostizrath» Metz gemachten Ausführungen au» uud macht besonder« auch die nachfolgenden Schlußsätze de« gedachten Promemoria« zu den ihrigen: 1. Die bestehende» Mischen Elementarschulen find möglichst zu erhalten. 2. E» ist darauf hinzuwirken, daß diesen M. Elementarschulen nach Möglichkeit der Eharakter als öffentliche Schulen ve> liehen würde. 3. Der Religionsunterricht in diese» Elementarschulen, sowie in den btfontktn jüdischen Rrligioa»schulea muß obligatorisch für alle schulpflichtige» Kinder der Gemeinde sein, insoweit nicht nachgewiese» wird, daß von gesetzlich qualifizirten Religionslehrer» der Religionsunterricht anderweitig privatim rrthetlt wird. 4. An all-n von jüdischen Zöglinge» besuchten höheren. Schuleu ist »ach Möglichkeit eia jüd. Religion»- Unterricht mit obligatorischem Eharakter zu erthäle»." Die Zeit »ar uuterdeffen vargerückt und e» erübrig!« nur noch, den aächstjährigm Eonferrnzort zu bestimme». Die Erlleg,n vou Dortmund überbrachtru eine freundliche Einladung dr» Vorstandes ihrer Gemeind« an die Loaft, cnz. im nächste» Jahre in Dortmund tage» zu «ollen, was dankbar angenommen wurde. Da» Festcomitä hatte die Lonferenztheilurhmer zu einer Maibowle auf 9 Uhr Abend» nach der Flora eingeladeu» wo fich auch der größte Lheil derselben und einig« Gemeiud«- mitglieder etusaudeu. Man verlebte einige gemüttzltche Stunden in heiterer Stimmung und anregender Unterhaltung. Ter zweite Lonfrrenztag wurde Morgen» 8'/, Uhr eröffnet mit dem Bortrage dr» Herrn Eobleuz-Stegen: »Die te'ufliche uud sociale Stellung de» jüdischen Lehrer«'. Bald in feierlichen Ernst«, bald mü natnrwüchfige« Humor behand>:lte der Vortragende seinen iutereffautru Geg«sta»d uud sihloß mit de» Worten: »Dem heüigea Werke der Jugenderziehung kann kein in gedrückten Berhältniffea lebender Mensch fich unterziehe»; nur der vermag e». der i« Lauf« de» Zeitenstrome» ein für alle» Ideal« empfängliche» Herz fich gewahrt hat. Die Hebung uud Festigung de» Mischen Lehrerstande» ist Hebung uud Festigung de» Judenthum».' Dem Bortrage folgte allkeitigrr anhaltender Beifall. Di« Zeit war schon zu «eit vorgerückt, um uoch eine eingehende Besprechung anknüpfru z» köune«. E» wurde daher auf Antra, de» vorfitzeudru beschlvffe», den Vortrag drucke» ,» lasse« ihm unter den Lehrer, und Gememde. vorfichreu möglichst »eit« verbreit»», M gebe» und ans der nächste, Eonferenz in eine ausfithrtich« Vefprvchnng einzntrete». Wir können daher fit jetzt von cbm «tngrhea auf de, Vortrag »lsehe, «d komme» int nächstens Jahre ans denselben zurück. Auch Herr Mandel hatte wegen »«gerückter Zeit seinW «mfaugreiche» Referat ,übe? di« gleichzeitige BHhäftignnß,' mehrerer Abtheilunge» in einer eiuk.asfigev jüdische» C schule' für jetzt zurückgezogen and die«» wird «bst de» Herrn Eobleuz und dem von Herren Cohen-l übernommenen Referat »über SchAerbtdliothekea* diie Tagest»^ vrduuug der nächstjährigen Eonsneuz bilden. E« folgten nun die freien Besprechungen. Im vergangene» Jadre wnrde di« Ferienordnang der König!. Re-' gteru»g zu Düsseldorf für di« jüdischen Schulen ihre» Bezirke» lange besprochen und darin Mt Ungleichheit »fit SJtritn der christlichen Lehrer hervoigehoben. Da aber, während de« ganze» Jahre» nicht» Greifbare» erreicht s »ardm, auch eine vom Eollege« Gras-Effe» au die Re»^ gieruug gerichtete Petitiau um Ausheilung der fraglichen Ungleichheb di» jetzt unbeantwortet geblieben ist, so wurde, Herr Rabbiaer 'Dr. Wrdell ersucht, rxno eine.Abfth erfolgen sollte, »och einmal vorstellig zu werde»'was selb« bereitwilligst zusagte. — Hierauf sprach Herr Rabbiaer ' Dr. Wdell über den von ihm geleitet!» »Verein zur Fvr-?Z derung de» Handwerk» nuier den Jueen" und bittet, dem-:; selben eine segen-reiche Unterstützung vca Seiten der Lehrer' zu Theil werden za lassen; besonder» «rsncht er um Angabe? vou geeigneten Me ste u und Lehrlingen uud um Mithülfe; zur Beschaffung »euer Mitglieder «nd größerer Geldmittel.; Damit «ar di« intereflante Tagesordnung erschöpft. Nach den üblichen Dovl, ^gr« ward« bi« diesjährige; Eonferenz geschloffen. Da» Fest > Eomit» hatte di« Lehr er auf Nachmittag» 3'/, Uhr zn einem Ausflug« ans rtneui RheKdampfer nach Kaiserswerth eingeladeu. An der herrliäje» Fahrt betheillgte» H fich «ehr als fünfzig Lehrer und mindesten» eben so viel /j Herren und Damen an» der Shuagogea-Gemeinde Düffel- , darf. I» einem schön gelegenen Garten wurden die Lehrer. »an zarter Hand vortrefflich dewirthct. Gemächliche ' Haltung, Besuch der am Rheiuufn steil emporstrebWde» i ntereffauten Ruine einer ehemaligen Burg, von deren Zinne , mehr und minder harmonisch« Rhein- «nd Baterlandslieder den majestätisch dahiufließrnden Strom begrüßten, ließen Me: Stunden gar zu schnell vorübergehen. Abend» gegen 9 Uhr traf die Gesellschaft wieder in Düsseldorf «tu. Die Stunde»' m der schöne« Düffelstadt werden dev Theilnehmer» m»»: vergeßlich fest«! Auf frohe» Wiedersehen im zu Dortmund! Sio,fr»«d ' Seopold ' »roßkrtteuemt««. London Für die Barst,y Streen-Syaagog« stad f« gende Reformen vorgeschlagen, w.-lche, »eaa ste die Genel^ migung der Gemeinde erhalte« werde», gleich nach dem! nächsten Laubhüttenfeste enrgefühit «erden solle». 1. Für- >ra» Borlrsrn der sabdachlichen Thoraabschnitte «in Sjähnger, Eheln»; S. Ttzeile an« de» Haphtoroth werden nach de«: Bvrlefea an« der Thora in englischer Sprach« vorgetraae»;; 3. die Segenssprüch« vor der Haphtoroth werde» Hebetrsch^ gesprochen; ».alle Stelle» in oe» Gebeten, welche sich i btc Herstellung de« Opferen!»«» beziehen» werde« Ilrichm; v. Der Psalm 19 wird wechfelwrise zwischen C« und Gnneinde reertir*; 6. am Bersöhaungtztag» solle« ans die Segenssprüche « a ch den Haphtoroth gesprochen «erd«« , Die Wochenabschnitt« werden mU Wqzlaffung aewiffer Stelle»*)} in 3 Theile grcheilt, voa welchen jährlich je ein Thrst de» betreffeudrn Sabbath gelesen wird. Für di« Hapht sind S6 Stücke an» den Propheten ansgewählt. um; n nächste» Iahe« d »r,«-KN». «a,d«l-Lw,. •) ettfoi tmt tat Xfen «eglMl». — so wett «st Me »«form t» Demschla,» nicht gepuchem,

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