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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1888-01-01 · 19. Jahrgang Nᵒ 26. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
19 (1888)
Issue
19. Jahrgang Nᵒ 26.
Date
1888-01-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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«ritz W» tzi« Urlslge aus de» •cMctc M Handel« und »er •cmm nrtt«*«»t<. Dt« Schwei» Hai ungefähr 8000 Juden, darunter »iele Kaufleute und Havdwaker, welche w Gmuffe alle' Freihritm e« in rinzelum Fällm zu große« Wohlstaude gebiucht habe». I» Belgien lebe« 6000 Jude», wovo» eisige iu hohen Sielluuge». H «l land, da« Land der Toleranz, hat 80—90,000 Jul«, tzte zur Hälfte tu Amsterdam wohnm. Die »eisten -w» au« Spameu uud Portugal etugewaudert. Manche »ehiue» sehe Hohr Vtellungeu ei», dagege» findet «an aber auch, »iele « sehr dürftigen Verhältnisse«. Sie genießen in jeder Beziehung »olle Gleichbe'rchtigung mit den ützrigeu Bewohueru de« Lande«, sowohl tu der Armee al« in der Gesctzorbun;. Dänemark hat 4—6000 Juden, hauptsächlich in Lopruhagen, wovon einige «ach spanische« Rito« leben, welcher iu früheren Zeit«« nur allein geduldet «ar. In Schweden leben 8000 Jaden seit de« Anfang diese« Jahrhundert«; diese find ebenfall« völlig gleichberechtigt. In Norwegen, dem letzten Staate Europa'«, welcher Juden auftahm, lebe» nur emtge Hundert; auch diese erfreuen fich uue uaeschröakrer Slr chberechtigung. In Spanten, au« welche« dieJudeu gegen Lud« de« 16. Jahrhundert« vertrieben wurden, gtebt e« mit >u«aahme von uug^ahr 1200 in den britischen Befitzungrn keine eingebrieurn Zudea. In Madrid uud einigen größeren Stödieu lebe» fremd« Jade« nur vereinzelt und in der Au«- übung ihrer Religion ungestört. Auch iu Portugal wohnen seit dem Beginne diese« Jahrhundert« einige Hundert Juden, welthe tu 2 oder 8 große» Städten Synagogen haben. De«gletcheu fiadtt «an Juden in den pyreuäischen Befitzungrn. dar, ul er auf Majore» di« Chueto«, Nachkommen der Mai auen oder Neuchrtstea. Iu Jtalieu, wo di« Jude« während »teler Jahrhunderte allerlei Bedrückungen uud der grausamsten Behandlung sowohl durch die stöuig«, al« durch «auch« Päpste auägesrtzt wareu, leben heute 40—60,000 Juden, welche vollständig« Rellgi»a«sreiheit und politische Gletchberechtigun > genießen. iSicle Jaden bekleiden hohe «emter sowohl t« Heere al« iu der Gesetzgebung. Bo« d«, 70.000 Jude« Frankreich« wohnen ungefähr 40,000 tu Pari« uud dt« übrige» vorzüglich tu 7—8 großen Städte» vertheilt. Mit Elsaß-Lothringen hat e« 40,000 Jude» verloren, dagegen ist die jüdisch« Bevölkerung de« Laude« tu stete« Zuuehmeu begriffen. Die Juden find tu illen Btjiehuugen völltg gleichberechtigt uud bekleiden di« höchsten Aeuitrr. Sieben jüdische Generäl« und über 100 höh«» jüdisch« Offieiere die»««» t« ftaozöfischea Heere und e« gtebt keiaeu Zweig der Sistmschast, der wtnft und Litteratur, in welchem nicht Juden mit Au«zetchu»ug gläUjstN- Schottland hai ca. 1800 uud Jrlaud ca. 1000 Judm; tu tloudou »llei» leben ca. 70 000 uud 20—28,000 tu Manchester. Liverpool, Leed« und Bir«i»gho». so baß di« Gesannntzahl der jüdische» Etuwohuer der britischen Inseln «» 100,000 beträgt. Die der britischen Colonteu, »elch« fich tu sehr gedeihliche« Zustande befinden, »erden auf 16—20,000 ^schätzt. Dt« verewigte» Staate» »ou Nordamerika habeu nugef'ähr Million Inden. Da Amerika allen Fremden deniiwtlltg tßastsreuudschaft gewährt, so lebe» die bärtigen Inden w sehr glücklicher Sage uud viel« »ebmm hohe Stellung«, et». Dt« «eiste» find tn den letzten 60 Jahren etugewaudert uud chre Zahl ist fortwährend im Zunehmm beßpilfe». I» jüngster Zeit entstanden mehrere jüdische lÜwtitch du »ach Uederwtudrug »orüdergehendrr Schwierig« trikeu fich i» blühendem Zustande befinden. Auch tu Mexico und w fast alle» Staate» -Südamerika« lebe« Juden; tzi» . Zähl ickrstt S—10,000 betragen. In Brasilien, Paragnay uud der Lrgeutiuische» Republik stad sie w steter Zunahme bq rissen. Nach dieser A»fftrll»»g betrügt die Gesammtzahl der Inden der Welt 8—10 Milli««» Herr Mocalta erwätmt« uoch de« Fortschritte«, »elche» di« Jude» in de» lrtzte» 60 Jahre» w der Cnltnr ««»acht und wie« daraus hn, daß ste t» Besitz« uuewaeschräuster politischer uud irligiöser Freiheiten die Böl'er bald überzeugen würden. Dafi ihr Einfluß auf da« geistige und materielle Wohl der Rationen, in deren Mitte ste leben, »tcht zu nuter schätzen sei._ r«r v ue-v rith-Orve». («chlud.) Justalltrung der Germauia-Loge iu Hall« a./S. Behuf« Jnstall rung dieser Log« fuhr ich am 30. Sugust 1882 nach Halle, iu Begleitung mehrerer Brüder der deutscheu Reichsloge: BBr. Jablon«ky, wolff, Fenchel, Jacob u. s. w. Die Petent-m. welche die an die Ehrwürdige Couftitution«- Groß-Loge gerichtete Petition unterschrieben hatten, erklärte», daß fie mit de» P tnciptm de« Orden« bekannt und vollkommen ewverstaudin und bereit seien, tu den Orden etuzutreteu. Da leut eiugezogeuer Erkundigung gegen dm Charakter, sowie die bürgerliche Stellung der einzelnen Caudtdatm nicht« enzuwmdm war, so schritt ich zur Installimag der Loge. E« «ar mir bedeutet worden, daß die Justalltrung der deatschm Reich«loge etwa« formlo« von Statten gegaugm «,»; um so mehr bestrebt« ich «ich. diese zweit« Jnstalltruuz «irrer v. v.-öoge tu Deutschland w gehöriger Form voizuaehmen. damit der Eindruck rin feierlicherer uud bleibender wäre, sowohl für di« Caudtdatm der neuen Loge, all auch für dt« Brüder der deutsch» Reichstage. Auch l eß ich durch die BBr. Jadlou«ky uud Fenchel «tu genaaeti Protokoll aufuehmen; dieselben habm sich dieser Ausgabe gewissmhaft entledigt. Alle Einzelheiten der Feierlichk.it find, soweit al« uvthig. in diesem Protokoll uiedergelrgt und fühle ich michdaher der Nothweudigkeit überhobea, hier mchinal« darauf näher einzugeheu. Sowohl die Ansprache», welche nach der Jastalltruug de> Beamten »M »m Brüdern der ueum Loge gehaltm wurden, al« auch >»ie Tischreden bet dem der Feierlichkeit folgmdm Festmahle, gadm stunde von dem großm Enthusta«» mu« der Brüder sür die humanitäre» Zwecke de« Ordeu». Möge dieser Euthestlsmu« nicht «rkaltm, möge er die Brüder der Germania Loge stärkm zu de« begönne«» Werke, daniit fie die Schwierigkeiteu überwinden, welche jedem umm Beginnen fich tu dm weg legen Nach Beendigung de« Festmahle«, welche« der Jastallirung folgte, hielt ich an die «uw'senden Brüder «ne Anrede, iu welcher teh so gedräugt al« möglich da« btöhertge wirken de« Ordeu« schllderte, sowie dir Ziele und Beftrebuugm desselbeit, wie ich sie austaffe, a»«riaa»dersetzle. Da« beifolgend« Maiuscript enthält die bet dieser Gelegenheit von mir ausgeiprochrucn Anfichte», welch« von den Brüdern mit Begeisterung auf^mommen wurdm. Die deutsche Reichslog« in Berlin beslfloß einstimmig, nach Anhörung de« Berichte« ihr«« bet dies«» Lured« onweseudm Brüder, «ich um Au«häudtgu»g des ll-aausceipte« zu ersuchm uud die Rede in einer größerm Anzahl von Exemplarm drucken zu laste». Obgleich ich nicht „e»eigt war, mit dieser Anrede vor fc* Oeffeutlichkrit »u ti etm. so konnte ich «ich doch de« so etrstimmig audgesprodhei» Wunsch« der Log« um so wmigtr entziehen, al« allgeri riu die Anficht »»«gesprochen wurd»:, daß durch die Verbreitung dieser Rede dt« Ausbreitung de» Orden« bedeutend gefördert werden würde. Uuter dm tu H llle aufgeuommmm Caudtdatm befand fich auch ein Herr au» Magdeburg, welcher iu diese» fest«» Wohnsitz bereu« einleitende Schritt« gethan hat mr Er« richtung einer B. v. ioge. Auch ersuchte «ich. der Raddtmr der dortigm Gemeinde, Herr Dr. Rahmrr, bei mriugr Hinreise »ach Halb: in Magdeburg zu verweilen, «d

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