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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1888-01-01 · 19. Jahrgang Nᵒ 25. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
19 (1888)
Issue
19. Jahrgang Nᵒ 25.
Date
1888-01-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Zwecke b« »ewhaftm 0etnf MC 20,000 JL testirt nnb' zwar 15,000 fl ffeSici ub 6 0 00 «. Wr Prosnitz. De» «rk» ist <f mchZw^fk«». bk «chlthäthMviBokk» I» —Mi», welch« bk Srgotr zngeführt werk» soll«. — W» mn asnhrm kr, k| m ki Prosnitz« Humanitär» Vnftali« krBrecherpiftung 2000 fL, kn9<reifita> Spiiole 1000 jL, k» Konb» mt jährlich,» lern» vertheil»», 600 fL, k» Fond» znr Gräben Erholt»»» 200 fl. z«»e»tes« wnrbm. Z« Mnßar». (Schicksal et»e» «nnderliades.) E» dürften etwa »Jahre her-sein, daß maa sich für da» Rechmgmie «i»e» Knaben i, de» weiteste, Kreise» interrssirte. E» war der achtjährig« Moritz Frankl, der Soh» onaer Eller» in Fünfkirchm Der unternchmmigrlustig« Battr fand einen Impresari« für da» Wundersind, welche» alle größere» Städte de» Kontinent» kreiste. Da» Kind verdiente viel Getd, bi» all« groß« Städte kr, itt warm und e» nicht» «ehr zu verdien« »ab. Der Laak ward« nach Hause »«brache and tu die voll», schule, später in die Realschule »«schick,, wo er wegea schlecht« Lern«» ousarstoßm »urde. Moritz wurde da»» nun Lchrltr» in verschieden« Spezereiaeschästm »ad kam »letzt i» die EugA'sche Druckerei in Fünfsircheu, blieb aber in der vorig« Woche i» der Druckerei au», oha« wiederpckrhrr». Lw Montag früh kam er in die Wohn«»., de» Faktor» dieser Drucker« und verlangte von der Hau»trau dm Schlüssel zn der Wohnung desselben. Er stahl daselbst. Bit brr ä* berichtet, die Vorhand«« Kleider und ein« Gulden, ging schrurstrack» in ta» Versatzamt, wo er die Kleider versetzte» und ward« sodann flüchtia. in Folge best« der löjähüge Knabe, der vermöge seine» Talent» z» d.-n schönst« Hoffnungen berechtigte, wegen Diebstahl» polizeilich verfolgt wird. Hk««, IS. Juni. (Or.-Kor.) Herr Rabbiner Wert» h'imer von Genf konfrrirte heute mit de« Chef de» eidg. Justizdip^urmevt« und einig« Mitgliedern der Aargauisch« Kontouöregwrnng. um» wen« möglich, eine Einigung in der Schächlfrage zu erziel«, in welchem Fall« der Buadesroth als» daun «thodm wäre, in dieser Sache «»neu Entscheid zu saff«. Aern, 14. Znni. Di« gestern ftattgehabte Konferenz zw>sch n de« Chef de» Jastizdeportemeut», aargauische» Re» gurmigemitgsiedern und de» Okrrabbiuer Wertheimer in Sach« der Schächlfrage führte dazu, daß da» Dqrartmlmt an die schweizerisch« Gesandtschaft« uud Konsulate i» Suslank die Anfrage richte» läßt, ob und welche gesetzlich« Vorschrift« bezüglich de» Schächtm» in dm betreffend« Ländern besteh«. Rach dem Eingang der Antwort« wird da» Departement alSdaim die Frage wieder in die Hand nehmen. Ghiren« Au» Aang-^lang wird der „Hazefuah" geschrieben, daß sich au diesem Hafen «ine zahlreiche Körperschaft de» finkt, kr« Glieder von den Chinesen Si«Du genannt werk», die aber nach km Berichterstatter in Wiälichteit eine jüdisch« Nation sein soll, welche vor undmllichm Zeit« sich hier augesiedelt hat. In ihrer Kleidung, ihr« Gewöhn, heit« und Sitten unterscheidet sie sich durch«»» nicht von d,n übrig« Bewohner». Ihre Frau« find berühmt durch Arbeitsamkeit, Reinlichkeit und höchst moralisch« lieben». Wandel Unter einander sprechm sie spanisch, laffm jedoch ihr« Kiuder auch in kr chinesisch« und persisch« Sprache unterricht«. In all« Handfertigkeit« und Handwerk«, sowie auch in verschieden« HaudelHweigerl sind sie sehr er. fahr«. Die jüdisch« Riten »ud Gebräuche find ihn« da» arg«, mit Ausnahme de» Schofar», welche» st« am Neujahr», feste blas«, »ad de» Laubhüttmfme», gänzlich unbckannt. Am Sabbath kleik» sie sich in Festgewänder, enthalt« sich jedoch nicht der Arbeit. Vielweiberei kn nt «an unter chnm nicht, auch komm« keine Ehescheidung» unter ihn« vor, da ihr Familienleben mnsterglltig genannt werk» kan». Sie Hab« keme Schule«, und jeder Vater unterrichtet seine Kinder selbst. I» G«z« sind st« etn övnchlchätige», lntzendtzaft?» ■ und ekimütb-ar» Cofl Ihr rechts ist »kr der chrnestsche »och »anaoli»chr. sandln di m:rbische. «Nk»X«. fttmmtm (Ohio). Dk lßeseqgebnng «km» Sank« will in kr wichsten Session ein« bedentendm Rückststätt M dm An» Lmw» vrnenalnnb» >han. «a Statut'soll verorbne». am Sonnt«, »ekr bnrch Straßen, Ast*», GtzAHeeu, Hdfe »kr Sätzch» z« geben, wen» nicht kr Weg noch kr Kirche, welche kr votznnng «>» rächst« liegt, Rer von krfdb« znrücksthrt. Dk Buße stk llekrttttung dkfer Verordnung besteht in einer Geldstrafe von nicht über 100 Dollar» und Zucht v«r«pr«>e von nicht über 30 DaG«. E» wird als« fstr Jek» zn« Gesetz gewacht. bk tzkwjR Richtung etnznschlog» und bk St rahm bto,o»Ä fit ftkr» schretlm, wopr kr Weg hkrkirch verkürzt werk» kann. Jeder, welcher um Sonütog Aden» »ach »'/, lchr »ich «f kr Straße ktroffm wird,'ist sofort «nd ohne Weid re» zn arretir». t (Da wäre ja da» Sabbothgi fetz ^keiner geh, an» seine« Orte um fiedentm Tage" «och »»eil äkrtroffm I) Kermifcht« ml «e«eßr PschrichtäM. Q Magdeünrg, 16. Juni. Bei» heutigen SchßGh. worgmgotkidknst verlieh kr Rabbtner de« tksm Eich»»» brr Gmürink Über k» Verlust de» gelirlitm Kaiser» Friedri ch einen «rgeeismdm, von Thräoe» uukrbrochen« Mchdostk in Anlehnung an dm au» der Sldra l«lesen« Bertstt »kr dm Tod de» Hohenpriester» Ahrou. 08, besonderer %‘tvüt* t gottetdimst ist vom Vorstaad auf Freitag (vor Begie» k» >dendgottr»bienste») i« schwarz drastia« Gott, »Hanse an beraumt. Hkrü». Line Berliner Locrrspcmdmz i» »JestljnnlN^ erklär« alle, die bk .Rückkehr nach Jernselew" nicht al» Hanptgrundsatz de» Jnomthn«» ,anerkennen", für nicht «ehr derrchügt. sich Bekam« de» Jndmthnm» » nenn«. (Wieviel vollberechtigte Zink» gäbe e» dann noch?) L. Jfwift 17. Jmt. (Ct.^art.) vor Antritt in dk Tagesordnung kr Sfferültchm Ge»sinkriith»sitz«g hielt kr simgirmk Vorsteher tzkchtsonwalt Emil Sehwann ein« wann empfundenen Rachrnf dem heimgegange om, er» habmea Fürst« «nd Dnlder, de» Kats» Frtedrm-. Da»- Lollrgtnm »»nah« denselka steheid «w tiefbewegt »nd W schloß» nubeschadet kr schon bei» gestriger Sabbathgotitsdkiist gehaltenen Ansprache de» Rabbiner» Dr. Winter »ktz ein» besonder« Tronergottelbterift eun Freitog, nnb zw« in »letch« Weise wie bet weilund Sois« «Uhelm, «d» halt« zu laffen. fwlrf, 17. Juli. Gestern hat l)ier eine Tranetsekr für den hochseligm Lais« Friedrich in d« Shaagoge statt» gefundm. Al» kr Rabbia« fchmerzbewegt au»nef: FO VSW .Uns« LaukSvakr hat seine edle Seele au»gehancht"» blieb - tria Auge thräumle« «ud kn» lGekb! für da» Secknheü de» gckirbtm Kaiser» vernahm man laste» Schluchze». /larkorntz«. Zur Eiinnerung an den 12. Ami — G«t>uri»»ag ko verstorben ea Prinz« Ludwig —- übersandte die Frau Großhrrzogin kr Frau Obarach Billstatter für kn itrart. Araumverein di« Summ: vva 800 Mk. v. Iranüfnrt a. M (Or.-Cor.) Bim eine« mehrtäaitz« Autflng« in die Bergstraße zurückgedfirt, möchten WS i»' Ihrem vielgelesenm Blatte ans eia Etablissement aufmerksam mach«, da» viele Ihr« Lekr zm jetzt,>m Reifezeit lebhaft mteressirr» dürfte. Wir hattm siiesegeicheit, da» nu» gut empfohlme israelitisch« Pension»b<ru», H. Hehmann in Iagmhei», Bergstrage, persönlich keimm M lern» nnb war» «knso überruscht wie erfreut durch Mt Boaüßlichstit «nd Prei«Würdigkeit de» uns Gebotene«, da trefflich« Küche. Mestreng rituell mit größt« Pünktlsihkeit und Sauberkeit vo» d,r tüchtig«, umsichtigen Hausfrau »«leiten wird, kr schön». '

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