Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 19 (1888)
- Issue
- 19. Jahrgang Nᵒ 25.
- Date
- 1888-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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awessthost tntfaf* die flhifrio« G»wiitdiwftglstd»; die C4ft(er «dff» ia tas Wese» bef Soist«b>i»fst» eiumoeih». «it tat goi leid tröstlich« Vebeänch» und de» eingeführt» S«tckt«-e »atrmt sein, um nicht, »mm sie dereinst selbstständig: Geeemdernstglstd» sein wnd», al« Fremdlinge i , der Svnagage tß steh» und sich de« jüdisch» Synagogennnd Grmetodestbeu — und damit dem Jndmchumr — immer mrbr zu »tfremdtn. Ein« dauernd« Betheiligunq am öffiutlich« Gottetdreuste ist nur bei den die hltherra Schulen besuchenden Kindern, gleichviel, ob sie dm Rel.»llut erricht in den Llafs» getrmnt erhalten oder in eine besondere Reli- «ionbschule zusamowugefaßt sind, absolut > «möglich. Nur dem Leist« <m ein» jüdisch» Elementarschule ist e» möglich, i» der Weis:, wir Redner ci sich denkt, die Linder an dem Gottesdienst: zu betheiligen und so sie wirksam vorzubereiten, derrtast «üichft.e selbstständige Mitglieder der Gemeind« »u werdm. Die Bertheilong de» Unterrichtsstoff» uad da« Erstreb« greifbarer Resulast innerhalb der vier Stunden bezeichn et der Bort ragmvr al» eine wahre Kunstmfgab« und theilt n»n in liingerer Uußeinandersrdnnq mit, » welcher Weise und »it welchen Hilf«mtttrln er dieser Aufgabe gerecht Zu w.-rinn versuche.*) Hr. Blumen»» schließt sein« Vortrag etwa folgendermaßen: .Wra« maß «au von einem Lehrer» der unter sa schwierigen ISerhäUM« den «rliatonsmtterricht zu ertheüeu hat, fordern? — Bon gewisser Seite wirb daraus t,«ar>t- »«rtet: Er muß thmlogisch-akademisch« Vorbildung Hab«», et» Nalchtuei sei». Dies« Forderung richtet sich selbst, und di« gesluumi« Lrhrerwelt bildet eia» lebendigen Protest dagegm. Selbstverstüudlich muß der Nel-Lehrer «tue gewisse thealogische Lorbilduug erworben habe», da er da«. Ml er lehr« soll auch kenue» muß; ja er muß, nach der bekannter! pädagogischen Reget, viel «ehr wiffm. als «r zu lehren hat. Dafür giebt es aber eine "solche Fülle von Hülssmitteln, die ein gebildeter Seist fich aneignen kann und wird, daß eiu« akademische oder syftematisch-talamdtsche vorbiidtlng tazu durchaus nicht erforderlich erscheint Wal der Seht« «der außer dem uöchigm Wissen besitzen mnß. da« ist PÜbajMgischer Last, Lruatuiß de» Linderherzeu« und Seifte«, Fleiß und Eifer »ud vor Allem Wärm« und ve» getsteruvg für die von ihm verlretme Sach«; Wörme und vegetpr'.-uug, die von ihm ausstrahlt i» da« e»pf«»«liibe Lstchergemüth: — da« alle« find Eigenschaften, di« alle akademisch« Srade der Welt nicht zu gebe» vermögen. — Da« positive Wisse«, da« »st bet der so kurz bemessenen Leit »e>t Schülern ged» köaum, ist allerdings bedauern«wer», gering. Allein, wn es uns gelang» ist, diese« Wmige S geben als Grundlage für Höhere«; wenn es uns gelungen , tu d» »ipfüvglichen jugendlichen Gmmther» Hochachtung »ad Würm« für »vsere heiligst» Güter zu «eck» und zn pfleg», tu d«n Schüler», wenn sie die Schürst »erlaff», d» Durst »ad UJ verlang» geweckt zu Hab» uach «ehr, da» Verlmgi«, auf de« gelegten Gruude weiter z» bau« — dann ^ib» wir geleistet, Mi mm billigerwetse »au «a» s«rde» kann.' — Lebhafter Beifall folgte dies» au« de« Herz» ÜMBwinb» Worten. Herr Geminarlehrer Treu-Münster nah» hierauf veranlassnug. ms di« jüngst» .Mitthetlmg»* de« D. I G. B. htuzuweis», tu welcher da« ob» erwähnte Pr». memarta de« Her» Iusttzrath« Metz mftgetheilt und belprach» wird. Währmd rin ergänzender Bericht de« Her» Profeffoi» Sieinthal jme» i» Gmz» zustimmt und sagt: »Was gedeihlich besteht, soll man nicht stör»*, ha' fich ber EuudeOsteretair Herr Budwtg ms dm »tgrgcvgesctz'.en Stmdpnnkt gestellt und di« von Her» Metz mfgeftellt» Sätze msi« rutschst dmste bekämpft. Wir köon» nicht ander«, als «nehmen, daß de» Her» B. di« hier tu Frag« komm». *) »«ad« «der bitfei «usirntretd» 14dl M Vortrag»« littet wir Kt* MUstreit etfafewi; ettschüeßt sich kn Her vor» drogmdr ft ttae «tUheldw« Mfdkn in dies. vl. (SM.) d a Sch»lnerhö1t«tff«, muigstm« so »eit sie die Schnl» de« westliche» Lstutschünd betreff», völlig unbekannt aebüeb« st»!». Leid« c hat ber Ausschuß de« D. I ». B. Her» Bud»>t> Istigeftirtnst mit de« schneidig» Satze: .Die Reubilduug and der Fortbestand der t«r«lttisch» Schul» stad im allzewntum nicht erwüuscht." Damit wäre den Elementarschial» da« sklodasurtheil gesproch» u»d die Axt au et« Institution gelegt, die wir al« eine Lebeasbediugung de« Judenkhmu« tu niseru Provinz» detracht» müssen. Herr- Tr» schließt »st d» Wart»: , Die Gemeind» Rheiulmd«. Wtftfastnt, Heffra«, Hannover« rc. «erden hierin einen bedauerlich,», schädig»de« Mißgriff erblick», für bst Erhaltuuz ihrer bewährt» Elemeestnrschul« energisch rtntretm uad jet« Un;iftff ms dieselbe durch erhöhte Fürsorge für sie benstwortru-E Auch Herr Rabbturr Dr. Wedell erklärte, baß er, obwohl Vertreter de« D. I. G. v., doch in dieser Frage nicht ms dem Bod« de« Ansschaffe« de« Buude« steh«. («chluß folgt.) lu N>Uriik»»t«tH. Die coufesfimelle Beschränktheit zeitigt tu u»serer Lest noch recht trmrige Früchte. Der evmgeltsch« Pfarrer Harpprecht von Lrochstlfiug» hat seine Gabe für die Ueberschweunnt» (20 Mark) «st der ausdrücklichen Besttuumug au die fromm« .Deutsche Retchspost* eiugesmdt, baß sei« G:ld uur »für »augelisch« Glaubensgenossen* verwrudet iverde. Sehr richtig bemerkt der .Beobacht»* zu dstsat Vorgehen de« Trochstlfinger Berkündig»« christlich» Liebe: E« wäre auch i« d» That uaprästirlich ge»es», »«nn »it diese« evangelisch» Goldstück dst Roth >siue« .Reformirtm*. eise« Katholik», ob» — mm schände»! — gar eine« Juden gemildert ward» wäre. Dst Elemente haben kein» Unterschied gemacht, al« sie über dst Tiefebenen de« deutsch» Norden« dahinstürmt»» Städst und Dörfer zertrümmerud, «estmweite Flächen fmchtbar» Lande« unler Sälamm und Schutt begrabend. Ab» d» Psarr» von Trvchdüfing» d» macht eiu» Uuterschied. LS» nicht out die matburgisch« Loufesfiou getmft ist. mag zuseh», wo ihm geholten wird« 0(fttKi4‘)tiig«ni. Wie». Ein Antisnattenführer hat sich Wied» al« ein nett» Schurke entpuppt: Joseph Seidel, Redaft»r de« antisemitisch» Wochenblattes .Dst Sonntagsmhe*. .Betrug d» Jud»'. da« war dir Pfeife, dir » imm» dlst«. Und ex? Er gründest cmet „'Beretn zur Unterstützung b» Wittwm und Warf» d» i« Lar'osturm Gefallen»*; dst Polizei versagt dm Statu!» di« Genehmigung. Wa« chat uns» Tugmdhckd? E, fälsch e dst lluterschrift de« Landmarschall« uustr einem lftevehmigungs-Documeut, auf Grund welch» Fälschung « bann SRitfiUetac zu de« von ihm gegründet» Bereia anwirbt. Wer rM nicht gerne dst Hinterbliebene« d» ms dem Altä re de« Vaterlandes Geopfert» uuterstÄamß Nachdem » groß« Sumrim deisanun» haste, nahm » Reißm«, uad dst Polizei sabadet nun »ach ihm. O edler Anti« semitisamsl — Vroßuttz, 10. Juni. (Or.-Lorr.) Da« am 30. v. M. statt gehabte 8eicha^«gä»,Mtß de« Her» Hirsch Schreuzl k. k. OS»»«udcrrzt vr> Grmestidewnudarzl war eiue imposmte Kundgchung Ui; allgemein» Thetluahme und Sympathie, weich« sich der Lvlschlafme ob seine« brav», dkdern Lharaüstr« tu hohem Grad« erworb». Da« gesawwst k. 1 OiAcirrswr;»«. daruuttr der Graf Nostitz rmd dst beid» Majore von Eut« und Ela», der Bestrmea- B»etn «st sei»«: Musikcapelle, »st isra« Gemetnde-Repräsmtmz, alle. Aerztr und Apothek», d» Lehrkdrp» d» tsrael. Schule, so,»st est« große Anzahl von Freund« und Bekamt« gaben de« Berstordm» daa letzte Geleite. Am «ff«» Grab« säsilderst He» Nadbtu» Dr. Haff tu »- «reifen»» Wort» dst Lerdstnfst de« Verblich«», und tref bewegt valstß«, di« Leidtragend» »st Ruhestätte dm Ehr»- wanne«. — Fried: ftiar: Asche l — Der «wif» wmh« rrrstordmr Großindustrielle Hrrr Mohr Mandl h,st, »st wan m« «tttheUt, für Pm«»ttürr