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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1888-01-01 · 19. Jahrgang Nᵒ 23. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
19 (1888)
Issue
19. Jahrgang Nᵒ 23.
Date
1888-01-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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zelne BereiuSmit stieb sich mit dem Jnhelt« vertraut machen zur uächchjähngi» Loaftnnz jedoch soll dt» Statute»« berathuug ai» einziger Gegenstand a»f die rage», «rdnuug komme». La» de» logaden de» Herr» Voisitzmd« ergiebt sich, daß die Untersiütznngökaffe derrit» eine» Bestand von über 600 Mk. nachweist. Die Rechnarg der Bereis»- und Unttlstütznagskaffe »»ird von ter Bersaminlnug geprüft »ad genehmiat. Al« letzter Gegenstand der Tageaordnuug steht die Borftandswahl. E« werden einstimmig durch Acelamatioa gewühlt: Herr Facken« heim ,um erst», Herr Dr. Salzer zam zweite» Borsitzenden. Mit eine« Hoch auf dm Landesfürstea Herzog Ernst von Codura Got >a «ad einem inbrünstig« Gebete und begeisterten Hoch auf unsere» geliebtm deutschen Kaiser wird die X Trnimuz de» Verein» i«r. Lehrer Mitteldeutschland« geschlossen. F. Meiste. Die hiesige klerikale ,Neiffer Zettuug" briugt in ihrem Berich * über die Stadtverordnete»-Versammlung vom 16. Mai Frlgmde«: Stodtv.H.A. Leipziger hat sich, weil er schon sitt längerer Zeit andauernd leidend ist, ge« uvthigt gesehen, sein Mandat, welche« am Schluffe diese» Jahre« abläuft «mb da« er »mmterbrochm 38 Jahre tun« hat, jetzt schon niederzulegm. In dem bezüglichen Schreibe» an den Magistrat versichert Hr. H. I. Leipziger, daß der Hinblick auf da» Bertraueu, deffm ihn sei« Mitbürger durch eine lange Reih« von Jahrm in so hochehrmder Weise würdigten, ihm stet» ein recht «ohlthuruder sei» werde. Magistrat hat v)» dem Schreib« mit Bedauern Kenutniß gevommm und brschloffen. Hm. Leipziger für sein langjährige« eiftige« Wirk« zu» Wahle der Stadtgemeiud« »m Dank der ftädtischm üollegi« durch eme gemeinschaftlich« Deputatiou auszusprech«, und wählt da« Bureau der Bersammluug die S adtv. Horn, Biecenz. Bnchmaun und Reise. Zur Begründuug diese« Anträge« führte der Stadtv.-Lorfteher Horn an: Dem Antrag« de« Magistrat« körne er nur betstimm«; Hr. Leipziger sei 36 Jahre Mitglied der Bersawwluag gewesm; wie er sich au dm Arbeit« derstlbm bktheiUgt habe, sei olleu, alte» wie jünger« Mitgliedem bekanm. Stet« ei er eine« der eifrigsten. pünktlichsten und fleißigste» Mitglieder gewesen; Redner »iffe da« au« eigener la»gjähriger Erst hruuq. Lobmd müsse hervorgehobm werdm, daß er sich uiemiU vor irgend einer Arbeit gefürchtet, oder sich um dieselbe herum gedrückt; nicht oberflächlich habe er die ihm z»,e»i:smm Arbeiteu und Revision« erledigt, sondern gm« uut mit Freud« habe er sie gründlich erledigt. Seine Thätigkeit iu der Fiuauzcommisfion allein schon sichere ihm dm Dank d«r Bersawmlaug wie der Stadt. Die Bersamwlung genüge lediglich einer Ehrenpflicht wen» sie dm Magistrat«a»trag onnehme. — Die« geschieht. In der Nummer vom 23. Mat berichtet hierauf da«- selb« Blatt: „Iu Ao«übung de» ihnen ertheitt« Mandate« begab« sich grstiru Bornüttag« 11 Uhr di« Herren Bürgermeister Warwbriu«, Syndikus Hellmaun, Stadtrath Thau, Stadtoerordnet« Vorsteher Ho«, und die Stadtverordnet« Bircmz. Bochmam und Reife zu de« Hm» H. A. Leipziger, um demselbm den Da»! für sein 36jährige«, pfichtgetkrue« Wirk« al« Strdtverordneter auszusprrch«. Hr. Bürgermeister Warmbrunu hielt eine d« Herrn 8. hochehrend« Ansprache, die mit dem Wunsch« schloß, daß Hr. Leipziger iu Rüstigkeit und Geistesfrische noch d« Tag s?me« 80 jährig« Bürgerjublläum« feiern möge. Hr. Leipziger sprach sein« Dmk i» bewegt« Dort« au«, bat, dies« Dank auch de« Magistrat und der Stadtverordnete». Bersa«mluug zu ürerntittelu und die Versicherung mtgegenzunehmen, daß er bun städtisch« Gemeinwes« auch in Zukunft da« wirmste und regste Interesse widm» werde." Man sieht hier wieder etumrl, daß der Tüchtige die verdiente Au«rk«n»ug für seine Leistung« erhält; selbst klerikale Blätter köm.« sie ihm nicht vorersthalt». Solche selbst!«» ihre Kräfte de« Gennimvrs« widmnd« Glaub««, genoss« gereich« da» Jnd«th»« zur ähre. Möge <» Rkauu» «» solch« du Staats und städtisch« Dienste schleus Ober-Angvttzetn», 3. Sun». (Or.-Eoer.) Bor einig« Jahre» Hab« ich in dies« Blätter» die Aasicht auSgesprochm, daß sogenannte Kortbild»»»»eurke sttr jüngere, jüd. Lehrer viel zur Förderung de» Religioa»»mterrichl« tu unser« Schulen bettragm könutru. Wenn strebsame, ihm» Vemfe ttm ergebme junge Männer, sich währmd ihrer Ferien, also auf etwa 3—4 Woch« jährlich, 2—3 Jahr«, hintereinander in einer geeignet« Stadt «mfhalte» würden, wo ihn« durch gutt Vorträge iaäbesoudere i» der Pädagogik und Methodik und in d« Religi»a»»isse»schift-a Anregung« zu ernster und fßedemder Fortbilduna gegck« wüed«, und wo sie zugleich durch Einblicke in wohlgeordnete Lchranstolttu praktische Aalriinvg ick Unterricht« erhielten, s» müßte die» unstreitig von außerordentlich seg««reuhem Lnflaffauf di« pädaaogssche -nnd rrligioiSw-ffmschaftliche Bild«»» unsere» Lehrernachwuchs««, auf die «ethorische Ai««- stattunq de» Religion»unterricht» und insbesondere auch auf die Hebung d.« L'hr-'stand « sein. Ich' tinn nun zu m incr Freud? hier mitthetlm, daß die Ausführung de« Bla»«, mindesten« für einen klein« . Kce« nicht «ehr augerdalb de« Bereich» der Möstichkrst liege; ich darf sogar die Hoffnung auespechrn daß sie für diesen Krei« der Berwirtitcharg nahe sst.-Männer von Kopf, Herz «ndHand haben sich bereit erklärt, ausreichende Mettel zur Verwirklichung de.» Plaue« zu bes ckn sf-u- E« erqeht nun an all« Freunde de« jüdischen Lehrerstande« und der jüd-sch-n Schule; an alle diejmigw, die ein Interesse an der Bnmftkltchnag diesr« Gedanken« haben, die Bitte, dem Unterzeichneten möglichst schnei ihre Ansicht über den Pl in >m All;-mein«, über die Art seiner Au»füh«ag und so fo t auriühriich »ittheile« zn wollen. Ich fordere zugleich Lehrer mit ordentlicher Borbilduna etwa bi« zum 30. Lebensjahre in eine« Umkreis« vo» 80 Kilometer um Frankfurt a. ft. auf, mir ungesäumt Nachricht zu grd«, ob sie, etwa u». mitttlbar nach dm Herbstfest« anf 3 Woch« in ihrer ör« mrinde abkömmlich und bereit sind, währmd dieser Zeit a» einem solch« Enrse tdeilzu-ehm«. M'nnln muß ich, mn nicht übergroße Hoffnung« reg« « machen, daß vorläufiz nur etwa zehn Theilnrhmen-e in Aatzstcht geaommea wird« können. Joseph K.iogenstein. Schweiz. Wo« Wodenfee, Ende Mat. (Or^Eorr.) Bo« de« Israelitisch« Asyl tnHegeuhetm,ber Zuflucht«« uub Pflege« stätte für arme altersschwache Jgraelitm kr Schweiz ml de« Elsaffe«, erhalt« wir nach langer Zeit wieder einmal Knyde durch ein« uns ftenndltchst zngesackdte gesrncktr Jahre«, rechuung. E« gereicht na» zur besonder« Freud«, derseld« zu mtuehm«, daß diese «och vor eine« Juhrzehut »nr mit bescheidmeu Mittel» ausgestatiett Wohtthätigkrirsaostalt hrnte Dank der förderlich« Unterstützung Seit«« iu» und an», ländischer Gönner e« »nhezu so west gebracht hat, daß fie . auf eig«e» Küß« zu stch« vermag. Außer kn »rdeutlich» Beiträgen find ihr auch tu jüngster Zeit bedeut«»« Geschenke, Legat« »e. zugeflvffm, f» daß die Grsaimulrtuuahme pr, 1886/87 sich auf Krc». 13,188.20 belief und bei einer Ansgabe voa Frc«. 6,110.14 «tu Ueberschnß von ca. Krc«. 7000 erzielt werk» konnte. Wo» da« Gcsammtvmnögr» betrifft, so betrug d««selbr 1877 ca. Frc«. 30,000, hätte hat es di« Höhe vo» fast Frc«. 180,000 (mel. Frc«. 16,000, dt« von zwei Pfründner« für lebeusläugliche Berpflegusg gezahlt wurk») erreicht, — ei» Resultat. da« die verdtenftvoll« Männer kr Verwaltung, sowie alle Göuver der Au« statt gewiß mit nicht geringer Befriedigung erfüll« dürste. Um s» auffallender erscheint «» tra», daß »ist der Leistung«« fähigkrst nicht auch dt« Leistung« resp. di« Anzahl der Pfründner zugmemmm, daß heute wie ehrte» es der« »ur 18 find (best» Abschluß der Rechnung sogar »ur 18 f).

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