Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 19 (1888)
- Issue
- 19. Jahrgang Nᵒ 23.
- Date
- 1888-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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ZMttts ei» «ilcher ertdn wrtc.a »«*. •**■* dato Sutzprdwa m bra 9(ä«fe(«tt: . . tv; ».st'ö «Sc Lnei^en »«für voq«n»«u. k«| der Krön- Z^tnz.Mhel», sobel» er a»k de» Thron geloegt, energisch ,n der stoetführung der von ftioem Grostvatir begonnenen soeiolen Reformen «beite» »erde, daß er den bestehenden «ißstilnden I« Staat« mit aller «rast steuern »ad dt« Schicksale sei«» Soff*« mit Umsicht «ad beste» Wohlwollen leiten wird .... «ach ta ««»lande bat die jüdische Presse da» 1Xi%tr»«eti gegen den junge, Kronprsazea Wilhelm «stet. i»de» sie demselben al» krieg»süchtig v-rdLhtigt« «nd so di« «ationen »m an« her gegen da» dewsche Reich verhetzte .... Unsere wirksamste Waste gegen die jüdischen Heber ist die Verbreitung de» pnchhettsche, Worte», da» der alte Kaiser Wilhelm an seinem 88. Ge» ö«t»tag« (also am!iS. März 1886) ,« seinen Eeneralea sprach: .Ans »eine« Enkel, dem Prinzen Wilhelm, ruht meine frohe Hoffnung für die Zukunft de» vaierlaad«»" Für Verlag und Redactiou war »er Name Theod. Fritsch tu Ldpzig genannt, al« Drucker H rmauu Hüathrl daselbst. Daß eit sich bei diese« Müchioerk um keine ver- «tnzeltr, saudern um eine orgauifirterrgrlmäßige Agitation haudelt (deren Zielscheibe der Träger dri Krone selber ist), grht au» dm grschästlichm Auzeigeu am Fuße de« Blatte« hervor. Da« dev, agitatorischen Unfug uuf »ffeaer Straße Htndeiniffe in den Weg gelegt worden lud, ist un« nicht bekannt geworden.^ — Auf diese» antisemitische Treiben stkdet da« Dort de« Propheten Jeremia Anwendung: „Du hast die Stirne einer Metze und baft verlernt, dich zu schäme«.'' (Je-. 3.3) #** Wed.lichtesten 4. August. Eich lese einen Artikel der »Kreuzzeftung". der von solch' symptomatisch r 8» deutuvg ist für da« -'erhält, iß der Ant'seinftm zu ua«. daß ich mir'» u'cht v'rsazen kmn. Ihnen diesen Artikel, mit einigen Bemerkungen, die mir brim Lesen de« Aitik l« durch den Kopf gegangen sind, zu übermitteln. — Ein Herr Dr. phil. Lewy in Bre»lau richtet folge ade« Schreiben an da« genannte Blrtt: , -Dt« »Krz.Ztg.e erwähnt mit Entrüste«, giwiffer vlä ter, welche le Pslogstmtiktla », christliche irreligiöse veteocht« »gen gebracht habe» u»d srogt schliehllch, ob «an de», solche« Dreile» der Lndenpreffe" nicht wehre» kö»>n». Herzu b-merk« I« al» konservotiv'r P-erst« und «'ilbtgu 3U* «cixu (llubjata chliülichen «Xit.fi ge>», nie folgt: Ob gerade je.« empiirend'« Pfingstmtikel von Juden herrühre,, weih iE »icht; »der ich nieiß, d«ß in der Tdot an s etstnntgen Z«Itinia«u znhlretw« Jud.n «liordeiie». Dieselbe» gebe» je roch orotzlenrh-il« der jüdischen Rtl'glon nicht nur gleich,liiig sonder« »ff«, s«-udllch gegenüber: nnd d« ih i», Ibr eigener Elaut>« »icht te lg ist, ve »dg«» pt auch de» »lauden der Mehrmhl ihr» Mitbürger u-d die Religion im Allgemeine» nicht mtt klchtnng und Eh,furcht IN behandeln. Diese sivd e*. »elch« «äldt'g arbelien gegen de» Hochs eli»«» tko ser» Woin: »De« Volke «uh d'>; Religio» ««datte» bleiben.- W« tmrch st« ober unser Gin,»« deutsch.« Volk geschädigt wird, so Ir« v-soate »n die vkt.,m, der jüdilchen Rel'glon. Schon wächst in jüdische, «reis», «rlbiecke.d der U»gi«.b», und der Aus ejuueo sei«, Gotte» Wort folgt imwer »nd üderall «tu Wtd.-rstieben, au0> gegen te» KSnig» He-rst,ft., welch» nech jüdischer, wie urch «rt«licher Leh « al« »In, gott »setzte gilt. Do-d ««, je», verschalden, di« ihr, jüd s-e Rel'glon verlosten habe, und ste oft genng vn spotten, da» 'chreidt die unku.d ge Menge den Inden und dem gadentl»«« zu. via« man Jndeap'effe »rn.r, ist ja vtelmrhr da« Welk »njüd sch r Schreiber, „ deren Se» käwpfnng Jade, wie «Heike» rin gleiche« Jitereff, habe,. Und aewih. e» gi«s>t nicht wenig Jäten, welchen di« Pest »bung und der To» n-aacher ftetstnniger Blätter et» Dwn i» Idg« ist: »i» Herz, ta» innig seine« Hriltgthuw« lebt, w rd sich auch lchmerzltch t ümmeu, wenn di« Heil gihümir anderer ruchlo» I» den Stuud gezoge» werde» Allel», ehrlich gesprochen, fi'de» sich »cht überoenr-o „christliche Ehttste», Re dann mit de, „deren im Band« strd? Wohl« denn t Kämpfe» wir verereiut gegen all» gl««h:n»l»sen volGvergiftcr I Kämpfe» w r. vereint gegen alle seldstsücht'gen Aerstörer stmtlicher Anwritätl Kämpfen wir vereint gegen jeden, der »»christlich wie „jüdisch fei»'» Räch»«, „«bettet, übervorihttl« kränftl Ueb » wir Rächsteulleb« all« g«<.eu «inender, wie st, da» Jedemdu« gleich de» Ghristeuthnw« lehrt! — Mil Gott str ltil.ig und Baierla.dl" Und we« anlworiet die .SreuM." darauf? Schlägt sie war« eia in die ihr lo freudig daroerrichtr Bruderhand? Hwr ist ihre Antwon. di« Glosse, mit rxlchrr sie odftr« herzliche Schreibe« degleaet: wir dteselb« die Stänbtge» „d stro.t zu »och«» »Wir tad», dieser Zufchrstr g-ru Raum gegeb», well «uffoideeuuo, welch« st. enthält, ft „stäudi^u I lde» gorlcht« schmi oft », habe». uä»l^ ftldf . .«gen ihr« »ngläub'ge», rellgi»»«stch,d»,lschrr '„d unehrliche, »ftd da, desto Mittel f-la. um de, «utt. ^siewti«»»» „uRhig ,, mach»,/ Als» »ichi emei,schaftliche S»ch«'will ste mit de« Juden «ochs«, sondern venv'ndet da« vertraumäsei-gk Schreibe« de» Herr» iSr. Lmch al« Relief für ibr, von Kitt vertret-n: «ntisertitische Aaschruung. Vermeint man nicht, den Herrn v. Hammerltein fraaen zu büren: .Woßo' soll ua« Deine Freundschisi? Sir wollen und anerkeunm keive gemetisamea Jatnesi.-a mit de« Judeni" Dieser kalt« D^ff.ttstcaiil wird hoffeatli h jene Herren, die sich höher al« ihre äbrigr.i jüdisch» G.aub.n»genofl:a dünken «ad dalier verminen, selbst mit Antisemiten, die ja angeblich nur die ,bösr u" Juden bekämpfen. Hrad in Hind gehen zu küaara. eruüchtera uad ste «iaschea lehren daß die Antisemiten k mem mehr abhold sind, al« einem „inständigen" Judnr. A. L. 8. ch»tß«.(Oc.-td»rr.) D.eBerem der isr. Kaltuäbeamtea Mitteldeutsch! rnd» hi:lt seinzehnte I ihretoers immlang am 20. und 21. d. SW. hilnfetbst ab. Al» ne« eing.'tretene Mit- Slieber wrre» aatt-esenb die Herren Dr. Salzberger, iabbiner in Erfurt, Lehrer Bach rach - Arastedt, Ellgutrr- Plauen uad Sommers« ld-Eiemnitz. U»r 4 Uhr ciöff tete der Borfitzeade. Herr Prediger Fackenheim-KüLlhausea, die Sitzunz und erlheilte dem Gmieindevorstcher Herrn Goldschmidt-Gotha dr« Wort. Dieser begrüßte mft lh'rzl'chen Worten die Bersammtuug, hieß die Gäste willlommen und wünschte den Dmathuagen den best« Segm Hierauf be>,rüi»r d<r Borfitzeade die Eonfereazmitzliede, anknüpfend an die P'alinworte: »Sieh: wie schön ist e», wenn Brüder einmbthig beisammen sich finden." Ja dem daran sich knüp^'eadeu E .-schäftobericht envlhnte er, daß tm Lasse de« vergangenen lZereinkjahre« zwei Mitglieder Amt«» jubilLeu feierte«. W olf-küthrn da« bvjährige und Facken« heim-Mühldausm da» 2djährige; beide würden durch Znschristm. seiten» de» Ber/insvorst^nde» breh't. Der vorli-ftende Att.raa der Konferenz de« Landrabbiaat» Emden über den Ansck'luß an rinea allgemeinen veut'ch» ier. Lehre,bnnd — wir:« dahin erl.diqt. daß die Bersammlung beschließt: dl« Konferenz de» Bn:eioS i«r. Kultaäbeam'ea Mfttelreotschland« ist im Prinzip bimit einverstanden, daß eia deutsch-i»r. Lehrerbund gegründet und d ese Frage dem» nächst in e ner allgemeinen Bersammluog b.ialhen wird. Herr Lundcaboiner Dr. D e s s a u e r. - Meiningen stellt den Antrag: der Lüei» isr. Kult >Sb amte > Mitteldeutschland« wolle dftsen Namen oblegen und sich in Zukunft neunen: Verein i«r. Lehrer Mlt»:rdeutschlan»«." Derielbe begründet dies n Antrc.g dadurh. daß die Bezeichnung ,K»ltu«deamten" zu weit geh:, daß hierzu auch jeder S hächter und Synagogenitener sich zählen küan«, wlyreud doch der Brrein auf Grund de« B»reta«sta ut« nur R bbiner und Lehrer al« Mitglieder anerkenne. Dieser Antrag wurde einik Kommission von ü Mitg'ietera zur Borberathaag überwiesen. Rach drm am zweii m Ktnserenztage rrstatteien Kommission tdertcht wurde der? ntroji ciastimmig angenommen. Montag, am „l L/kai, wird die Sitzung um S Uhr Morgen« eröffn t. Hm Lehrer Heilbrunn-Gchauk erhält da« Wort zu seinem Vortrag«: Der systematische Religion«un»errtcht in »»«gedehnter Berücksichtigung de« Gebetbuch««. Der Referent betrachtet da« Gebetbuch al« «ine vorzügliche Stütz: de« Reliaion«. unterricht«; er will durch die Becbinduug de« Gebetbuch.'« mit dem Relig'on«rmtcnicht ein klare« Berstäadniß unserer Glaubenssätze, Liebe zur Tugrnd und andächtig« Thetlaahm: am öffentlichen Gottetdieilst erreichen. Der Ref.rent erntet ten Dank der Beksammlrag für seine mühevolle und'gediegene Arbeit, auch wird dabei der Wunsch laut, daß ein Lehrbuch im Sinne de« R.se.entm auSgearbeiret »erd:« möge. Herr Wols-Töthen referirt üder die vnterstützungikane und liest die vou ihm eniworfeaen uad voa drei Vereiutmitalirder« rrvidirtei ästatmea vor. E« wird brschloffe«: Et soll« ein« billige Brrvtelsältiguag der Stiruter hergestcüt, uav unter dir Plitgluder verrhetlt werde», damit jede« «tu-