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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1888-01-01 · 19. Jahrgang Nᵒ 22. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
19 (1888)
Issue
19. Jahrgang Nᵒ 22.
Date
1888-01-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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\Y. wit »oii«thü»llch«M Leistrageu t» de» iihzrbergnutd^ treten; aherjtbtesa Rocktheil »Ire zu »«schmerzt» A«h wo atct Hebräisch aetriebea attrd — »ab tat f*CUc -tkraQ geschehen — ist fleißige llibrllectüre tu der UebersetztlUß z» empfehä'»: um rar bien» Stege läßt sich ■<i»c nachhattenk» Ke»> t«ß der prophetisch«» Literatur bewirke». Ps« Im ru sdlteupeßig gelesen ra» onöweudig gelernt D werden; str biete» einen Wifsenschatz. in Welchem daS Gemüth religiöse Erweckmtg, Amfrichtmig. Irosl. Anregung z»m Dank gegen de» Schöpfer u. s. ». findet. . Kür die i,Arabische Zeit geben die Pirke Rdol eine reiche, large nicht genug gewürdigte Quelle der Belehrung. - ' . Ihre geschickte -lehanblmtg sei für die Schute »on nnschätztzare» Wertbe. — Selbst in Mittelalter lassen fich genug Stoffe finden, welche der Jugend mit fftlolf oargrlegt »er. .de» können; bei Saadja» m der „Königökrone", in -usari. in Vtoreh, in fern HerzenSpflichte»-. „Prüfung der Welt" «. afind genug Stellen, die den Berstiinduiß der Jugend angemessen find und ihr Jntrreff« »ecken. Bei einer derartigen Unordnung de« geschichtlichen Unterricht«, wenn sie mit Geschick, mit Stritt zur Sache und zur Jugend geschehe, könnte der systematische Religionäunterrtcht ganz entbehrt »»erlteu. — Ganz bcfralt'r« «ichtig für die Religtra«schnlr fei Mose« Me»drl«s»hn, er al« Deutscher sollte vor Allem non uns Deutschen ««lesen und gelernt werde». In allen seine» Schritten sei Mendelssohn Jude. Werlhvall für die Schule ist M.'« Psalinenüdersrtzung für den bereit« anged'uteten Zweck, werthooller al« andere Uedersetzungeu. die nielleicht gründlicher hier ur>d da sein mögen; denn sie seien drrch ihren Rhytmu« znu «n«we»di,lernen Geeigneter, auch sei di« Uedersetznng nicht schnell hintereinander gearbeitet, sondern je nach Herzenädedürfniß und Stimmung.in einen Zeitraum oo» mehr e,l« 10 Jahren em» ftande». Anßrrdcm sei M. so ziemlich die einzige von den modernen Juden allgemein anerkannte Autoritöt, so daß in dieser Beziehung »ine zewiffe Einheit de« Text:« in den meisten Schulen gewahrt »erben kann. Ader anch seine anderen Schrift«» — namentlich die für >ndrr«glöudige berechneten and der Anfk'örmlg über da« Jndenthun dienenden — bient de« Brauchbaren in ungeahnter Külle. iöer Schriftwechsel in den Bounet-La vater's chen Streit könnte fast ganz durch» geuomnen werden, da tu ihm M. den zanzen Gl'udeu«- inhalt de« Judenihum« gegeben hat. Auch die Borrede zu „Manaffe den Israel'« Rettung der Jude»' sei »erthooll. Redner geht auf eine eingehende Würdigung Mrnd'l«- sohu« über und verliest Proben au« dessen Psalmerüberfetzrag. die er in ihrer Art den Original gleichzustellen gezeigt ist. Wegen vorgerückter Zeit schließt der llledner, indem er Wünscht, durch füne Bemerkungen Inregung zum Rachdenken gegeben zu haben. vielleicht st de fich eme kundige, «schickte Hank, di« in der von chm augedeutetm Weise einen Insgug für die Schul» veranstalt«. — Die Bersamitlung spendet den Boriragenden reichen ' Seifall und erhebt fich auf Inirag de« De. Samuelsotzn zun Awöbrnck de« Danke« von ihren Sitzen. Auf Ameag bet 84m« Bernhard-Dnt nawitz anterbletbt rin Debatte «der bat Vortrag, da Mae Dhes« ausgestellt seien. Doge»« mied ein Antmz de« vr. Jacobs»u-Lcht«mm a», «y dte tuairtwii bet aöchstjllbriwn Sofcaunlng die lelgmder drei durch dm vorttag angeregten Frage» zn srtzm: 1. Ja Welcher Veste ist da vellaiondunternep « vehoudeln, dag mir die da jildstchen Aeligion zn Vrnnde üegmden Ideen da» Kindern ul s 9. Wrich» Paseuen sted im Geschichilnnieri ichi oatzagdweste zn bchradekn. daß an Ihnen da rmibend» «eist den jüdisch« «iesihichi» .erkannt werbe t , 8. mm Schaft« find am gaignetft« znr UaMnatzl durch d« Lchttr and zur ürstike, um da» Sttetennach weitera storldildu», in d» Kindan anxerrga«? — Mn« Vortrag für di« nvWIHriar Vers«mmlnng batte Har Dn>, Vasen thal» Breslau die Aebenimördigstil zuzUstgen ist ein Umrag M^tesknß dt^VHratmlnn, ringelanftn. I» ErledisMug der i» der gestrige» Berfanwtlung »er. lesene» Zuschrift: de« Em deu er Lehrerperein« wird folgende von Bernhard-Tarmaoitz eingedrachte Nesolntiou angenommen: ,Die vers'tmnlung isr. Lehrer in Schtefie» und Posen steht dem Plane der Begründung eine« allgemeinen deutsch, israelitischen Letirerdunde« sympathisch gegenüber, steht aber von der eingehenden Berathuug derselben vorlönfig ad, da da« Material t>>erzu in den von Herrn Wolt-Lurich gestellten Anträge nicht zurcicheub erscheint. Vir Bersammlung ersucht den Intragftrllec um Ergänzung diese« Mnt-rial«." Vor Sch uh da Versaoanleno erbittet vr. Lohu.Kattowitz «ine »enheriing beit Vorstand«» Oba seine Stellung zu de» Eeparet» Lehrervablnd« in da strovtiz L-tztae wollten, wie Banbarl»,r«< nmottz eusdrückitch betont, sich dnrchaud nicht in Gegensatz zu« ilentral» 8«band setzen. Da OierschlrMch« verband habe zu sew« Versammlung« stets eine« Deleolertea des ikentrsl'Vorstai»«« — freilich «b« Erfolg — erbet« und sei aas da heutig« Kvnserenz »es Lentral- Verbande« sehr zahlreich vertraten. Nach einigen tnestlS eud » «Sorten de» Borsitzenden vr. Samuel» lohn und den übieesttstimmntdea lkrklirungen des vr. Vraon-Glrh und vr. V«dt->r«»li»u, »ah da <kemr«l»8»rsta»d d« Separatvodllnd« wohlwollend iu»d slMpathilch gegrnüberstehr, «ird die Beriamnrlung u« » Uhr Rnchmiitags geschloffen. vr. Verihold Einstein, SchriMhra. Kevichikr gmd CvrrrfpO«de»?e». Dtmtschland. Derti«, 27. Pfai. (Or.-ilor.) Die jüdisch-rrligiösea iöerhLltuiffe iu Lhat lottenburg habe» in verschiedenen ISläiteru eine sehr ttdfällige Beurthellung erfahren. Bei meiner jüngsten Lnweseuheii in LharloUeuburg nahm ich daher Anlaß, fllier jene BerhLliuiffe nit einem dort wohnenden hochachtdareu Israeliten zu sprechen. Derselbe bnt mich, ihn nach ber Eyuuzoge — die zugleich als R-ltgiou«- schultekal dient — zu begleiten. Schau dre Ungrduug diese: «Syuagage spottet jeder B«:schreibuug, selüst iu der „souuigeu, »ouuigeu Jahreszeit". Dir Boden uugepflaftert. voll Staub u ib Schmutz, (»ei Sieger (oder Schure) voll eutsetzli«heu Schlammes — die Soft mephitisch — eint Menge Wagen, die dem Besucher den Zus,«mg oft erschwert — Bellen »ber Auflaueru »iuiger Lerderi. die schon manche« Unheil äugerichtet. (Da« Löchiei:cheu de» Pred. W. würbe von einem derselben derart gedtssiu. daß e« lüugae Zeit da« Bett hüten mußte.) Und nun oft da» Synagogen- «td Religiausschul- Lokals Am Neujahrs- und v«rsöhuui,g«feft muß e« dort geradezu fürchterlich s«iu. Ich dachte so recht au die War«mug imserer Weisen in ihr« eizeutlicheu Bedeutung: Den Nebenweuscheu uichl eher ztr richteu, di« »au »u seinen Ort (limkomo) gekanmte» J>h gestehe, so gern ich die Syuagagr tesuche. in jene sageti. StzUugagr brächte «au mich nur «tt stzrwatt; edensowmig ivürdr ich Kinder, uameuUich im Winter, dorchiu zu» Neli,i«ui>^erri«ht schicken. Wenn die Herren Berichterstatter, ote ikhariHttendurg« Juden in Brasch «td Bogen oernrtheiltn. aa Ort und Stelle unsere Darstellung prüfen würden, fie fSnte» fich zweifelte« zum Widerruf veniulaßt. Oyritz (Potmueri), 21. Mai. Der Stadtrath a. D., iach«»nu iu üterlte, besitzt fett 1879 da« i» die«scttigeu Shrctfc belege« Nittergrt Prillwttz. wel>he« 15 KUomeyw oou hier entfernt ist. Rach - 2 de» Statut« der hiefigeu Sygngdgeugemrutb« find die im dtesirittgen -reite wohnenden;fudeu zur Zahlutig mn Beiträgen «u die hiesige Synagogengemeind« oerpflichler; ber Vorstand ber letzteren oermttngte daher den L. für da« Jnhr 1887 zu den ^dachten Beiträgeu t» Höhe oou 4VLl0 rvtark. Mtt einem htergegen erhobenen ästusprnche adgeateseu. kitHtr 8. gegen den Borstau» raf gänzlich« Krrilaffiwg »on dtrier Stetter imd führte zur Begründung Aolaeui»«« na: Ruch g 2 bc« gedachten S atnt» fu» rar die im Urriss Pyritz »o yueudeu Jwdeu zur Beitcagsteißrag veritfllch«- B wohn: aber »teht tu diese«

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