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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1888-01-01 · 19. Jahrgang Nᵒ 21. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
19 (1888)
Issue
19. Jahrgang Nᵒ 21.
Date
1888-01-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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f' jkwlarf» tat 18. Mai. (Ot»®or.) De: a« .Storfft Standard* in 2>nbni von hi« gelieferte vericht ükr die Wtrtabesetzung t«r Stelle «ine» Oberratbia«» ist. soviel mir bekannt. vollständig au» der Luft gearifen. Wed« hat d« hi« allerding» snhr beliebte Oberrabbinn De. Loeb in Altona sich um da» Amt beworben, noch haben Bnbandlnnqm mit ihm stattgefunderi und «beasoweuig ist >»a» Herrn Rabbiq« Dr. Auerbach gtgnrüb« tat Fall gewesen;*) ich darf wohl behaupten, daß l >« jetzt in d« Angelegenheit nicht» geschehen ist. Wen« derBerichterstatter de« „Jnvlsh Standard* gleichzeitig aus die frühe« Thätigkett de» Dr. Auerbach al» Ächuldtrertor in Fürth hinweist und ihn deshalb al» die geeignetst« Persönlichkeit bez sich net, so darf man wohl mit Recht vermuthen, daß « dieß in Rücksicht auf die, durch den Tod de» Oberrabinerti Stern, erledigte Stell nag al» Ephoru« d« Talmud-Toro-Sbule thut und da» beweist, daß « üb« die biegen Verhältnisse sehr weuig unterrichtet ist. Die Anstellung eine» Dmrtor» für di« Talmud -Tora-Schule «folgt auf ausdrückliche» Verlangen d« hiesigen Obnschulbehörde und zwar durch die Verwaltung d« Schule; die Wahl eine» Oberrabbinn» wird dagegen durch Vorstand und Delegirte de» Synagogen-Verbände» unter Hiuzufügung von sechs vrrtrauensmLnnkrn. Die Schule steht auß« all« Beziehung zu« Synagoge» Bnbande und d« von diesem zu berufende Oberrabbinn wi:d dah« al» solch« keinen Einfluß aus die Schule üben. >8i» zum Jahre 1864 war da» Bechältniß «in andere»; da lag die Wahl de« Obe«abbin« t noch in dm Händm de» Gemeinde-Vorstände» und dies« bestellte i« Jahre 1851 Herrn Oberiabbia« extern zum Ephoru» der Tolmud-Thrra-Schule, wie e« der Lhacham Bernay» vor chm gewesen; indrffea war eia« Gehalt»o«besieruag damit nicht vnbioden. e» gchürte diese» Amt zu den Obliegmheitm de» jewelliarn Gei'llicheu und ist e» von Beiden trotzdem mit grrßer Pflichttreue geführt worden. Irantfuri «. ZL. D« 11. Jahresbericht pro 1887 üb« da» hiesige „Märchenstift* liegt ur» vor. Diese» von «dl« Menschenliebe gegründet« Institut hat bekanntlich den Zwcck, heraugewrchseuen Mädchen, die ein« geeigneten HluSlichkeit entbehre», Schutz eine» geordreten und gesttt.tm Hur»wtsm» zu gewähr«. Solchm Instituten sollten unsnce Glaubrnogmofleir vor allen Dingen ihie Mildthätigksit zuwmden, al» ungeheure Summen nach Palästina zu besvrdern, die eher schädlich al» nützlich wirk« körnen. Zuerst sollten mläuoische Woi>lthStigkrlt»ansta1tw in genügend« Weise nutnstützt wadei, eh« man daran denkt Palästina zu versorgen; da» ist wahrhaft „innere* M'sstrn. So ersehen wir au» de« Jahre» bericht de» Mädchenstift», daß di« Eiauahmm «k. 1-t.285,05, di« ««»gaben Mk. 17.147.39 betrugen, sich somü rin Deficit von M. 2 862,34 «zielte. Die Zahl d« Pflegling« beziffirr« sich auf durchschr-ittlich 24. Durch die augmblicklichr fi iauzielle Lage v«anlaßt, steht sich d« Vorstand de» Mädihenstisi« genvchigt, zu «klären. daß, wenn nicht rrtch«e M.ttel zufliißen, dir Rochwendigkeit mtstehm könne, die Zahl ta unentgeltlichen Aufnahmen bedeutend zu beschränken. Wr hoff n» daß dies« Umstand nicht eintretm wird, und wünschen vielmehr, daß in diese« Jahre recht zahlreiche Spendru dem so segen»reich wiikeaden Mädchenstift zufließ«' wöge»- unsere Reichen werden sich ihr Geld nicht durch de» neuen „Palästinaoerein* exportiren kaffen, uud sich nicht auf di,.' „schwindlige Höhe* der Eolonistrung Palästina'» begtkum, sondern ihre Spenden mit Bernuuft <Vr *9M Ep'SlvIS nVK) dru wohlthätlzen Stlstuagen im Lande und tu uns«« Stadt lirv« zmoenden. Da« sollte« doch die Kühr« ta B'nei-Berilh-Logea in Deutschland einsehe», und sich nicht von verschroveaeu orthodoxen Lüpfen für direu Pläne iu» Schlepptau nehmen lasse»! Kaßet, 22. Mai. (Or.-Lorr.) E» iut««sfirt sicherlich auch iu wettere» streifen, eine» Einblick t» einen ta htefigru B«eiue zu erlmUeu, welch«, iw Jahre 1878 gegründet, die *) «bc ,kU »a»'« i»m aewtff« Settk wünscht, schickt an» ein« Küsta z«»>zp in «ngliindtsche vttttter. (Red.) Abschaffung der waut-erbetrelei zu» Ziele hat »ud mithin ein« der älter» vereise dies« Art ist. Dies« Verein hat vor Allem da» Nachahmeu»- werthr. dag « dafür sargt, daß die Arme« unser« Praviuz nicht uöthig Hab«, bettelnd umh«z«ziehe». '.indem deu al» bedürftig und würdig Erkauuteu die Gaben in ansehnlichen Beträgen viertel- »d« halbjährlich nach ihrem Wohnort per Post frei eiugesendet werden. E» bedarf daher uur einer Eingabe au deu Beretn-vorstand, um einmalige od« regelmäßige Gaben zu «halten, und ist kt: Armen der Provinz jeder Grund, bittelud iu die Stadt zu kommen, genommen Würde da« üb«all so gehandhabt, so wäre damit schon viel gewonnen. D« hi'fige Verein für israelittsche Armenpflege, welcher am Schluff« de» Monat« Mürz cr. sein zehnte« Geschäftsjahr -urückgelegt hat. versandte im Jahre 1887/88 an 73 Personen ta Provinz Hessen 2169 Mk., an 54 nicht regelmäßig Unterstützte 743 Mk.. an Festtag»!prüden zu Rasch haschono und Peßach au 55 Personen 526 Mk. uud an extra Diintrrsp.'ndea 80 Mk. Hierbei muß bemerkt trrrden, daß nach zrdßeren Gemeinden d« Provinz nicht» g>:seadet wird, weil diese ihre Armen selber unterhalten. I>« Verein besitzt einen Fond fitr hiesige Arme, für welche im abgelaufeneu Jahre im Ganze» 869 Mk. verantgabt wurden, wobei erwähnt werden muß, baß für hiesige Arme auch die andere» hier bestehrnden Vereine und oie Privatwohlihätigkeit wirken. Der Verein hatte im obgcschlossew:« Jabrr eine Gesammteinnahme von rmid 9600 Mk. und eine Gesammtausgabe (incl. Gehalte und Spesen) »ou 9426 Mt. E» zahlten 273 Mitglieder 6765 Mt. Beiträge; die Gemeiudekaffe schießt jährlich 800 Mt. zu und der hiesige Krank-mpflege-Verein 500 Mk.; Geschenke, VTrmLchtntffe, stapitalzinsen rc. dringen da» Uebrige. Für die Prffautrir nun, welche unsere Stadt besachrn. um Gaben in Empiaug zu nehmen, hat d« Verein ein Bureau, in welchem, mit Ausnahme der Sabbath» und Festtage, jeden Tag ein Armeupfleger uud ein Vorstandsmitglied al» Assistent anwesend sind. Dt« oorsprechrndeu Armen Halen hin zunächst ihr«: öegitimatio-i»p»piere abzugeben und «halten entweder auf Grund derselben eine angemeffene Gäbe, »der «erden adgewiesru, welch letzter« Fall ollerdtag» um: selten »orkommt. Rach den Bestimmungen soll jed« Arme nur einmal im;)ahre in dem Bureau eine Gabe erhalte»; auß« dem Bureau überhaupt nicht. Alte und kranke Leute «Halle« tri Bezug auf di« Höhe der Gabe rinen Verzug vor arbrttSfähi zerr jungen Leute«. Mit Täuschung Unigehenden und Ger:ohnheit»bettleru gegenüber verfährt mau ablehnend oder dich sehr vorflchtig. E» «schienen im verfloffeaeu Geschäft»..,-« im Bureau de» Verein« 11)7 Personen, kuämlih 987 Männer und 170 Frauen, von welchen 559 schon mehrmals anweseud und 598 Neulinge waren. 1107 Personen wurde» mit 2496 Mi unterstützt und 50 wegen Täuschung od« au» a idercu Gründen abgewiifen. 451 Baflautei. gehörten dem Geschäftsleben an, 323 dem Handwerk, 86 de« Lultn». 18 kr Wiffenschaft, Diwstleutc stellnec rc , 45; O gelspiel«, Akcodalea rc. 8; dnufalo» waren 191, »ater welche ab« die 170 Frauen, nal;«zu sämmtlich zu lechnen sind. In d« Paffankenzahl sin» die Lind« nicht nitgerrchner, von welchen im abge» loiifencn Jihre 129 «geführt wurden. Wir können de« Vereine nur weitere Erstarkung wünsch,«' da derselbe stcheilich nur Gute« «stc-bt und schon viel Leid gemildert und g>r manche Thräae getrocknet hat. Möge n recht viele Rahahmu ig >» finden. Oesterreich Wie«, (Or^Corr.» Der »ll»««riue Studeuten-Uat«- stützlmg«v«ein hielt gef! er» Adeud im Hürsaale 16 d« Uuivnfität unter Vorsitz de: vizepräfibeutia Frau Iva v arber seilte Geueral-versamwluug ad. D« Rechenschaftsbericht koAftatirt, daß kt Bereu trotz d« kurze» Zett seiue» Beftaade» kreit» au 500 Mttgliekr zähtt uud durch Sttft«- beiträg« und deu Ertrug ticer »ou der Präsidentin Fra»

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