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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1888-01-01 · 19. Jahrgang Nᵒ 21. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
19 (1888)
Issue
19. Jahrgang Nᵒ 21.
Date
1888-01-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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•tot {betau Mt »ich twch feiten [• eisig nnd «bfte-eM Berührt. ^QrtMdvxte" »ndoch ei« uaschätzbarr -igmschast sein, »emt sie in dm Staden höchsten Pflichteifers hü-.Nützliche" noch zu berück sichtigen befähigt. vir sttam diese Nüchternheit, diesen Geschäft«-eist bewundern; beneiden «der — nicht. Die g«rrz« Rerlame-Grschicht« wäre hier nicht so breit getreten worden, hätten wir nicht daran» zu beweisen, wie wmig unsere Beschnldigun-, gegen den Hildesheimer^chm Kreis: er behandle Fragen de» Juventhim« von dem kleinlichen Strudpuukt« familiärer und parteilicher Gesichtspunkte, ohne Grund ist. Et ist gar keine Froze, daß Dr. Mnnk, Vetter de« Redacteur« Herrn Dr. H. Hildesheimer, in diesem höchst wichtigen Procesie mit seinem kleinen Namen ganz hätte zurück».«« müsse», oder wenigstlu dafür sorgen, daß neben seinem Namen auch noch andere Lutoritäte« aus der Sachverständigem Liste des Staats-Anwalt« figvrirten. So kam es, daß schließlich vom Gericht ein Sachverständiger für die Staats-Auwaftschtft bestellt wurde, ver in der Kan tischen Philosophie wohl eine Autorität ist, ob.i nicht in Bezug auf den Talmud: Pcof. Lohen in Marburg. — _ (Fortsetzung folgt ) Alte» «»d M ene# über bieligi ousmrterr icht, Lehrerb llv«ag «nd Lehre rftellmmg. 80» I. liliagengei» tn Oter-Zngelhei«. 1 V Es find tu dies« Blätter» tu jüug ter Zeft so manche Schuloud Lehrerfrageu erörtert wordm. daß mau sich, wie auch Inhalt und Ton der Klagen und Vorschläge von einander «bweicheo,- doch herzlich über diese Amßernngeu le» bendigen Interesse,» freue« könnte. Sprtäft doch Alle« dafür, daß noch viele »ernte Herzen für da« Heiligthum schlagen, dessen Erbe wir find, lleberall erkennt mau an, daß etwa«, daß viel geschehtu »üffe für dm jüdisä>« Neligiousuuter- > richt und für dm jüdisch« Lehrerftand, der dessm vorzüglichster Träger ist Wie sich auch die Ar sich tm mtgegm zu steh« scheiuen, — in ihrem Endziele erfind« fle da» Gleiche: Guter «elttzionsltntevchht, religiöse Erziehung in Schule uüd Haus, Förderung des religiös« Lebens, .damit die Sehre nicht «eiche von uns, vou unser« Hindern und «indeskindern in Ewigkeit." — Ist dam« de: allzuttef gehmde Pessimismus, der sich hier und da aut spricht, berechtigt? Alles klagt an uut, beschuldigt: Die Lehrer klag« über die Rabbiner und Gerneiudm und der« Bor stände, und ver allgemeinem örtliche und zeitlich« Zustäul« und individuelle Borkonuuuiffe. Di« Rabbiner werfm di« Schuld «u dem religiüsm verfall aits di« 8e hrer oder klag« zur Abwechslnng einmal auch di« Gemeiudm an l Und di« Vorstände und Gemeind«? Sie sind auch gar nicht deschetdm in ihr« Beschuldigung« gegm Rabbiner und Lehrer, und »oll« für Alles ihre BeaMtru verantwortlich mache», obgleich sie der« Selbständigkeit Fesseln «legen. Wer da Rechte hat? Ich glaube, et! wird wohl Jeder sein Thril Hab« «« der groß« Rechnung. Jeder hat Unrecht, »mm er Zustände aus seine« Kriise verallgemeinert. Ueberall ist zu schlichten und zu besieni; aber überall find auch die Keim: zu« Bester« vorh.wd«. Mehr als Alles schädigt der Mangel an verträum. Wie die Zuversicht auf die Ewigkeit der jüdisch-religiös« Idee dt« Quell« aller gesegneten Waksamkeit t» Judencham ist, so ist das gegenseiri-r vertrau« derjmigen. dir zusartmmwirkm müffm, zu» Heile des Gauwu eine ernste Fordernag. wenn e« bester wer»« soll; eine zsorderuug, von der wir nicht ablast« Staat und die ein Jeder an sich selbst stell« müßte. Die Bürzel dieses gegen settg» Vertrauens jedoch ist die Ernüchterung du rig»r>i Wirkungskreise, du eigen« Berufe. Das Hiuübergreif» » di« Sphäre der ander« Berufskrrise ist ei« schwere versüitdiguug am Gang«, «eil sie gerade das geg«seitige ZustiNimemvirk«, da« vertrauen, ftärt und wankend macht. >üs giebt wenig Rab^tn«, die gleichgültig find geg« die Förderung des Neligionsunterricht«. Sie möchtm sämmtlikh dem Judenthum aufhelfm, das scheinbar vor ihren Aug« im Rückgang, im Verfall ist. Sie möchten mit der g«uz« Kraft ihres Geistes und Herzeus wirten, und — kvnueii nicht! Da such« fi' denn die Quelle des Mißlingens nicht « der eigen« Wirksamkeit. nicht in dm Verhältnissen. Sie werfen vielmehr alle Schuld auf die Lehrer, di« ihre Mkarbeftcr find und die sie als solche achten nnd fördern soll«, dir sie aber oft als ihre Untergebme betrachten! Das gegmseitige vertrau« ist dadurch gestört und das gesegnete Zukammenwirkei hat ein Ende. Aber es giebt auch Rabbiner, die ganz und voll aus ihrem Post« stehen, di« mit chrer Stellung, mit ihrer Aufgabe, mit ihrem Wirkungskreise sfich einig fühl«, sich da« vertroum und die Liebe btr Gemeinde erringen; — nnd diese fördern auch dm Lehin und den Religionsunterricht. Sie betrachten dies als ihr« erste und heftigste Aufgabe und sie erfreu« sich der Erfolge ihres Thuns. — Es giebt Vorstände, die die hriltge Aufgabe, welche ihn« gestellt ist, nicht kennen und gerade darum sich in Nörgelei« mit den Religionsbeamt« ergohm. Da such« sie nun Tag für Tag. und — die Fretrde am Bemfe wird bei Lehre« und Rabbinern vemichtet, die ja doch keine Anerkeuuaug finden. Und «urrkeuuuug. wenn auch nicht immer klingender Dank, ist ein« Hanptquelle der religiös« und erziehlichen Wirksamkeft, weil sie ein« Voraussetzung ist der Freude am Brufc! — Wehe der Religiousgemeiude. wenn der Vorstand diese einseitig und als rin Versuchsfeld für bureauftalische Einrichtung« betrachtet, »eil er für die eigmtliche Aufgabe derselb« kein Herz hal; wenn er seine ganze Aufgabe darin sieht, die materielle» Interest« der Gemeinde zu fvrde«, d. h. zu spar« allüberall, und nicht weiß, daß er auch der Vorstand für die religiös« Anstalten und für die Religtousbe amten ist, für der« Wohl er mit verantwortlich ist, die er zu schüfen und in ihrer Wirksamkeft. — für die doch die Gemeinde organifirt ist, — zu fördern hat. Wehe der Gemeinde, wenn der Vorstand dieses Ehrenamt nur suchte, um eben ein Ehrmamt zu Hab«, das ihm vielleicht «in: Stufe für noch .höhere" Ehr« sein oder werd« soll. Aber es giebt auch Vorstände, di« ihre positiv« Aufgaben erkennen und für dieselben ein Herz haben; die das Gute erstreb« mft voller K«st; die mit Begeisterung wirk« für di« Hebung der religiös« Anstalten, unter der« Führung Alles blüht trab gedeiht; die ausgerüstet find mit der Liebe zum Judmthirm und darum «iffeu, daß nur ein guter Religionsunterricht im Staude ist, die Synagoge als Mittelpuuft de» Gemeir beleb«» zur Anerkennung zu bring« k Eim Synagoge ohne dir« Voraussetzung, ohne gut orgauistrtea Religionsunterricht ist ein Körper ohne — Seele. Die« »oraustelleud k-mmc ich zur Sichel (Fortsetzung folgt.) Kerichtr «rfa CtroRwutatfeti* 2D raffet laufe. Zu» GderfchkH«, 20. Mai. (Or.-Lor.) In Nr. 20 der .Wochenschrift" ist in einer Notiz aus Oberschlefim bereits kurz berichtet, daß die Vertreter der Gemeind« Kvnigshütte, Kattowitz, Myslowitz, Gleiwitz, Taruowttz und Pleß olle Gemeind« de» Regierungsbezirk« Oppeln entladen, zur wirksam« Fördtrnitg »Vgemeiver Gemeiude-Jutereffm sich zu »» einig«. Die «Aemeinden Hab« sich zunächst dahin r äußern, ob st« i« Pitnzip damit «inverftand« sind, di« Poftnlite »es prcv Heisch« Kvmftee's zu unterstütz«-

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